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Forschung & Medizin
PR-inside.com vom 26.12.2008
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27 Dez 2008 16:57



Nervenumleitung verhilft bei Spina bifida zu Kontrolle der Blase - Wir müssen erst nachweisen, dass es tatsächlich hilft




WASHINGTON - USA: Mit Hilfe einer umgeleiteten Nervenleitung wollen Ärzte Menschen mit Inkontinenz zur Kontrolle ihrer Blase verhelfen. Die endgültigen Ergebnisse der Pilotstudie stehen noch aus, aber schon mehr als 100 Patienten haben Kenneth Peters um eine Behandlung gebeten. Peters ist der leitende Urologe des William Beaumont Hospital in Royal Oak im US-Staat Michigan. Mit einer ungewöhnlichen Operation hat er es zumindest einigen Menschen ermöglicht, zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Blase zu kontrollieren.

Die Teilnehmer der Studie, neun Kinder, leiden an dem Geburtsdefekt Spina bifida, offenem Rücken. Zwar ist der Heilungsprozess nach dem Eingriff bei keinem von ihnen abgeschlossen. Aber der neunjährige Billy Kraser aus Pennsylvania spürt zum ersten Mal Harndrang: «Es fühlt sich an wie ein leichtes Kribbeln in mir drin», sagt der Junge. Seine Mutter Janice fügt hinzu. «Wenn er zur Toilette geht und danach trocken und sauber ist, ist das für ihn ein echter Triumph. Aber der Mediziner Peters warnt vor verfrühter Euphorie. «Etliche Patienten würden viel Geld für die Operation bezahlen, aber wir müssen erst nachweisen, dass es tatsächlich hilft», sagt er. «Wenn es funktioniert, wäre das für Patienten mit Spina bifida ein riesiger Fortschritt. Spina bifida ist ein Geburtsfehler, mit dem jährlich in den USA rund 1.300 und in Deutschland etwa 500 Babys zur Welt kommen. Weil sich während der frühen Schwangerschaft die untere Wirbelsäule nicht vollständig schließt, wird das Rückenmark mit den darin verlaufenden Nervenbahnen geschädigt.

Je nach Schweregrad reichen die Folgen von leichten Gehstörungen bis hin zu ausgeprägten Lähmungen. Wegen der beeinträchtigten Nervenverbindung können die meisten Betroffenen auch Blase oder Darm kaum kontrollieren. Manche Patienten sind inkontinent, andere wie Billy haben das gegenteilige Problem: Sie müssen die Blase in regelmäßigen Intervallen per Katheter entleeren, was das Risiko für Harnwegsinfektionen und Nierenschäden erhöht. Zwtl: Bislang kaum gute Behandlungsansätze Gute Behandlungsansätze gab es bisher kaum - bis Chuan-Gao Xiao von der chinesischen Universität Hauzhong auftauchte. Um die gestörte Reizleitung zu umgehen, vernähte der in den USA ausgebildete Chirurg im unteren Rückenmark zwei Nerven, die eigentlich nicht zusammengehören. Er verband einen Lendennerv, der vom Oberschenkel kommt, mit jenem Nerv, der die Kontraktion der Blase auslöst. Wenn beide miteinander verwachsen, sendet ein Kratzen am Schenkel ein Signal zur Blase. In China sollen sich schon mehr als 1.000 Patienten dem Eingriff unterzogen haben. Einen Teil seiner Daten hat Xiao in urologischen Fachzeitschriften publiziert. Peters lernte das Verfahren bei Xiao und finanzierte die Operationen an den Kindern, die pro Eingriff rund 40.000 Dollar (umgerechnet rund 31.000 Euro) kosten, mit Hilfe privater Spender. Zwar können bis zum Verheilen der Wunde Monate vergehen. Aber nach einem Jahr können sieben der neun Kinder ihre Blase entleeren, indem sie sich am Oberschenkel kratzen.

