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Forschung & Medizin
Presseportal vom 30.11.2007
Foren-Admin
07 Dez 2007 11:03



Bettnässende Kinder leiden häufig unter Hirnfunktionsstörungen, Schlaf-Wachstörungen und Blasendysfunktion Leiden




SHATIN - HONGKONG: Kinder, die an Bettnässen (auch als primäre nächtliche Enuresis (PNE) bekannt) erkranken, leiden unter Hirnfunktionsstörungen, Schlaf-Wachstörungen und Blasendysfunktion, so die heute am Vortag des Welttages des bettnässenden Kindes (1. Dezember) von der ICCS (International Children's Continence Society - Internationale Gesellschaft für kindliche Inkontinenz) bekannt gegebenen Ergebnisse. Durch eine angemessene Behandlung können diese Funktionen jedoch in hohem Masse wiederhergestellt werden. Es ist daher besorgniserregend, dass nahezu die Hälfte aller Eltern das Problem in der Hoffnung, es würde von allein vorbeigehen, einfach nicht zur Kenntnis nehmen.(1)

Über einen Zeitraum von neun Jahren wurden in drei Studien mit 264 Kindern aus Hongkong bettnässende ("enuretische") Kinder mit nicht bettnässenden ("nicht enuretischen") Kindern verglichen, um mögliche Unterschiede bei der Schlafqualität, der Funktion des zentralen Nervensystems und der geistigen Leistungsfähigkeit zu untersuchen.

Bettnässen wird traditionell mit Tiefschlaf in Verbindung gebracht, doch zeigen die jüngsten Untersuchungen etwas Anderes. In der ersten Studie(2) wurden die Schlafmuster von bettnässenden Kindern (35 Kinder) mit nicht bettnässenden (21 gleichaltrige Kinder) verglichen. Die Kinder wurden über Nacht mithilfe einer Schlafpolysomnographie und kontinuierlicher Blasenkontrolle überwacht.

Die Ergebnisse legen nahe, dass bettnässende Kinder im Vergleich zu nicht bettnässenden Kindern eine geringere Schlafqualität haben. Tiefschlaf trat bei bettnässenden Kindern signifikant weniger häufig (p < 0,05) und leichter Schlaf häufiger (p < 0,01) auf. Bettnässende Kinder werden von häufiger Blasentätigkeit geweckt und leiden daher unter gestörtem und oberflächlichem Schlaf, unter Schlafunterbrechungen und Schlafmangel. Paradoxerweise haben sie eine höhere Weckschwelle, sodass sie schwieriger zu wecken sind. Darüber hinaus war ihre nächtliche Blasenkapazität mit nur 44 % der in ihrem Alter zu erwartenden Kapazität bemerkenswert gering.

In der zweiten Studie(3) wurde untersucht, ob bettnässende Kinder (52 Kinder) im Vergleich zu nicht bettnässenden (15 gleichaltrige Kinder) unter Funktionsstörungen des ZNS litten. Die Tests wurden bei den Kindern anhand der Stammhirnfunktion bzw. der Präpulsinhibition (PPI) des Schreckreflexes durchgeführt (dabei wird die reflexartige Reaktion auf einen starken Reiz - Harndrang - von einem schwächeren Reiz - Signal des Gehirns an die Blase, sich nicht zu entleeren - zurückgehalten). Die Ergebnisse zeigten, dass bettnässende im Vergleich zu nicht bettnässenden Kindern signifikant unter Störungen der Stammhirnfunktion leiden, was sich in gestörter Präpuls-Inhibition (PPI) (< 0,005) niederschlägt.

Untersuchungen anhand der allgemein anerkannten P300-Latenz ereigniskorrelierter Potenziale (ERP), die zur Entdeckung von Verzögerungen in der Wahrnehmung benutzt werden, zeigten, dass bettnässende Kinder eine längere Wahrnehmungsverzögerung aufweisen und häufiger unter kognitiven Störungen leiden (< 0,005).

Vor der Behandlung sind die Stammhirnfunktionen bettnässender Kinder gestört und führen zu einer Beeinträchtigung der Blasenfunktion, des Schlafs und der Weckschwelle. Nach einer sachgemässen PNE-Behandlung erreichten sie im Vergleich zu nicht bettnässenden Kindern jedoch wieder normale Ergebnisse (Schreckreaktions-PPI p < 0,05, P300-Latenz ERPs p < 0,05).

In der dritten Studie(4) wurde die kognitive Leistungsfähigkeit bettnässender Kinder (95 Kinder) mit der nicht bettnässender (46 gleichaltrige Kinder) verglichen.

Mithilfe von vier entscheidenden Tests wurden die Intelligenz, Aufmerksamkeit und Ablenkbarkeit, das Kurz- und Langzeitgedächtnis, die Lern- und Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie die Reaktionen der Kinder ausgewertet.

Bettnässende schnitten bei diesen Tests schlechter als nicht bettnässende Kinder ab, was auf eine allgemeine Störung der kognitiven Leistungsfähigkeit hinweist.

