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Pressemeldung BASF vom 26.11.2014
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27 Nov 2014 23:22



BASF plant bedeutende Investition in wegweisende Superabsorber-Technologie




LUDWIGSHAFEN: BASF hat heute Pläne für eine Großinvestition in eine wegweisende Technologieplattform für Superabsorber innerhalb der Geschäftseinheit Hygiene bekanntgegeben. BASF wird in den nächsten zwei bis drei Jahren bis zu 500 Millionen € investieren, um durch eine Umrüstung bestehender Werke weltweit Kapazitäten für die sogenannte Tropfenpolymerisation zu schaffen. Die Markteinführung dieser neuen Technologie unterstreicht die Führungs- und Vorreiterrolle der BASF bei Superabsorbern.

Superabsorber sind Polymere, die in Bezug auf ihr Volumen eine extrem große Menge an Flüssigkeit absorbieren und speichern können. Sie werden als Hauptbestandteil von Babywindeln, Inkontinenzprodukten und Produkten für Damenhygiene verwendet. BASF-Forscher haben in den vergangenen zehn Jahren intensiv daran gearbeitet, diese neue Technologie zu perfektionieren und entsprechende Produktionsprozesse zu optimieren. BASF wird unter dem Markennamen SAVIVATM eine neue Generation hochinnovativer Superabsorber auf den Markt bringen. Die Markteinführung wird schrittweise ab Ende 2016 stattfinden.

Aufgrund seiner runden, mit Mikroporen versehenen Partikel verfügt SAVIVATM über einen neuen Mechanismus zur Flüssigkeitsverteilung und wird dadurch zu einem hocheffizienten Superabsorber für den Windelkern. Das Polymer wurde in Laboren anhand von Windelprototypen und zusammen mit Endverbrauchern in Home-Use-Tests umfassend geprüft. Die Tests haben die außergewöhnlichen Eigenschaften und die hohe Leistungsfähigkeit beim Einsatz in Windeln bestätigt. Mehrere Kunden haben bereits positives Feedback gegeben.

„Um die Zeit bis zur Marktverfügbarkeit so kurz wie möglich zu halten, wird BASF bestehende Produktionsstätten erweitern und modifizieren. Für die schnelle Einführung dieser wegweisenden Innovation hat BASF eine Strategie für die technische Umrüstung entwickelt“, erklärte Michael Heinz, Vorstandsmitglied der BASF SE. Bestehende Anlagen werden in der Zukunft in der Lage sein, sowohl SAVIVATM als auch das derzeitige Produkt HySorb â herzustellen.

Als erstes werden bestehende Anlagen in Europa umgerüstet, zeitnah gefolgt von Produktionsstätten in Asien und Amerika. Dies unterstreicht den Geschäftsansatz der BASF, Investitionen in der Nähe ihrer Kunden vorzunehmen und ein globales Produktionsnetzwerk für eine weltweit zuverlässige Warenversorgung bereitzustellen.

„Die herausragenden Absorptionseigenschaften von SAVIVATM sowie die weiche Haptik bieten eine Innovationsplattform für die Entwicklung neuer Hygienelösungen. Die neue Technologieplattform schafft Möglichkeiten für hoch effiziente Produkte einer zukünftigen Generation von Windeln, die ein neues Maß an Komfort und Trockenheit bieten“, erklärte Teressa Szelest, Senior Vice President der Globalen Geschäftseinheit Hygiene von BASF SE. Durch seine einzigartigen Eigenschaften und seine Effizienz leistet SAVIVATM einen Beitrag zur Nachhaltigkeit hinsichtlich der Reduzierung des Gewichts von Windeln und den Bedürfnissen einer sich verändernden Gesellschaft.

Mit ihrem weltweiten Netzwerk aus Forschungs-, Produktions- und Servicestandorten und einer Produktionskapazität von 590.000 Tonnen Superabsorbern pro Jahr ist BASF ein führender Partner der Hygieneindustrie weltweit.


Über den Unternehmensbereich Care Chemicals der BASF

Als BASF-Unternehmensbereich Care Chemicals bieten wir ein breites Portfolio an Inhaltsstoffen für Hygiene, Personal Care, Home Care und Industrial & Institutional Cleaning sowie für technische Anwendungen. Wir sind der führende Anbieter für die Kosmetikindustrie sowie für die Wasch- und Reinigungsmittelindustrie und unterstützen unsere Kunden auf der ganzen Welt mit innovativen und nachhaltigen Produkten, Lösungen und Konzepten. Das hochwertige Produktsortiment des Unternehmensbereichs umfasst Tenside, Emulgatoren, Polymere, Emollients, Komplexbildner, kosmetische Wirkstoffe, Pigmente und UV-Filter. Abgerundet wird das Angebot durch Superabsorber, die für die Anforderungen sämtlicher Hygieneanwendungsbereiche entwickelt wurden. Wir betreiben Produktions- und Entwicklungsstandorte in allen Regionen und bauen unsere Präsenz in den Wachstumsmärkten weiter aus. Weitere Informationen sind zu finden unter http://www.care-chemicals.basf.com


