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Informationsdienst Wissenschaft vom 13.11.2012
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14 Nov 2012 12:07



Einnässen bei Kindern wirksam behandeln – Teilnahme am sozialen Leben ist Therapieziel




TÜBINGEN: Einnässen, häufig wiederkehrende Harnwegsinfekte oder ein nicht wahrgenommener Harndrang bei Kindern können Hinweise auf Fehlbildungen und Tumore des unteren Harntrakts sein. Auch wenn diese Erkrankungen eher selten sind, müssen Ärzte gezielt nach den Ursachen suchen, wenn gängige Therapien nicht wirken. Denn der Therapieerfolg von kindlichem Blasen- und Prostatakrebs etwa hat sich in den letzten Jahren vervierfacht. Darauf weist der Tübinger Kinderchirurg Privatdozent Dr. med. Philipp Szavay im Vorfeld des 9. Symposiums der Arbeitsgemeinschaft Urologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) hin. Die Experten tagen vom 15. bis 17. November 2012 in Tübingen und diskutieren neue Therapien bei Fehlbildungen und Tumoren des unteren Harntrakts bei Kindern.

Bei Kindern und Jugendlichen ist Harninkontinenz mit über 600 000 Fällen im Jahr das häufigste urologische Problem. Die Ursachen liegen meist in funktionellen oder psychischen Störungen begründet. Doch auch organische Leiden können dazu führen: angeborener, sogenannter embryonaler Blasen- und Prostatakrebs, Fehlbildungen von Harnröhre, Blase und Enddarm, Verletzungen sowie der „offene Rücken“ haben häufig Fehlfunktionen der Blase wie Inkontinenz und andere Entleerungsstörungen zur Folge. Mitunter bleibt auch Restharn in der Blase und der Urin staut sich bis in die Niere. Die betroffenen Kinder nässen ein, ihre Harnwege sind dauerhaft entzündet und mitunter verlieren sogar die Nieren ihre lebenswichtige Funktion. „Oft sind die Patienten aufgrund ihrer Beeinträchtigungen auch aus ihrem Freundeskreis ausgeschlossen, ihr Selbstwertgefühl ist stark gemindert“, erläutert Dr. Szavay, Vorstandsmitglied der DGKCH. Deshalb verfolge die moderne Kinderurologie mit ihren Behandlungskonzepten vorrangig das Ziel, dass Kinder am altersentsprechenden, sozialen Leben teilhaben können: „Der Erhalt, die Erlangung oder Wiederherstellung einer sozialen Kontinenz, das heißt einer kontrollierten Entleerung von Stuhl und Urin, stehen bei uns im Vordergrund“, führt der leitende Oberarzt und Stellvertreter des Ärztlichen Direktors der Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Tübingen aus. Zentral seien auch der Schutz der Nierenfunktion und das Vermeiden, beziehungsweise gezielte Behandeln von Infekten.
Mit modernen Verfahren können Kinderchirurgen heute vielen Patienten helfen. So nutzen sie körpereigenes Gewebe aus dem Darm, um Blasen zu modellieren, Abflusskanäle neu anzulegen und um den gefährlichen Rückstau von Harn in die Niere verhindern. Bei vielen Patienten lässt sich dadurch das Einnässen vollständig verhindern. „In den letzten Jahrzehnten haben wir erhebliche Fortschritte bei diesen Therapien erzielt“, sagt Dr. Szavay. Auch eine Nierenersatz-Therapie, eine Dialyse, sei heute viel seltener nötig. Und bei embryonalen Blasen- und Prostata-Tumoren wie dem Rhabdomyosarkom könnten mittlerweile 60–70 Prozent der Harnblase erhalten und die Überlebensrate von 20 auf heute etwa 80 Prozent angehoben werden.
Die enge fachübergreifende Zusammenarbeit aller betroffenen Fachdisziplinen habe diese Fortschritte erst möglich gemacht, führt der Vertreter der DGKCH aus. Da jedoch jeder einzelne Fall selten auftrete, sei gerade im Bereich der Kinderchirurgie eine Zentralisierung auf hoch spezialisierte Kliniken mit der entsprechenden Expertise notwendig, betont er. Weitere moderne Therapiekonzepte bei angeborenen Fehlbildungen und Tumoren des unteren Harntrakts sind Thema des 9. Symposiums der AG Urologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie vom 15. bis 17.11.2012 in Tübingen.

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Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie
Gegründet im Jahr 1963, schafft die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) bis heute Grundlagen für eine bestmögliche kinderchirurgische Versorgung in Deutschland. Dazu gehören Neugeborenenchirurgie, allgemeine Kinderchirurgie und Kindertraumatologie ebenso wie Kinderurologie. Die DGKCH vertritt das Fach in allen wissenschaftlichen, fachlichen und beruflichen Belangen. Derzeit praktizieren hierzulande Fachärzte für Kinderchirurgie in mehr als 80 kinderchirurgischen Kliniken und Abteilungen sowie als Niedergelassene. Kinderchirurgie gehört in die Hände von Kinderchirurgen. Denn ihre Patienten sind keine kleinen Erwachsenen.
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Zur weiterführenden Information:

Moderne Therapiekonzepte bei angeborenen Fehlbildungen und Tumoren des unteren Harntrakts

Von Privatdozent Dr. med. Philipp Szavay
Leitender Oberarzt und Stellvertreter des Ärztlichen Direktors der Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Tübingen

Der Erhalt, die Erlangung oder Wiederherstellung einer sozialen Kontinenz, das heißt einer kontrollierten Entleerung von Stuhl und Urin, mit der die Teilnahme am sozialen Leben in der jeweiligen Altersgruppe möglich wird hat heute in den Behandlungskonzepten der Kinderurologie neben dem Schutz der Nierenfunktion höchsten Stellenwert.

Anlässlich ihrer Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Urologie diskutieren Kinderchirurgen und Kinderurologen vom 15.-17.11.2012 in Tübingen über Fortschritte beim Thema Blasenaugmentation und Blasenersatz.

Fast 90 Prozent der Patienten mit einer sogenannten Meningomyelozele haben eine neurogene Blasenentleerungsstörung, die auch mit einer Inkontinenz einhergehen kann. Dies bedeutet entweder ständiges Auslaufen des Urins oder auch den unwillkürlichen Urinaustritt bei einer bestimmten Blasenfüllung. In der Folge kann eine Restharnbildung mit Begünstigung von Harnwegsinfekten, ein Rückfluss von Urin zur Niere (VUR) und als Spätfolgen Nierenschäden mit Nieren-Insuffizienz und einem arteriellen Bluthochdruck auftreten.