Eine sechsmonatige, erfolgreiche Behandlung, bestehend aus einer Kombination des Medikaments Desmopressin und einer Urotherapie (die auf die Beseitigung der zugrunde liegenden Blasendysfunktion abzielt), führten jedoch zu signifikanten Verbesserungen und einer Normalisierung der Schlafstörungen, der Stammhirnfunktion und zu einer Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit.

Insbesondere machten bettnässende Kinder in folgenden Bereichen Fortschritte:

- Weckfähigkeit (p < 0,01)

- Stammhirnfunktionen, angezeigt durch PPI-Reaktion (p < 0,05) und P300 ERP (p < 0,05) nachgewiesen

- Kognitive Leistungsfähigkeit gemessen über den Raven-Progressive-Matrices-Test (p<0.05), Kurzzeitgedächtnis und Aufnahmefähigkeit mithilfe des HK-List-Learning-Tests (p < 0,005), Aufmerksamkeit über den Digit-Cancellation-Test (p < 0,005) und Reaktionsfähigkeit über den Conner's Continuous Performance Test (p < 0,05)

Professor C K Yeung, Präsident der ICCS (International Children's Continence Society) und Forschungsleiter der oben erwähnten Studien sagte: "Diese Studien stellen einen Durchbruch im Verständnis der nächtlichen Enuresis nocturnal dar und wir wissen jetzt, dass es einen Dialog zwischen Hirn und Blase gibt, über den die Blasendysfunktion zu Schlafstörungen, signifikanten Störungen der ZNS-Funktionen und der kognitiven Leistungsfähigkeit führen. Noch wichtiger ist allerdings, dass die oben genannten Parameter korrigiert und bedeutend verbessert werden können, wenn die richtige Diagnose gestellt und eine Behandlung mit Schwerpunkt auf die zugrunde liegende Blasendysfunktion erfolgreich abgeschlossen wird. Dadurch wird das Wohlbefinden enuretischer Kinder wesentlich verbessert."

Bettnässen wird als das ungewollte Urinieren im Schlaf bei Kindern im Alter von über fünf Jahren und ohne ZNS-Störung definiert.(5) Bettnässen ist weit verbreitet und kommt weltweit gleichhäufig vor. Bei Jungen ist es häufiger als bei Mädchen und unbehandelt sind 16 % aller Siebenjährigen immer noch davon betroffen.(6) In Europa leiden über fünf Millionen Kinder unter Bettnässen.(7) Es ist ein Irrglaube, dass Kinder aus dem Bettnässen herauswachsen; Ergebnisse bei Erwachsenen beweisen das Gegenteil. Studien aus Hongkong zeigen, dass 2,5 % der bis zu Vierzigjährigen immer noch unter der Krankheit leiden und dass über 50 % der Betroffenen wöchentlich dreimal oder häufiger einnässen.

Obwohl es sich um ein chronisches Leiden handelt, mangelt es Eltern oft an Bewusstsein und Verständnis dafür. Nahezu die Hälfte der Eltern nehmen das Problem nicht zur Kenntnis 1 und nahezu ein Drittel unternimmt nichts, solange das Kind weniger als fünfmal in der Woche einnässt.1 Darüber hinaus glauben 80 % fälschlicherweise, dass Stress und Sorgen die Hauptursachen für das kindliche Bettnässen darstellen.1

In Wirklichkeit ist das Bettnässen aber eine Krankheit, die wirksam und dauerhaft behandelt werden kann.

Redaktionelle Hinweise

Informationen zur internationalen Gesellschaft für kindliche Inkontinenz (International Children's Continence Society - ICCS)

Grundlegendes Ziel der ICCS ist die Verbesserung der Lebensqualität und Lebenserwartung aller heranwachsenden Menschen mit einer mangelhaften Blasenfunktion, die sich durch Probleme bei der Rückhaltung und der Entleerung des Harns bemerkbar machen. Die ICCS versucht, dieses Ziel durch zunehmende Aufklärung über alle Aspekte des Problemkreises zu erreichen.

(1) BRMB International survey, 2002

(2) Yeung C K et al. Increased cortical arousal and light sleep in children with severe bedwetting: Evidences of a bladder-brain dialogue. To be published in New England Journal of Medicine (NEJM)

(3) Yeung C K. Bladder dysfunction, sleep disturbances and CNS function impairment in children with severe nocturnal enuresis: Evidences of a "bladder-brain dialogue". To be published.

(4) Yeung C K et al.Data presented at the ICCS course and International Enuresis Symposium, Hong Kong. November 30 - December 2, 2007. To be published.

(5) Nijman R M et al. Conservative management of urinary incontinence in childhood. In: Abram P et al. Incontinence. 2nd International Consultation on Incontinence. Health Publications Ltd, 2002; 515-551. kofinanziert durch WHO

(6) Alspac, Butler et al 2005, BJU; 96: 404-410

(7) http://www.ferring.co.uk/index.php?opti ... &Itemid=39


Quelle: International Children's Continence Society
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SVI - Redaktion, dpa, verschiedene Tageszeitungen
Foren-Admin
28 Nov 2007 11:25



Diskriminierung eines geistig behinderten jungen Mannes wegen Bettnässens




WONSHEIM: Und wieder wurde uns ein Fall von Diskriminierung eines geistig behinderten jungen Mannes (25) bekannt. Peter Sroka, der Vater des schwer geistig behinderten Daniel Sroka, zusammen mit seinem Betreuer wollten in der Wonsheimer Ferienwohnung der Pension "LaGalerie" eigentlich 8 Tage im August verbringen, es wurden aber nur 5 Tage daraus.

