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Forschung & Medizin
Universimed vom 29.12.2009
Foren-Admin
29 Dez 2009 10:16



Neues Inkontinenz-Implantat: Mehr Freiheit für den Patienten erreichen




WIEN - ÖSTERREICH: Das neue hydraulische Sphinkter-Ersatzsystem ATOMS gegen männliche Inkontinenz soll Vorteile anderer Systeme miteinander vereinen sowie bekannte Nachteile bestmöglich vermeiden. Das von Dr. Wilhelm Bauer erfundene System wurde in Zusammenarbeit mit der Firma A.M.I. (Agency for Medical Innovations) entwickelt und ist bereits ein CE-zertifiziertes und in Europa zugelassenes Medizinprodukt.

Was veranlasste Sie dazu, ein neues Sphinkter-System zu entwickeln?

W. Bauer: Die Initiative war die Unzufriedenheit mit bestehenden Systemen und den Problemen mit der Adjustierungsmöglichkeit bzw. Befestigung. Viele Systeme sind nicht verankert und verlagern sich im Körper bzw. verlieren ihre Wirkung über die Zeit, oder sie sind z.B. mit Knochenschrauben verankert.

Bitte erklären Sie kurz, wie dieses System funktioniert.

W. Bauer: Das System wird mit zwei Mesh-System-Armen am unteren Schambeinast fixiert. Es ist in der Verankerung am besten mit einem Rucksack vergleichbar. Zentral findet sich ein befüllbares Kissen, das den Wirkmechanismus darstellt. Es führt zu einer einseitigen Kompression der Harnröhre und erhöht somit den funktionellen Urethraverschlussdruck. Dieser Druck entspricht dem normalen Ruhedruck des Sphinkterapparates. Durch einen Titanport, der mittels dünnen Katheters mit dem zentralen Kissen verbunden ist, lässt sich dieses System jederzeit den jeweiligen Patientenbedürfnissen anpassen. Die Adjustierung erfolgt durch eine perkutane Punktion des Portes mittels einer speziellen Portnadel. Die Belästigung des Patienten ist nicht größer als bei einer Blutabnahme. Nach der Adjustierung ist keinerlei Manipulation durch den Patienten bzw. den Arzt nötig.

Wie unterscheidet sich das neuartige System von den bisherigen?

W. Bauer: Das neue System vereint die Vorteile bestehender Systeme und versucht die Nachteile zu vermeiden. Zusätzlich muss der Patient nichts selbst machen, keine Pumpe betätigen. Er kann frei urinieren. Die Einstellung erfolgt ohne Operation bzw. Schnitt und kann so oft wie nötig wiederholt werden, je nach Patientenbedarf.

Wie läuft die Nachjustierung ab und wie sieht es mit regelmäßigen Kontrollen durch den Urologen aus?

W. Bauer: 3–4 Wochen sollten nach der Implantation vergehen, um das Implantat einheilen zu lassen. In dieser Zeit bildet sich um das zentrale Kissen eine körpereigene Membran, die als zusätzlicher Schutz für die Harnröhre dient. Nach der Einheilungsphase wird das Kissen über den Titanport schrittweise, normalerweise im Wochenrhythmus, so weit gefüllt, dass der Patient kontinent ist. In meiner Patientenserie waren bis jetzt pro Patient 0 bis 7 Adjustierungen nötig.

Für welche Patientengruppe ist das neue ATOMS-Implantat geeignet? Kann es auch bei speziellen Patienten, z.B. nach Op oder Bestrahlung, eingesetzt werden?

W. Bauer: Es ist für alle Patienten mit Belastungsharninkontinenz nach Eingriffen an der Prostata mit Schädigung des Schließmuskelapparats geeignet. Auch nach Bestrahlung kann dieses System eingesetzt werden. Es bedarf keiner großen Patientenselektion. Das Implantat wurde für einen breiten Einsatz konstruiert. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass auch nachfolgende endo-urologische Operationen, wie Entfernung von Blasentumoren, Harnröhrenschlitzungen und endourologische Eingriffe am Ureter bei Steinen, möglich sind.