Über BASF

BASF steht für Chemie, die verbindet – seit nunmehr 150 Jahren. Unser Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. Als das weltweit führende Chemieunternehmen verbinden wir wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit Forschung und Innovation unterstützen wir unsere Kunden in nahezu allen Branchen, heute und in Zukunft die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Unsere Produkte und Lösungen tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen, Ernährung zu sichern und die Lebensqualität zu verbessern. Den Beitrag der BASF haben wir in unserem Unternehmenszweck zusammengefasst: We create chemistry for a sustainable future. Die BASF erzielte 2013 einen Umsatz von rund 74 Milliarden € und beschäftigte am Jahresende mehr als 112.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter http://www.basf.com





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POSTINA PUBLIC RELATIONS GmbH vom 20.11.2014
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26 Nov 2014 11:25



Verbraucherwünsche erfüllen mit den neuen TENA Lady Pants und der neuen TENA Men Pants




MANNHEIM: Seit Jahrzehnten erkennt TENA die Verbraucherbedürfnisse frühzeitig. Um die Wünsche der Kunden optimal zu erfüllen, werden kontinuierlich ganz spezifische Produktlösungen sowie Produkte auf den Markt gebracht – für jedes Geschlecht, für Tag und Nacht. Die neuen TENA Lady Pants sind diskret, sicher und besonders feminin. Die neuen TENA Lady Pants Night wurden speziell für die Verwendung in der Nacht entwickelt. Mit der neuen TENA Men Pants werden die Bedürfnisse von Männern perfekt erfüllt. Alle drei Produkte zusammen sorgen für ein besonders hohes Wachstumspotenzial in der Pants-Kategorie und mehr Abverkauf im Handel.

Nahezu jede Frau mit Blasenschwäche (95 Prozent) hat nicht nur tagsüber, sondern auch nachts Probleme mit Urinverlust*. 75 Prozent der Betroffenen benötigen in der Nacht einen anderen Schutz als am Tag*. Folglich gibt es eine große Nachfrage nach speziellen Blasenschwäche-Produkten für den Tag und für die Nacht. Dieses beträchtliche Marktpotenzial will TENA mit den neuen Produkten TENA Lady Pants Discreet und TENA Lady Pants Night nutzen. Basierend auf den Bedürfnissen der Verbraucher, unterstützt TENA den Handel jetzt mit einem neuen und besonders klaren Produktkonzept: die neue TENA Lady Pants Discreet für den Tag und die neue TENA Lady Pants Night speziell für die Nacht. Das Konzept erfüllt Verbraucherbedürfnisse, erleichtert den Wechsel von Einlagen zu Pants-Produkten und sorgt somit für mehr Abverkauf.

Wie normale Unterwäsche

Die TENA Lady Pants sieht nicht nur wie normale Unterwäsche aus, sondern fühlt sich auch so an. Das Design in Höschen-Optik mit femininem Dekor und tief geschnittener Taille wurde speziell für Frauen entwickelt. Die Produkte sind in Konfektionsgrößen erhältlich, die Verbraucherinnen auch von normaler Unterwäsche kennen. Für einen hohen Tragekomfort und Diskretion sorgen das baumwollweiche, atmungsaktive Material und der besondere Geruchsschutz Fresh Odour Control™. Die für den Endverbraucher wichtigen Produkt-Eigenschaften Sicherheit und Diskretion werden über einen Störer auf der Vorderseite der Packung kommuniziert. Neue und besonders attraktive Verpackungen mit einem modernen, femininen Design sorgen für Aufmerksamkeit am POS. Die Saugstärke und Konfektionsgröße sind deutlich zu lesen.

Sicherer Schutz für die Nacht

Nach dem erfolgreichen Launch der TENA Lady Maxi Night gibt es mit der TENA Lady Pants Night ab sofort auch das erste Pants-Produkt speziell für die Nacht. Marktforschungen zeigen eine hohe Akzeptanz und Kaufabsicht. 95 Prozent der Befragten geben an, dass sie durch Blasenschwäche in ihrem Schlaf gestört werden*, 84 Prozent würden die TENA Lady Pants Night kaufen*. Das Produkt wurde speziell für die Verwendung in der Nacht entwickelt. Eine hohe Taille und eine höhere Saugstärke sorgen für einen besonders sicheren Schutz. Ein attraktives und emotionales Packungsdesign kommuniziert klar das TENA Lady Pants-Konzept für die Nacht und sorgt für eine sichere Wahl am Regal.

Ganzheitliche Marketingunterstützung

Der Einführung der neuen TENA Lady Pants wird mit breiten Kommunikationsmaßnahmen unterstützt. Eine reichweitenstarke Anzeigenkampagne, unter anderem in der „Bild der Frau“, und weiteren Endverbrauchermedien, Online-Werbung und Presseartikel machen die Vorteile der neuen TENA Lady Pants bekannt. Am POS werden dem Endverbraucher kostenlose Samplings angeboten. Gezielte Coupons dienen als Kaufanreiz. Der Online-Service http://www.zurueck-zu-mir.de bietet Frauen mit Blasenschwäche individuelle Tipps, Ratschläge und Produktberatung.

Die TENA Lady Pants Discreet sind für mittlere bis starke Blasenschwäche geeignet. Sie sind in den Größen M (36-44) und L (44-54) erhältlich. Die TENA Lady Pants Night gibt es in der Größe L (44-54).