Die Inhaberin der Pension hatte dem jungen Mann den Beherbungsvertrag gekündigt, weil er ins Bett gemacht hatte. Außerdem verlangte sie für Reinigung und Instandsetzung des Zimmers als Schadensersatz die Summe von 1100 Euro. Auch die Rechnung für den Aufenthalt war in den Augen von Peter Sroka, dem Vater von Daniel übertrieben hoch, welcher er mit einem gewissen Groll bezahlte.

Offen ist jedoch nach wie vor die Forderung der Inhaberin für die Reinigung und Instandsetzung des Zimmers. Sie verlangt für die Reinigung des Zimmers über 250 Euro, für die Matratze über 200 Euro, für die Bettwäsche über 150 Euro sowie für die Neubeschaffung einer Bettlade über 380 Euro und für einen Rost über 120 Euro. "Die Vermieterin konnte mir aber keinen Schaden am Zimmer oder am Bett selber zeigen", sagte Peter Sroka weiter aus.

Ebenso waren die Frühstückskosten für den nichtbehinderten Betreuer nämlich zwei Euro niedriger als die für den behinderten Daniel. Diese Tatsache wertet Sroka auch unter Berufung auf einen Fall, der sich vor einigen Wochen auf der Ostseeinsel Usedom abgespielt hat, als Diskriminierung von behinderten Menschen. Der Inhaberin der Pension sei außerdem vorher bekannt gewesen, dass sein Sohn behindert ist.

Die Inhaberin der Pension Monika Kubein reagiert entrüstet darauf "Ich habe nichts gegen Behinderte" und weist den Vorwurf der Diskriminierung weit von sich. Dies werde schon alleine darin deutlich, dass sie Daniel Sroka nicht abgewiesen, sondern ihm Unterkunft gewährt habe, obwohl sie wusste, dass er schwer behindert sei. Sie habe jedoch Unterschätzt, wie pflegebedürftig der junge Mann ist. "Ich bin im Fall von Daniel Sroka genauso verfahren wie mit normalen Gästen ohne Behinderung, die Schaden verursachen. Angenommen, ein Betrunkener hätte das Zimmer verunreinigt, hätte ich ihm auch den Mietvertrag gekündigt und ihm den Schaden in Rechnung gestellt".

Den Vorwurf, die Schadenersatzforderungen sei Überhöht, weist Monika Kubein weit von sich. Das Zimmer musste von einer Spezialfirma gereinigt werden. Dazu mussten Bettlaken, Matratze und Bettlade entsorgt werden. "Die unterschiedlichen Preise für das Frühstück resultierten aus der Milchallergie" fügte Daniel Sroka noch hinzu.

Inzwischen ist die Forderung eines Inkassobüros auf insgesamt 1500 Euro angewachsen inklusive Verzugszinsen, Inkassogebühren und Mehrwertsteuer. So wie die Lage im Augenblick aussieht, wird sich wohl bald ein Gericht mit dem Fall beschäftigen müssen. Für die 5 Tage hatte Peter Sroka Anfang August nach seiner Rückkehr einen Verrechnungsscheck über 400 Euro ausgestellt den Frau Kubein auch gegen Ende August eingelöst hatte und Peter Sroka glaubte, damit sei die Angelegenheit erledigt. Mit der nunmehr vorliegenden Zahlungsaufforderung des Inkassobüros stieg der Betrag "für einmal Bettnässen" auf 1900 Euro an. Peter Sroka hat nun die ganze Angelegenheit seinem Anwalt übergeben.





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Gesetze & Versicherungen
SVI-Redaktion
Stefan
15 Nov 2007 20:19



Kasse droht 2008 mit schlechteren Windeln?"Berechtigtes Interesse" ist der Schutz vor Beamtenwillkür!




AUGSBURG: Manche Kassen treiben es in den letzten Monaten ganz schön bunt. Gerade bei Inkontinenzhilfsmittel wird versucht die Versicherten auf einen meist billigeren und schlechteren Anbieter umzustellen. Hier haben die Krankenkassen die Rechnung aber ohne den Gesetzgeber gemacht, denn dieser schreibt im Sozialgesetzbuch V dem Versicherten wichtige Rechte zu, um den Leistungserbringer ablehnen zu können.

Eigentlich eine gute Idee, den Wettbewerb zwischen dem Leistungserbringern anzukurbeln. Dies wird jedoch von der Inkompetenz der Krankenkassen und dem veralteten Hilfemittelverzeichnis ad absurdum geführt. Die Politiker haben in der letzten Runde der Gesundheitsreform beschlossen, dass die Krankenkassen Hilfsmittelversorgungen ausschreiben und somit den billigsten Anbieter für das selbe Produkt auswählen können. Nun was die Politiker nicht wissen konnten ist, dass das von den Krankenkassen verwaltete Hilfsmittelverzeichnis in weiten Teilen so veraltet ist, dass eine sinvolle Ausschreibung, gerade bei Inkontinenzhilfsmittel, in keinster Weise möglich ist.

