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Alten- und Krankenpflege
Pressetext WICHTELexpress24 vom 08.12.2016
Foren-Admin
08 Dez 2016 15:12



OdoCare: der erste geruchslose Abfallbehälter jetzt auch für den Homecare Bereich erhältlich




RAMMELSBACH: Die Firma WICHTELexpress24, ein Onlineshop für Produkte rund um Baby & Kleinkind hat sein Sortiment nun auch auf Produkte im Bereich der Inkontinenzhygiene erweitert. Außer Krankenunterlagen bietet das Unternehmen mit dem OdoCare den ersten geruchlosen Abfalleimer, welcher speziell für Inkontinenz- und Pflegeabfälle entworfen wurde, in seinem Sortiment an.

Der OdoCare Abfalleimer ist eine Weiterentwicklung des aus der Babypflege bekannten Diaper Champ Windeleimers. Bei der Entwicklung des OdoCare Abfalleimers wurde besonderen Wert auf die Belange in Pflegeeinrichtungen gelegt. Das Grundprinzip der Funktion des Diaper Champ wurde übernommen, er lässt sich auch mit einer Hand leicht befüllen. Der Einfülltrichter wurde auf 22cm Durchmesser vergrößert, damit auch Erwachsenenwindeln in großen Größen ohne Probleme entsorgt werden können. Zusätzlich wurde ein auswechselbarer Hygieneeinsatz angebracht, um auch die besonderen hygienischen Anforderungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen gerecht zu werden.

Den OdoCare Eimer gibt es in zwei Größen, einmal mit 45 Liter Volumen was etwa dem Volumen des Diaper Champ X-Large entspricht und mit 75 Liter. Beide Modelle können mit Rädern geliefert werden, zusätzlich sind noch Haltegriffe zur Befestigung an Wäschewagen sowie kleine Körbchen erhältlich. Passend zum OdoCare gibt es noch spezielle Vakuumtüten und Hygienebeutel, es können aber auch handelsübliche Müllsäcke verwendet werden. Auch die Abdichtung des Einfülltrichters wurde gegenüber dem Diaper Champ weiter entwickelt, so dass er noch besser Geruchslos abdichtet.

Die Reinigung erfolgt mit lauwarmen Wasser und handelsüblichen Reinigern zur Oberflächen-Desinfektion, dabei kann der OdoCare sehr einfach zerlegt werden. Auch wurde beim Design bewusst darauf geachtet, dass möglichst wenig Ecken vorhanden sind, in denen sich Schmutz festsetzen kann. Der Eimer besteht aus bruchfestem ABS Polylac Kunststoff und ist damit sehr robust einsetzbar.

All diese Eigenschaften haben natürlich ihren Preis, deswegen war dieser Eimer mit über 400 € je nach Ausführung für den Homecare Bereich eher uninteressant. Die Firma WICHTELexpress24 konnte den Hersteller überzeugen, dieses Produkt nun für einen sehr attraktiven Preis auch für den Homecare Bereich im Privathaushalten erschwinglich zu machen. Mit einem Verkaufspreis von 249 € bzw. 299 € mit Rollen ist der OdoCare auch für die häusliche Pflege interessant und sorgt für ein angenehmes Wohnklima ohne störende verräterische Gerüche.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Firma WICHTELexpress24 unter https://www.wichtelexpress24.de/inkontinenz/

Übrigens bekommen Sie dort außer dem OdoCare Eimer auch alle notwendigen Verbrauchsmaterialien.

Noch bis zum 31.12.2016 bekommt außerdem jeder Besteller mit dem Gutscheincode „VERBAND“ einen Rabatt von 50 € auf den OdoCare im Onlineshop unter
https://www.wichtelexpress24.de/inkonti ... 45-l?c=190





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Hilfsmittel
Pressemeldung Coloplast GmbH
Foren-Admin
28 Nov 2016 14:52



Neu: SpeediCath® Flex - Leicht gemacht bis ins Detail




HAMBURG: Zum 30. November 2016 bringt Coloplast den neuen Männerkatheter SpeediCath® Flex auf den Markt. Er erleichtert jeden Schritt des Katheterisierens – vom Öffnen über das Anwenden bis hin zum Entsorgen.

