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Urologische Nachrichten vom 28.12.2005
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28 Dez 2005 22:23



Wissen Frauen mit Harninkontinenz eigentlich, wo alle Toiletten sind?




BERN – SCHWEIZ: Eine überaktive Blase hat anscheinend einen größeren Einfluss auf das Verhalten und die Lebensqualität als Stressinkontinenz. Das könnte bedeuten, dass die entsprechenden Patientinnen durch die Symptome der überaktiven Blase mehr Qualen erleiden.

Wie Dr. Annette Kuhn von der Universitätsfrauenklinik Bern und Kollegen berichten, war das Ziel ihrer im European Journal of Obstetrics, Gynecology, and Reproductive Biology veröffentlichten Studie festzustellen, ob Frauen mit überaktiver Blase eigentlich ein detaillierteres Wissen über Toiletten und deren Zustand in ihrer Nachbarschaft haben als Frauen mit Stressinkontinenz und Frauen ohne Symptome des Harntrakts.

Eine Erhebung bei 270 Frauen anhand eines Fragebogens wurde bei Frauen mit Stressinkontinenz oder überaktiver Blase und Kontrollen ohne Blasensymptome zum Innenstadtbereich und zwei nahe gelegenen Städten durchgeführt. Die Autoren verglichen das Wissen der drei Gruppen und bewerteten es anhand eines Wertes, den die Autoren selbst nach Besuch der entsprechenden Toiletten festgelegt hatten.

Wie die Wissenschaftler herausfanden, gehen Frauen mit überaktiver Blase eher als die anderen vor dem Verlassen des Hauses vorsichtshalber noch einmal zum Wasserlassen zur Toilette. Auch verfügen sie über ein deutlich detaillierteres Wissen über Toiletten in ihrer Nachbarschaft, stellte sich in der Studie heraus.

Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol. 2005 Dec 3; [Epub ahead of print] (tep)





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Urologische Nachrichten vom 22.12.2005
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22 Dez 2005 19:44



Botulinum-A-Toxin senkt bei MS-Patienten nicht den Restharn




NEW YORK – USA: Bei Patienten mit Multipler Sklerose, die unter Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie leiden, reduzieren Injektionen mit Botulinum-A-Toxin nicht das Volumen des Restharns nach der Miktion, wie französische Forscher in der Dezemberausgabe des Journal of Neurology, Neurosurgery, and Psychiatry berichten.

In früheren Studien an männlichen Patienten mit Rückenmarksverletzung und Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie habe Botulinum-A-Toxin nicht nur Detrusordruck und Urethradruck reduziert, sondern auch das Restharnvolumen nach der Miktion.

Dr. Eric Bellissant von der Université de Rennes und Kollegen evaluierten Sicherheit und Wirksamkeit von Botulinum-A-Toxin bei der Behandlung der Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie von 86 Patienten mit Multipler Sklerose.

Das durchschnittliche Restharnvolumen nach der Miktion habe sich zwischen den Gruppen, die mit Botulinum-A- Toxin oder Placebo behandelt wurden, nicht unterschieden, berichten die Autoren. In der Gruppe mit Botulinum-A- Toxin war Inkontinenz leicht, aber signifikant zwischen Tag 60 und Tag 120 erhöht. Die Symptomwerte besserten sich in beiden Behandlungsgruppen signifikant, aber es gab keinen signifikanten Effekt von Botulinum-A-Toxin.

Daher schlussfolgern die Forscher, dass sich das Ergebnis „stark von den bei Rückmarksverletzung berichteten Ergebnissen unterscheidet“.


J Neurol Neurosurg Psychiatry 2005;76:1670-1676. (sf)





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Urologische Nachrichten vom 21.12.2005
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21 Dez 2005 23:46



Adipositas, Rauchen und schwacher Beckenboden fördern Stressinkontinenz




BIRMINGHAM - USA: In einer Kohorte stressinkontinenter Frauen, die sich einer Operation unterzogen, war die Schwere der Inkontinenz unabhängig mit zwei modifizierbaren Faktoren – Adipositas und Tabakkonsum – sowie mit der Stützung durch den Beckenboden assoziiert. Das belegen Ergebnisse einer Studie, die in der Dezemberausgabe des American Journal of Obstetrics and Gynecology erschienen ist.

Dr. Dr. Holly E. Richter von der University of Alabama at Birmingham, USA, und Kollegen bedienten sich der zu Studienbeginn erhaltenen Daten von 650 Frauen zwischen 28 und 81 Jahren, die sich wegen Stressinkontinenz einer Operation unterzogen und an einer randomisierten chirurgischen Studie teilnahmen.