Wer vorher Medikamente gegen eine überaktive Blase nahm, kann nun darauf verzichten. Andere wie Billy, die bislang auf Katheter angewiesen waren, können nun selbst urinieren. Aber der Erfolg hat seinen Preis: Billy war nach dem Eingriff einen Monat lang auf einen Rollstuhl angewiesen, bis er wieder wie früher an Krücken gehen konnte. Ein anderer Patient hinkt seit der Operation. Zwtl: Seltenere Harnwegsinfektionen Dennoch: Als Peters seine Ergebnisse kürzlich auf einer Urologentagung vortrug, war der Raum zum Bersten voll. «Das ist sehr vielversprechend», sagt der Kinderurologe Kenneth Glassberg von der Columbia Universität in New York. Auch er bekommt reihenweise Anfragen von verzweifelten Eltern. Aber zunächst müsse man klären, wer für einen solchen Eingriff überhaupt infrage komme, betont Glassberg. Dies hänge nicht zuletzt davon ab, wo und wie stark das Rückenmark geschädigt sei. Um das Verfahren richtig bewerten zu können, fehle es an Forschungsgeldern, klagt Janice Kramer. Ihr Sohn Billy kann seine Blase zwar noch immer nicht vollständig entleeren. Aber seine Harnwegsinfektionen sind deutlich seltener geworden. Inzwischen hat er seine Blase so weit unter Kontrolle, dass er demnächst wohl auf Windeln verzichten kann. Dann könnte er - zum ersten Mal in seinem Leben - ganz normale Unterwäsche tragen.





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Forschung & Medizin
Gynäkologische Nachrichten vom 11.12.2008
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27 Dez 2008 16:40



Belastungsinkontinenz im Europa-Vergleich




KÖLN: Weibliche Belastungsinkontinenz wird in Deutschland in der Regel umfassend behandelt und der Maßnahmenkatalog bedürfnisorientiert ausgeschöpft. Dies zeigen aktuelle Daten der europäischen Anwendungsbeobachtung SUIT (Stress Urinary Incontinence Treatment), die die Therapie in vier Ländern untersucht hatte.

Es zeigte sich ein nachhaltiger Einsatz der zur Verfügung stehenden Behandlungsoptionen bei gleichzeitig guter Compliance. Für die Behandlung von Symptomen der weiblichen Belastungsinkontinenz empfehlen internationale Leitlinien den primären Einsatz konservativer Maßnahmen wie Änderung des Lebensstils, angeleitetes Beckenbodentraining, lokale Östrogenisierung, Pessare oder Duloxetin, das einzige für die Indikation zugelassene Medikament.

SUIT untersuchte, wie dieser Maßnahmenkatalog in Deutschland, Schweden, Irland und Großbritannien eingesetzt wird. An der Studie nahmen 3762 Patientinnen mit Symptomen einer Belastungs- oder Mischinkontinenz teil.

Zu Beginn der Untersuchung 2006 wurden die Teilnehmerinnen in Großbritannien und Irland primär medikamentös behandelt. Sie bekamen überwiegend Anticholinergika - was teilweise mit der Teilnahme mischinkontinenter Frauen zu erklären sein kann. Bei dieser Form der Harninkontinenz sollte die vorherrschende Inkontinenzform zuerst behandelt werden. In Schweden und Deutschland dagegen nahm die lokale Östrogenisierung eine bedeutende Rolle ein: 17,6 Prozent der schwedischen Patientinnen erhielten diese Therapie, in Deutschland waren es 12,5 Prozent. An zweiter Stelle standen in beiden Ländern Anticholinergika (7,4 Prozent in Schweden; 11,2 Prozent in Deutschland), gefolgt von Duloxetin (Schweden: 4,2 Prozent; Deutschland: 7,7 Prozent).

In der ersten Interimsanalyse nach sechs Monaten zeigte sich eine Entwicklung hin zu einem stärkeren Einsatz der verschiedenen Therapieoptionen: In Schweden und Deutschland bekamen mehr als die Hälfte der Patientinnen Duloxetin (Schweden: 55,1 Prozent; Deutschland: 57,2 Prozent). Auch der Anteil der Patientinnen, die mit lokaler Östrogenisierung behandelt wurden, war in beiden Ländern deutlich angestiegen (Schweden: 32,9 Prozent; Deutschland: 21,8 Prozent). Die Behandlungszahlen bei Anticholinergika blieben in Deutschland konstant bei 10,4 Prozent.