Wie sieht es mit der Komplikationsrate aus?

W. Bauer: Die derzeitige Komplikationsrate bei meiner Patientenserie von 34 Patienten beträgt 3%, also ein Patient. Bei diesem einen Patienten kam es zu einer Infektion des Systems.

Wie hoch sind die erreichbaren Kontinenzraten und wie lange hält ein gut implantiertes System?

W. Bauer: Die derzeitigen Kontinenzraten liegen bei völliger Kontinenz bei 62%, mit Schutzvorlage bei 26% und bei gebessert, jedoch mit mehr als 3 Vorlagen bei 12%. Man muss jedoch bedenken, dass sich in meiner Patientenserie 22 Patienten mit totaler Harninkontinenz befinden, 13 davon bestrahlt und 8 davon mit insuffizienten Voroperationen. Bei dieser Patientengruppe liegt die Kontinenzrate weit über den Raten vergleichbarer Systeme. Über die Haltbarkeit kann noch keine wirkliche Aussage getroffen werden. Das System wurde bereits in Hinblick auf die Haltbarkeit verbessert und man kann derzeit von einer prognostischen Haltbarkeit von 10 Jahren ausgehen.

Vielen Dank für das Gespräch!



Das Interview führte: Mag. Elisabeth Pipelka

Unser Interviewpartner: OA Dr. Wilhelm Bauer, FEBU, Abteilung für Urologie und Andrologie, Vorstand: Univ.-Prof. Dr. P. Schramek, KH Barmherzige Brüder, Wien

Weitere Informationen zum ATOMS System finden Sie auf der Homepage von A.M.I. Deutschland GmbH.





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Gesetze & Versicherungen
SVI-Redaktion
Stefan
29 Dez 2009 00:54



Bayern – Apotheken von eigenem Verband verraten?




MÜNCHEN: Die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (AOK Bayern, BKK Landesverband Bayern, Signal Iduna IKK und den Landwirtschaftlichen Krankenkassen in Bayern) hat mit einem von mehreren Apothekerverbänden einen Vertrag über die Versorgung mit aufsaugenden Inkontinenzhilfsmitteln ausgehandelt. In den letzten Tagen erhielten sowohl die Mitglieder des einen Verbandes, als auch Apotheker die keine Mitglieder des Verbandes sind Post mit der nachdrücklichen Aufforderung den Vertrag umgehend zu unterschreiben. Es wurde in irreführender Weise von dem einzelnen Verband behauptet, dass ab Januar 2010 die Festbeträge nicht mehr gelten würden und Apotheker die nicht dem Vertrag beitreten von der Inkontinenzversorgung ausgeschlossen sein würden.

Das was dort verhandelt wurde, schießt über das Ziel hinaus, so ein Apotheker. Ab Januar müssen sich Apotheken die diesen Vertrag unterzeichnen von einem unabhängigen Institut prüfen lassen. Dieses Zertifikat kostet uns 18 Monate Zeit und tausende von Euro, so erboste Apotheker, aber zumindest dürfen wir noch verkaufen wenn wir die Zertifizierung gestartet haben. Außerdem muss eine ausgebildete Fachkraft die Beratung übernehmen und darüber schriftlich Protokoll führen. Zu einem späteren Zeitpunkt muss nachgeprüft werden, ob die Inkontinenzversorung dann auch ausreichend ist und ob eine Umstellung von Nöten ist. Schwerwiegender sind auch bauliche Anforderungen an die Apotheken. So wird zum Beispiel eine Behindertentoilette vorgegeben, ein Beratungszimmer jedoch nicht. Auch nicht Berücksichtigt wird, ob die Apotheke ausschließlich vor Ort Beratungen beim Betroffenen durchführt. Grosses Novum ist, dass keine wirtschaftliche Aufzahlung von den Apotheken mehr verlangt werden darf, wenn z.B. ein Kunde mit namentlicher Verordnung eines Produktes in die Apotheke kommt. Die Versorgung mit teuren Markenprodukten ist mit den 38,00 Euro des Vertrages abgegolten. Die Höhe der Kopfpauschale und das Verbot von Aufzahlungen stellen die größten Probleme für die Apotheken dar. Pflicht ist nun auch, dass die Apotheken in einem Umkreis von 100 Kilometern ausliefern. Dieser Vertrag brachte bereits vor Weihnachten die Galle bei Bayerns Apothekern zum Überlaufen. Von Verrat durch die einigen Funktionäre war die Rede und denen sollte man ein richtiges Haberfeldtreiben machen.