Auch für Kinder mit angeborenen Fehlbildungen wie der Blasenekstrophie, mit angeborenen Fehlbildungen des Mastdarms oder einer Kloaken-Fehlbildung können von dieser Problematik betroffen sein. Dazu gehören auch Kinder mit Tumoren des unteren Harntrakts, hierzu zählt beispielsweise das sogenannte Blasen-Prostata-Rhabdomyosarkom. Im Verlauf einer solchen Tumor-Behandlung kann es notwendig sein, Teile der Blase oder die gesamte Harnblase zu entfernen, so dass eine Ersatzblase angelegt werden muss.

Eine tumorbedingte oder durch die Tumor-Therapie bedingte Harninkontinenz bedeutet auch immer eine Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls, eine weitere negative Dimension im Krankheitserleben, und letztlich auch eine Verunsicherung.

Die moderne Kinderurologie verfolgt in ihren Behandlungskonzepten bei solchen Patienten mehrere Ziele. Dazu gehören eine restharnfreie Blasenentleerung, das Erreichen einer sozialen Kontinenz, das Vermeiden bzw. die gezielte Therapie von Harnwegsinfekten, sowie der weitgehende Erhalt der Nierenfunktion.

Hierzu werden verschiedene operative Verfahren zur Anwendung gebracht, so auch die Anlage von Katheterkanälen zur regelmäßigen und vollständigen Entleerung der Harnblase oder einer Ersatzblase, die Blasenvergrößerung (-augmentation), meist durch ein Teil des Darmes, sowie die operative Therapie des Refluxes von Urin in die Nieren.

Mit dem Erreichen einer sozialen Kontinenz, das heißt dem Schaffen hygienisch akzeptabler Zustände, die eine autonome, altersadäquate Lebensführung ermöglichen, sowie dem damit verbundenem Schutz des oberen Harntrakts konnten in den letzten 50 Jahren erhebliche Fortschritte erzielt werden. So kam es unter anderem zu einem deutlichen Rückgang der Notwendigkeit einer Nierenersatz-Therapie.

Die Kinderchirurgen nehmen dabei in der Therapie der angeborenen Fehlbildungen, aber auch in der Tumorchirurgie eine Schlüsselrolle ein. In interdisziplinären Behandlungskonzepten können heute bei Blasen- und Prostata-Tumoren 60 bis 70 Prozent der Harnblase erhalten werden, auch stieg das Überleben der betroffenen Patienten von 20 Prozent auf heute circa 80 Prozent an.

Dies erfordert jedoch nicht nur eine enge Verknüpfung aller beteiligten Fachdisziplinen, sondern gerade im Bereich der Kinderchirurgie eine Zentralisierung der seltenen Fälle auf hoch spezialisierte Kliniken mit der entsprechender Expertise betonen die Kinderchirurgen.

Kontakt für Journalisten:
Dr. Adelheid Liebendörfer
Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-173
Fax: 0711 8931-167
E-Mail: liebendoerfer@medizinkommunikation.org
http://www.dgkch.de





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Urologische Nachrichten vom 09.11.2012
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14 Nov 2012 11:47



Tabuthema Inkontinenz - Soziale und psychische Komplikationen vermeiden




WÜRZBURG: Experten warnten auf dem 24. Jahreskongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft in Würzburg: Eine unbehandelte Kontinenzstörung kann zu psychischen und sozialen Komplikationen führen.

Inkontinenz – für die meisten Betroffenen ist es ein stilles Leiden. Nur wenige wagen sich, darüber offen zu reden und schweigen darüber in der Familie und beim Arzt. Dabei ist Inkontinenz mit neun Millionen Betroffenen mittlerweile eine Volkskrankheit mit steigenden Zahlen durch den demografischen Wandel. Unkontrollierter Harn- oder Stuhlverlust ist jedoch keine Frage des Alters, denn es kann Kinder, Frauen nach der Schwangerschaft und Männer in der Mitte ihres Lebens gleichermaßen treffen. Wird die Krankheit nicht behandelt, können Depressionen und Angstzustände die Folge sein. Deshalb widmet sich die Deutsche Kontinenz Gesellschaft auf ihrem 24. Jahreskongress, der am 9. und 10. November in Würzburg stattfindet, der Behandlung solcher Funktionsstörungen im effektiven Zusammenspiel aller beteiligten Fachgebiete.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Gynäkologen, Urologen, Chirurgen, Geriater, Neurologen, Physiotherapeuten, Ernährungsmediziner, Sexualmediziner und Experten aus der rehabilitativen Medizin bieten eine interdisziplinäre Behandlung der unterschiedlichen Kontinenzformen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen an. Berufsübergreifende Kooperationen stehen daher im Mittelpunkt des Kongresses und gewinnen ob der steigenden Zahlen an Bedeutung.

Die Themenschwerpunkte des 24. Jahreskongresses sind „Postoperative Harninkontinenz des Mannes“, „Prolapserkrankungen der Frau“, „Obstruktives Defäkationssyndrom“, „Blasenfunktionsstörungen nach Rektumoperationen“, „Inkontinenz im Kindesalter“ und „Lebensqualität bei Inkontinenz und deren Therapie.“ Über 100 Referenten aus mehr als 15 Fachgebieten diskutieren an zwei Tagen über aktuelle Entwicklungen in Diagnostik, die Behandlung von Kontinenzstörungen sowie neue, innovative Operationsmethoden.

Harninkontinenz ist ein vielschichtiges Problem: 20 Prozent der Frauen und zehn Prozent der Männer über 60 Jahren klagen über eine Kontinenzstörung. Männer sprechen darüber aus Scham weniger als Frauen. „Unbehandelt kann die Harninkontinenz zu schwerwiegenden psychischen und sozialen Komplikationen wie beispielsweise Depressionen, Angstzuständen und sozialer Isolation führen“, warnt Prof. Hubertus Riedmiller, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Würzburg. Der diesjährige Tagungspräsident plädiert für ein konsequentes Beckenbodentraining durch geschulte Physiotherapeuten. Helfen konservative Therapiemaßnahmen nicht, gibt es eine Reihe bewährter operativer Techniken für betroffene Männer und Frauen. Die Harninkontinenz bei Kindern, so Prof. Riedmiller, bedarf einer strukturierten und möglichst wenig belastenden Diagnostik, um konservative Maßnahmen einleiten zu können.

Sphinktererhalt bei Rektumoperation

Bei Krebsoperationen des Enddarmes gewinnt der Erhalt von Lebensqualität an Bedeutung. „Etwa 80 Prozent der Patienten mit einem Rektumkarzinom können heute einer sphinkteerhaltenden Rektumsektion zugeführt werden“, betont Prof. Christoph-Thomas Germer. Der Direktor der Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie am UK Würzburg verweist auf die laparoskopische Operationsmethode als gleichwertiges Verfahren zum offenen Eingriff. Bislang liegen jedoch noch keine objektivierbaren Daten über das geeignete Verfahren vor, mit dem postoperative Komplikationen mit einer Beeinträchtigung der Stuhlgewohnheit am effektivsten gesenkt werden können.