Die Schwere der Inkontinenz wurde anhand der durchschnittlichen Zahl der Inkontinenzepisoden pro Tag, aufgezeichnet in einem Miktionsprotokoll über drei Tage, definiert.

Die Autoren untersuchten die Beziehungen zwischen der Schwere und mehreren eingangs erhobenen Variablen, inklusive demographischer Daten, medizinischer, geburtshilflicher und gynäkologischer Anamnese, Body Mass Index, Raucherstatus, Verschiebung im Q-Tip-Test und Stadium der Pelvic Organ Prolapse Quantification (POP-Q).

In einem multivariablen Modell war die Schwere der Inkontinenz positiv mit dem Body Mass Index (P = 0,0003) und dem aktuellen Raucherstatus (P = 0,01) assoziiert, mit Prolapsstadium (P < 0,0001) und der Verschiebung im Q-Tip-Test (P = 0,042) hingegen negativ.


American Journal of Obstetrics and Gynecology (2005) Vol. 193, No. 6 , pp. 2088-2093 (sf)





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Urologische Nachrichten vom 19.12.2005
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19 Dez 2005 19:06



Botulinum A Toxin zeigt bleibende Effektivität bei wiederholten Injektionen




MURNAU: Resistenz- und Dosis-bezogene Unverträglichkeit auf eine anticholinerge Therapie als Gold Standard bei Patienten mit neurogener Detrusor Überaktivität (nDÜ) und Harninkontinenz sind ein bekanntes Problem.

Grosse et al. untersuchten, ob wiederholte BTX-A-Injektionen den therapeutischen Effekt verlängern können, ohne dass diese Patienten eine Medikamentenresistenz entwikkeln werden. In einer prospektiven open-label Beobachtungsstudie erhielten zwischen September 1998 und 2003 66 meist querschnittgelähmte Patienten mit erworbener NLUTD – wie nDÜ, reduzierte Blasenkapazität und low compliance – die nicht adäquat auf Anticholinergika ansprachen (n=54), zwei bis sieben Detrusor Injektionen von max. 300UI Botox® (Allergan Inc; Irvine,CA) oder 750/1000 UI Dysport® (Ipsen Pharma, France).

Kontinenzvolumen, funktionelles und maximales Blasenvolumen verbesserten sich signifikant während der ersten drei Behandlungen (p=0.0000). Ebenso wurden signifikante Verbesserungen der zystometrischen Kapazität (p=0.0000) und des Reflexievolumens (p=0.0002) beobachtet. Die Anzahl an messbaren Reflexkontraktionen nahm signifikant ab (p=0.0095).

Bereits kurz nach der Erstbehandlung verbesserten sich alle evaluierten Parameter signifikant und zeigten noch neun Monate postoperativ durchschnittliche Verbesserungen von 36 Prozent über den präoperativen Basiswerten. Der klinische Effekt (Kontinenz, Kapazitätszunahme etc.) der BTX-A-Injektionen wurde innerhalb von vier bis 21 Tagen postoperativ von den Patienten beobachtet. Zwischen 71 Prozent und 96 Prozent der Behandelten bewerteten das Behandlungsergebnis der ersten vier Injektionen sehr positiv.

Eine temporäre, nicht interventionspflichtige Hypasthenie der Rumpfmuskulatur wurde nach Gabe von 1000 UI Dysport® beobachtet. Intramuskulär injiziertes BTX-A führt durch Hemmung der präsynaptischen Freisetzung von Acetylcholin durch chemische Denervierung zu einer reversiblen fokalen Paralyse.

Während diese am quergestreiften Muskel durch ein nervales Resprouting auf Wochen bis wenige Monate limitiert ist, werden beim glatten Muskel Wirkzeiträume bis zu einem Jahr beschrieben ohne Nachweis eines Resprouting als limitierenden Faktor. Weder klinisch noch elektronenmikroskopisch konnte eine verstärkte Fibrosierung infolge multifokaler BTX-A Re-Injektionen nachgewiesen werden. Klinisch ergaben sich keine Hinweise für eine Abnahme der Effizienz nach mehrfachen BTX-A Injektionen der Harnblase. Anhand des zeitlichen Verlaufes der untersuchten (semi-) objektiven Parameter konnte keine klare Indikation für das Timing einer erneut notwendigen Behandlung ermittelt werden, da sich diese nicht alle gleichzeitig verschlechterten. Das Hauptsymptom, welches von den Patienten als Hinweis für ein Ausbleiben des BTX-A Effektes vorgetragen wurde, war das Wiederauftreten der Detrusor-Überaktivität. Urodynamisch konnte entsprechend vor Re-Injektion wieder eine höhere Inzidenz an Reflexkontraktionen dokumentiert werden. (Literatur beim Verfasser)