Das erste Pants-Produkt speziell für Männer

Männer sind in der Blasenschwäche-Kategorie eine bedeutende Zielgruppe. Das Sortiment für Männer-Einlagen verzeichnet im Handel ein kontinuierliches Wachstum. So stieg der Umsatz von 2013 bis 2014 um 23,2 Prozent **. Zudem wächst die Nachfrage nach Pants-Produkten stetig. Mehr als die Hälfte aller TENA Pants Käufer sind männlich (52 Prozent)***.

Die TENA Men Pants wurde speziell für die männlichen Bedürfnisse entwickelt. Mit der Saugstärke „Level 4“ sind sie eine optimale Ergänzung des TENA Men Einlagen-Sortiments. Das Produktdesign ist besonders maskulin und orientiert sich an normaler Männerunterwäsche. Die TENA Men Pants bestehen aus einem einzigartigen baumwollähnlichen und weichen Material, das optimalen Tragekomfort garantiert. Die Passform orientiert sich an der männlichen Anatomie. Ein diskreter und hoch saugfähiger Saugkern sorgt für maximalen Schutz. Zudem verfügt das Produkt über einen verstärkten und verbreiterten Frontbereich. Unangenehme Gerüche werden durch den Geruchsschutz Odour Control™ zuverlässig verhindert. Mit dem Sortiment bietet TENA als einziger Hersteller Einlagen und Pants speziell für die Bedürfnisse von Männern.

* SCA, TENA-Loyalitätsprogramm, n = 177, Januar 2014
** Nielsen, LEH+DM, Blasenschwäche-Produkte, Umsatz in Mio. € inkl. Veränderungsrate in %, YTD 2014 bis KW 39 vs. VJ
*** GfK, ConsumerScan, TENA Report, Deutschland, TENA Pants Käuferanteil in %, 2. HJ 2013





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Informationsdienst Wissenschaft e. V. vom 18.11.2014
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19 Nov 2014 22:11



Technische Hochschule Mittelhessen - Wertschöpfung aus Windeln




Gießen: Wie Erwachsenenwindeln kostengünstig und ökologisch verwertet werden können, erforscht eine Projektgruppe der Technischen Hochschule Mittelhessen. Etwa 200.000 Tonnen dieser Inkontinenzabfälle fallen jährlich in Deutschland an. Im Restmüll von Pflegeeinrichtungen beträgt ihr Anteil 70 Prozent. Im Rahmen der Förderlinie FHprofUnt unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Vorhaben mit 312.000 Euro. Die Professoren Dr. Ulf Theilen und Dr. Harald Weigand vom Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik leiten das Projekt, dessen Hauptziele die Gewinnung von Biogas und die Verwertung des Gärrestes sind.

Moderne Inkontinenzwindeln bestehen zu mehr als 60 Prozent aus Zellstoff, der generell hierfür geeignet ist. Die Ablagerung organischer Abfälle auf Deponien ist in Deutschland verboten. Die einzig legale Möglichkeit der Entsorgung von Inkontinenzprodukten ist deshalb aktuell die Verbrennung. Die Gießener Wissenschaftler entwickeln hierzu eine Alternative, die ein Logistikkonzept einschließt. Kooperationspartner ist die Vitos Weilmünster gGmbH. Das Unternehmen betreibt zwölf Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Außerdem arbeiten die Gießener Ingenieure mit der Abena GmbH in Zörbig, der Bergisch-Gladbacher Theocare GmbH und der Universität Gießen zusammen.

Die Inkontinenzprodukte werden auf der Pflegestation gesammelt und mit einem Vakuumiersystem luftdicht verschweißt. Das minimiert die Geruchsbelastung und reduziert das Abfallvolumen deutlich. In einer mehrstufigen Versuchsanlage werden die Windeln zunächst zerkleinert. Mit diesem Rohstoff beschicken die Wissenschaftler kontinuierlich einen Gärreaktor, der bei einer Temperatur von 55 bis 57 Grad arbeitet. Die Gärreste - vorrangig der nicht abgebaute Kunststoff - werden gewaschen und mittels Presse entwässert. Der so aufbereitete Kunststoffanteil kann einer stofflichen oder thermischen Verwertung zugeführt werden.
Der Versuchsreaktor hat ein Volumen von einem Kubikmeter. Er verarbeitet pro Tag acht bis zwölf Kilogramm Windeln. Pro Kilogramm liefert die Anlage im Durchschnitt etwa 70 Liter Methan. Das ist annähernd der gleiche Ertrag wie beim Einsatz von Zuckerrüben. „Damit haben wir gezeigt, dass aus Inkontinenzprodukten ein beträchtlicher Gasertrag mit einer gut verwertbaren Qualität zu erzielen ist“, so die Wissenschaftliche Mitarbeiterin Johanna Heynemann, die gemeinsam mit ihren Kollegen Steffen Herbert und Thomas Luthardt-Behle in dem Projekt arbeitet.

Wesentlicher Bestandteil des Vorhabens ist neben der Verfahrenstechnik die Entwicklung eines ökologisch und betriebswirtschaftlich tragfähigen Gesamtkonzepts für Erfassung, Behandlung und Verwertung der Inkontinenzabfälle. Unter welchen Bedingungen die Vergärung gegenüber der Verbrennung tatsächlich Vorteile bietet, wollen die Forscher im nächsten Schritt untersuchen. Dabei hängt viel vom Logistikkonzept ab. So soll zum Beispiel herausgefunden werden, wie sinnvoll es ist, eine Anlage direkt an einem Pflegeheimstandort zu bauen und das Biogas zur gleichzeitigen Gewinnung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung) zu nutzen.