Botox bei Dranginkontinenz

Nach der ersten Euphorie durch die Zulassung von Botox für die intravesikale Applikation bei Patienten mit Querschnittslähmung und MS-Erkrankung häufen sich die Erfolgsmeldungen bei der Anwendung einer nicht neurogenen überaktiven Blase. Die aktuelle Auswertung einer amerikanischen Vergleichsstudie zeigt, dass der Effekt durch eine Injektion von Botulinumtoxin in die Blasenwand in Bezug auf Symptomfreiheit doppelt so hoch ist wie durch eine medikamentöse Therapie. „Diese Studie spricht dafür, diese Art der Behandlung immer mehr Patienten zukommen zu lassen“, sagt Prof. Klaus-Peter Jünemann, Erster Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum in Kiel. Es sei jetzt wichtig für die Deutsche Kontinenz Gesellschaft, diese positiven Ergebnisse der Botoxbehandlung bei Dranginkontinenz den niedergelassenen Kollegen zukommen zu lassen, um den Paradigmenwechsel in der Therapie schnell voran zu bringen.

Nach Ansicht von Prof. Ursula Peschers finden die psychischen Ursachen einer überaktiven Blase zu wenig Beachtung. Vor allem Drangbeschwerden und Schmerzsyndrome können nach Erfahrung der Chefärztin für Gynäkologie der Chirurgischen Klinik München- Bogenhausen Folgen einer Somatisierungsstörung sein, die durch körperliche und sexuelle Gewalt ausgelöst wurde. Auch die Ursachen für eine Beckenbodenstörung sind mannigfaltig. Peschers fordert daher ein individuelles Behandlungskonzept auf Basis konservativer Maßnahmen.

Das Patientenforum vor dem Kongress bietet Betroffenen, Angehörigen und Interessierten die Chance, sich über Prävention, Diagnose und Therapieformen zu informieren. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft möchte mit diesem öffentlichen Forum die Sprachlosigkeit aufheben und auf die Bedeutung eines frühzeitigen Arztbesuches aufmerksam machen. Denn Inkontinenz ist behandelbar und heilbar.





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Alten- und Krankenpflege
Bundesverband Medizintechnologie e.V. vom 26.10.2012
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14 Nov 2012 11:32



Defizite bei der aufsaugenden Inkontinenzversorgung in Pflegeheimen: Krankenkassen, Heimträger und Unternehmen legen gemeinsam Handlungsfelder fest




BERLIN: Vertreter von Krankenkassen, Heimträgern, Herstellern und Leistungserbringern haben sich in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe auf ein "Konsenspapier zur aufsaugenden Inkontinenzversorgung in Alten- und Pflegeheimen" verständigt. Sie sprechen sich darin für Bürokratieabbau, für eine Versorgungsoptimierung der Bewohner unter dem Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsprinzip, für die Umsetzung des Expertenstandards zur Kontinenzförderung sowie für ein einheitliches Vorgehen der Krankenkassen durch ein einheitliches Vertrags- und Erstattungskonzept aus. Die Gründung der Arbeitsgruppe "zur Optimierung der Inkontinenz-Versorgung in institutionellen Einrichtungen" wurde auf einem Round-Table-Gespräch im November 2011 in Berlin beschlossen, teilte BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt mit.

Die Arbeitsgruppe von Krankenkassen, Heimträgern, Herstellern und Leistungserbringern identifizierte drei wichtige Handlungsfelder, die zur Optimierung des derzeitigen Versorgungssystems für aufsaugende Inkontinenzprodukte beitragen sollen:

1. Regelungsbedarf
Durch die Vertragsfreiheit und die Vielzahl an Krankenkassen ist die Vertragsgestaltung zur Belieferung mit Inkontinenzprodukten nicht einheitlich. Zur Sicherstellung der Versorgungsqualität der Bewohner in Alten- und Pflegeheimen ist ein einheitlicher Versorgungsstandard aber zwingend erforderlich. Es wird vorgeschlagen, dass Kassen mit Trägern von Alten- und Pflegeheimen einheitliche Verträge zur Versorgung mit aufsaugenden Inkontinenzprodukten abschließen. Diese Verträge müssen kassenübergreifend sein und eine kostendeckende Pauschale für die Versorgung der Bewohner mit Inkontinenzprodukten beinhalten. Damit ist eine Wahlfreiheit der Einrichtungen bei Produkt und Anbieter, und damit ein einheitlicher Versorgungsstandard, sichergestellt. Ein wünschenswerter Punkt ist dabei zusätzlich "Bürokratieabbau", beispielsweise durch schlankere Abrechnungsstrukturen. Außerdem muss konkret definiert werden, was genau die "Pauschale" für Inkontinenzprodukte umfasst.

2. Qualität und Wirtschaftlichkeit der Produkte und Dienstleistungen
Die Inkontinenzversorgung befindet sich momentan in einem Spannungsfeld zwischen auskömmlicher Preisgestaltung und wirtschaftlicher Versorgung. Zwischen den Erwartungen der Versicherten und Pflegekräften und der Finanzierbarkeit der Leistungen durch die Krankenkassen bildet sich eine zunehmend größer werdende Diskrepanz. Um diesen Konflikt zu lösen, ist eine Überarbeitung des Hilfsmittelverzeichnisses dringend notwendig, da dieses den Maßstab für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung darstellt. Derzeitige (Versorgungs-)Standards entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Medizintechnik und Produkttechnologie.

3. Qualität und Quantität des versorgenden Personals
Der existente und weiter zunehmende Fachkräftemangel in Alten- und Pflegeheimen und die teilweise nicht angemessen geschulten Pflegekräfte erschweren eine optimale Inkontinenzversorgung. Ein angemessener Personalschlüssel und geschultes Personal sind jedoch zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Versorgung unabdingbar.

Das Konsenspapier kann unter www.bvmed.de (Publikationen – Hilfsmittel) abgerufen werden.

Hintergrund der Arbeitsgruppe war, dass Heimbetreiber von negativen Auswirkungen durch Ausschreibungen (§127 1 SGB V) oder Verträgen (§127 2 SGB V) der Krankenkassen mit Leistungserbringern in diesem Bereich berichteten. Insbesondere kombinierte Ausschreibungen häuslicher und stationärer Inkontinenzversorgungen seien im Heimbereich ungeeignet, da sich die Versorgungsstrukturen und -prozesse in Heimen von denen im häuslichen Bereich deutlich unterscheiden. Nach Schätzungen seien rund 70 Prozent aller Heimbewohner inkontinent – mit steigender Tendenz. 80 Prozent der betroffenen Heimbewohner werden dabei mit aufsaugenden Inkontinenzprodukten versorgt. Zudem gebe es verhältnismäßig mehr Inkontinente mit hohen Schweregraden als im häuslichen Bereich.