Sechs Monate nach Beginn der Untersuchung hatte die lokale Östrogenisierung in Großbritannien mit 1,9 Prozent weiterhin einen sehr geringen Stellenwert, allerdings wurden jetzt mehr Patientinnen mit Duloxetin als mit Anticholinergika therapiert (35,1 Prozent vs. 17,5 Prozent). Auch in Irland lag der Fokus nach wie vor auf einer medikamentösen Therapie. Es wurden weiterhin mehr Patientinnen mit Anticholinergika (35 Prozent) als mit Duloxetin behandelt (27 Prozent).





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Urologische Nachrichten vom 19.12.2008
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27 Dez 2008 16:35



Effizient, wirksam und nicht invasiv - Therapie der Harninkontinenz mit ExMI




MAINZ: Das ExMi Verfahren stellt ein effizientes, wirksames und nicht invasives Verfahren in der Therapie der Inkontinenz dar. Die Einsatzgebiete sind vielfältig und schließen multiple Erkrankungen des unteren Harntraktes mit ein. Ein wesentliches Einsatzgebiet stellt die Belastungsinkontinenz dar.

In dieser Arbeit zeigen sich gute Ergebnisse bezüglich der Kontinenzverbesserung. Wir haben 63 Patienten im Zeitraum zwischen Februar 2006 und Juni 2007 mit dem Extracorporal magnetic innervation Verfahren behandelt. Bei 58 von 63 Patienten lag eine Belastungsinkontinenz vor. Bei den restlichen Patienten handelt es sich um mIschinkontinenz oder Dranginkontinenz.

Die Gründe für die Belastungsinkontinenz war in den meisten Fällen eine operative Therapie der Prostata. Bei 36 Patienten war eine radikale Prostatektomie die Ursache der Inkontinenz, bei 17 Patienten eine TUR-P. Alle Patienten hatten bereits zuvor verschiedene Therapien bezüglich Ihrer Inkontinenz erhalten, allerdings ohne zufriedenstellenden Erfolg. Alle Patienten wünschten zum damaligen Zeitpunkt einen weiteren konservativen Therapieversuch, und lehnten eine operative Sanierung ab. Aufgrund der Belastungsinkontinenz war der größte Anteil der Patienten männlich (90,5 %). Das mediane Alter lag bei 69,6 Jahren. Im Median lag das Zeitintervall zwischen der zur Inkontinenz führenden Operation und Beginn der Therapie bei 24 Monaten (1-167). Alle Patienten wurden vor und nach Therapie mittels Miktionstagebuch evaluiert und im Median zwölf Monate nach Abschluss der ExMi Therapie mittels Telefoninterview erneut evaluiert.

Bei 88,9 Prozent der Patienten erfolgte die Therapie mit einer Behandlungsfrequenz von jeweils 25 Hz und 50 Hz für je zehn Minuten. Im Gesamtkollektiv zeigt sich unmittelbar nach Abschluß der Behandlung eine Zufriedenheit der Patienten von 67 Prozent. Zufrieden waren die Patienten, die durch das Therapie eine Reduktion Ihrer Vorlagenanzahl erreicht haben. Im Gesamtkollektiv zeigt sich im Median eine Reduktion der Vorlagen von vier auf eine Vorlage pro Tag. Nebenwirkungen beklagten 4,8 Prozent der Patienten, wobei hier ein perinealer Schmerz als Hauptsymptom angegeben wurde. Betrachtet man die inkontinenten

Patienten getrennt nach Genese Ihrer Inkontinenz, so lasssen sich zwei Gruppen definieren. Die Gruppe der Patienten nacjh radikaler Prostatektomie, und die Patienten nach TUR-P. Nach Abschluß zeigen beide eine ähnliche Zufriedenheit. In der Gruppe der Patienten nach radikaler Prostatektomie zeigt sich eine Zufriedenheit von 66,7 Prozent, in der Gruppe der Patienten nach TUR-P eine Zufriedenheit von 62,5 Prozent. Das Zeitintervall zwischen dem Zeitpunkt des Autretens der Inkontinenz und dem Beginn der Therapie schein eine Rolle zu spielen.