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Urologische Nachrichten vom 14.11.2014
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17 Nov 2014 15:58



26. Kontinenz Kongress - Spezielle Krankenschwestern könnten helfen




FRANKFURT am Main: Die Inzidenz der Inkontinenz wird durch den demografischen Wandel rasant zunehmen, befürchten die Experten des 26. Jahreskongresses der Deutschen Kontinenz Gesellschaft. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft betont, dass Inkontinenz kein Lebensschicksal ist, das Betroffene ohne Aussicht auf Heilung hinnehmen müssen. Auf ihrem Jahreskongress vom 14. bis 15. November in Frankfurt wiesen die Experten darauf hin, dass die demografische Entwicklung mit einer älter werdenden Bevölkerung und damit der unausweichlichen Zunahme von Inkontinenz zu neuen Wegen im Gesundheitssystem zwingt.

Die Inkontinenz ist eine Volkskrankheit, über die Betroffene schamvoll schweigen. Jede vierte Frau leidet unter unkontrolliertem Urinverlust – damit ist die in den 80er-Jahren noch harmlos klingend als „Befindlichkeitsstörung mit sozialen und hygienischen Problemen“ betrachtete „Einschränkung“ vor allem weiblich. Inkontinenz wurde erst 1990 durch das Bundessozialgericht als Krankheit anerkannt – ein wichtiger Schritt für die Diagnose und Behandlung mit der Chance zur Entwicklung neuer und moderner Therapieoptionen.

Mit zunehmendem Alter und noch gravierender mit dem Ortswechsel in ein Senioren- oder Pflegeheim steigen die Harninkontinenzraten dramatisch an. Nach Berechnungen des Deutschen Krankenhausinstituts werden bis zum Jahre 2019 jedoch über 37.000 Ärzte in den Praxen und Krankenhäusern fehlen. Wer soll also diese Patienten versorgen? Prof. Klaus-Peter Jünemann, Erster Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, plädiert für speziell ausgebildete Kontinenzschwestern nach österreichischem Vorbild. „Sie müssen aber auch in der Lage sein, die einfachen differenzialdiagnostischen Schlüsse zu ziehen, um daraus therapeutische Konsequenzen entwickeln zu können.“

Risikofaktoren Übergewicht und Adipositas

Übergewicht und Adipositas sind Mitursache für Krankheiten wie Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden – häufig vergessen werden sie aber als Risikofaktoren für Harninkontinenz. Mehrere Studien zeigen, dass das Risiko für das Auftreten einer Inkontinenz bei adipösen Frauen rund doppelt so hoch ist wie bei normalgewichtigen Frauen. In einer großen randomisierten prospektiven Studie an 338 inkontinenten Frauen wurden die Auswirkungen einer Änderung des Lebensstils untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass mit Ernährungsumstellung und Bewegung ein deutlicher Rückgang der Inkontinenzepisoden zu verzeichnen ist. „Die Folgeerkrankung Harninkontinenz kann durch Lebensstilmodifikationen, die im Wesentlichen mit einer Gewichtreduktion und vermehrter Bewegung einhergehen, in vielen Fällen erfolgreich behandelt werden“, lautet das Fazit von Prof. Axel Haferkamp, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Frankfurt.

Probleme nach einer Mastdarmkrebsoperation

Die richtige Ernährung spielt auch eine große Rolle bei Patienten mit Mastdarmkrebs, die nach einer Operation mit Erhalt des Schließmuskels mit Stuhlproblemen wie erhöhten Toilettengängen zu kämpfen haben. „Wir weisen unsere Patienten immer darauf hin, dass sich die Kontinenzfunktion im Laufe des ersten Jahres deutlich verbessern kann“, betont Prof. Wolf Otto Bechstein, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt. Durch Hinweise zur Ernährung und die Gabe von Medikamenten zur Reduzierung der Stuhlhäufigkeit sowie Beratung zur Analhygiene lassen sich die funktionellen Folgen der Mastdarmkrebsoperation lindern.

Inkontinenz und Sexualität

Der Beckenboden ist mit seinen alltäglichen Funktionen wie Harnkontinenz und Darmkontinenz als entscheidende Zone auch für das sexuelle Erleben hochrelevant. Der nicht gewollte Verlust von Urin als gravierender Einschnitt für das Sexualleben ist ein großes Problem für Frauen – auch für jüngere Frauen, die nach Schwangerschaft an Inkontinenz leiden. Prof. Sven Becker, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Frankfurt, weiß: „Diese Frauen haben natürlich auch Angst vor dem unwillkürlichen Verlust von Urin während des Geschlechtsverkehrs, was unweigerlich zu Vermeidungsstrategien führt.“ Inzwischen steht eine Vielzahl von konservativen, physiotherapeutischen und medikamentösen, aber auch operativen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

(Deutsche Kontinenz Gesellschaft/ms)





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Alten- und Krankenpflege
wz-newsline.de vom 09.11.2014
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10 Nov 2014 10:26