Alle Beteiligten seien an einer qualitätsgesicherten und wirtschaftlichen Lösung interessiert. Auch die Krankenkassen hätten erkannt, dass Einsparungen bei den Produktpreisen bzw. Versorgungspauschalen Grenzen überschritten hätten, so die BVMed-Hilfsmittelexpertin Daniela Piossek.

Mehr Informationen zum Thema Inkontinenzversorgung gibt es unter http://www.bvmed.de/themen/inkontinenz/.

Medienkontakt:
Manfred Beeres
Leiter Kommunikation/Pressesprecher
Tel: +49 30 246 255-20
E-Mail: beeres(at)bvmed.de





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Alten- und Krankenpflege
Informationsdienst Wissenschaft vom 16.10.2012
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14 Nov 2012 11:22



Wohin mit den Windeln?




GIESSEN: Der Restmüll von Pflegeeinrichtungen besteht zu 70 Prozent aus Erwachsenenwindeln. Etwa 200.000 Tonnen dieser Inkontinenzabfälle müssen in Deutschland jährlich entsorgt werden. An einem neuen Verwertungskonzept für die Stoffe arbeitet das Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik der Technischen Hochschule Mittelhessen. Ein Hauptziel ist dabei die Gewinnung von Biogas. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben mit 312.000 Euro. Projektleiter sind die Professoren Dr. Ulf Theilen und Dr. Harald Weigand.

Die Ablagerung organischer Abfälle auf Deponien ist in Deutschland verboten. Die einzig legale Möglichkeit der Entsorgung von Inkontinenzprodukten ist deshalb aktuell die Verbrennung. Die Gießener Wissenschaftler wollen hierzu eine kostengünstige und ökologisch sinnvolle Alternative entwickeln, die ein Logistikkonzept einschließt.

Moderne Inkontinenzwindeln bestehen zu mehr als 60 Prozent aus Zellstoff, der generell zur Gewinnung von Biogas geeignet ist. Weitere Bestandteile sind zum Beispiel Kunststoffe, die im Gärrückstand verbleiben und die Prozessführung anspruchsvoll machen. Zu den Projektaufgaben gehört die Prüfung verschiedener betriebstechnischer Aspekte wie die Frage der optimalen Umwälzung der zerkleinerten Windeln und die Stabilisierung der Prozessbedingungen der Biogasgewinnung. Als Verwertungsalternative werden Theilen und Weigand auch die hydrothermale Carbonisierung prüfen, ein Verfahren zur Herstellung von Kohle aus Biomasse.

Zu den in den Windeln enthaltenen Kunststoffen gehören Polypropylen und Polyethylen. Sie sollen möglichst sortenrein abgetrennt und stofflich verwertet werden. Auch den für das Aufsaugen der Fäkalien und des Urins verantwortlichen Superabsorber aus Polyacrylsäure wollen die Forscher zurückgewinnen und zum Beispiel als Wasserspeicher in Böden nutzen.

Wesentlicher Bestandteil des Projekts ist neben der Verfahrenstechnik die Entwicklung eines betriebswirtschaftlich tragfähigen Gesamtkonzepts für Erfassung, Behandlung und Verwertung der Inkontinenzabfälle. Es soll exemplarisch für die Vitos Weilmünster gGmbH entwickelt werden. Das Unternehmen betreibt zwölf Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

Das Forschungsvorhaben hat ein Gesamtvolumen von fast 700.000 Euro und eine Laufzeit von drei Jahren. Es wird im Rahmen der Förderlinie FHprofUnt unterstützt. Damit will der Bund den Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen intensivieren. Kooperationspartner der TH Mittelhessen sind neben Vitos unter anderem das Ingenieurbüro Klaus Serfass in Ganderkesee, die Abena GmbH in Zörbig und die Bergisch-Gladbacher Theocare GmbH. Eine Zusammenarbeit ist auch mit den Universitäten Gießen und Braunschweig und der Hochschule Ruhr West geplant.

Weitere Informationen:
http://www.thm.de/site/kompetenzzentren/zeuus.html





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Forschung & Medizin
Deutsches Ärzteblatt vom 05.10.2012
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14 Nov 2012 11:12



Botox lindert Urge-Inkontinenz




Durham - USA: Die Injektion von OnabotulinumtoxinA hat in einer randomisierten Vergleichs­studie die Drang- oder Urge-Inkontinenz häufiger beseitigt als eine orale Therapie mit einem Anticholinergikum. Der Vorteil wurde laut der Publikation im New England Journal of Medicine (2012; doi: 10.1056/NEJMoa1208872) jedoch häufig durch inkomplette Entleerungen der Blase erkauft. Dafür blieben den Patientinnen die anticholinergen Nebenwirkungen erspart.

Die Urge-Inkontinenz ist die häufigste Form der Harninkontinenz. Unter diesen unwill­kürlichen Entleerungen der Blase vor Erreichen der Toilette leiden vor allem ältere Frauen. Mittel der Wahl sind Anticholinergika. In Deutschland werden sieben Wirkstoffe (Darifenacin, Fesoterodin, Oxybutynin, Propiverin, Solifenacin, Tolterodin und Trospiumchlorid) angeboten, deren Wirkung als gleich stark eingestuft wird. Allen ist gemein, dass sie die Urge-Inkontinenz nicht vollständig beseitigen. Außerdem kommt es zu störenden anticholinergen Nebenwirkungen wie einer vermehrten Mundtrockenheit.

Als Alternative bietet sich die zystoskopische Injektion von Botulinumtoxinen in den Detrusormuskel an. Die prinzipielle Effektivität wurde bereits in klinischen Studien belegt, und bei neurogener Detrusorhyperaktivität infolge von Rückenmarksverletzung oder multipler Sklerose ist in Deutschland ein Präparat zugelassen. Es war jedoch unklar, ob die Therapie bei der sehr viel häufigeren Urge-Inkontinenz Vorteile gegenüber der medikamentösen Therapie bietet. Diese Frage war Gegenstand der „Anticholinergic versus Botulinum Toxin Comparison“ oder ABC-Studie des US-amerikanischen Pelvic Floor Disorders Network.

An der doppelblinden Studie nahmen 247 Frauen teil, die über fünf oder mehr Urge-Inkontinenzereignisse pro Tag berichteten. Der Hälfte der Frauen wurde ein Anticholinergikum verordnet. Die Wahl fiel auf Solifenacin, da es nur einmal täglich eingenommen werden muss. Die Anfangsdosis betrug 5 mg/die mit der Option zur Dosissteigerung oder einem Wechsel auf Trospiumchlorid, das einen anderen Wirkmechanismus hat und ebenfalls einmal täglich eingenommen werden muss.