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Urologische Nachrichten vom 15.12.2009
Foren-Admin
17 Dez 2009 21:58



Inkontinenz in der Schwangerschaft verbunden mit postpartaler Inkontinenz




NEW YORK – USA: Harninkontinenz betrifft fast ein Drittel aller schwangeren Frauen. Inkontinenz nach der Geburt ist bei denjenigen Frauen, die schon in der Schwangerschaft inkontinent waren, viel häufiger. Die Entbindungsmethode scheint jedoch keinen Einfluss auf den postpartalen Kontinenzstatus zu haben, heißt es in einem Artikel in der April-Ausgabe des British Journal of Obstetrics and Gynecology: An International Journal of Obstetrics and Gynecology.

Dr. Stian Langeland Wesnes und seine Kollegen von der Universität von Bergen, Norwegen, untersuchten 12.679 Primigravidae in der Norwegischen Mutter-und-Kind-Kohortenstudie, die alle vor der Schwangerschaft kontinent gewesen waren. Die Patientinnen füllten Fragebögen aus; die ersten nach 15 und 30 Schwangerschaftswochen und dann noch einmal einen sechs Monate nach der Geburt.

"31 Prozent der Frauen gaben sechs Monate nach der Geburt an, an Inkontinenz zu leiden", berichten die Wissenschaftler. "Verglichen mit Frauen, die während der Schwangerschaft kontinent gewesen waren, litten die Frauen, die während der Schwangerschaft inkontinent gewesen waren, sechs Monate nach der Geburt häufiger an Inkontinenz" - mit einer adjustierten Risk Ratio (RR) von 2,3.

"Der Effekt der Entbindungsmethode auf die postpartale Inkontinenz hing nicht vom Kontinenzstatus in der Schwangerschaft ab", so die Autoren. Im Einzelnen, berichten sie, waren die RRs für Inkontinenz nach spontanen Vaginalgeburten verglichen mit elektiven Kaiserschnitten 3,2 unter Frauen, die während der Schwangerschaft kontinent gewesen waren, und 2,9 bei den Frauen, die unter Inkontinenz gelitten hatten.

"Die Entbindungsmethode spielt für das Inkontinenzrisiko keine Rolle", sagte Dr. Wesnes gegenüber Reuters Health. "Das Risiko für Inkontinenz nach einem Kaiserschnitt oder einer spontanen vaginalen Entbindung ist das gleiche."

"Um es anders auszudrücken: Inkontinenz in der Schwangerschaft ist kein Argument für einen Kaiserschnitt", sagte Dr. Wesnes.

"Eine der Stärken dieser großen Beobachtungsstudie sind die engen Konfidenzintervalle, die auf eine hohe Genauigkeit der Ergebnisse hindeuten", schreiben die Forscher. "Das kontinente Becken der Nullipara repräsentiert das beste zur Verfügung stehende klinische Modell eines nicht beanspruchten Beckens und unser Studiendesign ist deshalb das Beste, um das Risiko für eine Inkontinenz in Verbindung mit Schwangerschaft und Geburt zu bestimmen."


British Journal of Obstetrics and Gynecology 2009;116:700-707





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Urologische Nachrichten vom 07.12.2009
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07 Dez 2009 21:18



Depressionen erhöhen Inkontinenz-Risiko bei Frauen




NEW YORK – USA: Ältere Frauen, die an einer Majoren Depression leiden, haben ein höheres Risiko für Harninkontinenz als gleichaltrige Frauen, die nicht depressiv sind, wie neue Untersuchungen zeigen. Da Harninkontinenz und Depressionen bei Frauen oft zusammen auftreten, machten sich Dr. Jennifer Melville von der University of Washington in Seattle und Kollegen daran, zu ermitteln, ob es zwischen den beiden Erkrankungen einen kausalen Zusammenhang gibt.