Billigere Windeln für Senioren - Nach der Umstellung auf eine Pauschale hat sich die Versorgung verschlechtert




KREFELD: Es ist ein Thema, das die meisten Menschen gerne verdrängen. Es geht um den Umgang mit pflegebedürftigen Menschen, um Würde und um Geld. Josef-Herbert P. (74) ist halbseitig gelähmt, inkontinent und hat eine beginnende Demenz. Bis zum 1. Juli funktionierte die Pflege von P. leidlich gut. „Dann änderte P.s Krankenkasse, die AOK, die Vergütung für Leistungserbringer, also für Apotheken oder Sanitätshäuser, die Pflegebedürftige mit Windeln und Einlagen ausstatten“, sagt Achim Lüdecke von der Diakonie. Lüdecke ist der gesetzliche Betreuer von P.


Gefahr von Wundliegen droht durch permanent feuchte Windeln

Eine Pauschale, gestaffelt nach leichter, mittlerer und schwerer Inkontinenz soll nun die adäquate Versorgung gewährleisten. Seitdem bekommt Josef-Herbert P. Windeln mit geringerer Saugfähigkeit. „Die Windeln laufen über“, sagt Lüdecke. Zweimal am Tag kommt ein ambulanter Pflegedienst zu P. Zusätzlich schaut der Altenpfleger Ulrich Mohren zweimal am Tag nach P. Die schlechteren Windeln müssten aber deutlich häufiger gewechselt werden, doch für mehr Pflegeaufwand ist kein Geld da. „Er sitzt jetzt jeden Tag zu Hause mit nassen Hosen rum, bis die Betreuung oder Pflege kommt“, sagt Mohren. „Der psychische Leidensdruck ist groß, zumal er ohnehin schon unter Depressionen leidet.“

Der Pflegedienst kostet 1100 Euro im Monat, Mohrens Einsatz wird mit 500 Euro vergütet. Die pflegerische Betreuung im Heim geriete deutlich teurer. Zum Vergleich: Ein Pflegeheim für einen Menschen mit Pflegestufe zwei koste in Krefeld zwischen 3500 und 4000 Euro. Geld, das die öffentliche Hand aufbringen müsste.

Auch ein privates Aufstocken, um sich ein besseres Produkt zu leisten, ist für P. unmöglich. „Ich weiß manchmal noch nicht mal , wie ich das Essen für ihn bezahlen soll“, sagt Lüdecke. Seine Sorge ist, dass P. sich wundliegt, wenn er ständig feuchte Windeln an hat. „Die Gefahr eines Dekubitus ist sehr hoch.“ Von der AOK fühlt er sich vertröstet. Er erhielt zwar die Adressen anderer Leistungserbringer, deren Produkte waren allerdings auch nicht zufriedenstellend, wie er versichert.

Die Einsparungen durch die Windeln seien gering. Falls P. zur Behandlung ins Krankenhaus muss, würde es dagegen deutlich teurer werden für die Krankenkasse, sagt Lüdecke. „Hier wird versucht, auf dem Rücken der Pflegebedürftigen Geld einzusparen. Ich empfinde das als bodenlose Ungerechtigkeit“, sagt Lüdecke.

Josef-Herbert P. ist kein Einzelfall in Krefeld. Wilfried Meyerling betreut eine Frau mit körperlichen und geistiger Behinderung, die harn- und stuhlinkontinent ist. Auch sie bekommt jetzt schlechtere Windeln. „Im letzten Monat habe ich die besseren Windeln von ihrem Blindengeld bezahlt. Aber das ist nicht Sinn der Sache, das Geld ist für die Teilnahme am öffentlichen Leben gedacht“, sagt er.

AOK will sich die Situation der Betroffenen vor Ort anschauen

Auch seine Betreute hat verschiedene Produkte ausprobiert, keines brachte sie trocken über den Tag und erreichte den Qualitätsstandard wie vor der Umstellung. „Meine Forderung ist, das meine Betreute trocken liegt und vor weiteren gesundheitlichen Schäden bewahrt wird“, sagt Meyerling.

Auf Nachfrage der Westdeutschen Zeitung will sich die AOK jetzt die Situation der Betroffenen vor Ort anschauen. „Wir sind der Ansicht, das hier eine falsche Versorgung durch den Leistungserbringer vorliegt“ sagt Ellen von Itter von der AOK. In der Leistungspauschale sei auch enthalten, dass die Erbringer sich um ihre Kunden zu kümmern hätten und die Versorgung individuell abzuklären sei.

Auch sie sieht die Gefahr, das hier am falschen Ende gespart worden sei. „Wir sind sehr daran interessiert, dass keine Fehlversorgung vorliegt, weil daraus wiederum Folgeerkrankungen entstehen können.“ Die würden für die Krankenkasse teuer.

An welcher Stelle im System es hakt, ist den Betroffenen egal. Sie wünschen sich nur, dass der unwürdige Zustand, in dem sie sich befinden, aufhört. Lüdecke und Meyerling sind jedenfalls verhalten optimistisch was die Prüfung durch die Krankenkasse betrifft.





