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SVI - Redaktion
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20 Nov 2003 13:51



1. Berliner Inkontinenztag




BERLIN: Am 15. November fand im A&O Hostel Friedrichshain in der Boxhagener Straße 73 der 1. Berliner Inkontinenztag statt, der vom Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. veranstaltet wurde. Im Anschluß zum GIH Kongress präsentierten wir eine eigene Veranstaltung. Zwar war die Resonanz nicht ganz so groß wie die des GIH Kongresses, aber dennoch kamen einige Besucher zu uns.

Unser Schwerpunkt lag bei dem Thema "Leben mit Inkontinenz" also der tägliche Umgang damit. Die Referenten zeigten bei ihren Vorträgen eindrucksvoll, daß schon alleine die richtige Auswahl der Hilfsmittel einen entscheidenden Beitrag dazu leisten kann, besser mit der Inkontinenz im Alltag zurecht zu kommen.


Besonders bei Stuhlinkontinenz ist es wichtig, sich eingehend beraten zu lassen, um wieder sicher am Alltagsgeschehen teilhaben zu können. Viele wissen nämlich gar nicht, welche Hilfsmittel und Möglichkeiten auch hierbei zur Verfügung stehen, wie sich im Verlaufe der Veranstaltung zeigte. So kannten zwar einige die Analtampons aber die Irrigation war den meisten Teilnehmern unbekannt.

Neben den Fachbeiträgen zu Harn- und Stuhlinkontinenz gab es auch aktuelle Informationen zur Gesundheitspolitik. Für die Betroffenen wird sich demnach schon einiges ändern, nicht zuletzt durch die kommende Zuzahlung zu den Hilfsmitteln in unserem Bereich. Eindrucksvoll schilderte Herr Süß, daß keineswegs alle Detailfragen dazu schon in der Gesetzesvorlage geregelt seien und hier noch Handlungsbedarf besteht.

Weiterhin wurde im Beitrag von Herrn Süß auch die Wichtigkeit der Selbsthilfegruppen vor Ort besonders hervorgehoben, ohne deren Hilfe die Betroffenen kaum von alleine aus ihrer Isolation kommen können. Zwar gibt es immer mehr Betroffene, die Hilfe über das Internet suchen, aber der persönliche Kontakt steht bei der Arbeit des Selbsthilfeverbandes Inkontinenz e.V. immer noch im Vordergrund. So versucht der Verein im Laufe der Zeit ein engmaschiges Netz von Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland aufzubauen und in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Unser Bild zeigt einen Teil der Vereinsmitglieder, die nach Berlin gekommen sind, um den GIH Kongress zu besuchen und auch um unsere Veranstaltung zu unterstützen. Bei dieser Gelegenheit fand auch gleichzeitig nach der Veranstaltung unserere Mitgliederversammlung des Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. statt. Dabei wurde auch über die zukünftigen Aktivitäten des Vereins und eine etwaige Zusammenarbeit mit der GIH besprochen. So zeigte sich der Vorstand durchaus offen dafür, Gespräche mit der GIH über eine Zusammenarbeit zu führen. Wie diese Zusammenarbeit nun im einzelnen aussehen könnte, darüber gab es noch keine genauen Vorstellungen.

Außer dem offiziellen Programm diente das Treffen vor allem dazu, den persönlichen Kontakt mit den Mitgliedern zu fördern, was jedem Einzelnen zugute kam. Für einen Teil der Mitglieder war es das erste Mal, sich persönlich mit anderen Betroffenen zu treffen. Nach kurzen anfänglichen "Startschwierigkeiten" war schnell die Hemmschwelle überwunden und ein reger Kontakt kam zustande.





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Gesundheit
SVI - Redaktion
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20 Nov 2003 12:26



15. GIH Kongress in Berlin




BERLIN: Wie jedes Jahr veranstaltete auch dieses Jahr die "Gesellschaft für Inkontinenzhilfe e.V." ihren GIH-Kongress. Dieser fand dieses Mal am 14. und 15. November 2003 im Estral Convention Center in Berlin statt und stand unter dem Motto "Prävention der Inkontinenz".

Wie schon im vergangenem Jahr kamen auch dieses Jahr gut 1000 Besucher zu dieser Veranstaltung. Für Betroffene und Interessierte gab es auch Heuer wieder zahlreiche Vorträge aus allen Bereichen der Inkontinenz. Besonderes Augenmerk bei den Vorträgen wurde aber auf die Prävention, also die Vorbeugung der Inkontinenz gelegt. Auch waren wieder einige Hersteller mit ihren Ständen vertreten, um den Betroffenen, Interessieren aber auch dem Fachpublikum mit aktuellen Informationen zu versorgen. Zwar gab es keine herausragenden Neuerungen, aber dennoch stellte die eine oder andere Firma Verbesserungen ihrer Produkte vor.