Frühere Studien zeigten eine hohe Depressionsrate unter Frauen, die wegen Inkontinenz behandelt wurden, doch keine davon hat untersucht, ob eine Störung zu anderen führt. Melvilles Team stellte die Hypothese auf, dass die physiologischen Veränderungen durch eine Erkrankung die Voraussetzungen für die andere schaffen, da der Neurotransmitter Serotonin sowohl bei Depressionen als auch bei Inkontinenz eine Rolle spielt. "Wir gingen davon aus, beide Richtungen zu finden, also dass bei einigen Leuten durch die Depressionen ausgelöste biochemische Veränderungen zu Inkontinenz führen, während bei anderen die psychologische Reaktion auf Inkontinenz eine Depression auslöst", sagte Melville in einem Telefoninterview mit Reuters Health. Sie durchsuchten die über sechs Jahre in der Health and Retirement Study gesammelten Daten zur finanziellen und körperlichen Gesundheit von erst kürzlich in den Ruhestand gegangenen Rentnern in 70.000 Haushalten.

Die Forscher führten zwei Analysen durch. In der ersten wurden Frauen, die schon mit Depressionen in die Studie aufgenommen wurden, darauf hin untersucht, ob sie eine Harninkontinenz entwickelten. Die zweite Analyse schaute sich Frauen an, die bei Studieneintritt an Inkontinenz litten, um zu ermitteln, ob beim Follow-up Depressionen vorlagen. In dieser Stichprobe von fast 6000 durchschnittlich 59 Jahre alten Frauen "sahen wir nur die eine Richtung, nämlich, dass Depressionen zu Inkontinenz führen. Umgekehrt führte Inkontinenz jedoch nicht zu Depressionen", sagte Melville. Diese eindeutigen Studienergebnisse hätten sie so nicht erwartet, räumt Melville ein: "Wir waren überrascht, dass der Effekt so einseitig war."

Ärzte können die Erkenntnisse dieser Studie nutzen, um "Frauen mit Depressionen hinsichtlich eines potenziell erhöhten Risikos für die Entstehung einer Harninkontinenz aufzuklären und was zu tun ist, wenn Inkontinenz-Symptome auftreten, schreiben Melville und ihre Kollegen im American Journal of Obstetrics and Gynecology. Der Verlust der Kontrolle über die Blasenfunktion kann emotional sehr belastend sein, nicht zuletzt wegen den Auswirkungen auf den Alltag, schreiben sie in ihrem Artikel. Viele Betroffene schämen sich, fühlen sich der Erkrankung hilflos ausgeliefert und schränken als Folge soziale und berufliche Aktivitäten ein. Die neuen Erkenntnisse, fügen Melville und ihre Kollegen hinzu, betonten auch, "wie wichtig es ist, Depressionen als vordringliches Problem der öffentlichen Gesundheit anzugehen", da sie auch Auswirkungen auf andere biologische Funktionen hätten.

American Journal of Obstetrics and Gynecology, November 2009





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ra-online vom 26.11.2009
Foren-Admin
26 Nov 2009 21:52



Kein berechtigtes Interesse bei Versorung durch Sanitätshaus eines Familienangehörigen




LEIPZIG: Einer Versicherten in der gesetzlichen Krankenkasse sind die Unannehmlichkeiten zumutbar, die durch die Umstellung auf einen neuen Lieferanten von Inkontinenzmaterial entstehen. Sie hat keinen Anspruch auf fortdauernde Belieferung mit den gewohnten Produkten durch das Sanitätshaus eines Familienangehörigen, wenn die Krankenkasse Verträge mit einem neuen Lieferanten abgeschlossen hat. Dies hat das Sozialgericht Dresden entschieden.