SpeediCath Flex ist ein neuer weicher Katheter mit einer trockenen Schutzfolie und einer flexiblen Kugelspitze, der sich leicht und sicher handhaben lässt. Die Schutzfolie ermöglicht es dem Anwender, den Katheter während des Einführens überall zu berühren. Das macht es besonders einfach, den Katheter auf saubere und hygienische Art und Weise festzuhalten und zu kontrollieren. Von außen ist die Folie trocken und dadurch angenehm anzufassen. Darüber hinaus ist sie bakteriensicher, so dass der Anwender alle Zeit zur Vorbereitung hat, auch wenn er den Katheter bereits aus der Verpackung genommen hat.

Generell ist das Produkt äußerst intuitiv anzuwenden. Der Katheter kommt als geschlossener Ring aus der Verpackung – Griff und Auslass sind miteinander verschlossen. Der elastische türkise Griff liegt nicht nur gut in der Hand, sein vorderer Teil schützt bis zur Anwendung auch die Katheterspitze in der Verpackung. Die Pfeile an der Verbindung zwischen Griff und Auslass zeigen, in welche Richtung der Katheter mit einer Vierteldrehung aufgedreht werden kann.

Der Katheter selbst ist innerhalb der Schutzfolie in sterile Flüssigkeit eingebettet. Diese wird nach dem Öffnen in die Toilette oder in einen zuvor konnektierten Urinbeutel entleert.

Flexible Kugelspitze für ein sanftes Passieren

Besonderes Augenmerk legten die Produktentwickler auf die Form der Katheterspitze: SpeediCath Flex hat eine flexible Kugelspitze, die sich einfach einführen lässt und die Biegungen und Kurven der männlichen Harnröhre sanft passiert. Der weiche Katheter bietet die nötige Flexibilität, um die natürlich vorkommenden Biegungen und Kurven in der Harnröhre sanft und sicher zu passieren.

Durch seine durchdachte Größe ist der Katheter praktisch in der Aufbewahrung und beim Transport. Und auch nach Gebrauch ist der neue Männerkatheter äußerst diskret: Der elastische Griff kann wieder zurück in den Auslass gesteckt und tropfsicher wiederverschlossen werden. So wird eine saubere und hygienische Handhabung gewährleistet – Flüssigkeitsrückstände verbleiben sicher innerhalb des Katheters. Anschließend steckt der Anwender den Katheter einfach wieder zurück in die wiederverschließbare Verpackung und kann diese sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt über den Hausmüll entsorgen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.flex.coloplast.de.





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Gesetze & Versicherungen
SVI - Redaktion
Stefan
18 Nov 2016 12:30



Panne bei der Eintragung von Windelhosen – GKV trägt Produkte die ein Mindestkriterium nicht erfüllen ein.




Seit März gibt es das neue Hilfsmittelverzeichnis, lange gab es in den neuen Gruppen kein einziges Hilfsmittel. Hersteller und GKV-Spitzenverband haben sich sehr lange Zeit gelassen. Seit März ist eines der Mindestkriterien, dass „Inkontinenzwindelhosen und –unterhosen über eine feuchtigkeitsundurchlässige und zugleich atmungsaktive Außenschicht“ verfügen . So steht es im Hilfsmittelverzeichnis und trotzdem hat der GKV-Spitzenverband Windelhosen mit Plastikfolie eingetragen. PE-Folie ist definitiv nicht atmungsaktiv!