Bei der GIH selbst gibt es personelle Veränderungen, so wurde Herr Prof. Dr. Klaus-Peter Jünemann zum neuen 1. Vorsitzenden der GIH gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Herr Prof. Dr. Hansjörg Melchior stellte sich nach 16-jähriger Amtszeit nicht wieder zur Neuwahl für das Amt des 1. Vorsitzenden und geht in den verdienten Ruhestand. An dieser Stelle möchten wir vom Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. dem neuen 1. Vorsitzenden der GIH alles Gute und eine glückliche Hand bei der Vereinsführung für die Zukunft wünschen.

Eine weitere Änderung gab es durch die Namensänderung des Vereins in "Deutsche Kontinenzgesellschaft e.V. (GIH)" oder im englischen "German Continence Society", als Anlehnung an die "International Continence Society (ICS)".





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Ärztliche Praxis vom 02.10.03
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05 Nov 2003 12:24



TVT löst nicht jedes Inkontinenzproblem bei Frauen




SCHWERIN: Das spannungsfreie Vaginalband (TVT) bietet eine hoffnungsvolle Op.-Alternative gegen Stressinkontinenz. ÄP-Gynäkologie-Redakteurin Cornelia Weber sprach mit Prof. Dr. med. Eckhard Petri, Schwerin, über Chancen und Risiken des Eingriffs.

Herr Professor Petri, welche Patientin eignet sich für das spannungsfreie Vaginalband? Welche Voraussetzungen muss sie mitbringen?

Es gibt mehrere Kriterien, die zum Teil erwiesen sind, zum Teil fachintern diskutiert werden. Nicht zuletzt aus forensischen Gründen brauchen wir auf jeden Fall eine urodynamisch gesicherte Diagnose. Die Frau muss nachweislich unter einer Sphinkterinkompetenz leiden, eine Dranginkontinenz sollte ausgeschlossen sein. Zudem sollte man die Anatomie und die spezielle Problematik des Beckenbodens der jeweiligen Patientin kennen. Handelt es sich isoliert um einen schlaffen Verschluss, ist die Harnröhre hypoton oder hat sie kein Widerlager? Oder ist die ganze Scheide aus ihrer Verankerung gerissen - was heute bei den immer größer werdenden Säuglingen bei der vaginalen Geburt vorkommen kann.

Die vaginale Geburt stellt ja ein bedeutendes Risiko für Harninkontinenz dar. Bietet das Band hier eine therapeutische Chance?

Wenn ich um eine Scheide, die komplett aus ihrer Verankerung gerissen ist, distal ein Band lege, habe ich das Problem nicht beseitigt. Dann besteht nur das Risiko, dass die Harnröhre über dem Band weiter dezendiert und abknickt. Die möglichen Folgen sind Urgeinkontinenz, Harnverhalte, Restharn und Harnweginfekte. Das ist für mich nach wie vor die Indikation für eine Kolposuspension.

Das Vaginalband ist also doch nicht die Patentlösung?

Wenn ich allen Frauen mit Harninkontinenz ein TVT empfehlen würde, wäre das Unsinn. Ein TVT ist nicht die Lösung für alles. Die Methode ist gut bei der hypotonen Urethra oder bei einer schlechten Druckübertragung, weniger wenn eine Begleitpathologie vorliegt.

Nicht alle Bänder sind gleich

Mittlerweile sind zwölf verschiedene Bänder auf dem Markt. Gibt es überhaupt Unterschiede?

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob das Band gestrickt oder gewoben ist, ob es große Poren oder eine homogene Struktur aufweist. Aus patentrechtlichen Gründen stellen die Firmen ihre Bänder natürlich unterschiedlich her, um nicht gegen das Originalpatent zu verstoßen. Wenn es um die Zulassung geht, behaupten sie dann, das Band sei identisch mit den anderen und ersparen sich damit die Studien. Kollege Kölbl aus Halle und ich kritisieren, dass sich ein Hersteller über Nacht ein Band einfallen lassen kann und es am nächsten Tag implantiert. Sie können die Patientinnen dann nicht über die Risiken aufklären, weil die Erfahrung mit dem Band fehlt und die entsprechenden Daten dazu nicht vorliegen.

Was erwarten Sie von den Herstellern?

Ich erwarte, dass zu den Nachahmerprodukten randomisierte Vergleichsstudien vorgelegt werden, die zumindest über die Komplikationsrate und Kurzzeiterfolge informieren. Das lehnen einige Hersteller aber ab.

Gibt es limitierende Faktoren wie Alter oder Gewicht der Patientin?

Übergewicht ist technisch limitierend und man muss die Risiken kalkulieren. Hier habe ich meine Bedenken. Ich musste in den letzten Jahren einige stark adipöse Patientinnen ablehnen. Wobei bei diesen Frauen aufgrund der ungünstigen Druckverhältnisse häufig ein paravaginaler Abriss vorliegt. Wenn ein Leben lang Tonnen auf dem dünnen Beckenboden lasten, reißt eher die ganze Verankerung heraus, als dass isoliert die Druckübertragung schlecht ist. Ich hatte selbst eine 110 Kilo schwere Patientin, die viermal voroperiert war. Bei dieser Frau ist das Band anschließend durch die Harnröhre gewandert, weil der Druck auf das Narbengewebe zu groß war.