Die 42 Jahre alte Klägerin leidet an Inkontinenz. Sie benötigt "aufsaugende Hilfsmittel der Inkontinenz" (Windeln). Zunächst bezog die Klägerin die Windeln über ein von Familienangehörigen betriebenes Sanitätshaus. Ihre Krankenkasse KKH-Allianz schloss nach einer Ausschreibung einen Vertrag mit einem anderen Lieferanten, der ab 01.04.2008 alle Versicherten dieser Krankenkasse ausschließlich mit Inkontinenzmaterial versorgen sollte. Die Klägerin teilte der Krankenversicherung mit, dass ihr die persönliche Betreuung durch den Familienangehörigen vor Ort sehr wichtig sei. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Hilfsmittellieferungen ihr diskret zugestellt würden, ohne dass die Nachbarschaft es bemerke.

KKH-Allianz wollte über das Sanitätshaus bezogene Windeln nicht mehr bezahlen

Die Klägerin bezog die Windeln weiterhin wie gewohnt über das Sanitätshaus ihres Familienangehörigen. Die KKH-Allianz weigerte sich, die dadurch entstandenen Kosten in Höhe von 110 € zu übernehmen.

Krankenkasse kann über Hilfsmittel Vertrag abschließen

Die 25. Kammer des Sozialgerichts Dresden wies die Klage auf Übernahme der Kosten nunmehr ab. Die Krankenkasse kann einen Vertrag über die Versorgung mit bestimmten Hilfsmitteln abschließen. Erfolgt dies mit dem Gewinner einer Ausschreibung, dann darf sie ihre Versicherten auch nur über diesen beliefern lassen.

Gewisse Unannehmlichkeiten müssen hingenommen werden

Im Falle der Klägerin war hiervon auch keine Ausnahme zu machen. Ein berechtigtes Interesse daran, von einer anderen Firma beliefert zu werden, kann beispielsweise medizinisch oder durch einen unzumutbaren Vertriebsweg begründet werden. Unannehmlichkeiten, die durch die Umstellung des Lieferanten entstehen, muss die Klägerin aber hinnehmen. Sie müsse zunächst verschiedene konfektionierte Windeln ausprobieren, bis sie das für sie passende Produkt gefunden hat. Das hielt die 25. Kammer des Sozialgerichts aber für zumutbar. Dass zufällig Familienangehörige der Klägerin ein Sanitätshaus betreiben, konnte sich nach Auffassung der Richter nicht zu ihren Gunsten auswirken und stelle als alleiniger Grund kein berechtigtes Interesse dar.

Referenz:
Sozialgericht Dresden; Urteil vom 23.09.2009
[Aktenzeichen: S 25 KR 603/08 - nicht rechtskräftig]





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Urologische Nachrichten vom 13.11.2009
Foren-Admin
13 Nov 2009 15:09



Viele Frauen mit Harninkontinenz werden nicht behandelt




NEW YORK – USA: In einer aktuellen Untersuchung litten mehr als die Hälfte aller Frauen an einer bis dahin nicht diagnostizierten und unbehandelten Harninkontinenz. Dabei gaben zwei Drittel dieser Frauen an, an mittelschweren bis schweren Symptomen zu leiden. "Es scheint, dass die Kommunikation zwischen Arzt und Patientin beim Thema Harninkontinenz schlecht ist", schreiben Dr. J. Quentin Clemens von der University of Michigan, Ann Arbor, und seine Kollegen in der November-Ausgabe des American Journal of Medicine.

Die Forschergruppe verschickte Fragebögen an 2118 Frauen im Alter zwischen 25 und 80 Jahren, die bei Kaiser Permanente Northwest versichert waren. Bei keiner war bis dahin eine Harninkontinenz oder ein anderes urogenitales Leiden diagnostiziert worden. Gefragt wurde nach Art der Inkontinenz, Häufigkeit und Schwere des Harnverlustes sowie nach der Lebensqualität.