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Deutsche Wirtschafts Nachrichten vom 07.11.2014
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07 Nov 2014 10:45



Vergreisung in Deutschland: Mehr Windeln für Senioren, weniger für Babys




MANNHEIM: Die Alterung der Gesellschaft lässt sich inzwischen auch an realen Verkaufszahlen ablesen: Windeln sind nicht mehr nur Produkte für Babys, sondern zunehmend für Senioren. Die Hersteller beginnen, ihre Produktion auf die veränderte Nachfrage umzustellen.

Die Vergreisung der Gesellschaft macht sich zunehmend im Handel bemerkbar: Der Umsatz für Inkontinenz-Produkte stieg in Deutschland allein in den vergangenen zwölf Monaten um 7,4 Prozent. Gleichzeitig ging der Umsatz für Baby-Windeln im vergangenen Jahr um 0,4 Prozent zurück. Der Trend geht also eindeutig zu Ungunsten der Babys, wie aus Daten des Marktforschungsinstituts Nielsen hervorgeht, die den Deutschen Wirtschafts Nachrichten vorliegen.

Hochgerechnet auf die Zukunft bedeutet das: Geht die Entwicklung so weiter wie bisher, werden in Deutschland ab dem Jahr 2067 mehr Windeln an Senioren als an Babys verkauft.

Der Vergleich dieser beiden Entwicklungen illustriert die Alterung einer Gesellschaft, da Inkontinenz hauptsächlich Babys und Senioren betrifft - wenn auch nicht ausschließlich, wie die Tena-Marketingdirektorin Martina Röck den Deutschen Wirtschafts Nachrichten erläutert: „Mehr als 8 Millionen Erwachsene in Deutschland leiden an Blasenschwäche, doch die Dunkelziffer liegt weit höher“ so Rück. Denn längst nicht jeder Betroffene kaufe sich die entsprechenden Produkte oder wisse überhaupt, dass es sie gibt.

Das könnte auch erklären, warum in absoluten Zahlen in Deutschland immer noch rund sechs mal mehr Umsatz mit Baby-Windeln gemacht wird als mit Inkontinenz-Produkten. Ein Baby verbraucht pro Jahr dreimal so viel Windeln wie ein Erwachsener mit Blasenschwäche. Langfristig gesehen rentieren sich die Inkontinenz-Produkte dennoch. Denn anders als Babys, die in der Regel nur drei Jahre auf Windeln angewiesen sind, verwenden inkontinente Erwachsene die Produkte teils über Jahrzehnte.

Tena ist der Markführer für Inkontinez-Produkte und vertreibt mit SCA seine Produkte weltweit. Allein im vergangenen Jahr machte Tena einen globalen Umsatz von über 10 Milliarden. Aus den Jahresberichten geht hervor, dass der Markt für Inkontinenz-Produkte das größte Wachstumspotential aufweist. SCA macht damit bereits 56 Prozent seiner Umsätze, Baby-Windeln, die SCA allerdings nicht in Deutschland vertreibt, machen lediglich 29 Prozent der Verkäufe aus.

Weltweit wächst der Markt für Inkontinenz-Produkte jedes Jahr um über 8 Prozent. Allein in den USA hat sich der Umsatz in den vergangenen 15 Jahren verdreifacht. Wie das Wall-Street-Journal berichtet, ging der Absatz von Babywindeln dort in den vergangenen 5 Jahren sogar um 8 Prozent zurück, der Absatz von Seniorenwindeln wuchs hingegen um 20 Prozent. Eine Entwicklung, die sogar den Pampers-Hersteller Procter & Gamble jüngst veranlasste, in den Seniorenmarkt einzusteigen. Ein japanischer Hersteller, der sowohl Baby-Windeln als auch Windeln für Erwachsene vertreibt, verkauft bereits seit dem vergangenen Jahr mehr Produkte für Senioren als für Säuglinge. Die Verkaufszahlen spiegeln auch hier die demografische Entwicklung der fortgeschrittenen Vergreisung: Statistisch gesehen sind die Japanern derzeit das älteste Volk der Welt. Direkt danach kommt in der globalen Altersstatistik Deutschland.

Dass die Verkaufszahlen für Inkontinenz-Produkte die der Baby-Windeln auch hierzulande eines Tages einholen ist daher ein Szenario, dass sich die SCA-Marketingleiterin auch für Deutschland vorstellen könnte. Tena-Marketing-Direktorin Röck zufolge birgt der Markt für Tena jedenfalls noch großes Wachstumspotential, denn immerhin werde im Jahr 2040 bereits jeder Dritte Deutsche über 65 sein. „Deutschland ist das zweitälteste Land überhaupt, gleichzeitig gehen die Geburtenraten immer mehr zurück – wenn man diese beiden demografischen Entwicklungen übereinanderlegt, ergibt sich eine eindeutige Trendkurve“. Die Geburtenrate in Deutschland ist derzeit die niedrigste in der gesamten EU.

Dieser Trend, der in den vergangen Jahren auch in anderen Teilen der Welt zu beobachten ist, zeigt immer deutlichere wirtschaftliche Machtverhältnisse. Denn bereits jetzt besitzen Senioren ein Drittel der privaten Konsummittel. Wie lukrativ der Markt für Senioren tatsächlich ist entdecken die Händler allerdings eher langsam. Laut Marktanalysen des Nielsen-Instituts sind immernoch die meisten Geschäfte schlecht auf ältere Konsumenten eingestellt. Nielsen schlägt daher unter anderem vor, Drogeriemärkte und auch Supermärkte künftig durch eigene Senioren-Regale nach dem Vorbild der Baby-Regale zu ergänzen.