Erfolgsraten um 80 Prozent lassen sich kaum auf Deutschland übertragen

Welche Erfolgsraten bringt das Band?

Die Studien zur Haltbarkeit stammen ausschließlich aus Skandinavien, wo der Eingriff nur in Zentren durchgeführt wird und die Patientinnen nach sehr strengen Kriterien selektiert werden. Dort liegt die Erfolgsrate bei über 80 Prozent. Selbst bei der hypotonen Urethra bringt das TVT noch Ergebnisse um die 77 Prozent. So gut war bis jetzt keine andere Methode der Inkontinenzoperation.

Sind diese positiven Ergebnisse auch auf Deutschland übertragbar?

Daran glaube ich nicht. Bei uns wird die Methode häufig modifiziert, zudem wird zum Teil ohne korrekte Diagnose operiert. Dabei kann es zu erheblichen Komplikationen kommen, wenn beispielsweise das Band falsch gelegt wird oder wenn - entgegen der Originaltechnik - Muskulatur oder Bindegewebe des Beckenbodens mitfixiert werden. Ich habe viele Patientinnen nachoperiert und betreut, die nach so einem Eingriff Schwierigkeiten bei der Kohabitation oder beim Gehen hatten.

Welche Risiken birgt die Operation?

Mittlerweile gibt es weltweit über zehn Todesfälle. Schuld sind offenbar mangelnde Erfahrung und falsche Technik. Die Patientinnen sind an einer Sepsis gestorben oder verblutet.

Das klingt nicht sehr ermutigend ...

In erfahrenen Händen ist das spannungsfreie Band eine wunderbare Methode, wie uns die guten Daten aus Skandinavien zeigen. Wenn sich jeder Wald- und Wiesen-Operateur daran wagt, wird es allerdings gefährlich. Es gibt ein „Kochbuch“ für den Eingriff. Wenn man dagegen verstößt, entstehen lebensgefährlichen Risiken. Insgesamt ist das spannungsfreie Band eine elegante und innovative Technik, die gut ist, wenn die Selektion stimmt und wenn der Eingriff korrekt durchgeführt wird. Zur Ehrenrettung muss man sagen: Komplikationen liegen selten an der Methode, sondern an den Operateuren. Ich habe keine Zweifel an der Methode, sondern an den Operateuren.

Woran kann der überweisende Gynäkologe einen guten Operateur erkennen?

Eine Studie von Carl Gustav Nilsson aus Helsinki zeigt, dass die Anzahl der Komplikationen mit der operativen Erfahrung korreliert. Ab 40 TVT-Operationen pro Jahr lässt sich die Komplikationsrate nicht mehr wesentlich senken. Der nieder-gelassene Kollege oder die Patientin sollte deshalb unbedingt die Fallzahl des Operateurs erfragen.





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Forschung & Medizin
Ärztliche Praxis vom 30.10.03
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31 Okt 2003 09:57



Ersatzschließmuskel ermöglicht wieder vollständige Kontrolle




MELBOURNE: Wissenschaftler der University of Melbourne haben ein Verfahren zur Behandlung von schwerer Inkontinenz entwickelt. Dem Team um John Furness gelang es, einen körpereigenen Muskelring zu schaffen, der in die Blase eingesetzt als Ersatzschließmuskel fungiert.

Dieser Ersatzmuskel wird durch einen ebenfalls implantierten elektrischen Stimulator kontrolliert. Dieses Verfahren soll Patienten wieder die vollständige Kontrolle über ihre Blase ermöglichen.

Die derzeit verfügbaren chirurgischen Verfahren arbeiten mit prothetischen Hilfsmitteln, die laut Furness unter anderem mit Abstoßungsreaktionen zu kämpfen haben. Die häufigste Ursache für eine Schädigung des Schließmuskels ist ein Trauma in diesem Bereich. Es kann durch Komplikationen bei einer Prostataoperation oder durch das Erreichen der Menopause verursacht werden.

Die Wissenschaftler haben die Vermarktungsrechte an ein eigens geschaffenes Unternehmen, Continence Control Systems International P/L (CCS), weitergegeben. Die notwendige Technologie wird von Cochlear Limited zur Verfügung gestellt. Erste klinische Versuche sind für 2005 geplant. Innerhalb von fünf Jahren soll ein entsprechendes Produkt zur Behandlung von Inkontinenz auf den Markt kommen.





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Gesetze & Versicherungen
SVI - Redaktion
Stefan
21 Okt 2003 19:26



Gesundheitsreform kommt an




Augsburg: Nun ist es soweit, die Gesundheitsreform kommt und das ist gut so. Das ist zumindest die Meinung über die Gesundheitsreform beim Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V.. Der Verband mit der Geschäftsstelle in Augsburg vertritt die Anliegen der ca. 10 Millionen von Inkontinenz Betroffenen in Deutschland und bildet das Sprachrohr für die zahlenmäßig größte deutsche Volkskrankheit.