Bei folgenden Produkten ist die Anforderung bei den derzeit im Markt (im Verkauf) befindlichen Produkten nach Kenntnisstand des Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. nicht gegeben:

15.25.31.0007 - TENA SLip Active Fit Plus S

15.25.31.3001 - MoliCare Slip maxi, Gr. S, Art.-Nrn. 165 531
15.25.31.3008 - Attends Slip Regular 9 Extra Small, Art.-Nr. 7332152 208182
15.25.31.3009 - Attends Slip Regular 9 Small, Art.-Nr. 7332152 208106

15.25.31.4006 - Attends Slip Active 8 Medium, Art.-Nr. 7332152 200728

15.25.31.6003 - Attends Slip Regular 10 Small, Art.-Nr. 7332152 208120

15.25.31.7001 - MoliCare Slip maxi, Gr. M, Art.-Nrn. 165 532
15.25.31.7005 - Attends Slip Active 9 Medium, Art.-Nr. 7332152 201503
15.25.31.7006 - Attends Slip Active 10 Medium, Art.-Nr. 7332152 201404

15.25.31.8011 - MoliCare Premium Slip maxi, Gr. L; Art.-Nrn.: 169 385, PZN 11346196
15.25.31.8012 - MoliCare Premium Slip maxi, Gr. XL, Art.-Nr. 169 485
15.25.31.8034 - Attends Slip Active 8 Large, Art.-Nr. 7332152 201329
15.25.31.8019 - Attends Slip Active 9 Large, Art.-Nr. 7332152 201381
15.25.31.8021 - iD Expert Slip Extra Plus Large, Art.-Nr. 561037028
15.25.31.8018 - Kolibri comslip plus XL, Art.-Nrn. 2119802, 2119803

Wir raten Betroffenen die Produkte zu prüfen und sollte sich Folie auf der Außenseite des Produktes befinden diese mit dem Hinweis auf das Hilfsmittelverzeichnis ablehnen. Es kann jedoch sein, dass die Hersteller in der Umstellung sind. Auf keinen Fall sollte man ab März Produkte annehmen die nicht atmungsaktiv sind.

Des weiteren haben wir den GKV-Spitzenverband aufgefordert, dass Sie darauf achten, dass die Hersteller unverzüglich die "feuchtigkeitsundurchlässige und zugleich atmungsaktive Außenschicht" belegen und mitteilen, dass sich nur diese Produkte ab spätestens März 2017 im Markt befinden oder der GKV – Spitzenverband muss die Produkte sofort wieder löschen. Er hat auch sicher zu stellen, dass keine unberechtigten Zuteilungen von Hilfsmittelnummern mehr erfolgen. Interessant ist, dass bei einigen Produkten die Zulassung erfolgt ist, obwohl die Unterlagen nicht vollständig waren und z.B. der ABL - Test fehlte. Wir haben ihn gebeten in Zukunft Hilfsmittel mit der ausreichenden Sorgfalt ins HMV einzutragen, damit solche eindeutigen Fehleintragungen nicht mehr passieren.





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Gesetze & Versicherungen
SVI - Redaktion
Stefan
18 Nov 2016 12:22



Neue Windelqualität und Dienstleistungen ab sofort verfügbar – Sie benötigen ein neues Rezept!




Seit 17. November sind im Hilfsmittelverzeichnis in den neuen Gruppen, mit der neuen Qualität auch die ersten Hilfsmittel verfügbar. Um die neue Qualität zu erhalten brauchen Sie jedoch ein neues Rezept das nach den Vorgaben der Hilfsmittelrichtlinie (HilfM-RL) des gemeinsamen Bundesausschuss ausgestellt wurde.

In einem ordentlichen Rezept haben Angaben wie nur Inkontinenzversorgung oder saugende Inkontinenzversorgung nicht zu suchen. Dies ist keine qualifizierte Verordnung des Arztes, auch wenn einige Krankenkassen die Verordnung gerne so ausgestellt haben möchten. Die Hilfsmittelrichtlinie schreibt dem Arzt eindeutig vor, dass dieser die Gruppenbezeichnung oder die 7 stellige Positionsnummer und Anzahl und Versorgungszeitraum angeben muss. Er kann auch ein Produkt namentlich verordnen (Tena Slip Plus Größe 2), jedoch muss er die Verordnung auf Anfrage begründen.