Patienten die sich in den ersten zwölf Monaten zur Therapie vorstellten, zeigen eine höhere Zufriedenheit mit der Behandlung, sowie eine deutlichere Reduktion der Vorlagen in 24 Stunden. Die Liegezeit des Katheters nach radikaler Prostatektomie hat ebenfalls Einfluss die Effektivität. Patienten bei denen der BK nach sieben Tagen, bei suffizienter Anastomose entfernt werden konnte, zeigen eine höhere Reduktion der Vorlagenanzahl, als die Patienten bei denen der Katheter mehr als 15 Tage belassen wurde. Dagegen scheint das Resektionsgewicht keinen Einfluß auf die Effektivität zu haben.

Im Follow-up zeigen sich nach einem Jahr noch 55,5 Prozent der Patienten zufrieden mit der Behandlung. Die Hälfte der Patienten würde die Behandlung nocheinmal durchführen lassen. Bei 33 Proozent der behandelten Patienten zeigte sich durch das Therapeiverfahren keine Besserung der Lebensqualität, was genau den 33 Prozent der Patienten entspricht, die mit der Therapie unzufrieden war. Trotz der Reduktion der Vorlagenanzahl beschreiben 73,2 Prozent der Patienten zum Zeitpunkt des Follow-up noch eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität, und 57,1 Prozent wünschen eine weitere Therapie. Trotzdem existiert mit dem ExMi Verfahren ein weitere, konservativer und nicht invasiver Therapiearm bei der Inkontinenztherapie.

Aufgrund dieser Ergbnisse hat dieses Verfahren Einsatz in unseren Behandlungskonzept gefunden. Es sind aktuell weitere Studien in Vorebereitung, um zum Beispiel den Effekt der begleitenden Duloxetintherapie herauszufiltern. Gerade für das Patientenkollektiv, welches sich früh nach dem zur Inkontinenz führenden Ereignis vorstellt, stellt dieses verfahren eine sinvolle Komponente dar. Aufgrund der Komplexzität der Genese und der Komorbiditäten wird es in Zukunft kein Therapiekonzept geben, welches auf alle Patienten angewendet werden kann. Hier muss weiterhin individuell in Kooperation und in Abhängigkeit von der Konstitution des Patienten entschieden werden.

Autor:
Dr. Jens Wöllner
Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Urologie
Langenbeckstraße 1, D-55131 Mainz
e-mail: woellner@urologie.klinik.uni-mainz.de





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meduniqa.at vom 23.12.2008
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27 Dez 2008 16:27



Bettnässen: Scham macht schweigsam




GRAZ: Den ersten nassen Fleck am Betttuch übersehen wir großzügig. Mit den Jahren wird sich das schon legen. Es kommt anders; das Bett bleibt nass. Man versucht's im Guten, man versucht's im Bösen. Das Bett bleibt nass. Viele Eltern wissen nicht, dass Medikamente helfen könnten.

Derzeit leben etwa 60.000 bettnässende Kinder in Österreich. Pro Schulklasse sind zwei bis drei Kinder betroffen. Der wichtigste Grund für Bettnässen, oder "Enuresis nocturna", ist bei einem Großteil der Kinder ein Hormonmangel. Normalerweise wird das so genannte antidiuretische Hormon (ADH) in der Nacht vermehrt ausgeschüttet, um die Urinproduktion zu drosseln. Mangelt es an ADH, wird auch in der Nacht Harn produziert, die Blase muss sich zwangsläufig leeren.

Entgegen der landläufigen Meinung hat Bettnässen in den meisten Fällen keine ausschließlich psychische Ursache. Dennoch spielt die Psyche eine Rolle: Unbehandeltes Bettnässen hinterlässt seelische Spuren. Schamgefühle entstehen, die Kinder erleben sich als hilflos. Dieser Stress wirkt sich wiederum nachteilig auf das Hormonsystem aus, was das Einnässen fördert. Hormonstatus und Psyche beeinflussen sich gegenseitig. "Das Selbstwertgefühl fällt dramatisch ab", weiß Univ. Doz. Dr. Günter Primus, Universität Graz. Durch die Therapie erholen sie sich allerdings wieder: "Wenn die Kinder wieder trocken geworden sind, haben sie das selbe Selbstwertgefühl wie Kinder, die nie eingenässt haben", so Primus.

Tabletten oder Spray regeln Hormonproduktion

Die Therapie sollte so früh wie möglich beginnen, um Kindern und Eltern unnötiges Leid zu ersparen. Innerhalb von wenigen Tagen lässt sich das Bettnässen bei den meisten Kindern in den Griff bekommen, sagte der Urologe Primus. Mit dem Medikament Desmopressin wird das fehlende Hormon ersetzt, bis es der Körper selbst bildet. Das Medikament ist in Tablettenform erhältlich oder als Nasenspray. Die Therapie dauert etwa ein halbes Jahr.