Was wurde nicht im Vorfeld der Gesundheitsreform für Panik geschürt. Da kam schon fast die Angst auf, ab dem 1. Januar wurde es nichts mehr für die Krankenkassenbeiträge geben und Inkontinente fingen an Hilfsmittel zu hamstern. Mit ruhigem Gewissen kann der 2. Vorsitzende des Selbsthilfeverbandes, Stefan Süß, Entwarnung geben. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird. Ab Januar wird sich vieles in der Versorgung mit Hilfsmitteln ändern, so Süß, und dabei wird nicht Alles schlechter. Leider fällt zum 1. November die Nachtversorgungspreise in einigen Bundesländern weg, dies führt zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Versorgung. Man hätte diese Sache auch zum 1. Januar machen sollen, so Süß, somit wäre den Leuten eine Reform vor der Reform erspart geblieben und ein großer Unsicherheitsfaktor wäre erst gar nicht entstanden. Leider waren wohl den Krankenkassen die Hände gebunden, da diese Entscheidung auf einem Urteil des Bundessozialgerichts beruht. Die meisten Krankenkassen zeigen sich kulant und man kann bereits im Oktober die benötigten Hilfsmittel für November und Dezember beim Leistungserbringer abholen. Auf jeden Fall sollte man das Gespräch mit seiner Kasse suchen, so Süß.

Ab Januar kommt dann die große Reform und was ändert sich dann bei der Versorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln?

1. Die Krankenkasse errechtet nun den Erstattungspreis aus dem Durchschnitt des unteren Preisdrittels der Preise für ein Hilfsmittel. Hier gilt es, so Süß, Preise zu vergleichen und den günstigsten Anbieter bei der Kasse erfragen. Diese Auskunft muss die Kasse ab 1. Januar geben. Denn nur wer einen Anbieter wählt, dessen Preis nicht höher ist als der Erstattungspreis, braucht nichts zu zahlen. Sollte sich kein Anbieter finden, der ohne Zuzahlung liefert, sollte die Kasse beauftragt werden eben solchen zu finden und notfalls die höheren Kosten zu übernehmen. Hierbei gilt neu, dass auch ein Anbieter gewählt werden kann, der nicht in Wohnortnähe ist (z.B. ein Versandhandel).

2. Die monatliche Zuzahlung wird auf 10€ beschränkt, ist die Zuzahlung höher wird diese auf Antrag von der Kasse bezahlt. Ist der Betroffene von der Zuzahlung befreit, dann muss er gar nicht bezahlen. Achtung bei Zuzahlung gilt, die Kasse hat das Recht den Leistungserbringer zu wählen. Gerade hier sollten die Versicherten darauf achten, dass Ihr Rezept richtig ausgestellt ist, es müssen also Produktname, ggf. Größe, Stückanzahl, Pharmazentralnummer, Indikation (Zur Teilnahme am ...), ggf. bei Dauerverordnung die Gültigkeit ersichtlich sein.

3. Ab 1.Januar 2005 gelten im gesamten Bundesgebiet einheitliche Erstattungspreise, diese lösen die Erstattungspreise auf Landesebene ab. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Gerechtigkeit, so Süß, denn bisher waren die Erstattungspreise für ein und dasselbe Produkt recht unterschiedlich. Hierzu gehört auch der Wegfall der Nachtversorgungspreise, die es in einigen Bundesländern gab und höher waren als die einheitlichen Tag + Nachtpreise dort.

4. Das Verfahren für die Zulassung von neuen Hilfsmittel wird auf ein Jahr begrenzt. Gerade im Inkontinenzsektor waren viele neu zugelassenen Hilfsmittel bei der Markteinführung bereits total veraltet, so Süß





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Augsburger Allgemeine Zeitung 17.10.2003
Foren-Admin
17 Okt 2003 13:39



Helme aus benutzten Inkontinenzprodukten




AUGSBURG - VÖHRINGEN: Vöhringer Firma will gebrauchte Hygieneprodukte in Holland recyclen lassen

Wohin mit gebrauchten Windeln? Nach Weißenhorn zum Verbrennen oder nach Holland zum Recyceln? Aus gebrauchten Papierhygieneprodukten werden dort nämlich Rohstoffe gewonnen, aus denen Kunststoffhelme oder Schreibpapier produziert werden kann. Eine neue Technik macht’s möglich. Diese will jetzt das Vöhringer Entsorgungsunternehmen Knittel nutzen. Die Regierung von Schwaben hat die Genehmigung zum Transport der Inkontinenzabfälle erteilt. Der Landkreis hingegen meldet Bedenken an und sagt Nein.

Altenheime kennen das Problem. Die Windelberge wachsen, ihre Entsorgung ist ein nicht unbeträchtlicher Kostenfaktor. Beispiel: Im Caritas-Centrum Vöhringen fallen pro Woche rund 700 Kilogramm Windeln an, die in Säcken gesammelt und dann entsorgt werden müssen. Nach der Statistik werden aus privaten Haushalten pro Jahr und auf 1000 Einwohner gerechnet 7000 bis 8000 Kilogramm gebrauchter Windeln entsorgt. Firmenchef Werner Knittel, Vater von zwei kleinen Kindern, weiß aus Erfahrung, dass selbst in einem Privathaushalt „enorme Windelmengen“ anfallen. Für ihn ergab sich daraus die Überlegung: Welche Möglichkeiten ergeben sich zum Recyceln.