Autoren:
Dr. Joachim O. Grosse et al.,
Urologische Abteilung,
Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau
e-mail: Joachim.O.Grosse@t-online.de





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Urologische Nachrichten vom 12.12.2005
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13 Dez 2005 21:55



Vaginale Entbindung nicht mit Harninkontinenz verbunden




NEW YORK – USA: Verglichen mit ihren nulliparen Schwestern haben Frauen, die vaginal entbunden haben, kein erhöhtes Risiko für Harninkontinenz. Das belegt ein Bericht, der in der Dezemberausgabe von Obstetrics and Gynecology erschienen ist. Stattdessen sieht es eher danach aus, dass familiäre Faktoren eine wichtige Rolle bei der Festlegung des Risikos spielen.

Frühere Berichte, die die Assoziation zwischen vaginaler Entbindung und Inkontinenz untersucht haben, wiesen verschiedene methodologische Problemen auf, wie den Gebrauch nicht validierter Erhebungsinstrumente, die sich des Selbstberichts bedienten, und die mangelnde Unterscheidung zwischen den verschiedenen Typen von Harninkontinenz oder der Schwere der Erkrankung.

In der aktuellen Studie setzten Dr. Gunhilde M. Buchsbaum vom University of Rochester Medical Center in New York und Kollegen einen umfassenden Fragebogen ein, um Erkrankungen des Beckenbodens bei 143 postmenopausalen Paaren aus jeweils einer nulliparen Frau und ihrer Schwester, die entbunden hatte, zu beurteilen. Die klinische Evaluation von Harninkontinenz und Genitalprolaps wurde bei 101 Paaren durchgeführt.

Die Harninkontinenz-Rate unter den Frauen, die entbunden hatten, betrug 49,7% – und war damit nicht signifikant höher als die Rate von 47,6%, die bei den nulliparen Frauen beobachtet wurde, wie die Autoren feststellen. Darüber hinaus unterschieden sich der Typ der Inkontinenz und die Erkrankungsschwere zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant. Derselbe Blasenstatus, der bei einer Schwester beobachtet wurde, lag auch oft bei der anderen vor, was vermuten lässt, dass es eine zugrunde liegende familiäre Disposition in Richtung Harninkontinenz gibt.

"Eine genetische Prädisposition für Harninkontinenz muss näher erforscht werden, da das Auffinden einer genetischen Verbindung zu dieser Erkrankung große Auswirkungen auf die Richtung von Grundlagenforschung, Behandlungsansätzen, Risikomanagement und potenziellen prophylaktischen Interventionen hätte", stellen die Autoren fest.


Obstet Gynecol 2005;106:1253-1258.(sf)





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Urologische Nachrichten vom 07.12.2005
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08 Dez 2005 22:58



Risiko für Harninkontinenz bei Typ-2-Diabetes erhöht




NEW YORK – USA: Frauen mit Typ-2-Diabetes haben einer neuen Studie zufolge ein erhöhtes Risiko für Dranginkontinenz. „Da viele Studien gezeigt haben, dass Frauen ihre Inkontinenz ihrem Arzt gegenüber oft nicht erwähnen, sollte eine medizinische Evaluation von Patienten mit Diabetes ein Screening auf Inkontinenz einschließen, zusammen mit einer Diskussion der diagnostischen und therapeutischen Optionen“, regen die Autoren an.

Frühere beschränkte Untersuchungen legten nahe, dass Diabetes zu Blasendysfunktion beiträgt, aber es habe keine prospektiven Studien zu Diabetes und neu auftretender Inkontinenz gegeben, erläutern Dr. Karen L. Lifford von der Harvard Medical School in Boston, Massachusetts, und Kollegen in der Novemberausgabe des Journal of the American Geriatrics Society.

Das Team setzte Daten der Nurses Health Study ein, um das Risiko bestehender und neu auftretender Inkontinenz bei Frauen mit Typ-2-Diabetes mit dem von Frauen ohne Diabetes zu vergleichen.

Zwischen 1996 und 2000 habe die Inzidenzrate für Inkontinenz 10,5% bei Frauen mit Diabetes und 7,0% bei jenen ohne Diabetes betragen, berichten die Autoren. Nach der Berücksichtigung der Alters hatten Frauen mit Diabetes ein 28% größeres Risiko für bestehende Inkontinenz als Frauen ohne Diabetes sowie ein um 21% erhöhtes Risiko für neu auftretende Inkontinenz. Das Risiko war für größere Mengen an Harnverlust stärker ausgeprägt, wie die Ergebnisse zeigen.