Die Frauen erhielten außerdem während einer Zystoskopie einmalig Kochsalzinjektionen in den Detrusormuskel, damit Patientin und Arzt den Unterschied zum Botox-Arm nicht ahnen konnten. Im Botox-Arm der Studie wurde den Patientinnen zystoskopisch 100 Einheiten OnabotulinumtoxinA in den Detrusor injiziert. Die Frauen erhielten zudem Placebotabletten (mit der Option einer Dosissteigerung und den Wechsel auf einen anderen Placebowirkstoff).

Wie Anthony Visco vom Duke University Medical Center in Durham/North Carolina berichtet, erzielten beide Therapien im primären Endpunkt gleich gute Ergebnisse: Die durchschnittliche Zahl der Urge-Inkontinenzepisoden ging unter der medikamentösen Therapie von 5,0 auf 3,4 pro Tag und nach den Botox-Injektion auf 3,3 pro Tag zurück. Hier waren beiden Therapien gleichwertig.

Unter den Botox-Injektionen wurde jedoch doppelt so häufig eine völlige Beseitigung der Urge-Inkontinenz erzielt (27 versus 13 Prozent). Dafür mussten viele Patientinnen eine Detrusorschwäche in Kauf nehmen: 5 Prozent der Patientinnen mussten in den ersten 2 Monaten intermittierend den Harn über einen Katheter entleeren (was unter der medikamentösen Therapie niemals notwendig war), und auch die Rate der Harnwegs­infektionen, eine Folge der Restharnretention, war mit 33 versus 13 Prozent signifikant höher.

Auf der anderen Seite blieben ihnen die anticholinergen Nebenwirkungen erspart – wenn auch nur teilweise: Über eine Mundtrockenheit klagten auch 31 Prozent der Frauen, die mit Botox behandelt wurden. Da Botox keine Mundtrockenheit auslöst, handelt es sich um eine Placebo-Nebenwirkung. Unter der medikamentösen Therapie klagten 46 Prozent der Frauen über eine Mundtrockenheit.

Da Fragebögen zur Lebensqualität keine Unterschiede zwischen beiden Therapien aufzeigen, geben die Autoren keine klare Empfehlung ab. Patientinnen, die Botox-Injektionen befürworten (dies wäre in Deutschland eine nicht zugelassene Off-Label-Anwendung), sollten deshalb auf die Belastung durch die Blasenspiegelung und die Risiken einer Blasenschwäche hingewiesen werden.





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Hilfsmittel
Pressemitteilung Firma Steidel
Stefan
19 Jul 2012 17:19



YUNA - die neue Hilfe bei Hautbeschwerden durch Inkontinenz




KEMPEN/AUGSBURG: In Deutschland leiden etwa fünf bis acht Millionen Menschen an Inkontinenz. Die Dunkelziffer ist hoch und wird auf bis zu 10 Millionen geschätzt. Ca. 40% aller Betroffenen leiden unter Hautproblemen. Diese reichen von leichten Rötungen bis hin zur schweren Windeldermatitis und beeinträchtigen zusätzlich den normalen Tagesablauf. Der Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. unterstützte die Firma Steidel bei der Pflegeserie YUNA.

Mit YUNA kommt nun eine Hautpflegeserie auf den Markt, die auf diese speziellen Bedürfnisse eingeht. „Fast jeder von uns hat Betroffene in der Familie oder im Freundeskreis. So entstand bei uns der Wunsch, etwas für das Wohlbefinden unserer Lieben zu tun.“ erklärt Oliver Steidel, Geschäftsführer des Herstellerunternehmens. „Sicherlich gibt es viele Körperpflegeprodukte für Inkontinente auf dem Markt. Mit YUNA wollten wir jedoch einen Schritt weiter gehen und etwas ganz Besonderes schaffen.“

Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. (SVI) unterstützt Entwicklung:
Mitglieder des SVI haben das Unternehmen bei der Entwicklung der Produkte unterstützt und die verschiedenen Testphasen begleitet. „Alle YUNA Produkte wurden mit Hilfe von Betroffenen für Betroffene entwickelt und getestet.“ berichtet Stefan Süss, Vorsitzender des Verbandes. „Wirksamkeit, Konsistenz, Duft, Art der Anwendung und Verpackungsgrößen wurden maßgeblich von ihnen beeinflusst.“

Pflege und viel Feuchtigkeit, sowie ganz neue Produkte:
Bei YUNA Produkten verzichtet der Hersteller bewusst auf den Einsatz von PEG-Emulgatoren und halogenorganischen Verbindungen, um so das Einschleusen von Schadstoffen und somit Fremdkörper-Reaktionen (Allergien) auf der ohnehin schon gereizten Haut weitgehend auszuschließen.

Da man bei YUNA Inkontinenz Pflegeprodukten nicht ganz auf Duftstoffe verzichten wollte, finden ausschließlich Düfte ohne polyzyklische Moschusverbindungen Verwendung, die sonst ebenfalls zu Allergien führen können.

YUNA Produkte gewährleisten die Hautatmung und den Wärmeaustausch und halten und die Feuchtigkeit in der Haut. Ein hoher Anteil an pflegenden Wirkstoffen wie Urea, Panthenol, Nachtkerzenöl, Betain und verschiedene pflegende Öle und Vitamine spenden Feuchtigkeit und helfen der Haut sich zu regenerieren. Nicht umsonst lautet das dermatologische Testergebnis für alle YUNA Produkte „SEHR GUT“.

Vorerst wird Steidel mit insgesamt sieben YUNA Produkten auf den Markt gehen. Hierzu gehören eine Barrierecreme mit Microsilber, ein Reinigungs- und Pflegeschaum, ein Geruchsneutralisierer zur Anwendung in der Luft, auf Textilien und auf der Haut, eine Bodylotion, sowie trockene Tücher. Diese können einfach über einen Online-Shop unter http://www.yuna-care.com bestellt werden, sind aber in Zukunft auch in Apotheken und Sanitätshäusern erhältlich oder können dort mittels PZN-Nummer bestellt werden.

Pressekontakt:
Steidel GmbH & Co. KG
Bettina Steidel
Industriering Ost 66
D-47906 Kempen
Tel.: +49 (0) 2152 9146511
E-Mail: B.Steidel@steidel.com





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Gesetze & Versicherungen
WEFRA PR GmbH auf Scribd vom Mai 2012
Foren-Admin
02 Jun 2012 16:12



Zukunftsperspektiven der Inkontinenz-Versorgung: Gilt noch das Sachleistungsprinzip?