875 Frauen (41 Prozent) schickten den Fragebogen ausgefüllt zurück. Ihre Antworten zeigten, dass 52,6 Prozent in den vorangegangenen 12 Monaten an Harninkontinenz gelitten hatten und 38,9 Prozent in den zurückliegenden 7 Tagen. Die Anzahl der Episoden pro Woche lag zwar im Median bei 1, reichte aber von 1 bis 35 Episoden pro Woche. Die meisten Frauen (68 Prozent) verwendeten zumindest gelegentlich Monatsbinden, und 46 Prozent hatten aufgrund eines Harnverlustes hin und wieder feuchte Kleidung.

Eine zunehmende Schwere der Symptome war mit einer geringeren Lebensqualität assoziiert. "Keine der Frauen, die über einen sehr starken Harndrang oder eine gemischte Harninkontinenz klagte, gab gleichzeitig an, mit ihrer Lebensqualität zufrieden zu sein", erklären die Wissenschaftler. Die Wissenschaftler sichteten die jeweiligen Krankenakten der 234 Frauen, die über eine mittelschwere bis schwere Harninkontinenz klagten, im Hinblick auf das vorangegangene Jahr. Im Laufe des Vorjahres, so berichtete Dr. Clemens gegenüber Reuters Health, wurden in den Unterlagen von 11 Patientinnen (4,7 Prozent) Inkontinenzsymptome aufgeführt, der Diagnose-Code aber nicht angegeben. Im übrigen wurde keiner der verbleibenden Patientinnen eine Behandlung angeboten.

Dr. Clemens Arbeitsgruppe vermutet, dass das Schamgefühl der Patientinnen und ein begrenztes Wissen um das Leiden den Mangel an Kommunikation erklären können. Auf der anderen Seite könnte es auch sein, dass die Patientinnen an akuteren oder schwereren Erkrankungen litten, die bei ihren Arztterminen Priorität hatten. "Diese Ergebnisse lassen darauf schließen [...], dass die Inkontinenz in der Tendenz häufig vorkommt, dauerhaft und lästig ist", dass sie aber "offenbar von den Ärzten nicht immer erkannt wird", lautet das Fazit der Autoren. Da die Inkontinenz bei Frauen zu einem großen Teil behandelbar ist, meinen sie, dass Frauen und Ärzte dazu ermutigt werden sollten, die Symptome zu erkennen und zu behandeln.

American Journal of Medicine 2009;122:1037-1042





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SVI - Redaktion
Foren-Admin
31 Okt 2009 12:24



Blasenschwäche muss und kann häufig behandelt werden!




BONN: Im Jahr 2006 hat die Deutsche Seniorenliga e.V. die Kampagne „Blasenschwäche ist kein Schicksal“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Betroffene und die Öffentlichkeit über Harninkontinenz zu informieren. „Wir möchten Mut machen, Blasenschwäche nicht als normale Alterserscheinung hinzunehmen, sondern medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen“, erklärt Erhard Hackler,
geschäftsführender Vorstand der DSL.


Gemeinsam mit der Technischen Universität Hamburg hat die Deutsche Seniorenliga e.V. einen Fragebogen für Betroffene entwickelt, der Auskunft über die häufigsten Ursachen von Blasenschwäche, den aktuellen Stand der Therapie und den Aufklärungsbedarf geben soll. „Wir raten in jedem Fall dazu, sich untersuchen zu lassen. In den letzten Jahren sind enorme Fortschritte bei der Behandlung der Blasenschwäche erzielt worden, so dass zumindest die Symptome deutlich gelindert werden können“ so Erhard Hackler.

Wenn auch Sie unter einer schwachen Blase leiden, können Sie anderen Betroffenen helfen, indem Sie den Fragebogen der Deutschen Seniorenliga e.V. und der TU Hamburg ausfüllen. Weitere Informationen erhalten Sie, wenn Sie diesen Link anklicken:

https://umfrage.yougovpanel.de/uc/admin/2d26/





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Hilfsmittel
INOTEX by Lotties Naturtextilien
Stefan
29 Okt 2009 10:35



"Inotex" von Lotties schenkt neue Lebensqualität




BIBURG: Geruchs- und bakterienhemmende Bio-Silberwäsche "Inotex" von Lotties Naturtextilien schenkt jetzt auch neue Lebensqualität für Erwachsene. Generationen von Kindern kennen die Marke Lotties als Qulitätsgarant für Stoffwindeln.