Fündig wurde er im niederländischen Arnheim. Dort gibt es ein Unternehmen, das auf Recyceln gebrauchter Papierhygieneartikel spezialisiert ist. Das Verfahren verläuft im Wesentlichen so: Die Windelsäcke werden vollautomatisch geschreddert und kommen dann in einen Pulper, eine Art Wasserbad, in dem die gebrauchten Windeln in ihre Bestandteile aufgelöst werden. Der herausgetrennte Kunststoff wird gewaschen und getrocknet, vorher grobe Verunreinigungen herausgelöst. Unter Hitzeeinwirkung wird der Kunststoff granuliert. Zu Ballen gepresst, geht das recycelte Material an Firmen zur Herstellung von Schutzhelmen und Plastikgefäßen.

Dann erfolgt die Wiedergewinnung des Zellstoffes. Nach feinem Sieben, bei dem die letzten Verschmutzungen aus dem Zellstoff entfernt werden, kommt das Material in einen Desinfektionstank. Danach wird das Wasser herausgepresst und der Zellstoff zu Ballen gebündelt. Das Wasser wird einer Kläranlage zugeleitet, die im geschlossenen Kreislauf arbeitet. Keime können nicht nach außen dringen. Die Papierindustrie ist Abnehmer des wieder gewonnenen Zellstoffes, Grundprodukt für Briefpapier und Kartonagen. In Labors wird das recycelte Material einer strengen Kontrolle unterzogen, ebenfalls das wieder gewonnene Wasser der Kläranlage.

Das Vöhringer Entsorgungsunternehmen bietet als erstes in Süddeutschland diese Verwertungsvariante Kliniken und Pflegeheimen an. Und das Interesse ist groß, vor allem bei den auf kostensenkenden Maßnahmen bedachten Alten- und Pflegeheimen, wie Firmenchef Werner Knittel wissen lässt. Friedrich Spang vom Caritas-Centrum Vöhringen würde die Offerte des mittelständischen Unternehmens, das in Vöhringen zweitgrößter Arbeitgeber ist, sofort annehmen. „Für uns wäre das für unsere Häuser in Vöhringen und Illertissen interessant, weil diese Art der Entsorgung uns eine Menge Geld sparen würde.“

Während die Regierung von Schwaben nach langen Prüfungsverfahren ihre Zustimmung zum Transport der gebrauchten Windeln erteilt hat, verweigert der Landkreis Neu-Ulm sein Einverständnis zu dieser Art der Verwertung. „Die Regierung von Schwaben hat im Rahmen der Abfallverbringungsverordnung diese Genehmigung erteilt. Der Landkreis hat aber andere Kriterien zu berücksichtigen“, sagt auf Anfrage der Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, Günter Kunz. „Inkontinenzartikel sind nach der Gewerbeabfallverordnung gewerbliche Siedlungsabfälle und unterliegen damit der Beseitigungspflicht.“

Ob eine Verwertung stattfinden kann, entscheide aber der Produzent der Windeln - also die Pflegeheime. Allerdings bleibt diesen die Entscheidung nur dann vorbehalten, wenn er sich selbst in der Lage sieht, diese Inkontinenzartikel zu verwerten. Das heißt im Klartext: Das Heim muss über eine eigene Wiederverwertungsanlage verfügen.

Hindernisse für diese Art des Recyceln sieht Kunz zum einen unter dem hygienischen Aspekt. Außerdem gingen die Fahrten per Lkw nach Holland zu Lasten der Öko-Bilanz. Zum anderen wäre da noch ein wirtschaftlicher Gesichtspunkt: Diese nicht unbeträchtlichen Mengen würden dann der Weißenhorner Verbrennungsanlage fehlen. Ihre Kapazität wäre nicht ausgelastet. Und das, so fürchtet, Kunz, könnte letztendlich zu Lasten der Gebühren gehen.

Dieser Argumentation kann der Leiter des Vöhringer Caritas-Centrums, Spang, nicht folgen: Wenn es nur um die Kapazitätsauslastung gehe, „dann kann man sich ja eigentlich die Recyclinghöfe sparen und gleich alles verbrennen.“





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Gesetze & Versicherungen
SVI - Newsredaktion
Foren-Admin
13 Okt 2003 10:12



Was kostet uns die Gesundheitsreform?




BREMEN: Sicher war die Gesundheitsreform schon lange überfällig, aber angesichts der leeren Haushaltskassen trifft es natürlich wieder den normalen Steuerzahler. Gerade die Menschen mit wenig Einkommen und chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel die von Inkontinenz betroffen sind, werden wieder einmal mehr zur Kasse gebeten.