BERLIN/HEIDENHEIM: In den letzten Jahren ist die Vertragslandschaft für die Versorgung von Patienten mit aufsaugenden Inkontinenzprodukten innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung in Bewegung geraten. Seit Inkrafttreten des Wettbewerbsstärkungsgesetzes am 01. April 2007 werden die Vor- und Nachteile von Ausschreibungen und Beitrittsverträgen sowie die Höhe der Monatspauschalen kontrovers diskutiert. Mit welchem Vertragsgestaltungsmodell können die GKVen eine adäquate Versorgung inkontinenter Menschen heute und in Zukunft sicherstellen? Dies war zentrale Frage beim Expertenmeeting zur Inkontinenz-Versorgung, zu dem die PAUL HARTMANN AG Vertreter der Kassen, des Bundesministeriums für Gesundheit, des Gesundheitsausschusses und Leistungserbringer nach Berlin eingeladen hatte. Ihr Fazit: Es darf zu keiner schleichenden Aushöhlung des Sachleistungsprinzips durch unzureichende Monatspauschalen kommen. Eine sachgerechte Versorgung mit aufsaugenden Inkontinenzprodukten muss auch ohne Aufzahlung des Patienten möglich sein.

Wie Dieter Buschmann, Leiter HARTMANN Deutschland, einleitend betonte, begrüße das Unternehmen Ausschreibungen und Beitrittsverträge in ihrer grundsätzlichen marktwirtschaftlichen Relevanz. Allerdings dürften sich die Kassen nicht der Verpflichtung entziehen, die Bedingungen so zu gestalten, dass ein fairer Wettbewerb gesichert sei.

Carla Grienberger, Leiterin Referat Hilfsmittel beim GKV-Spitzenverband, führte aus, dass seit Bestehen des Wettbewerbsstärkungsgesetzes 21 Ausschreibungen nach §127 Abs.1 SGB V sowie 47 Beitrittsverträge nach §127 Abs.2 SGB V bei aufsaugenden Inkontinenzprodukten geschlossen worden seien. Generell sei eine deutlich rückläufige Tendenz bei der Anzahl der Ausschreibungen zu erkennen: Die Mehrheit der Kassen setze auf Beitrittsverträge. Sowohl bei Beitrittsverträgen wie bei Ausschreibungen seien, so Grienberger weiter, die Monatspauschalen gegenüber 2007 deutlich gesunken. Der niedrigste Preis bei Ausschreibungen liege aktuell bei 16 bis 18 Euro netto. Vor diesem Hintergrund müsse man die Frage stellen, inwiefern mit solchen Monatspauschalen eine ausreichende und zweckmäßige Versorgung der Patienten gemäß Hilfsmittelverzeichnis und Sachleistungsprinzip gewährleistet werden könne?

„Die Hauptverantwortung für eine ordnungsgemäße Umsetzung der Ansprüche der Versicherten liegt bei den Krankenkassen“, formulierte Prof. Hans-Georg Will, Leiter des Referats Heil- und Hilfsmittel des Bundesgesundheitsministeriums, seine Erwartungen an die Krankenkassen. Wenn ein Versorgungsvertrag abgeschlossen sei, ende die Verantwortung der Kassen nicht. Dann gehe es darum, sicherzustellen, dass die Versorgung tatsächlich in der vereinbarten Qualität erfolge. Das erfordere eine Evaluation, wie sie im SGB V vorgesehen sei. Besondere Vorsicht diesbezüglich sei laut Will vor allem bei Ausschreibungen geboten, denn: je niedriger der Preis, desto anfälliger die Qualität der Versorgung sowohl in puncto Produkt als auch in Sachen der Betreuung und Logistik. „Die Krankenkassen müssen dafür Sorge tragen, dass die Leistungserbringer ihren vertraglichen Verpflichtungen ordnungsgemäß nachkommen“, steht für den Experten fest. „Sie dürfen die Versicherten nicht im Regen stehen lassen und ihnen die Auseinandersetzung mit den Leistungserbringern überlassen. Die Versicherten müssen versprochene Leistungen erhalten.“

Herausforderungen, denen die Krankenkassen auf unterschiedlichen Wegen gerecht werden wollen: Während die BARMER GEK die Ausschreibungsvariante gem. § 127 Abs. 1 SGB V praktiziert, entschied sich die Knappschaft Bochum nach sorgfältiger Abwägung der Pros und Cons für das Beitritts- bzw. Verhandlungskonzept gem. § 127 Abs. 2 SGB V. Für Friedrich Stodt, Dezernent Leistungsmanagement bei der Knappschaft, ist es wichtig, dass die Versicherten eine große Auswahl unter den Leistungserbringern und die Möglichkeit einer Produktauswahl hätten. Ziel sei es, eine Versorgung nach den gültigen Hygiene-, Pflege- und Versorgungsstandards mit qualitativ hochwertigen Produkten sicherzustellen. Damit habe laut Stodt die Knappschaft eine Entscheidung für Qualität auch mit bekannten Spezialversorgern getroffen.

Dagegen führte Klaus Mehring, Sachgebietsleiter Heil- und Hilfsmittelmanagement bei der BARMER GEK an, dass das Ziel seiner Kasse eine ausreichende und wirtschaftliche Grundversorgung sei. Die Notwendigkeit einer Wahlmöglichkeit für Patienten sehe er nicht. „Denn das, was der Versicherte medizinisch benötigt, erhält er aufzahlungsfrei“. Wunschprodukte hingegen seien Komfort, der eine wirtschaftliche Aufzahlung rechtfertige. Allerdings räumte Mehring ein, dass die Monatspauschalen der aktuellen BARMER GEK Ausschreibung keine Möglichkeiten für eine im Einzelfall notwendige patientenindividuellere Versorgung zuließen. Selbstverständlich gebe es auch Schwierigkeiten, Versicherte auf einen neuen Leistungserbringer umzustellen. Erfahrungsgemäß dauere es drei bis vier Monate, bis die Versorgung ohne Zwischenfälle vonstatten gehe, so der BARMER Experte. Er betonte abschließend, dass die wirtschaftliche Versorgung inkontinenter Patienten auch zu einer Beitragsstabilität seiner Kasse beitrage - und damit allen Versicherungsnehmern zugute komme.

Die Strehlow GmbH, die etwa 10.000 Patienten in fünf Bundesländern versorgt, hat sich inzwischen gegen die Teilnahme an Ausschreibungen entschieden. Geschäftsführer Uwe Strehlow ist überzeugt, „dass eine gute Versorgung nur durchführbar ist, wenn man die Chance hat, vor Ort langfristig Strukturen aufzubauen.“ Bei allen erforderlichen Sparzwängen sei er als Leistungserbringer weder bereit, die Dienstleistung am Kunden einzuschränken noch an Menge oder Qualität der Produkte zu sparen oder die formalen Anforderungen andie Versorgung zu vernachlässigen. Ziel müsse vielmehr die schnelle, bedarfsgerechte, zuverlässige und ethisch vertretbare Versorgung der Patienten mit aufsaugenden Inkontinenzhilfsmitteln sein.