Eine längere Dauer des Diabetes habe das Risiko für Inkontinenz weiter erhöht, merken die Wissenschaftler an, so dass Frauen, die seit mehr als zehn Jahren unter Diabetes litten, ein fast 50% höheres Risiko für neu auftretende Inkontinenz hatten. Darüber hinaus hatten Frauen mit mikrovaskulären Komplikationen des Diabetes verglichen mit jenen ohne mikrovaskuläre Komplikationen ein mehr als doppelt so hohes Risiko, Inkontinenz zu entwickeln.

Die Ergebnisse waren nach dem Ausschluss von adipösen Frauen, Personen mit erlittenem Schlaganfall, jenen, die über erhebliche Funktionseinschränkungen berichteten, sowie von Raucherinnen ähnlich.

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass "insgesamt in dieser Population von Frauen 17% der Inkontinenz jeglichen Schweregrades und fast 15% der Fälle mit schwerer Inkontinenz durch die Prävention von Diabetes vermieden werden können“. „Diabetes ist ein weitgehend vermeidbare Erkrankung, und Studien haben darauf hingedeutet, dass eine Gewichtsabnahme möglicherweise Diabetes wie auch Harninkontinenz lindert.“

„Insbesondere könnte – angesichts der zunehmenden Risikos für Inkontinenz mit zunehmender Diabetesdauer – selbst die Verzögerung des Diabetesbeginns die medizinischen, emotionalen und finanziellen Belastungen für ältere Frauen erheblich reduzieren“, fügen die Wissenschaftler hinzu.


J Am Geriatr Soc 2005;53:1851-1857. (sf)





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JournalMED vom 05.12.2005
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05 Dez 2005 20:58



Neue Leitlinien: Duloxetin first-Line gegen Symptome der Belastungsinkontinenz




INGELHEIM: Für internationale Kontinenzexperten ist Duloxetin schon heute ein unverzichtbarer Bestandteil des Behandlungsspektrums bei weiblicher Belastungsinkontinenz. In den aktuellen Ausgaben ihrer Leitlinien empfehlen sowohl die International Consultation on Incontinence (ICI) als auch die European Association of Urology (EAU) den Einsatz des Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmers im Rahmen der konservativen Therapie und vor chirurgischen Eingriffen:1,2 „Besonders gute Ergebnisse verspricht die Kombination mit Beckenbodentraining.“2

Eine Empfehlung der höchst möglichen Stufe (Grad A) sprach die Konsensuskonferenz ICI im vergangenen Jahr in Monaco für Duloxetin aus. Die nun publizierten Guidelines der Kontinenzexperten geben ein klares und einfaches konservatives Therapieschema (Initial Management) vor, das sowohl von Urologen, Gynäkologen und Allgemeinmedizinern umgesetzt werden kann.

Bei Symptomen der Belastungsinkontinenz – dem unwillkürlichen Harnverlust beim Husten, Niesen oder bei körperlichen Aktivitäten – stehen Änderungen des Lebensstils (Gewichtsreduktion, Rauchverzicht, Vermeidung von Koffein, Grad A) und ein professionell angeleitetes Beckenbodentraining (Grad A) an erster Stelle. Falls nötig sollte auch eine lokale Östrogenisierung in Betracht gezogen werden (Grad B). Ebenfalls Teil der first-Line-Therapie ist der pharmakologische Ansatz mit Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (Grad A) – namentlich Duloxetin, der einzigen Substanz, die in dieser Indikation zugelassen ist.

Die europäische Urologenvereinigung EAU hat diese Empfehlungen bereits übernommen.2 Das einhellige Expertenvotum entspricht der breiten Datenbasis der Substanz: Duloxetin hat seine Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Symptomen der Belastungsinkontinenz in klinischen Studien mit über 2.100 Frauen bereits vor der europäischen Zulassung gezeigt.3-6 Auch der zusätzliche Nutzen durch Kombination von Duloxetin mit Beckenbodentraining, den EAU wie ICI betonen, ist gut dokumentiert.