Damit können Sie rechnen

Die Gesundheitspolitiker haben nicht auf Kassen gehört - und es sich einfach gemacht: Denn mit den neuen Gesetzen werden zunächst einmal die Bürger geschröpft. Eine echte Reform, die für mehr Wirtschaftlichkeit sorgen würde, soll erst später kommen. Dann werden womöglich alle Berufstätigen, also auch Selbstständige und Beamte, in eine“Bürgerversicherung« einbezogen. Wie diese dann finanziert wird, ist noch offen. Doch womit müssen Versicherte schon in den nächsten Jahren rechnen? Die Krankenkasse beantwortet die 10 wichtigsten Fragen.


Wie hoch sind die Zuzahlungen

Ob Apotheke, Arzt oder Krankenhaus - ab 2004 werden neue Zuzahlungen erhoben. Diese werden aber niemals Zwei Prozent des Bruttojahreseinkommens übersteigen. Chronisch Kranke zahlen maximal ein Prozent. Vom Einkommen. Welches die maximale Höhe der Zuzahlungen bestimmt, wird je Kind 3.648 Euro abgezogen. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren entfallen nach wie vor alle Zuzahlungen. Die Zuzahlungen werden auch bei den Versicherten fällig, die Kostenerstattung gewählt haben.

Was kosten die Arznei- und Hilfsmittel

Arzneimittel:
Ab 2004 zahlen Patienten zehn Prozent des Verkaufspreises, jedoch mindestens 5 und höchstens 10 Euro. Kostet das Mittel weniger als 5 Euro, fällt natürlich nur der Verkaufspreis an.

Heil- und Hilfsmittel:
Für Heilmittel (z.B. Massagen und Krankengymnastik) wird eine Zuzahlung von 10 Prozent der Kosten und zusätzlich 10 Euro für die Verordnung erhoben. Für Hilfsmittel (z.b. Rollstühle, Einlagen und Hörgeräte) gilt dieselbe Regelung wie bei Arzneimitteln. Die monatliche Höchstbelastung für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel (z.b. Windeln) liegt bei 10 Euro.

Arztbesuch:
Der Patientenanteil für den ersten Besuch beim Arzt oder Zahnarzt beträgt in jedem Quartal 10 Euro. Wer ohne Überweisung im gleichen Quartal einen weiteren Arzt aufsucht, zahlt noch einmal 10 Euro.

Krankenhaus:
An jedem Tag im Klinikbett beteiligen sich die Patienten mit 10 Euro, das gilt allerdings nur für 28 Tage im Kalenderjahr.

Fahrkosten und Kuren:
Es gelten die selben Regeln wie bei Arzneimitteln, bezogen auf den Fahrpreis bzw. den von der Krankenkasse zu zahlenden Tagessatz. Bisher betrug die Zuzahlung bei Fahrkosten pauschal 13 Euro, bei Kuren 9 Euro pro Tag.

Haushaltshilfe:
Auch hier gelten die selben Regeln wie bei Arzneien, bezogen auf den Preis der Tagesaufwendungen.

Häusliche Krankenpflege, Soziotherapie:
Ähnlich dem Krankenhausaufenthalt sind für die ersten 28 Kalendertage der Leistungsinanspruchnahme 10 Prozent des Vertragssatzes als Zuzahlung zu übernehmen. Außerdem sind pro Verordnung 10 Euro zu entrichten.


Muss ich Krankengeld extra versichern ?

Das Krankengeld wird auch künftig von der Krankenkasse gezahlt, man braucht also keine private Versicherung abzuschließen. Geplant ist ein Sonderbeitrag für angestellt Beschäftigte, der ab 2006 erhoben wird und 0,5 Prozent des Bruttoeinkommens betragen soll. Der bislang gleich hohe Beitragsanteil des Arbeitgebers wird abgesenkt. Spätestens 2005 wird die jeweilige Krankenkasse ihre Kunden genauer über die Details informieren.

Sollte man sich jetzt schnell die Zähne sanieren lassen ?

Nein, denn bis 2005 ändert sich grundsätzlich gar nichts. Auch danach bleibt Zahnersatz im heutigen Umfang versichert.Allerdings wird diese Versicherung ab 2005 gesondert geführt und bezahlt. Die Krankenkassen wird allen Versicherten frühzeitig entsprechende Angebote machen.


Welche Zahlungen fallen weg

Brillen und Kontaktlinsen:
Brillen werden nur noch für Versicherte bis 18 Jahren und schwer Sehbehinderte übernommen, Kontaktlinsen nur noch im Ausnahmefall.

Sterbegeld:
Das bisherige Sterbegeld von 525 Euro wird gestrichen.

Taxifahrten zum Arzt:
gibt es nur noch in Ausnahmefällen, die derzeit gesetzlich festgelegt werden.

Entbindungsgeld:
Das Entbindungsgeld von 77 Euro für Mütter, die kein Mutterschaftsgeld erhalten, fällt weg.

Gibt es auch Verbesserungen ?