Beispiel:

15.25.31.6 = Inkontinenzwindelhosen/Inkontinenzunterhosen, erhöhte Saugleistung, Größe 3

Rezeptvariante 1:

15.25.31.6 – 5 Stück am Tag → der Leistungserbringer muss 5 Klebewindeln oder 5 Pants pro Tag aus dieser Gruppe ohne Aufzahlung abgeben.

Rezeptvariante 2:

15.25.31.6 – Inkontinenzwindelhosen, erhöhte Saugleistung, Größe 3 – 5 Stück am Tag → der Leistungserbringer muss 5 Klebewindeln pro Tag und keine Pants aus dieser Gruppe ohne Aufzahlung abgeben.

Rezeptvariante 3:

15.25.31.6 – Inkontinenzunterhosen, erhöhte Saugleistung, Größe 3 – 5 Stück am Tag → der Leistungserbringer muss 5 Pants pro Tag und keine Klebewindeln aus dieser Gruppe ohne Aufzahlung abgeben. Achtung der Arzt muss begründen, warum Klebewindeln nicht geeigent sind.

Achtung bei Stückelungen, z.B. verschiedene Klebewindeln aus den normale, erhöhte und hohe Saugstärke (also z.B. 4 erhöhte und 1 hohe Saugstärke pro Tag), sind für jede Saugstärke ein eigenes Rezept nötig.

Leistungserbringer dürfen bei einem ordentlichen Rezept nur Hilfsmittel abgeben, welche in der Gruppe gelistet sind. Sie haben bei den neuen Gruppen auch sämtliche Dienstleistungen, wie z.B. mehrere aufzahlungsfreie Produkte, anzubieten. Bei namentlicher Verordnung darf nur genau das verordnete Hilfsmittel abgeben werden. Für jegliche Änderung der Verordnung bedarf es einer Arztunterschrift mit Datum. Auch wenn nur die Stückanzahl oder die Größe geändert wird.

Weitere Informationen gibt es direkt im Hilfsmittelverzeichnis:
https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de





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Gesetze & Versicherungen
Bundesministerium für Gesundheit vom 31.08.2016
Foren-Admin
01 Sep 2016 13:27



Gesetzentwurf zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung beschlossen




BERLIN: Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines "Gesetzes zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung" (Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz – HHVG) beschlossen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Angesichts der steigenden Zahl älterer, chronisch und mehrfach erkrankter Patientinnen und Patienten müssen wir stärker auf Prävention und Rehabilitation setzen. Zudem sollen Versicherte die richtigen Hilfen – dazu zählen Inkontinenzhilfen und Kompressionsstrümpfe genauso wie Schuheinlagen, Prothesen und Orthesen bis hin zu Rollstühlen und Hörgeräten – erhalten, um ihren Alltag trotz Einschränkungen möglichst selbstbestimmt bewältigen zu können. Deshalb sorgen wir für eine gute und zeitgemäße Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Der heute beschlossene Gesetzentwurf verbindet Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Qualität und Transparenz der Hilfsmittelversorgung mit einer Aufwertung der Stellung der Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen im Gesundheitswesen. Dabei gehen wir mit Augenmaß vor und werden die zusätzlichen Spielräume bei der Vergütung für Heilmittelerbringer nach drei Jahren überprüfen sowie die Einführung der ‚Blankoverordnung‘ in Modellvorhaben testen."

Die wichtigsten Regelungen im Einzelnen:

  • Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen wird verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2018 das Hilfsmittelverzeichnis grundlegend zu aktualisieren. Zudem wird der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen dazu verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2017 eine Verfahrensordnung zu beschließen, mit der die Aktualität des Verzeichnisses auch künftig gewährleistet wird.