Das Hilfsmittelverzeichnis wurde Anfang der 90er Jahre als quasi gesetzlicher Mindeststandard festgesetzt. Gerade bei Inkontinenzhilfen hat sich die Entwicklung aber in eine Richtung bewegt, bei der die damaligen Anforderungen keinen objektiven Schluss über das heutige Produkt mehr zulassen, ganz im Gegenteil. Billige Hilfsmittel, die nach dem technischen Stand der 90er Jahre produziert werden, sind meist günstiger als Produkte die nach den Bedürfnissen der Kranken produziert werden. Diese modernen Hilfsmittel sparen Kosten bei der Behandlung von z.B. Folgeschäden und bei den Kosten der Pflege, sind aber im Stückpreis teuerer. In der Gesamtrechnung sind diese Hilfsmittel aber um ein Vielfaches billiger als die Alten. Da diese Hilfsmittel aber den gleichen Richtlinien unterliegen und auch in der gleichen Liste geführt werden, können Krankenkassenmitarbeiter aus den Hilfsmittelverzeichnis nicht erkennen, welches Prdoukt gut ist.

Die Folge ist, dass der Mitarbeiter der Kasse die Produkte nach dem Stückpreis vergleicht und den in seinen Augen billigsten Anbieter wählt. Dieser soll dann den Versicherten beliefern. Das Sozialgesetzbuch V stellt aber hier Rechte für den Versicherten bereit.

In SBGV §33 Abs. 6 heißt es:
... Die Versicherten können alle Leistungserbringer in Anspruch nehmen, die Vertragspartner ihrer Krankenkasse oder (...) versorgungsberechtigt sind. Hat die Krankenkasse Verträge (...) über die Versorgung mit bestimmten Hilfsmitteln geschlossen, erfolgt die Versorgung durch einen Vertragspartner, der den Versicherten von der Krankenkasse zu benennen ist. Abweichend von Satz 2 können Versicherte ausnahmsweise einen anderen Leistungserbringer wählen, wenn ein berechtigtes Interesse besteht; dadurch entstehende Mehrkosten haben sie selbst zu tragen.

Ein "Berechtigtes Interesse" besteht z.B. dann, wenn:
- der Vertragspartner nicht die Ware liefert welche auf dem Rezept steht, also z.B. er liefert nur Marke A, obwohl Marke B draufsteht.
- dem Versicherten höhere Kosten durch die Belieferung des Vertragspartners entstehen, z.B. Aufzahlung, Versandkosten, Hotline
-wenn der Vertragspartner nicht im ausreichenden Maße oder verspätetet liefert, z.B. ein Liefertermin für den 1.10.XX vereinbart wurde und am 10.10.XX das Hilfsmittel noch nicht da ist.
- wenn die Belieferung eine Zumutung darstellt, z.B. der Versicherte zu Hause sein muss um das Postpaket mit Windeln anzunehmen, damit es nicht beim Nachbran landet.

In diesen und in weiteren Fällen kann der Versicherte den Anbieter ablehnen und die Krankenkasse muss Ihm gestatten seinen Anbieter selbst zu wählen.

Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. - Alle Rechte vorbehalten - November 2007





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Hilfsmittel
SVI-Redaktion
Stefan
23 Okt 2007 20:05



Attends Flex in Österreich - Einführung in Deutschland in den Sternen




AUGSBURG - SCHWALBACH/TS: Vorlagen mit Hüftgurt, wie die Tena Flex, die Abri Wing oder die Moliflex sind ja ein eigentlich ein alter Hut. Nun hat auch das schwedische Unternehmen Paperpak AB, Eigentümer der Marke Attends, ein solches Produkt im Sortiment. Kaufen kann man die neue Attends Flex Air Komfort allerdings nur in Österreich. Das Marketing in Deutschland hat sich bisher nicht mal entschieden ob man das Produkt überhaupt einführen will, so die Auskunft von Paperpak Germany.

Das liest sich sehr gut, was auf den österreichischen Seiten von Attends steht. So schreibt Attends von seiner neuen Flex....
Attends Flex Air Comfort ist ein Sortiment von Einmalprodukten bei starker Harn- und Stuhlinkontinenz in den Saugstärken 8 bis 10.Die Neuen von Attends verfügen über eine weiche atmungsaktive Außenseite. Diese lässt die Luft zirkulieren, aber keine Flüssigkeit austreten. Sie sorgt somit für die Gesunderhaltung der Haut und schützt dabei sicher vor Auslaufen. Attends Flex Air Comfort sind sehr einfach anzulegen, selbst ohne fremde Hilfe! Zuerst wird der Hüftgürtel um die Hüften gelegt und fixiert. Dann wird die Vorlage zwischen den Beinen hindurch nach vorne gezogen und am Hüftgürtel befestigt.

So weit so gut.

In Deutschland wird dieses Produkt vorerst jedoch nicht angeboten.