Bonuszahlungen für Gesundheitsbewusste sollen zu sinnvollem Verhalten anregen: So können Krankenkassen künftig die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen, Präventionsprogrammen oder betrieblicher Gesundheitsförderung honorieren. Auch bei der hld< werden derartige Modelle untersucht. Ähnliches gilt für Versicherte, die im Krankheitsfall erst zum Hausarzt gehen, statt gleich Fachärzte aufzusuchen.

Werden alle Kassen gleich teuer

Nein, aber durch die Reform des Finanzausgleichs zwischen den Krankenkassen (Risikostrukturausgleich) werden vor allem billige BKK's ihre Beiträge erhöhen müssen.

Für wem lohnt sich ein Wechsel zu den Privaten ?

Für immer weniger: Die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen schlagen schon heute überdurchschnittlich stark auf die Privaten durch, Preissteigerungen von jährlich drei bis fünf Prozent sind zu erwarten. Die Kapitaldeckung der PKV ermöglicht wegen ihrer Abhängigkeit von den Kapitalmärkten keine Abkoppelung vorn demographisch bedingten Kostendruck. Damit bietet sie keine bessere Zukunftssicherung als die Gesetzlichen. Eine mögliche Bürgerversicherung könnte sogar die Existenz der PKV gefährden. Dagegen werden die Gesetzlichen künftig durch Bonusmodelle oder Tarif-Wahlmöglichkeiten attraktiver.

Sinken die Medikamentenpreise ?

Weil der Versandhandel ab 2004 auch in Deutschland erlaubt wird, sind bei Internetapotheken durchaus günstigere Preise möglich - hier müssen Patienten jedoch selbst vergleichen. Geld wird man vor allem bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten sparen können. Solche Medikamente übernehmen die Krankenkassen nur noch für Kinder bis zum 12. Lebensjahr. Bei einern Teil der anderen Arzneimitteln werden sinkende Preise auch die Höhe der Zuzahlungen sinken lassen.

Was bringt die elektronische Versichertenkarte

Ab 2006 soll eine neue, »intelligente Gesundheitskarte« die bisherige Versichertenkarte ersetzen. Sie wird Notfallinformationen (z.B. für Allergiker), Rezepte, Verordnungen, Diagnosen und Behandlungsdaten speichern können. Schutz vor Missbrauch wird dabei groß geschrieben: So liegen die Daten - ähnlich wie bei der EC-Karte - nicht auf der Karte selbst, sondern auf einem geschützten Rechner. Außerdem müssen die Patienten dem Speichern ihrer Daten zustimmen. Vorteil der neuen Karte ist, dass Ärzte leichter auf bisherige Behandlungsverläufe zugreifen können. Das hilft auch, unnötige Doppeluntersuchungen (z.B. beim Röntgen) zu vermeiden.





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Gesetze & Versicherungen
SVI Redaktion
Stefan
22 Sep 2003 17:24



Katastrophe für Inkontinente beschlossen




AUGSBURG: In Deutschland sind 8 bis 10 Mio. Menschen von Inkontinenz betroffen. Die Gesundheitsreform hat diesen Betroffenen einen harten Einschnitt beschert – ohne die Möglichkeit, sich zu wehren. Ab 1. November 2003 wird der „Nachtversorgunspreis“ gestrichen – rund ein Drittel Mehrkosten kommt so auf jeden gesetzlich Versicherten zu.

Der Unterschied scheint nicht groß. Bisher haben die GKV’s für die Nachtversorgung inkontinenter Menschen 97 Cent pro Einheit bezahlt. So war vor allem in der Nacht die Versorgung mit guten Hilfsmitteln sichergestellt – denn wer mag schon in einem nasses Bett oder mit nasser Kleidung aufwachen. Und während sich alle über die harten Einschnitte im Gesundheitssystem beklagen, kommt für 8 bis 10 Millionen Betroffene der Hammer still und heimlich. Diese Nachtversorgung wird nun auf den Stand der Tagversorgung gekürzt: von 97 Cent auf 63!

Rund ein Drittel weniger. Für Betroffene bedeutet das bei gleicher Versorgung rund 300 Euro Mehrbelastung pro Jahr. Wer das nicht aufbringen kann, muss auf schwächere Hilfsmittel umsteigen, die vom Versorgungsbetrag noch gedeckt werden. Diese halten aber in einer Nacht von 8 Stunden nicht durch. Ergo: Nasse Wäsche oder man kann nicht mehr durchschlafen. In beiden Fällen eine hohe Belastung für den Alltag und im Fall der Wäsche auch für die Umwelt. Zusätzlich steigt im Pflegebereich der Pflegeaufwand und das Risiko von Folgeerkrankungen (z.B. der gefürchtete Dekubitus, Pilzerkrankungen, Hautschäden).

Inkontinenzhilfen sind Hilfsmittel. Diese sind zwar per Gesetz zuzahlungsfrei, unterliegen aber nicht, wie z.B. Medikamente, der Preisbindung. Jede Apotheke kann also verlangen, was sie möchte. Die Krankenkassen zahlen allerdings nur noch den oben genannten Betrag. Des Rest muss der Betroffene aus eigener Tasche drauflegen. Schon beim alten Preis hatten die Apotheken Margen unter 20 Prozent, viele Anbieter verlangten Aufpreise. Nun wird sich die Situation noch verschärfen.