  • Bei Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich sollen die Krankenkassen bei ihren Vergabeentscheidungen künftig neben dem Preis auch qualitative Anforderungen an die Produkte und die mit ihnen verbundenen Dienstleistungen berücksichtigen, die über die Mindestanforderungen des Hilfsmittelverzeichnisses hinausgehen. Zudem werden die Krankenkassen verpflichtet, auch bei der Hilfsmittelversorgung, die im Wege der Ausschreibung zustande gekommen ist, ihren Versicherten Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen aufzahlungsfreien Hilfsmitteln einzuräumen.

  • Künftig müssen die Krankenkassen die Einhaltung der gesetzlichen und vertraglichen Pflichten der Leistungserbringer mit Auffälligkeits- und Stichprobenprüfungen kontrollieren. Der GKV-Spitzenverband wird verpflichtet, bis zum 30. Juni 2017 Rahmenempfehlungen zur Vertragskontrolle abzugeben.

  • Leistungserbringer müssen Versicherte künftig beraten, welche Hilfsmittel und zusätzlichen Leistungen innerhalb des Sachleistungssystems für sie geeignet sind und somit von den Krankenkassen als Regelleistung bezahlt werden. Darüber hinaus werden die Leistungserbringer verpflichtet, im Rahmen der Abrechnung mit den Krankenkassen auch die Höhe der mit den Versicherten vereinbarten Mehrkosten anzugeben. Damit wird Transparenz über die Verbreitung und Höhe von Aufzahlungen geschaffen.

  • Auch die Krankenkassen werden zu einer verbesserten Beratung der Versicherten über ihre Rechte bei der Hilfsmittelversorgung verpflichtet. Bei der Versorgung mit Hilfsmitteln, für die zuvor eine Genehmigung einzuholen ist, müssen die Krankenkassen ihre Versicherten künftig über ihre Vertragspartner über die wesentlichen Inhalte der abgeschlossenen Verträge informieren. Die Krankenkassen werden zudem verpflichtet, über die von ihnen abgeschlossenen Verträge im Internet zu informieren. Damit können Versicherte die Hilfsmittelangebote verschiedener Krankenkassen vergleichen.

  • Um die wachsenden Anforderungen an die Heilmittelerbringer berücksichtigen zu können und die Attraktivität der Therapieberufe (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie) weiter zu steigern, können die Krankenkassen und die Verbände der Heilmittelerbringer in den Jahren 2017 bis 2019 auch Vergütungsvereinbarungen oberhalb der Veränderungsrate (Summe der beitragspflichtigen Einnahmen aller Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung) abschließen. Um die Auswirkungen überprüfen zu können, ist die Regelung befristet.

  • Die Krankenkassen werden verpflichtet, mit den Verbänden der Heilmittelerbringer Verträge über Modellvorhaben zur sogenannten „Blankoverordnung“ von Heilmitteln abzuschließen. Bei dieser Versorgungsform erfolgt die Verordnung eines Heilmittels weiterhin durch den Arzt, der Heilmittelerbringer bestimmt aber die Auswahl und die Dauer der Therapie sowie die Frequenz der Behandlungseinheiten. Damit werden die Heilmittelerbringer stärker in die Versorgungsverantwortung eingebunden. Auf der Grundlage von Modellvorhaben in allen Bundesländern soll entschieden werden, ob diese Versorgungsform für die Regelversorgung geeignet ist.
Die Regelungen des HHVG sollen überwiegend im März 2017 in Kraft treten. Das Gesetz bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates.