Konservatives Therapiespektrum ausschöpfen

Nach wie vor gilt in den Leitlinien das Credo „Konservativ vor operativ“. Erst nach Ausschöpfen des konservativen Spektrums und Scheitern entsprechender Behandlungsversuche ist demnach ein chirurgischer Eingriff indiziert. Die ICI betont, dass zuvor eine mindestens 8-12 wöchige Therapie erfolgen sollte. Ist danach noch keine Besserung eingetreten, wird ein „Specialized Management“ erforderlich, das eine urodynamische Abklärung einschließt und von einem Spezialisten durchgeführt werden sollte. Ausgeschlossen von diesem Schema sind lediglich komplizierte Fälle, bei denen der Harnverlust beispielsweise mit Schmerzen, rezidivierenden Infekten oder Hämaturie einhergeht.

Für Urologen, Gynäkologen und Allgemeinmediziner bedeuten die Empfehlungen von ICI und EAU: Mit Duloxetin (Yentreve®) behandeln sie nach den Leitlinien der internationalen Kontinenzexperten. Das gibt die Gewissheit, Patientinnen mit Symptomen der Belastungsinkontinenz auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Praxis zu therapieren.

Literatur
1. Abrams et al. (Eds.). Incontinence, Vol. 2 : Management;2005:1597-1607
2. Thüroff J et al. Guidelines on urinary incontinence. European Assocation of Urology;2005
3. Norton et al. Am J Obstet Gynecol 2002; 187(1):40-48
4. Dmochowski RR, Miklos JR, Norton PA, et al. J Urol 2003; 170:1259-63
5. van Kerrebroeck P, Abrams P, Lange R et al. BJOG 2004; 111:249-57
6. Millard RJ, Moore K, Rencken R, et al. BJU Int 2004;93:311-8
7. Ghoniem GM et al. J of Urology 2005;175(5)


Lilly / Boehringer Ingelheim





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Urologische Nachrichten vom 05.12.2005
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05 Dez 2005 20:46



SPARC-Schlingensystem ist ein gleichwertiges Verfahren mit hoher Sicherheit




GRAZ – ÖSTERREICH: Die häufigste Form der weiblichen Harninkontinenz ist die Belastungsinkontinenz und diese stellt ein gesellschaftliches Gesundheitsproblem von enormer Tragweite dar.

Die Operation soll die Belastungsinkontinenz wirkungsvoll behandeln, schwerwiegende Komplikationen vermeiden, stabile Langzeitresultate gewährleisten und die Lebensqualität entscheidend verbessern. Die spannungsfreien Vaginalbänder erfüllen weitestgehend diese Forderungen. Ulmsten und Mitarbeiter berichteten 1995 über die Entwicklung und Anwendung eines spannungsfreien Vaginalbandes (TVT) zur Behandlung der weiblichen Belastungsinkontinenz.

Bessere Kontrolle der Troikars

Die hauptsächlichen Unterschiede zwischen der SupraPubic Arc (SPARC)-Methode und dem TVT Verfahren bestehen in der Konfiguration der verwendeten Troikars und der Art und Weise, wie die Troikars durch den retropubischen Raum geführt werden. Beim SPARC-Verfahren werden deutlich schmälere Troikars mit einer abgerundeten Spitze verwendet. Anatomisch bedingt liegen die Gefäße näher an der Bauchdecke als am Diaphragma.

Bei der SPARC-Methode führt die Stichrichtung der Nadel von den Gefäßen weg und vaginal auf die Gefäße zu und beinhaltet daher eher die Möglichkeit einer Gefäßverletzung. Daher erlaubt die fingergeleitete SPARC-Technik dem Operateur eine bessere Kontrolle der Troikars und erhöht damit die Sicherheit für die Patientinnen, verglichen mit den dickeren und spitzen Troikars der TVT-Methode. Diese Studie wurde an 103 belastungsinkontinenten Patientinnen prospektiv durchgeführt. Alle 103 Patientinnen zeigten eine Belastungsinkontinenz, davon 26 (25,2 Prozent) eine Rezidiv-Belastungsinkontinenz und neun (8,8 Prozent) eine Mischinkontinenz.

57 Frauen hatten bereits eine Voroperation im kleinen Becken und 28 eine vorangehende, erfolglose Inkontinenzoperation. Das Durchschnittsalter der Patientinnen betrug 62 (26 bis 91) Jahre, die Anzahl der Geburten im Schnitt 2,3 und die durchschnittliche Dauer der Harninkontinenz 9,4 Jahre. Der BMI betrug im Schnitt 27,77.

Das Studienprotokoll beinhaltete den Hustentest in stehender Position mit einem Blasenvolumen von 250 ml, einen Kurzzeit-Pad-Test nach Hahn & Fall, ein Miktionstagebuch über eine Woche, eine Nativ-Uroflowmetrie mit Restharnmessung, eine Urodynamik bestehend aus Zystomanometrie, Druckflussmessung und Harnröhrendruckprofil in Ruhe und unter Belastung in sitzender Position.