Raimund Koch, Leiter Referat Gesundheitspolitik bei der PAUL HARTMANN AG, ergänzte,dass bei einer Monatspauschale von 17,00 Euro kein Leistungserbringer mehr eine sachgerechte Versorgung versprechen könne. Nach Abzug der Transaktionskosten für Logistik, Belieferung und Administration verblieben noch 9,00 Euro für einen durchschnittlichen Monatsbedarf von 100 Produkten (= 0,09 Euro / Stück). Dazu im Vergleich: Eine Babywindel koste derzeit im Drogeriemarkt ca. 0,17 Euro netto, so Koch. Derart niedrige Monatspauschalen bei Ausschreibungen führten unweigerlich zu Aufzahlungen der Versicherten für die notwendigen Produkte. - Und damit sei das Sachleistungsprinzip der GKV ausgehebelt, weil eine Mehrheit der Patienten aufzahlen müsse. Die PAUL HARTMANN AG präferiere daher Beitrittsverträge nach § 127 Abs. 2SGB V. Diese ermöglichten Kassen einen direkten Einfluss auf die Versorgungsqualität und sicherten darüber hinaus den Patienten ein Wahlrecht zwischen Leistungserbringern und Produkt.

Auch die Bundesregierung hält am Sachleistungsprinzip bei Hilfsmitteln fest. Es gäbe derzeit politisch keine Diskussion über eine Änderung des Status Quo, betonte Karin Maag (CDU),Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestags, in der abschließenden Podiumsdiskussion. Eine systematische Aufzahlungspraxis lehnte sie entschieden ab. Man müsse vielmehr, so auch der Konsens der Expertenrunde, die Versorgungsrealität genau betrachten und vor allem eine Versorgungssicherheit für die Patienten sicherstellen. Generell halte man am Sachleistungsprinzip fest. Der Patient müsse die notwendigen Produkte ohne Aufzahlung erhalten. Aufzahlungen seien nur dann akzeptabel, wenn der Patient Produktewünsche, die die ausreichende und zweckmäßige Versorgung überschreiten würden.


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Scinexx.de vom 03.05.2012
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05 Mai 2012 16:45



Die innere Uhr verhindert zu häufige nächtliche Toilettengänge




KYOTO - JAPAN: Japanische Forscher haben entdeckt, warum man nachts seltener auf die Toilette muss als tagsüber: Die innere Uhr sorgt dafür, dass die Aufnahmekapazität der Harnblase ansteigt. Dazu manipuliert sie sozusagen deren Füllstandsanzeiger: Sie bremst die Produktion eines Eiweißmoleküls, das normalerweise den Befehl zum Entleeren vermittelt, wenn sich eine bestimmte Menge Urin in der Blase angesammelt hat. Der Zusammenhang zwischen innerer Uhr und Blasenkapazität könnte in Zukunft genutzt werden, um Menschen mit nächtlichem Harndrang oder Bettnässern zu helfen, schreiben die Wissenschaftler um Hiromitsu Negoro von der Kyoto University im Fachblatt "Nature Communications".

Nagetieren geht es in Bezug auf den Harndrang ähnlich wie Menschen: Wenn sie schlafen, müssen sie seltener urinieren als während ihrer Wachphasen. Daher eignen sie sich gut als Modellorganismen für die Untersuchung von Zusammenhängen rund um die Miktion, wie Forscher das Urinieren nennen. Speziell bei Mäusen gibt es jedoch ein Problem: Ihre Harnblasen sind sehr klein, und entsprechend winzig sind auch die Urinmengen, die die Tiere absondern - häufig sind das weniger als ein Zehntel eines Milliliters.

Mäuse-Urin auf Filterpapier

Um trotzdem verfolgen zu können, wann die Mäuse wieviel Urin von sich geben, entwickelten die Forscher um Negoro eine ausgeklügelte Apparatur: Sie setzten die Mäuse in Käfige mit durchlöcherten Böden, unter denen wie ein Fließband eine Rolle Filterpapier hindurchlief. Anschließend wurde das Papier an einem Messsystem vorbeigeleitet, mit dem sich selbst winzige vom Papier aufgesogene Urinmengen detektieren ließen.

Mit dieser Methode entdeckten die Forscher: Das Urinieren folgt bei den nachtaktiven Mäusen einem ganz klar erkennbaren Muster, das ihrem Tagesrhythmus entspricht - seltenes Wasserlassen am Tag, wenn die Tiere schlafen, und häufigeres in der Nacht. Dieses Muster bleibt auch dann bestehen, wenn die Mäuse Tag und Nacht in Dunkelheit gehalten werden. Es wird demnach von einem inneren Taktgeber kontrolliert und nicht von der Lichtintensität oder anderen äußeren Faktoren, schlussfolgern die Wissenschaftler.

Blasenkapazität ist abhängig von der inneren Uhr

Dieser Taktgeber ist offenbar die innere Uhr, zeigten weitere Tests. Wurden die Tiere gentechnisch so verändert, dass der oberste Zeitgeber dieser körpereigenen Uhr bei ihnen nicht arbeitete, verschwand der Rhythmus beim Urinieren. Entscheidend dafür war ein Protein namens Connexin43 beziehungsweise dessen Fehlen. Ist es vorhanden, sorgt es dafür, dass durch die Dehnung der vollen Blase Nervensignale an die Muskelzellen weitergeleitet werden. Diese geben dann den Befehl zum Zusammenziehen und damit zur Entleerung der Blase. In den Ruhezeiten - bei den Mäusen tagsüber und beim Menschen nachts - wird die Produktion von Connexin43 jedoch gedrosselt. Damit nimmt gleichzeitig auch die Empfindlichkeit der Blase gegenüber der Dehnung ab.

Natürlich sei die Verbindung zwischen Connexin und innerer Uhr nicht der einzige Faktor, der den Harndrang steuert, räumen die Forscher ein. Weitere Rollen spielen beispielsweise die Urinmenge, die von den Nieren produziert wird, und ein Alarmsystem im Gehirn, das einen Schläfer rechtzeitig weckt, wenn sich die Blase füllt. Sie halten ihre Entdeckung jedoch für eine gute Basis, um neuartige Medikamente entwickeln zu können. Diese sollen nicht nur Menschen mit überaktiver Blase helfen, die nachts immer wieder auf die Toilette müssen und deswegen nicht ausreichend Schlaf bekommen. Auch Kinder, die ihren Urinfluss nicht kontrollieren können und ins Bett machen, oder Erwachsene mit bestimmten Formen der Inkontinenz könnten davon profitieren. (doi: 10.1038/ncomms1812)

(Nature Communications, 03.05.2012 - ILB)





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Deutsches Ärzteblatt vom 03.05.2012
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05 Mai 2012 15:17



Stressinkontinenz: Urodynamische Diagnostik entbehrlich




San Diego – USA: Eine urodynamische Untersuchung gehört heute zum Standard vor einer Operation der Stressinkontinenz. In einer randomisierten klinischen Studie im New England Journal of Medicine 2012; doi: 10.1056/NEJMoa1113595) hatte das Ergebnisse der Untersuchung allerdings keinen Einfluss auf den Erfolg der Therapie, was ihren Sinn infrage stellt.