Der Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. gibt einige Tipps, um Mehrkosten zu vermeiden:
1. Achten Sie auf die richtige Ausstellung des Rezeptes. Es müssen Produktname, Stückanzahl, Pharmazentralnummer und die Indikation (Zur Teilnahme am ...) ersichtlich sein.
2. Zuzahlungen quittieren und schriftlich begründen lassen. Viele Apotheken bestehen auf Ihre Gewinnspannen – das muss den Kostenträgern gezeigt werden.
3. Legen Sie die Begründung der Krankenkasse vor. Sie haben das Recht auf das vom Arzt verordnete Inkontinenzprodukt und Hilfsmittel sind zuzahlungsfrei! Die Krankenkasse muss die Kosten in vollen Umfang übernehmen!
4. Keine „Ersatzprodukte“ aufschwatzen lassen. Diese sind auf jeden Fall schlechter und haben nicht die notwendigen Eigenschaften, um Folgeschäden zu verhindern.
5. Weigert sich die Kasse zur Übernahme der Mehrkosten, stehen Ihnen die Entsorgungskosten zu. Beantragen Sie diese und begründen Sie den Antrag mit den Mehrkosten durch höheres Müllaufkommen.
6. Fragen Sie in verschiedenen Apotheken und Sanitätshäusern nach dem Preis (auch telefonisch). Die Preisunterschiede sind enorm.

Kleiner Tipp am Rande: Decken Sie sich vor dem 1. November noch mit ausreichend Hilfsmitteln ein (oder lassen sich die Kosten auf einem Dauerrezept beim Kostenträger bestätigen). Dann steht auch weiterhin einer zuzahlungsfreien Versorgung nichts im Weg!

Zu diesem Thema werden durch die örtlichen Selbsthilfegruppen im Rahmen ihrer Gruppentreffen persönliche und fachkundige Beratungen zu Hilfsmitteln angeboten. Diese Beratungen erfolgen durch Mitglieder des Selbsthilfeverbandes und sind von Herstellern unabhängig. Wann eine Hilfsmittelberatung in ihrem Ort stattfindet erfahren Sie aus der Lokalpresse, oder in unserem Veranstaltungskalender.





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SVI - Webmaster
Foren-Admin
13 Sep 2003 11:23



Neuer Provider für uns




AUGSBURG-HAMBURG: Nun ist es soweit, unsere Homepage ist Erfolgreich zum neuen Provider umgezogen. Dank der guten Vorbereitung gab es auch keine nennenswerten Probleme bei der Umstellung.

Unser neuer Provider Covers GmbH hat genügend Kapazitäten, um auch in Zukunft unsere erforderlichen Ansprüche gerecht zu werden. Gerade für unsere Vereinsmitgliedern wollen wir in Zukunft einiges mehr bieten und da war es notwendig, den Provider zu wechseln.

Der Umzug selbst ist ohne Probleme vollzogen worden, nur geringfügige Anpassungen der Forensoftware waren noch nötig. Wir haben alle Funktionen der Homepage soweit getestet und es sollte keine Probleme mehr geben. Solltet ihr euch während der Umstellung auf der Homepage registriert haben, so kann es sein, daß u.U. euer Account nicht vollständig angelegt wurde, oder ihr keine Bestätigungsmail bekommen habt, in diesem Fall schickt bitte eine E-Mail an die verwaltung@selbsthilfeverband-inkontinenz.org. Falls doch noch Störungen auftreten, so bitten wir euch, dies im Testforum zu schreiben. Ab sofort steht auch die Kurzversion unserer Domain http://www.shvi.de zur Verfügung, die dann direkt zur Homepage weiterleitet.

Euer Webmaster





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Hilfsmittel
SVI - Redaktion
Foren-Admin
05 Sep 2003 21:52



Neuer Härtetest für Inkontinenzslips




AUGSBURG: Wieder suchen wir Personen die Testen was das Zeug hält. Beachtet aber, daß wir dieses mal überwiegend Leute suchen, die entweder von Angehörigen gepflegt oder von einem Pflegedienst versorgt werden. Ihr solltet auch die Größe Medium in mittlerer Saugstärke verwenden, wie zum Beispiel die Attends No.9 super.

Wie läuft der Test denn ab? Ganz einfach! Du meldet Dich an, mehr dazu unten. Darauf hin bekommst Du ein neutrales Paket vom Testinstitut mit den Windeln. Einfach die Teile tragen, danach wiegen und dann den Fragebogen von der Pflegekraft ausfüllen lassen. Nach dem Test ab mit dem Fragebogen in den Briefkasten.

Wo kann man sich anmelden?

Hier auf unserem Anmeldeformular, oder schriftlich:

Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V.
Bahnhofsstraße 14
86150 Augsburg
Telefon: 0821/3198379 - 0
Fax: 0821 / 3198379 - 1
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