Viele Produkte für Inkontiinente werden den Wünschen Ihrer Träger kaum gerecht. Einwegprodukte sind zwar praktisch, aber es entstehen ständig hohe Folgekosten und enorm viel Müll. Mehrwegprodukte sind Steif oder bestehen aus nicht ungiftigen PVC. Wieder andere Produkte halten einfach nicht dicht. Ein weiteres großes Problem für Menschern mit Blasenschwäche ist vor die Geruchsbildung sowie eine wunde, gereizte Haut.

Mit der neuartigen Spezialunterwäsche „Inotex“ von Lotties Naturtextilien können Betroffene ihre Lebensqualität zurückgewinnen: Die saugstarken, waschbaren Slips und Einlagen aus zertifizierter Bio-Baumwolle sind mit Silber-Ionen beladen. Das Silber ist fest in die Fasern eingebunden – so bleibt die Wirkung auch über sehr viele Wäschen hinweg erhalten und entfaltet sich immer wieder neu. Die Silberionen wirken stark antibakteriell – Bakterien und unangenehme Gerüche können so gar nicht erst entstehen, gleichzeitig wird die Haut optimal vor Reizungen geschützt. Inotex-Wäsche sorgt zuverlässig und diskret dafür, dass eine Blasenschwäche für die Umgebung völlig unbemerkt bleibt. Inotex ist aus zertifizierter Naturfaser, frei von Chemie und Pestiziden, äußerst langlebig und formstabil.

Die dezente und funktionelle Unterwäsche ist ganz auf die Bedürfnisse bei leichter bis mittlerer Blasenschwäche abgestimmt. Und: ein Kostenvergleich mit Wegwerfprodukten lohnt sich – die Wäsche macht sich schnell „bezahlt“ und schont auch die Umwelt.



Lotties Naturtextilien
Ortsstraße 50
D-93354 Biburg
Info-Telefon: 0800 / 84 90 900 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobil ggf. abweichend)





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Gesetze & Versicherungen
Pressemeldung ots.at vom 27.10.2009
Foren-Admin
27 Okt 2009 19:59



Hofer kritisiert Einsparungspolitik bei Wiener Gebietskrankenkasse




WIEN - ÖSTERREICH: Der freiheitliche Behindertensprecher NAbg. Ing. Norbert Hofer kritisiert Einsparungsmaßnahmen der Wiener Gebietskrankenkasse auf Kosten behinderter Menschen: "Eine seit 1. Juli 2009 erlassene interne Regelung der Wiener Gebietskrankenkasse sieht eine Einschränkung der Verschreibung von elastischen Inkontinenz-Einmalhosen, sogenannte 'Pull-on'-Hosen vor. Doch gerade damit wurde das Leben behinderter Menschen mit Inkontinenz erleichtert, indem sie sich weitgehend selbständig helfen konnten."

Nur rund 1.500 Euro pro Jahr werden damit eingespart. "Für die behinderten Menschen, die zu den einkommensmäßig schwächsten Gruppen der Gesellschaft zählen, ist dieser Betrag jedoch kaum aufzubringen", betont Hofer. Zudem ist die in Aussicht gestellte Rückerstattung eines Teiles der Kosten für geistig behinderte Menschen eine weitere Hürde und bedarf der Einschaltung von Sachwaltern und zusätzlichen Betreuungsstunden, die für rein administrative Aufgaben aufgebracht werden müssen. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand in der WGKK selbst.

"Ich verurteile diese Sparmaßnahme auf dem Rücken behinderter Menschen aufs Schärfste", so Hofer, der deshalb auch eine parlamentarische Anfrage an den Gesundheitsminister einbringen wird. "Mich interessiert, ob es von Seiten des Ministeriums Pläne gibt, diese Maßnahme zurückzunehmen und eine bessere Lösung für alle Beteiligten zu finden. Kritik übt Hofer in diesem Zusammenhang ebenfalls an der Arbeiterkammer, die diesen Missstand als Vertreter in der Generalversammlung widerspruchslos hinnimmt.