Das Ausmaß der Lebensqualitätsbeeinträchtigung durch den ungewollten Harnverlust wurde durch die Verwendung einer visuell Analogskala (VAS) erhoben, wobei 0 keine Beeinträchtigung und 100 inakzeptable Beeinträchtigung bedeutet. Die globale Patientenzufriedenheit mit dem Behandlungserfolg (sehr zufrieden, zufrieden, unzufrieden) wurde sechs Monate postoperativ erhoben. Außerdem wurden präoperativ eine Harnanalyse, eine urogynäkologische Untersuchung und ein laterales Zystogramm in Ruhe und unter Pressen durchgeführt. Subjektive Heilung wurde definiert als kein Harnverlust während Alltagsaktivitäten beziehungsweise keine Verwendung von Vorlagen.

Objektive Heilung beinhaltete einen negativen Hustentest, einen negativen Pad-Test nach Hahn & Fall sowie keine urodynamisch nachweisbare Belastungsinkontinenz. Eine objektive Verbesserung war definiert als eine 50- bis 75-prozentige Reduktion des Harnverlustes während des Pad-Tests, bezogen auf das präoperative Ergebnis, auf einen negativen Hustentest sowie urodynamisch nicht nachweisbare Belastungsinkontinenz unter Provokation. Eine Verbesserung von weniger als 50 Prozent wurde als Misserfolg eingestuft.

Die durchschnittliche Operationszeit auf Workshop-Basis betrug 42 Minuten. Vier Patientinnen (3,9 Prozent) erlitten eine Harnblasenperforation, davon zwei nach vorangegangener Inkontinenzoperation. Eine Patientin (0,9 Prozent) wies einen Harnverhalt auf, der durch sofortige Bandlockerung behoben wurde. Zwei Patientinnen (1,9 Prozent) erlitten ein sogenanntes „tape gliding“ (Durchrutschen des Bandes). Dieser Zustand wurde durch eine sofortige Neuanlage des SPARC-Bandes behoben. Vier Patientinnen (3,9 Prozent) zeigten postoperativ eine Restharnmenge bis zu 200 ml.

Diese Blasenentleerungsstörung wurde ebenfalls sofort durch eine Bandlockerung erfolgreich behoben. Die Anzahl der Vorlagen pro Tag, der Pad-Test und der Leidensdruck verringerten sich von 4,7, 37,4 g und 76,7 präoperativ auf 0,44, 1,93 g und 15,7 zwölf Monate postoperativ (p < 0,001).

Patientenzufriedenheit

Die globale Patientenzufriedenheit mit dem Therapieerfolg wurde nach sechs Monaten von 93,3 Prozent als „sehr zufrieden“, von 5,3 Prozent als „zufrieden“ und von 1,4 Prozent als „unzufrieden“ beurteilt. 98,6 Prozent der Frauen würden diese Operation anderen belastungsinkontinenten Frauen empfehlen. Die subjektive Heilrate, das heißt ein alltägliches Leben ohne Vorlagen und Harnverlust beträgt 75,4 Prozent.

Die objektive komplette Heilrate beträgt nach zwölf Monaten 81,5 Prozent, die objektive Verbesserung der Belastungsinkontinenz wird bei 16,9 Prozent der Patientinnen beobachtet. Bei 1,6 Prozent versagte die Therapie.

Präoperativ wiesen neun Patientinnen zusätzlich zur Belastungsinkontinenz eine Drangkomponente mit zystometrischen Zeichen einer Detrusorhyperaktivität auf. Bei drei von neun (33,3 Prozent) der Patientinnen persistierte die Drangsymptomatik postoperativ, und sie benötigen weiterhin eine anticholinerge Medikation. Bei allen Patientinnen erfolgte die postoperative Harnblasendrainage für 24 Stunden über einen Foley-Katheter Charr. 16, auch bei den vier Frauen, die eine Harnblasenperforation erlitten. Der durchschnittlicher stationäre Aufenthalt dauerte 3,3 Tage, und die Entlassung erfolgte im Schnitt 1,4 Tage postoperativ.

Die Wiederaufnahme der normalen täglichen Aktivitäten zu Hause erfolgte nach 1,27 (0 bis 6), externe Aktivitäten wie Einkaufen oder Beruf nach 4,47 (0 bis 10) Tagen. Diese Resultate bestätigen die Machbarkeit und Sicherheit der Behandlung der Belastungsinkontinenz mit der SPARC-Methode.