Die urodynamische Untersuchung erfordert die Einlage eines Blasenkatheters. Sie wird von den meisten Patientinnen als unangenehm empfunden. Für die Versicherung sind die Tests mit Kosten verbunden. Charles Nager von der Universität von Kalifornien in San Diego beziffert sie auf etwa 500 US-Dollar pro Patientin. Sowohl eine Cochrane-Analyse als auch das britische National Institute for Health and Clinical Excellence haben in der Vergangenheit den Sinn der Untersuchungen bezweifelt, da sich die Operationsindikation ohnehin nach den subjektiven Beschwerden der Patientinnen richtet. Es wurde eine randomisierte klinische Studie angeregt, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.

An der Value of Urodynamic Evaluation oder VALUE-Studie hatten an 11 US-Zentren 630 Frauen teilgenommen, die seit mindestens 3 Monaten unter einer unkomplizierten Stress-Inkontinenz litten und eine Operation wünschten. Bei der Stressinkontinenz kommt es durch Husten, Lachen, Niesen oder sportliche Übungen zu einem unwillkürlichen Harnabgang. Die Störung ist also nicht, wie der Name vermuten lässt, die Folge einer emotionalen Anspannung. Als Ursache wird vielmehr eine Schwäche des Halteapparats und der Muskulatur vermutet, zu der es beispielsweise nach Geburten kommen kann.

Chirurgen bieten mehrere Operationen an. Welches Verfahren gewählt wurde, blieb der Teilnehmern der VALUE-Studie überlassen. Die Patientinnen wurden einzig hinsichtlich der Frage randomisiert, ob eine urodynamische Untersuchung durchgeführt wird oder nicht. Primärer Endpunkt war der Behandlungserfolg nach 12 Monaten. Er war definiert als erstens eine Reduktion um mindestens 70 Prozent im Urogenital Distress Inventory. Dieser Fragebogen erkundigt sich nach den Symptomen der Stressinkontinenz. Zweitens mussten die Frauen im „Patient Global Impression of Improvement“ die Situation als „viel besser“ oder „sehr viel besser“ eingestuft haben, den beiden besten Bewertungen auf einer 7-Punkte-Skala.

In diesem kombinierten Endpunkt gab es keinerlei Unterschiede: Mit urodynamischer Untersuchung war die Therapie bei 76,9 Prozent der Frauen erfolgreich. Ohne urodynamischer Untersuchung war dies bei 77,2 Prozent der Fall. Der Unterschied von −0,3 Prozentpunkten war nicht signifikant und er wäre wohl auch nicht klinisch relevant gewesen. Wie Nager und das Urinary Incontinence Treatment Network berichten, hatte die Tatsache, ob eine urodynamische Untersuchung durchgeführt wurde oder nicht, auch keinen Einfluss auf die Wahl der Operation.





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Urologische Nachrichten vom 10.04.2012
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11 Apr 2012 13:19



Vaginale Entbindung verdreifacht Inkontinenz-Risiko




GÖTEBORG - SCHWEDEN: Nach einer vaginalen Entbindung ist die Wahrscheinlichkeit für Frauen, mehr als zehn Jahr lang an Harninkontinenz zu leiden, fast dreimal wahrscheinlicher als nach einem Kaiserschnitt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie an der Sahlgrenska Academy, der Universität in schwedischen Göteborg.

Die Forscher hatten in ihrer Studie Prävalenz und Risikofaktoren für Harninkontinenz 20 Jahre nach einer vaginalen Entbindung (VD) oder einer Sectio (CS) untersucht. Dazu überprüften sie bei Frauen, die nur ein Kind bekommen hatten, die Prävalenz von Harninkontinenz für weniger als fünf Jahre, zwischen fünf und zehn Jahren und über mehr als zehn Jahre.

Die SWEPOP (Swedish Pregnancy, Obesity and Pelvic floor)-Studie wurde im Jahr 2008 durchgeführt. Dabei stammten die Daten aus dem Medical Birth Register (MBR) für Entbindungen zwischen 1985 und 1988. Insgesamt 6148 Frauen schickten den ausgefüllten Fragebogen zu Größe, Gewicht, Harn- oder Stuhlinkontinenz, Genitalprolaps, Menstruationsstatus, Hysterektomie, Menopause und Hormontherapie zurück.

Insgesamt war die Prävalenz der Harninkontinenz nach einer vaginalen Entbindung mit 40,3 Prozent erheblich höher als bei Frauen nach einer Sectio (28,8 Prozent). Die Studie zeigte zudem, dass sich die Prävalenz von Harninkontinenz über mehr als zehn Jahre nach einer VD mit 10,1 Prozent fast verdreifachte, verglichen mit der Prävalenz von 3,9 Prozent nach einer CS.

Zudem beschäftigten sich die Wissenschaftler mit dem Einfluss des Body Mass Index (BMI) auf Harninkontinenz. Sie fanden ein um acht Prozent erhöhtes Risiko für Harninkontinenz pro aktueller BMI-Einheit, und das Alter bei der Entbindung erhöhte das Risiko um drei Prozent pro Jahr.

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Risiko, eine Harninkontinenz zu entwickeln, 20 Jahre nach einer vaginalen Entbindung höher lag als nach einem Kaiserschnitt“, erklärte Ko-Autorin Maria Gyhagen. „Es gibt viele Faktoren, die Harninkontinenz beeinflussen, aber Adipositas und das Altern sowie geburtsbedingte Traumen sind bekanntlich drei der wichtigsten Risikofaktoren.“

„Harninkontinenz betrifft viele Frauen und kann einen starken Einfluss auf das tägliche Leben haben”, kommentierte Pierre Martin-Hirsch, Chefredakteur des BJOG, in dem die Studie erschienen ist. „Frauen müssen sich jedoch alle Informationen ansehen, wenn sie über die Art der Entbindung entscheide, denn auch wenn vaginale Entbindung und BMI mit Harninkontinenz assoziiert sind, so bringt die Sectio doch ihre eigenen Risiken mit sich.“

Universität Göteborg, 25.03.2012








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