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prcenter.de vom 21.10.2009
Foren-Admin
21 Okt 2009 15:39



Neues Internet-Portal bietet Betroffenen wertvolle Informationen rund um das Thema Blasenschwäche




BONN: Blasenschwäche ist ein Thema, über das niemand gerne spricht, aber von dem immer mehr Menschen betroffen sind. Aktuellen Schätzungen zufolge leiden in der Bundesrepublik derzeit etwa 5 Millionen Menschen an Inkontinenz. Doch die Dunkelziffer liegt weit höher, da viele Menschen ihr Problem oft lange verdrängen und den notwendigen Arztbesuch hinausschieben. Niemand kann ermessen, wie viele Menschen, die unter Blasenschwäche und Harnverlust leiden, sich aus Angst vor peinlichen Situationen zunehmend aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen.

Im Alter jenseits der 50 nimmt die Zahl der Menschen zu, denen eine „schwache Blase“ oder ein „schwacher Darm“ das Leben schwer machen. Ab diesem Alter nimmt auch die Zahl der betroffenen Männer deutlich zu und zieht mit der Anzahl der betroffenen Frauen gleich. Bei beiden Geschlechtern überwiegen jetzt Symptome der Dranginkontinenz. Auch wenn die Ursachen bei Männern und Frauen unterschiedlich sind, führt Dranginkontinenz oft zu schwerwiegenden Einschränkungen der Lebensqualität.

Oft beginnen die Probleme mit nächtlichem Harndrang. Nicht erst wenn es zum Verlust von Harn oder von Stuhl auch tagsüber gekommen ist, kommt das Leben der Betroffenen in große Bedrängnis. Schon der Kontrollverlust durch den plötzlichen Drang kratzt das eigene Selbstbild sehr an. Zusätzlich wirkt ein gesellschaftliches Tabu trotz einer wachsenden Aufklärung durch die Medien und führt häufig zur selbst gewählten Isolation der Betroffenen: Sie gehen einfach seltener „unter die Leute“ und ziehen sich, um unangenehme „Unfälle“ um jeden Preis zu vermeiden, in ihre eigenen vier Wände zurück.

Einer wachsenden Zahl von älteren Menschen bieten Internet-Portale und Betroffenen-Foren einen realistischen Ausweg aus ihrem Dilemma. Die Anonymität des Internets öffnet ihnen die Türen. Wer über sein Problem anfängt zu sprechen oder zu schreiben, der macht den ersten Schritt zur Bewältigung. Die Anregungen aus dem Internet helfen den Betroffenen zu realisieren, wo sie stehen und welche Maßnahmen ihren Problemen angemessen sein können.

Genau diese Ziele verfolgt das neue Internet-Portal http://www.incosan-portal.de Unter dem Motto „Wissen hilft heilen“. motiviert das Incosan-Portal Menschen besonders bei beginnender Harninkontinenz und ältere Menschen dazu, sich ausgiebig zu informieren. Zudem finden diese unter http://www.incosan-portal.de/index.php/forum einen Forenbereich, in dem sie sich mit anderen Nutzern des Portals austauschen können. Während andere Portale im Internet und die Selbsthilfegruppen Menschen vereinen, welche die ärztliche Diagnose Inkontinenz bereits erhalten haben, spricht der Versandhandels-Anbieter Incosan International GmbH mit seiner unabhängigen Plattform gezielt diejenigen Menschen an, die beim Thema Inkontinenz noch ganz am Anfang stehen.


Angaben zum Autor ( Angaben als Text-Datei downloaden):
Incosan International GmbH
Auguststr. 1
53229 Bonn
Info-Telefon: 0800 / 95955000 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, MoFu ggf. abweichend)
Telefax: 0180 / 538337722 (14 ct./Min, aus dem dt. Festnetz, MoFu. ggf. abweichend)








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