Ein kürzlich veröffentlichtes Review von elf Publikationen mit objektiven Endpunkten ergab eine Heilrate von 87,3 Prozent nach durchschnittlich 17 Monaten postoperativ. Die durchschnittliche Operationszeit von 42 Minuten erscheint länger als üblicherweise in der Literatur berichtet. Diese längere Operationsdauer war durch den Workshop-Charakter der Operationen bedingt. Das SPARC-Schlingensystem ist derart konzipiert, dass ein versierter Operateur den Eingriff in etwa 20 Minuten bewerkstelligen kann. Schwere Komplikationen wie Gefäß-, Darm- oder Nervverletzungen sowie retropubische Hämatome, lebensgefährliche Infektionen oder Todesfälle traten in dieser Studie nicht auf. Die maximale Harnflussrate reduzierte sich von 39,3 ml/sec. präoperativ auf 18,1 ml/sec. eine Woche postoperativ und erreichte nach zwölf Monaten mit 38,2 ml/sec. wieder die präoperativen Ausgangswerte.

Die drastische Reduktion der maximalen Harnflussrate eine Woche postoperativ führen wir auf das lokale Trauma zurück. Im selben Zeitraum nahm der Detrusordruck bei maximalem Flow von 16,6 cm H2O präoperativ auf 21,8 cm H2O nach zwölf Monaten um 31,3 Prozent zu, was als Obstruktion durch das Band zu werten ist. Die Tatsache, dass sich die Harnflussrate nach zwölf Monaten normalisierte und gleichzeitig der Detrusordruck während der Miktion anstieg, ist unserer Meinung nach nicht als Widerspruch, sondern als Ausdruck eines Detrusortrainings mit Verbesserung der Kontraktionsleistung zu interpretieren.

Unserer Einschätzung nach beruht das Wirkprinzip aller spannungsfreien Vaginalbänder, wie es für eine Schlingenoperation typisch ist, auf einer infravesikalen Obstruktion, die so relevant ist, dass die meisten Frauen unter körperlicher Belastung kontinent sind, und einer Obstruktion, welche so irrelevant ist, um eine normale restharnfreie Miktion zu ermöglichen.

Der maximale Harnröhrenverschluss in Ruhe erhöhte sich von präoperativ 44,6 cm H2O auf 71,8 cm H2O nach zwölf Monaten. Auch diese Beobachtung spricht unserer Meinung nach für eine passive, obstruktiv wirksame Unterstützung des Harnröhrenverschlussmechanismus durch das Vaginalband.

Exzellente Alternative

Ob die deutliche Zunahme des maximalen Urethraverschlussdrucks in Ruhe ein zukünftig erhöhtes Risiko für eine Bandarrosion in sich birgt, ist derzeit noch unklar. Die Effektivität von SPARC und TVT ist nach unserer prospektiven Studie vergleichbar. Die SPARC-Methode bietet eine exzellente operative Alternative zur Behandlung der weiblichen Belastungsinkontinenz. Zudem beinhaltet die SPARC-Methode eine Menge signifikanter Vorteile gegenüber der TVT-Methode, nämlich eine einfachere und potenziell sicherere Nadelplatzierung. Dies ist bedingt durch die vorgegebene Anatomie des kleinen Beckens, insbesondere die topographische Lage der Gefäße.

Weitere Vorteile sind die nicht längere Katheterliegedauer nach Blasenperforation, eine geringere Gewebedissektion, bedingt durch die deutlich schmäleren Nadeln, und die Vermeidung von Blutungskomplikationen, wie sie bei der TVT-Methode beschrieben werden.

Autor: Univ. Doz. Dr. Günter Primus
Univ. Klinik für Urologie
Medizinische Universität Graz
Auenbruggerplatz 7, A-8036 Graz
E-mail: guenter.primus@meduni-graz.at





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Urologische Nachrichten vom 01.12.2005
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02 Dez 2005 23:10



Stammzellen als Therapie bei Inkontinenz




MÜNCHEN: Die Harninkontinenz – vor allem bei älteren Frauen und Männern – kann mit körpereigenen Stammzellen behandelt werden. Dabei werde aus dem Oberarmmuskel Zellmaterial entnommen.

Die daraus gewonnenen Stammzellen würden dann in den geschwächten Schließmuskel der Harnröhre injiziert, berichtete Prof. Rudolf Hartung, Direktor der Urologischen Universitätsklinik im Münchner Klinikum rechts der Isar. „Die Muskelzellen bilden neue Fasern aus und stärken so den Schließmuskel“, sagte der Experte bei einem wissenschaftlichen Symposium.