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SVI - Redaktion
Stefan
16 Sep 2007 17:00



Hilfe - Jetzt gehen wir Euch an die Haut! Erster Test für eine neue Inko - Pflegeserie für Frauen und Männer




AUGSBURG: Für einen unserer neuen Partner testen wir jetzt erstmals Euere Meinung zum Thema Pflegeprodukte. Unser neuer Partner ist führend in der Produktion von z.B. Reinigungsschäumen und verkauft seine Produkte an Windelhersteller und Drogeriemarktketten.

Gemeinsam mit unserem Partner bauen wir eine Pflegeserie für Inkontinente auf. Im ersten Test wollen wir Euere Menung zu Reinigungsschäumen. Dabei spielt es keine Rolle ob Ihr schon mal Reinigungsschaum verwendet habt. Wie läuft der Test denn ab? Ganz einfach! Du meldet Dich an, mehr dazu unten. Darauf hin bekommst Du ein neutrales Paket von unserem Partner mit den Produkten. Einfach die Produkte benutzen und dann den Fragebogen ausfüllen. Nach dem Test ab mit dem Fragebogen in den Briefkasten.

Wo kann man sich anmelden?
Hier auf unserem Anmeldeformular
, oder schriftlich:

Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V.
Geschäftsstelle Augsburg
Bahnhofsstraße 14
86150 Augsburg
Telefon: 0821/3198379 - 0
Fax: 0821 / 3198379 - 1
Email: verwaltung@selbsthilfeverband-inkontinenz.org

Wir brauchen von Euch folgende Angaben!
- Name
- Adresse
- Telefonummer
- Inkontinenz - Schweregrad
- Art des verwendeten Hilfsmittels

Selbstverständlich werden alle Daten strikt vertraulich behandelt und nur für die Durchführung des Testes verwendet!

Nur durch Euere Mithilfe kann eine Pflegeserie entstehen, die Eueren Bedürfnissen entspricht. Und die Ihr sehr bald günstig im Laden kaufen könnt.





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Forschung & Medizin
Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts vom 11.09.2007
Foren-Admin
13 Sep 2007 11:04



Darüber spricht man nicht – oder doch? GBE-Heft "Harninkontinenz" erschienen




BERLIN: Harninkontinenz ist ein immer noch sehr tabuisiertes Leiden. Die Fähigkeit zur Blasenkontrolle wird als Meilenstein der kindlichen Entwicklung und als Indikator für die geistigen und sozialen Fähigkeiten einer Person angesehen. Wer inkontinent ist, also die Blase nicht mehr jederzeit kontrollieren kann, gerät leicht in den Verdacht, auch in der geistigen Leistungsfähigkeit eingeschränkt zu sein und gilt schnell als problematisch im sozialen Umgang. Das neue Heft der Gesundheitsberichterstattung (GBE) mit dem Titel Harninkontinenz fasst auf gut 40 Seiten die wichtigsten Fakten zu Verbreitung, Ursachen, Folgen, Therapie- und Präventionsmöglichkeiten zusammen. Außerdem werden eine Reihe von Vorurteilen und Fehleinschätzungen bei Betroffenen, Medizinern und in der Gesellschaft zu dieser Gesundheitsstörung angesprochen.

Die psychischen und sozialen Folgen von mehr als geringfügiger Inkontinenz können erheblich sein. Dazu gehören Einschränkungen von Alltagsaktivitäten, sozialen Kontakten und Freizeitunternehmungen sowie Belastungen durch Scham- und Minderwertigkeitsgefühle. Insbesondere im Alter kann daraus Vereinsamung und beschleunigter Verfall entstehen. Versuche, das Leiden durch eingeschränkte Flüssigkeitsaufnahme zu beeinflussen, können zu Kreislaufproblemen oder Verwirrtheit führen. Inkontinenz ist zudem ein wesentlicher Grund für Pflegebedürftigkeit, Heimunterbringung und Wundliegen (Dekubitus).

Die Ursachen und Risikofaktoren für Harninkontinenz sind vielfältig. Für manche Risikofaktoren lassen sich Präventionsmöglichkeiten ableiten. Vor allem wegen der anatomischen Unterschiede ist bei Frauen Inkontinenz häufiger als bei Männern. Ihr flexiblerer Beckenboden wird zudem durch Schwangerschaften und Entbindungen stark beansprucht. Das Risiko erhöhen auch manche Krankheiten oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Auch medizinische Eingriffe wie die in Deutschland sehr verbreitete Gebärmutterentfernung können eine Harninkontinenz fördern. Mit der Lebensweise verbundene Risiken sind zum Beispiel schwere körperliche Belastungen (vor allem schweres Heben), mangelnde körperliche Fitness, starkes Übergewicht und Rauchen. Im Alter gibt es zusätzliche Risiken, wie zum Beispiel Immobilität, funktionale Einschränkungen und Demenz.