In Anbetracht der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung könnten die Baby-Regale durch die Senioren-Regale jedoch bald nicht mehr ergänzt werden, sondern vielmehr ersetzt werden.





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Attends GmbH vom 01.11.2014
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06 Nov 2014 13:41



Attends Pull-Ons: Jetzt noch trockener, weicher und diskreter!




SCHWALBACH: Wir haben die Attends Pull-Ons weiter verbessert: Sie ist jetzt weicher und angenehmer zu tragen. Die verbesserte Passform sorgt für noch mehr Sicherheit.

Die Attends Pull-Ons Einmalhosen gehören zu den beliebtesten Produkten des Attends Sortiments. Mit gutem Grund, denn sie bieten zuverlässigen Schutz bei leichter, mittlerer und starker Inkontinenz. Dabei können sie wie normale Unterwäsche an- und ausgezogen werden. Besonders aktive Menschen, die viel unterwegs sind schätzen dies.

Und das haben wir für Sie verbessert:

  • Der atmungsaktive Hüftbund ist jetzt noch weicher und angenehmer zu tragen. Sie spüren den hautfreundlichen Tragekomfort.
  • Die neue Passform sorgt dafür, dass sich das Produkt den Körperkonturen anschmiegt, und gewährleistet so mehr Diskretion und Auslaufsicherheit
  • Ein leistungsfähiger Saugkern schließt Nässe schnell und zuverlässig ein und schützt vor unangenehmen Gerüchen - genau so, wie Sie es von anderen Attends Produkten kennen.

Attends Pull-Ons gibt es in:
Saugstärke 3 (für leichte Blasenschwäche)
Saugstärke 5 (für mittlere Harninkontinenz)
Saugstärke 8 (für starke Inkontinenz)

Die Änderungen wurden in den Größen S, M und L vorgenommen.
Mehr Informationen erhalten Sie hier!





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Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz - Info Gesundheit e.V. vom 20.10.2014
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06 Nov 2014 13:28



Wissenschaftlich belegt: Beckenbodentraining bringt’s bei Blasenschwäche




BONN: Bei Blasenschwäche empfehlen Ärzte meist ein gezieltes Beckenbodentraining. Dass diese Maßnahme wirklich etwas nützt, haben unabhängige Wissenschaftler jetzt nach Auswertung mehrerer Studien zu diesem Thema bestätigt. Die größte Wirkung hat das Training bei reiner Belastungsinkontinenz. Doch auch andere Formen der Blasenschwäche sprechen gut darauf an.

Wissenschaftler des Cochrane-Instituts1 haben achtzehn Studien2 zur Wirksamkeit des Beckenbodentrainings bei Inkontinenz unter die Lupe genommen. Das Ergebnis spricht eindeutig für diese Therapieform, vor allem bei reiner Belastungsinkontinenz: Mit Training erzielten achtmal mehr Frauen eine Heilung, siebzehnmal mehr Frauen zumindest eine deutliche Besserung der Beschwerden. In den Untersuchungen, die auch Frauen mit Drang- oder Mischinkontinenz eingeschlossen hatten, war der Effekt kleiner, aber immer noch überzeugend.

Die Experten raten betroffenen Frauen, über mindestens drei Monate ein individuelles Training unter fachlicher Anleitung in Einzel- oder Gruppentherapie durchzuführen. Die Wirkung kann den Studienergebnissen zufolge über ein Jahr anhalten. Dennoch ist es sinnvoll, über den Mindestzeitraum hinaus in Eigenregie weiter zu trainieren. Auch für ältere Frauen, die nicht mehr so beweglich sind, gibt es wirksame Übungen für zuhause.

Bei Drang- und Mischinkontinenz ist Beckenbodentraining wichtig, aber nicht ausreichend. Gegen den übersteigerten Harndrang kommen meist Medikamente zum Einsatz, die die Blasenmuskulatur entspannen und das Fassungsvermögen der Blase erhöhen. Darüber hinaus ist ein Blasentraining hilfreich, bei dem die Abstände zwischen den Toilettengängen Schritt für Schritt vergrößert werden.

Fünf illustrierte Beckenbodenübungen zum Nachmachen sowie Informationen zu Ursachen, Diagnose und Therapie der verschiedenen Formen der weiblichen Inkontinenz enthält die kostenlose Broschüre „Blasenschwäche bei Frauen.“ Bestelladresse: BGV e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, http://www.frauen-blasenschwaeche.de.

(1) Die Cochrane Collaboration (CC) ist ein weltweites unabhängiges Netzwerk von Wissenschaftlern, Ärzten und Patientenvertretern. Die CC erstellt Übersichtsarbeiten, in denen Studien zu Therapien geprüft und bewertet werden. Ziel ist es, Patienten, Ärzten und anderen Interessierten die Entscheidung über Behandlungsmöglichkeiten zu erleichtern, http://www.cochrane.de

(2) Dumoulin C, Hay-Smith EJC, Mac Habée-Séguin G. Pelvic floor muscle training versus no treatment, or inactive control treatments, for urinary incontinence in women. Cochrane Database of Systematic Reviews 2014, Issue 5. Art. No.: CD005654. DOI: 10.1002/14651858.CD005654.pub3.