Der Wortlaut macht's

Erster Ansprechpartner ist der Kinderarzt oder der Urologe. Der Arzt verschreibt das chefarztpflichtige Medikament; muss seit 2005 allerdings sorgsam mit dem Wortlaut auf dem Rezept umgehen. Statt wie bisher den Ausdruck "Enuresis nocturna" zu verwenden, werden jetzt ausschließlich die Bezeichnungen "Latenter Diabetes insipidus" und "nächtliche Polyurie" vom Chefarzt der Krankenkasse anerkannt. Desmopressin wird nur bewilligt, wenn einer der beiden Begriffe auf dem Rezept angeführt ist.

Stressfreie "Enuresis-Ferien"

"Manchmal sind Ferien vom Familienalltag auch wesentlich", so Nicole Kurat, diplomierte Pädagogin. Sie organisiert für die österreichischen Jugend- und Gästehäuser alljährlich "Enuresis-Ferien" in Mariazell. Die Ferien sind keine Kur im medizinischen Sinn, vielmehr sollen die Kinder einen problemlosen, stressfreien Urlaub verbringen können.

Das Herauslösen aus dem Alltag zeigt Wirkung: Während der Ferien und etwa eine Woche danach nässen die Kinder nicht ein, erzählt die Pädagogin Kurat. Danach stehen die üblichen Probleme an, das Bettnässen setzt wieder ein. Um die Kinder auch nach dem Urlaub zu betreuen, bietet der Verein Club Mondkind Information über die Erkrankung an und leitet die Eltern an erfahrene Mediziner weiter.

Weitere Infos unter http://www.clubmondkind.at





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Gesetze & Versicherungen
newsclick.de vom 08.11.2008
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27 Dez 2008 16:22



Windel-Ärger in Peine – Qualität umstritten, Lieferung unpünktlich




KREIS PEINE: Die große Mehrheit der Altenheimbewohner braucht Windeln. Seit die AOK Anfang Oktober für ihre Versicherten nur noch Inkontinenzartikel eines bestimmten Lieferanten vorsieht, gibt es Kritik in Pflegekreisen.

Frank Horstmann, Leiter der Lengeder Seniorenresidenz, sagt: "Bislang haben wir von den Kassen eine Pauschale von 39,90 Euro im Monat je inkontinentem Bewohner bekommen und hatten für unser Haus einen einzigen Lieferanten, der viele, teils spezielle Lösungen anbot."

Für das Pflegeheim bedeutet der Ausstieg der AOK aus diesem System vor allem mehr Verwaltungsaufwand. Horstmann: "Im ersten Monat kam die AOK-Lieferung 10 Tage zu spät, in diesem Monat statt am 1. am 3. November." Diese Lücken habe das Lengeder Heim wieder mit eigenem Material gestopft. Die Folge: Ein Hin und Her mit Abrechnungen, ein Mehr an Bürokratie und Personaleinsatz. Denn für Anlieferung und Lagerung müssten je Kräfte bereitgestellt werden, sagt Horstmann und betont: "Ich habe meine Leute lieber bei den Bewohnern als beim Ordnen von Windeln."

Andererseits sei so Horstmann für den jetzigen AOK-Preis von 20 Euro statt der 39,90 Euro insbesondere auf Dauer kein qualitativ so gutes Material wie bisher zu liefern. Eine Rechnung, die seiner Meinung nach jedoch nicht aufgeht: "Die Haut gerade von bettlägerigen Patienten ist ohnehin sehr belastet, da muss das Material der Windel stimmen." Sonst machten die Folgekosten für die Behandlung der Patienten den Einsparerfolg mehr als wett. Bereits jetzt hätte es bei einigen Bewohnern mit den neuen Windeln Probleme gegeben.

Der Paritätische Peine hört bislang aus der privaten Versorgung kaum Klagen. Geschäftsführerin Eva Schlaugat: "In einem Fall hat sich ein Patient über die neue Bestellung per Katalog beklagt" – gegenüber dem früheren System per Rezept.