Die Häufigkeit von Inkontinenz steigt mit zunehmendem Alter an, insbesondere durch die Häufung von Risikofaktoren. Der Schweregrad der Inkontinenz und das Ausmaß der Beeinträchtigung sind wichtige Kriterien für den Versorgungsbedarf. Von den Befragten, die beim Telefonischen Gesundheitssurvey 2005 des Robert Koch-Institutes angaben, vonunfreiwilligem Harnverlust betroffen zu sein, gab der überwiegende Teil geringe bis mäßige Beeinträchtigungen an.

Es gibt gute hausärztliche Behandlungs- und Beratungsmöglichkeiten bei Inkontinenz, für komplizierte Fälle zudem zahlreiche spezialärztliche Methoden. Für einen Therapieversuch mit nicht eingreifenden (nicht invasiven) Methoden ist keine aufwändige oder unangenehme Diagnostik nötig.

Das GBE-Heft Harninkontinenz kann schriftlich kostenlos bestellt werden (Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung, Seestraße 10, 13353 Berlin, E-Mail: gbe@rki.de, Fax: 030-18754-3513) und ist im Internet unter http://www.rki.de abrufbar.





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Pressemitteilung dpa vom 05.09.2007
Foren-Admin
13 Sep 2007 10:59



Ärzte befreien Patientin mit Botox von Giggle-Inkontinenz




KIEL: Ärzte der Universität Kiel haben eine 20 Jahre alte Frau mit Hilfe des Nervengifts Botox von ihrer «Kicher-Inkontinenz» befreit. Bei diesem Krankheitsbild tritt bei kräftigem Lachen unkontrolliert Urin aus.

Anfängliche andere Therapieversuche seien erfolglos geblieben, berichtete die «Ärzte Zeitung» mit Verweis auf den Mediziner Björn Wefer von der Universitätsklinik Kiel. Erst die Injektion von Botulinumtoxin A (Botox) habe die Beschwerden komplett verschwinden lassen.

Bei der Therapie werde das Toxin an verschiedenen Stellen in den Blasenwandmuskel injiziert. Vier Wochen nach der Injektionstherapie habe die Frau selbst bei stärkstem Lachen keinen Urin mehr verloren, hieß es. Die Injektion von Botox ist laut «Ärzte Zeitung» bei Blasenschwäche derzeit noch nicht zugelassen. Allerdings lägen seit Jahren Studien vor, in denen die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung bei nervlich bedingten Blasenentleerungsstörungen belegt worden seien. Wegen der unklaren Ursachen der Krankheit gebe es kein alleiniges Allheilmittel, sagte Wefer der Zeitung. Positive Ergebnisse hätten in anderen Fällen auch eine Verhaltenstherapie oder die Gabe anderer Wirkstoffe erzielt.

Die Mutter der jungen Frau habe in der Kindheit ähnliche Symptome gehabt wie jetzt ihre Tochter; bei ihr hätten sich die Beschwerden aber im Alter von 14 Jahren spontan gegeben, hieß es. Bei 13 Prozent der Patientinnen trete die Kicher-Inkontinenz familiär gehäuft auf.





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Gesetze & Versicherungen
Pressenetwork vom 18.08.2007
Foren-Admin
19 Aug 2007 12:31



Moderne Krebstherapie für Versicherte der Vereinigten Innungskrankenkasse vor dem Aus?




STEINHAGEN: Schlechte Zeiten für gute Medizin für Kassenpatienten ? Gerade in der Krebsmedizin wird sichtbar, dass ein ausschließlich einnahmeorientiertes und dem Spardikat der Krankenkassen unterworfenes Gesundheitswesen den Bedürfnissen der Patienten nicht gerecht werden gerecht werden kann. Der Einzelfall eines betroffenen Patienten bleibt zunehmend unberücksichtigt und es droht eine Zwei-Klassen-Medizin sowie der Verzicht auf innovative Methoden. Die Folgen der "Gesundheitsreformspolitik" unter Ulla Schmidt werden immer deutlicher.

Aktuelle Betroffene sind Versicherte der Vereinigten Innungskrankenkasse, die an Prostatakrebs mit nachfolgender Harninkontinenz ( Verlust der Fähigekeit den Urin zu halten ) leiden, und denen innovative Medikamente nicht mehr von dieser Krankenkasse bezahlt werden sollen.

Durch verbesserte Früherkennung und neue Behandlungskonzepte kann der häufigste Tumor des Mannes, das Prostatakarzinom, in vielen Fällen geheilt oder zumindest ein Wachstumsstillstand erreicht werden. Ein kleiner Prozentsatz der an Prostatakrebs operierten Patienten leidet an einer Harninkontinenz ( =Blasenschwäche ), die mit dem neuen Wirkstoff "Duloxetin" ( Yentreve ) deutlich gebessert oder komplett geheilt werden kann. Dieses Medikament ist offiziell in Deutschland für Frauen zugelassen. Bei Männern liegen bereits zahlreiche Studien für die Wirksamkeit von Yentreve in der Behandlung der Blasenschwäche vor.