Die Beschwerden könnten in vielen Fällen dauerhaft geheilt werden. Diese Form der Stammzelltherapie wurde den Angaben zufolge an der Urologischen Universitätsklinik in Innsbruck (Österreich) unter Leitung von Prof. Hannes Strasser entwickelt.

Hohe Heilungsrate

Am Münchner Klinikum rechts der Isar sei sie erstmals in Deutschland angewandt worden, hieß es. Nach einer Innsbrucker Studie mit allerdings nur 42 Patienten seien rund 80 Prozent nach der Stammzelltherapie geheilt gewesen. In den restlichen Fällen habe die Harninkontinenz nach der Stammzelltherapie deutlich nachgelassen.

Nebenwirkungen oder Komplikationen seien nicht aufgetreten. Inzwischen seien in Innsbruck mehr als 170 Patientinnen und Patienten mit dieser Methode behandelt worden, die allerdings nicht für alle Inkontinenz-Fälle geeignet sei.

Injektion über Narkose

Die Stammzellen würden unter kurzer Narkose über die Harnröhre injiziert, so dass keine Schnittoperation nötig sei, erläuterte Hartung. Mit einer Ultraschallkontrolle werde sichergestellt, dass die Zellen am richtigen Ort landen.

„Dort integrieren sich die neuen Zellen in den Zellverbund und übernehmen die spezifischen Aufgaben der Muskel- und Bindegewebszellen in Harnröhre und Schließmuskel.“





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Urologische Nachrichten vom 30.11.2005
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02 Dez 2005 23:07



Oxybutinin mit verzögerter Freisetzung bei Dranginkontinenz wirksam




NEW YORK – USA: Oxybutinin mit verzögerter Freisetzung ist zur Therapie bei Dranginkontinenz sicher und wirksam, heißt es in der Oktoberausgabe von The Journal of Urology. Dr. Scott A. MacDiarmid von der Wake Forest University School of Medicine, Winston-Salem, North Carolina, und Kollegen beurteilten die Wirksamkeit und Sicherheit von Oxybutynin mit verzögerter Freisetzung bei flexibler Dosierung unter Verwendung von Daten aus drei Studien in den USA, in denen Oxybutynin individuell dosiert wurde.

Obwohl 10 mg täglich die mittlere Dosis darstellte, berichten die Autoren, dass 47% der Teilnehmer eine Dosis von mehr als 10 mg täglich erhielten. Die wöchentlichen Inkontinenzepisoden nahmen im Durchschnitt um 79,3% ab, ist dem Bericht zu entnehmen. In den verschiedenen Dosisgruppen reichte die Abnahme von 79 bis 83%, außer in der Gruppe, die 30 mg täglich erhielt: Dort betrug sie 54%.

Etwa vier von fünf Patienten erreichten eine Abnahme bei den Inkontinenzepisoden seit Studienbeginn um mindestens 70%, berichten die Wissenschaftler, dabei waren die Anteile quer durch alle Dosisgruppen ähnlich. Bei 43% der Teilnehmer stellte sich vollständige Trockenheit ein, so die Ergebnisse. Dieser Verlauf war in allen Dosisgruppen außer in der Gruppe mit 30 mg ähnlich; in letzterer war dies bei 19% der Fall. Mundtrockenheit war das am häufigsten angegebene unerwünschte Ereignis (23,1% der Patienten), stellen die Wissenschaftler fest, und deren Inzidenz nahm mit steigender Dosis zu.

"Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass mehr als 80% der Patienten mit Drang- oder gemischter Inkontinenz eine Abnahme der Inkontinenzepisoden von mindestens 70% erzielen können, wenn sie mit Oxybutinin mit verzögerter Freisetzung in individuell festgelegten Dosierungen behandelt werden", schlussfolgern die Autoren. "Die Bestimmung der optimalen oder individuellen Dosis bei einem Patienten kann eine Dosisanpassung bis zur vollständigen Trockenheit erfordern, oder bis das bestmögliche Gleichgewicht zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit errreicht worden ist."

"Fangen Sie mit 10 mg an", rät MacDiarmid. "Erhöhen Sie die Dosis, wenn der Patient weiterhin Symptome hat, aber das Medikament verträgt." "Setzen Sie sich hohe Ziele", ergänzte er gegenüber Reuters Health. "Versuchen Sie, die Patienten so trocken wie möglich einzustellen, erhöhen Sie die Dosis, um die Wirksamkeit zu verbessern."


J Urol 2005;174:1301-1305.(tep)








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