Sparzwang ist es, der hinter dem AOK-Vorstoß steckt. Sprecher Klaus Altmann sagt: "Es ist allen Kassen vom Gesetzgeber aufgegeben, wie bei den Rabattarzneimitteln auch bei Inkontinenzartikeln zu sparen." Bislang habe die AOK durch die Pauschalen an die Heime aufs Jahr hochgerechnet 23 Millionen Euro investiert, 4,5 Millionen Euro möchte die Kasse einsparen.

Deswegen hat die AOK bereits Anfang des Jahres europaweit Großaufträge ausgeschrieben – Altmann: "Die Qualität aber muss stimmen." Die beklagten Anlaufschwierigkeiten bedauere die Kasse daher sehr und verspricht eine "schnelle Lösung". Bei Logistik- und Qualität werde nachgebessert – "wir sind mit den Lieferanten im Gespräch".

Auch im Landtag werden die Windeln Thema. SPD-Landtagsabgeordneter Matthias Möhle: "Wir fragen die Landesregierung, welche Erfahrungen und Folgen durch die neugeregelte Inkontinenzversorgung bei der AOK der Landesregierung bisher bekannt geworden sind, wo die Regierung durch die bekannt gewordenen Erfahrungen Handlungsbedarf sieht – und inwieweit sie sich für eine Verbesserung der Situation der Betroffenen einsetzt."





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Hilfsmittel
SVI-Redaktion
Stefan
13 Dez 2008 20:47



Qualitätsoffensive bei Attends Slip




SCHWALBACH/TS: Anfangs plante Attends noch die klassische Slipform einzustellen, die Kunden stiegen aber wegen Problemen beim Nachfolgemodell S-Form nur zögernd um. Die schwedische Mutter des Schwalbacher Herstellers lies daher das alte Vorgängermodell weiterlaufen, nun wurde der Klassiker überarbeitet und auf den neuesten technischen Stand gebracht. So reagiert man anders als diverse Mitbewerber auf die Gesundheitsreform.

Attends Slip, das bedeutet seit Jahren gute Qualität zum guten Preis. Über Jahre hinweg stellte der Attends Slip Regular eine gute Alternative zu weit teueren Inkontinenzslips dar. Nur Kleinigkeiten wie die aus Folie gefertigten Seiten zeigten, dass dieses Produkt schon länger auf dem Markt war. Dies wurde nun in einer Qualitätsoffensive behoben. Das Produkt wurde behutsam in wichtigen Punkten verbessert und dem Zeitgeist angepasst. Neben dem patentierten QuickDry – Saugkern mit drei Schichten aus dem S-Form Slip, der trockenste im Markt (nach Uni Kiel), gibt es nun atmungsaktive Vliesseiten (wie beim Mitbewerber Molicare). Beim Auslaufschutz geht man dank anatomischer Passform und guter Beinbündchen keinerlei Kompromisse ein. Auch die Klebeverschlüsse wurden leicht verbessert und sind nun griffiger. Bei der Positionierung des Produktes sieht jedoch Attends die Produktlinie als Standardqualität, andere Hersteller lassen sich aber genau diese Qualität horrend teuer als Premium-Slip bezahlen.

Ein Praxistest zeigte jedoch, dass die Schweden auch hier wieder altbekannte Probleme mit der Qualität haben. Bei einigen der getesteten Produkte gingen die Klebetapes am hinteren Teil ohne große Belastung ab. Die Qualitätssicherung in Produktion im schwedischen Aneby ist bereits seit Jahren mangelhaft und sorgt öfters für ärgerliche Momente. Dieses Mal hat jedoch erstmals die deutsche Niederlassung richtig reagiert und die Probleme ernst genommen. Nach einer Email rief man zurück und lies sich 2 Exemplare einschicken. Schwalbach schein endlich Interesse am Verkaufen und am Kunden zu zeigen.

Quelle: SVI, Attends GmbH





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Gesetze & Versicherungen
newsclick.de vom 10.12.2008
Foren-Admin
10 Dez 2008 21:45



"Es hat sich nichts geändert" Windelversorgung funktioniert nicht – AOK: Wir wirken auf Lieferanten ein




SALZGITTER: "Es hat sich nichts geändert", sagt Erika Bolm, zweite Kreisvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD). Immer wieder würden sich Betroffene und Angehörige an sie wenden und kritisieren, dass die Versorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln durch die AOK Niedersachsen nach wie vor unzureichend sei.