Diese therapeutische Alternative soll nun Versicherten der Vereinigten Innungskrankenkasse nicht mehr zur Verfügung stehen. Durch Einleitung von Prüfverfahren bei der kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe fordert die Vereinigten Innungskrankenkasse die Behandlungskosten von behandelnden Urologen für das Jahr 2006 zurück, unter dem Hinweis darauf, dass es sich um eine Verordnung im Sinne eines Off-label-Use handele, die für Versicherte der Vereinigten Innungskrankenkasse nicht zulässig sei. Unter Off-Labeluse versteht man die Verordnung eines zugelassenen Fertigarzneimittels außerhalb des in der Zulassung beantragten und von den nationalen oder europäischen Zulassungsbehörden genehmigten Gebrauchs, beispielsweise hinsichtlich der Anwendungsgebiete, der Dosierung oder der Behandlungsdauer . Auf Deutsch spricht man von zulassungüberschreitendem Einsatz oder der zulassungsüberschreitenden Anwendung von Arzneimitteln. In vielen medizinischen Gebieten, vor allem der Kinderheilkunde und der Onkologie, wird ein Großteil der Medikamente zum Wohle des Patienten off Label angewendet, um den modernem medizinischen Standard zu wahren.

Die Erstattungsfähigkeit von Off-Label use verordneter Arzneimittel durch die gesetzlichen Krankenversicherungen war immer wieder Gegenstand von Rechtsstreiten auch vor dem Bundessozialgericht. Welche Aussichten haben da Patienten nach der Gesundheitsreform angesichts Einzelverträgen, Klinikprivatisierungen, medizinischen Versorgungszentren, Zuzahlungem Diseasemangamentprogrammen und Arzneimittelregressen gegen Ärzte, dass sie ein wirksames innovatives Medikament verordnet bekommen können?

Hervorrufen durch die Unterfinanzierung der kurativen Medizin und durch Finanzierung von nicht zum Gesundheitswesen gehörenden Leistungen stehen zunehmend weniger Mittel zur Verfügung, um die Versorgung der Patienten nach modernem medizinischen Standard zu gewährleisten.

Gerade niedergelassenen Ärzte haben durch die drohenden Regresse im Off-label Use einen handfestes Problem. Sie tragen die volle finanzielle Verantwortung für die Kassen, wenn diese die Medikamente nicht zahlen und sind auf der anderen Seite gegenüber ihren Patienten verpflichtet , eine optimale Therapie darzustellen. Es ist also ein Konflikt zwischen der eigenen wirtschaftlichen Lage der Praxis bzw. deren Ruin und der optimalen Betreuung der Patienten andererseits.Patienten können klagen, wenn sie Medikamente nicht bekommen, wegen unterlassener Hilfeleistung. Es ist dringend eine klare Regelung für solche Fälle zu fordern, wobei die Vereinigte Innungskrankenkasse in der Pflicht bleibt, hier mitzuwirken, damit Patienten den Glauben an unser Gesundheitswesen behalten.

Pressekontakt:
Mednet-OWL

33803 Steinhagen
01212565368564





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Kanal8 vom 16.08.2007
Foren-Admin
19 Aug 2007 12:11



Jetzt neu - Beckenbodenzentrum im Caritas-Krankenhaus St. Josef - Direkthilfe bei Harn- und Stuhlinkontinenz




REGENSBURG: Gefeit ist keiner, weder Männlein noch Weiblein: Die peinliche Situation plötzlich vollgenässter Hosen kann jeden ereilen und ist für die Betroffenen meist zutiefst unangenehm. Aus falscher Scham wird die körperliche Schwäche ignoriert und totgeschwiegen. Dabei kann eine Harn- beziehungsweise Stuhlinkontinenz in den meisten Fällen behandelt werden.

Formen der Inkontinenz können in jedem Alter bei Männern und bei Frauen auftreten, wobei Frauen häufiger betroffen sind , sagt Professor Dr. Wolfgang Rößler, stellvertretender Direktor der Klinik für Urologie. Ursachen hierfür könnten chronische Entzündungen, verschiedene neurologische Erkrankungen, die vaginale Geburt, Hirnschlag, Verletzungen des Rückenmarks sowie Querschnitt oder Bandscheibenvorfall oder auch Multiple Sklerose sein.

Das Beckenbodenzentrum Regensburg am Krankenhaus St. Josef ist in Bayern das einzige Zentrum, das Störungen sowohl bei Harn- als auch bei Stuhlinkontinenz behandelt. Die Kliniken für Urologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie die Klinik für Chirurgie arbeiten dort eng zusammen.

Inkontinenz-Beschwerden sind ein Tabuthema, obwohl viele Menschen davon betroffen sind. Die Harn-Belastungsinkontinenz, bei der durch Niesen oder Husten Harn abgeht, kann leicht behandelt werden. Bei der Dranginkontinenz ist die Sache komplexer. Falls eine medikamentöse Behandlung nicht möglich ist, kann ein Blasenschrittmacher helfen. Dabei wird der Schrittmacher in Größe einer Armbanduhr unter die Haut eingesetzt. Von dort aus platzieren die Mediziner eine haarfeine Elektrode durch das Becken an den entsprechenden Nervenstrang. Durch Reizstrom werden dann die Schließmuskeln reguliert. Auch bei der Stuhlinkontinenz, bei der der Schließmuskel intakt ist, aber Störungen in der Nervenleitung vorliegen, kommt diese Methode zum Einsatz. Die Operation erfolgt minimal-invasiv, also mit kleinen Schnitten.