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Forschung & Medizin
Urologische Nachrichten vom 27.10.2014
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30 Okt 2014 09:30



Inkontinenz - Fortschritte in Diagnostik und Therapie




FRANKFURT am Main: Robotergestützte Operationen und neue Medikamente revolutionieren die Behandlung der Inkontinenz, wie der 26. Jahreskongress der Deutschen Kontinenzgesellschaft am 14. und 15. November 2014 in Frankfurt zeigen wird.

Inkontinenz ist ein weit verbreitetes Problem: Jede vierte Frau und jeder achte Mann in Deutschland ist heute davon betroffen. Zu Gründungszeiten der Deutschen Kontinenz Gesellschaft wurde Inkontinenz jedoch nur als Befindlichkeitsstörung mit sozialen und hygienischen Problemen, nicht aber als Krankheit betrachtet. Die Konsequenz dieser Betrachtungsweise war, dass die Krankenkassen die Kosten für entsprechende Hilfsmittel nicht übernahmen. Um diesen Notstand zu beseitigen, wurde 1987 die Deutsche Kontinenz Gesellschaft („Gesellschaft für Inkontinenzhilfe e.V.“) gegründet.

Durch die Einführung der Urodynamik in die urologische Routine-Diagnostik in den 70er-Jahren war eine differenziertere Diagnostik möglich geworden. Die Anerkennung der Inkontinenz als Krankheit durch das Bundessozialgericht im Frühjahr 1990 war ein wichtiger Schritt.

Heute steht den Ärzten eine große Zahl neuer, diagnostischer Möglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise der Einsatz der Perineal- und Vaginalsonographie bei der Frau, die MRT-Diagnostik des Beckenbodens und insbesondere die Defäkographie bei Harn- und Stuhlinkontinenz. Auch technische Verbesserungen videourodynamischer Einheiten begünstigen deren Einsatz in der klinischen Routine zur Differenzialdiagnostik der zugrundeliegenden Fehlfunktion von Harntrakt und Beckenboden. Ebenso wurden die OP-Methoden weiter verbessert.

Invasive chirurgische Verfahren wie Blasenaugmentation oder gar Blasenersatz finden heute kaum mehr Anwendung, weil bei der bislang medikamentös nicht beherrschbaren und insbesondere neurogenen Überaktivität der Harnblase (früher Reflexblase benannt) neueste Medikamente erfolgreich eingesetzt werden. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft nennt hier die dritte Generation der Anticholinergika, erwähnt den neuen Therapieweg über die Aktivierung der Beta-3-Adrenorezeptoren und hebt besonders das Botulinumtoxin hervor. Bei den Operationsverfahren führt die Gesellschaft Bänder und Netze zur Therapie der Harninkontinenz bei Mann und Frau an, mahnt aber auch zur Vorsicht. Schwere Nebeneffekte von Netzoperationen im Bereich der Prolaps-Chirurgie bei der Frau haben zu Warnungen und einer heftigen Diskussion geführt (wir berichteten).

Die Entwicklung neuer und ergänzender sowie verbessernder Therapieverfahren ist noch längst nicht am Ende, sie hat womöglich gerade erst begonnen. Beispiele sind die minimalinvasive Chirurgie, die derzeit durch die 3-D-Laparoskopie Aufwind erfährt und die roboterassistierte Chirurgie, deren Einsatz im Rahmen der Prolaps-Operation nach Ansicht der Kontinenz Gesellschaft nur durch die Kosten gebremst wird, die noch deutlich über den diagnosebezogenen Fallgruppen (Diagnosis Related Groups, DRG) lägen. Bei einer immer älter werdenden Gesellschaft sei jedoch absehbar, dass die offene Chirurgie auch oder gerade in Bezug auf die Therapie der Harn- und Stuhlinkontinenz durch die minimalinvasiven OP-Verfahren vollständig verdrängt werde.

(Deutsche Kontinenz Gesellschaft / ms)





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SVI in eigener Sache
Helmut
27 Okt 2014 12:03



Patientenbefrageung zum Thema transanale Irrigation




BERLIN: Für eine Patienten Studie werden Personen gesucht, welche aufgrund einer Rückenmarksverletzung oder einer neurologischen Erkrankungen (Spina bifida oder MS) von einer Darmfunktionsstörung betroffen sind und Erfahrung mit dem Umgang von TAI-Geräten haben.

Die Patientenbefragung findet im November 2014 statt und wird direkt bei den Teilnehmern zuhause durchgeführt. Hier die Zusammenfassung:

Veranstaltungsart:Inhome (Interview bei den Patienten Zuhause)
Veranstaltungsdatum und -ort:06. November 2014 in Frankfurt/ Main und 11.-13. November 2014 in Berlin und Umgebung
Dauer:2 Stunden
Aufwandsentschädigung:90,00 Euro für den Teilnehmer
Telefon:030-235096-35
Fax:030-235096-59
E-MailBelinda.Fischer@Schmiedl-Berlin.de


Weitere Details zur Patienten Studie und zum Ablauf ist im Forum unter dem Link: viewtopic.php?f=1&t=3205#p20640 zu finden.








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