Davon kann Jutta Thiele* ein Lied singen. Sie versorgt ihre pflegebedürftige Schwiegermutter und weigert sich inzwischen, die derzeit von der AOK gestellten Windeln zu nehmen. "Alles läuft in die Matratze. Es stinkt wie die Pest", sagt sie. Thiele habe sich daher ein Attest vom Arzt geben lassen, mit dem sie die Inkontinenzhilfsmittel für ihre Schwiegermutter aus dem Sanitätshaus besorgen könne. Das Geschäft rechne direkt mit der Krankenkasse ab.

Unterdessen habe sich auch der in der Kritik stehende Windel-Lieferant mit ihr in Verbindung gesetzt: "Er wollte unsere Daten für künftige Lieferungen haben. Dabei haben wir ihm die schon mehrfach gegeben", ärgert sich Thiele. "Die tun so, als hätten wir noch nie in Kontakt miteinander gestanden."

In der Tat habe der Lieferant alle Kunden angeschrieben beziehungsweise angerufen, bestätigt AOK-Pressesprecher Klaus Altmann und betont, dass die Krankenkasse darauf dränge, dass der Lieferant seinen Vertrag erfülle.

Wie berichtet, hatte die AOK die Versorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln ausgeschrieben und dem günstigsten Anbieter den Zuschlag erteilt. Die Folge waren eine schlechte Qualität der Windeln, Lieferengpässe und wundgelegene Patienten. Nach heftigen Protesten – vor allem aus Salzgitter – versprach die AOK Mitte November, dafür zu sorgen, dass der Lieferant die Verträge einhält und qualitativ vernünftige Windeln pünktlich liefert. Dort, wo das nicht funktioniert, gilt eine Ersatzversorgung. Versicherte können Inkontinenzhilfsmittel kaufen und die Quittung bei der AOK einreichen (wir berichteten).

Wieso bekommt die Krankenkasse das Problem mit ihrem Lieferanten nicht in den Griff? "Es finden kritische Gespräche statt", sagt Sprecher Altmann. Und: "Wir wissen, dass wir in dieser Sache einen wirtschaftlichen und auch einen Imageschaden davongetragen haben." Die AOK wirke verstärkt auf ihren Anbieter ein. "Hinter den Kulissen passiert mehr, als man sieht", sagt Altmann. Er betont, dass eine adäquate Versorgung das oberste Ziel sei. Und diese solle "schnellstmöglich erreicht" werden. *Name geändert





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Pressestelle der PAUL HARTMANN AG vom 01.12.2008
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06 Dez 2008 12:55



HARTMANN kauft Hersteller von Inkontinenzprodukten in den USA




HEIDENHEIM: Die HARTMANN GRUPPE hat zum 1. Dezember 2008 die Whitestone Acquisition Corp., Bloomington, Indiana, einen auf dem US-amerikanischen Markt tätigen Hersteller von absorbierenden Inkontinenzprodukten, übernommen. Damit stärkt HARTMANN seine Position in Pflegeeinrichtungen und in der häuslichen Pflege im weltweit bedeutendsten Markt für Inkontinenzprodukte.

Mit dem Kauf von Whitestone akquiriert die HARTMANN GRUPPE ein Produktionsunternehmen mit rund 120 Mitarbeitern und über 40 Mio. USD Umsatz, das ein komplettes Sortiment zur Versorgung inkontinenter Menschen anbietet. Die Aktivitäten an den Standorten in Indiana und South Carolina werden weitergeführt.

Zusammen mit der bereits bestehenden Tochtergesellschaft, der HARTMANN-Conco, Inc. in Rock Hill, South Carolina, hat HARTMANN nun in den USA ein breites und differenziertes Angebot an Medizin- und Pflegeprodukten sowie einen Außendienst mit einer besseren geographischen Abdeckung. Durch die Akquisition werden die USA nach Deutschland und Frankreich für HARTMANN zum drittgrößten Absatzmarkt.