Zuerst wird ein Probestimmulator gesetzt. Dieser bleibt drei bis vier Wochen am Körper und kann von den Patienten über ein ausgeführtes Kabel reguliert werden. So testen und finden die Patienten die für sie geeignete Stromstärke. Wenn sich dadurch der Harn- und Stuhlgang deutlich normalisiert hat, wird erst der endgültige Schrittmacher eingesetzt. Die Patienten können wieder normal zur Toilette gehen. Bei 80 Prozent der Patienten führt diese Methode zum Erfolg.

Im Beckenbodenzentrum gibt es seit zwei Jahren eine Spezialsprechstunde. Dabei wird an einem Nachmittag der Patient von allen drei Fachrichtungen untersucht; von einem Urologen, einem Gynäkologen und einem Chirurgen. Gemeinsam mit dem Patienten entwickeln die Fachärzte eine geeignete Therapie. Eine moderne eigens entwickelte Computer-Software unterstützt die Arbeit.

Pro Jahr werden im Beckenbodenzentrum über 200 Patienten behandelt. Neben Befund und Therapie gehören die Überprüfung der Lebensqualität nach einer Therapie sowie Nachuntersuchungen zum Behandlungskonzept.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.beckenbodenzentrum-regensburg.de





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Pressestelle der DGU vom 16.08.2007
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19 Aug 2007 11:58



Erstmals Pflegkongress unter dem Dach der Jahrestagung der Urologen




BERLIN: Ihr Beitrag ist für die Heilung von Patienten von jeher mit entscheidend gewesen: Um speziell auch den Angehörigen der Pflegeberufe nicht nur die verdiente Anerkennung zu zeigen, sondern ihnen auch gezielt neue Erkenntnisse, Zukunftsperspektiven und ausgedehnte Kontaktmöglichkeiten zu vermitteln, steht als besonderer Teil des Jubiläumskongresses der 1906 gegründeten Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) vom 26. bis 29. September 2007 in Berlin (ICC) erstmals ein eigener Pflegekongress auf dem Programm.

Zwischen 500 und 800 Pfleger, Krankenschwestern, Arzthelferinnen und –helfer werden nach ersten Schätzungen der Organisatoren in die Hauptstadt kommen, um sich am 28. und 29. September gezielt weiterzubilden. Damit das Geld nicht zum Stolperstein wird, ist die Teilnahme am Pflegekongress kostenlos.

„Auf dem Programm stehen Vorträge zu neuen Entwicklungen bei operativen Verfahren zur Behandlung etwa von Nierentumoren und gutartigen Prostatavergrößerungen oder bei Harninkontinenz“, sagt Dr. Gerald Pühse aus Münster, Koordinator des Pflegekongresses. Fünf verschiedene Workshops zu Indikationen, Instrumenten und Arbeitsabläufen in der laparaskopischen urologischen Chirurgie (Schlüssellochchirurgie), Eingriffen, Instrumenten und Arbeitsabläufen in der Endo-Urologie, Ambulanter Chemotherapie in der Urologie, Umsetzung einer effektiven Schmerztherapie gemeinsam mit Pflegeberufen sowie Patientenüberleitung und Entlassmanagement runden das Spektrum der medizinischen Themen ab.

„Mit diesem Fortbildungsangebot wollen wir vor allem der Bedeutung der Assistenz- und Pflegeberufe für die Urologie und der zunehmenden Wissenschaftlichkeit auch in diesem Bereich Rechnung tragen“, betonen Professor Dr. Tilmann Kälble (Fulda) und Professor Dr. Stephan Roth (Wuppertal), die Leiter des Arbeitskreises Urologische Assistenz- und Pflegeberufe in der DGU. Damit die Besucher des Pflegekongresses soviel wie möglich von den Fortbildungsangeboten profitieren können, gibt es keinerlei zeitliche Überschneidungen.

Auch berufspolitische Themen werden nicht ausgespart. Unter anderem wird auf dem Pflegekongress die Vereinigung Europäischer Pflegeberufe, in der auch Angehörige der Urologie unter der Abkürzung EAUN (European Association of Urology Nurses) vertreten sind, vorgestellt. Außerdem wird darüber diskutiert, mit chirurgisch-technischen Assistenten ein neues spezialisiertes Berufsbild zu schaffen.


Ein vielfältiges Rahmenprogramm, eine reizvolle Kongressumgebung und vor allem zahlreiche hochqualifizierte Dozentinnen und Dozenten aus aller Welt werden dafür sorgen, dass der Pflegekongress als DGU-„Neuling“ in dieser breitgefächerten Form nicht nur die professionelle Entwicklung der Teilnehmer gezielt voranbringt, sondern auch die Kontakte untereinander wachsen lässt. Schließlich weiß die 101 Jahre alte DGU sehr wohl, dass nur ein konstruktives Miteinander auf allen Ebenen die besten Ergebnisse für die Patienten ermöglicht.



Weitere Informationen:
http://www.dgu-kongress.de

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