Mit der Übernahme von Whitestone verfügt HARTMANN in den USA über ein breites Sortiment an Inkontinenzprodukten für wirtschaftliche und fachgerechte Pflege unter den Marken Dignity, UltraShield Plus und Compose. Es wird im Premiumbereich ergänzt durch entsprechende HARTMANN-Produktsysteme wie MoliCare, MoliForm und MoliMed.

Darüber hinaus sieht das Unternehmen große Chancen bei der Etablierung von Systemangeboten für die stationäre und ambulante Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Speziell geschultes Personal wird künftig neben Inkontinenzprodukten auch HARTMANN-Sortimente zur Behandlung chronischer Wunden vermarkten. Hierzu zählen insbesondere hydroaktive und traditionelle Wundauflagen sowie Kompressions- und Stützbinden. Damit bietet auch die US-amerikanische Gesellschaft HARTMANN-Conco, Inc. ihren Kunden bei reduziertem Budget ganzheitliche, kosteneffiziente Versorgungskonzepte an.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.





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Pressestelle PAUL HARTMANN AG vom 02.12.2008
Foren-Admin
06 Dez 2008 12:51



HARTMANN gewinnt Bronze für neuen Internetauftritt




HEIDENHEIM: Beim Econ Award Unternehmenskommunikation, der gemeinsam vom Econ-Verlag und dem Handelsblatt ausgeschrieben wurde, platzierte sich HARTMANN in der Kategorie Website/Web-Special mit Bronze auf Platz zwei. Die Jury zeichnete in dieser Kategorie ein weiteres Unternehmen mit Silber aus; Gold wurde nicht vergeben. Daniela Schmidt und Matthias Eichstädt, bei HARTMANN verantwortlich für die Online-Medien, sind stolz auf den Econ Award Unternehmenskommunikation.

HARTMANN präsentiert sich seit Ende Mai mit einer neu gestalteten Website. Sie spiegelt die in den letzten Jahren vollzogene Wandlung des Unternehmens vom Anbieter von Produkten für Medizin und Pflege zum Systempartner für professionelle Zielgruppen in den Bereichen Altenpflege, Arztpraxis und Krankenhaus wider.

Die Begründung der Jury für den Bronze-Preis lautet: Die Website der [PAUL] HARTMANN AG stellt einen bemerkenswerten Außenauftritt des Unternehmens dar und sticht durch eine übersichtliche Gestaltung, den schnellen Zugriff auf einzelne Tätigkeitsfelder und Produkte hervor. Das überdurchschnittliche Angebot an Leistungen und Informationen stellt allen Benutzergruppen einen beachtlichen Service bereit.

Der Econ Award Unternehmenskommunikation wurde am 27. November 2008 zum zweiten Mal verliehen. In diesem Jahr beteiligten sich über 150 zum Teil namhafte mittelständische und börsennotierte Unternehmen am Wettbewerb. Aus einer Shortlist von 99 Beiträgen wurden 23 Beispiele kreativer und effizienter Unternehmenskommunikation ausgezeichnet. Die Preise wurden in neun Kategorien verliehen: Strategische Unternehmenskommunikation, Geschäftsbericht, Nachhaltigkeits-/CSR-Bericht, Corporate Book, Imagebroschüre, Film/Interaktive Medien, Website/Web-Special, Magazin/Newsletter und PR-Aktion/Event.





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goslarsche.de vom 03.12.2008
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06 Dez 2008 12:10



Windelstreit: Zorn in Altenheimen




GOSLAR: Falsche Ware, zu geringer Lieferumfang und schlechte Qualität: Die Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Inkontinenz-Hilfsmitteln wie Windeln und Vorlagen bestehen weiter. Die Vertreter von 40 Altenheimen aus dem Kreis Goslar haben AOK-Direktor Rainer Rinne aus Braunschweig jetzt die Folgen der Mängel vor Augen geführt.

Die Probleme sind von dramatischem Ausmaß, seit die AOK Niedersachsen die Hilfsmittelversorgung für ihre Versicherten auf wenige Hersteller umstellte. Erhard Stahl, Leiter des Hauses Abendfrieden in Goslar, sagt: „Durch dieses Verfahren wird die Würde des Menschen mit Füßen getreten.“ Die mangelnde Qualität der Produkte habe bei Heimbewohnern Wundstellen hervorgerufen. Die AOK will mit dem für die Region zuständigen Hersteller sprechen, um die Probleme zu beseitigen.








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