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Deutsches Ärzteblatt vom 10.08.2016
Foren-Admin
01 Sep 2016 12:50



Kasse: Patienten müssen bei Hilfsmitteln besser beraten werden




BERLIN: Patienten sollen bei der Versorgung mit Hilfsmitteln wie Windeln oder Rollstühlen besser über die jeweiligen Angebote der Hersteller informiert werden. Die Kassen müss­ten Patienten frühzeitig beraten, damit diese die für ihre Bedürfnisse richtige Ent­schei­dung treffen könnten, sagte Gertrud Demmler, Vorstandsmitglied der Siemens-Betriebs­krankenkasse (SBK). Zudem müssen nach Ansicht der SBK alle Krankenkassen ver­bind­liche Qualitätsstandards bei Hilfsmitteln einhalten.

Nach Klagen über die vielfach schlechte Qualität der von den Kassen bezahlten Hilfs­mittel will Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) den Katalog der Hilfsmittel auf den aktuellen technischen Stand bringen und diesen regelmäßig anpassen lassen. Häufig zwang die schlechte Qualität Patienten zu Zuzahlungen, um bessere Hilfsmittel zu er­hal­ten. Gröhe müsse in seinen Referentenentwurf für ein neues Heil- und Hilfsmittelgesetz das Beratungsrecht der Patienten stärken, forderte Demmler.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte Gröhe auf, die Qualitätskontrolle der Hilfsmittel einem unabhängigen Institut zu übertragen. Anhand dieses Hilfsmittel-TÜV könnten Patienten, Ärzte und Krankenkassen eine gute Auswahl treffen, sagte Stif­tungsvorstand Eugen Brysch. Im Übrigen sollten künftig nicht nur – wie geplant – Arzt und Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK) die Wahl der Hilfsmittel ver­antworten.

„Qualifizierte Pflegekräfte müssen endlich ein Recht bekommen, selbstständig Hilfsmittel zu verordnen“, sagte er. Für die Entscheidung über Pflegematratzen oder In­kon­tinenz-Einlagen seien vor allem Pflegepraxis und Wissen um die Bedürfnisse der Pfle­gebedürftigen notwendig, argumentierte Brysch.

Für vom Arzt verschriebene Heilmittel wie Krankengymnastik, Massagen, Sprechthera­pien oder Fußpflege bei Zuckerkranken geben die Krankenkassen 6,1 Milliarden Euro im Jahr aus. Für Hilfsmittel wie Windeln, Rollatoren oder Rollstühle sind es 7,63 Milliarden Euro. Beide Posten zusammen machen immerhin 6,8 Prozent der Jahresausgaben der Krankenkassen aus.

Bei der Heilmittelversorgung von Patienten beharren die Kassenärzte darauf, sowohl Diag­nose als auch Therapiefeststellung in den Händen zu behalten. „Innerhalb der ver­schiedenen Therapiemöglichkeiten können dann durchaus die Physiotherapeuten wählen“, sagte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bun­des­vereinigung (KBV), Regina Feldmann.

Gröhes Referentenentwurf zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung sieht die modellhafte Einführung einer Blankoverordnung von Heilmitteln vor. Physiotherapeuten, Sprechtherapeuten und andere Heilmittelerbringer würden dabei – auf Basis einer ver­tragsärztlichen Diagnose und der erforderlichen Behandlungsmethoden – das Heilmittel selbst auswählen und auch über Therapiedauer (Menge) und Behandlungshäufigkeit bestimmen. © dpa/aerzteblatt.de





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SVI Redaktion
Foren-Admin
31 Jul 2016 19:15



Zuverlässiger Schutz für alle? - Versorgungssituation mit aufsaugenden Inkontinenzhilfen




AUGSBURG: Noch immer erreichen uns täglich etliche Hilferufe von ratlosen Patienten, die sich von ihrer Krankenkasse im Stich gelassen fühlen. Der Grund dafür sind die in den letzten Jahren sehr stark gesunkenen monatlichen Pauschalen für aufsaugende Inkontinenzhilfen, welche die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Verträge mit den Leistungsbringern bezahlen. Inzwischen überschreiten diese in vielen Fällen kaum mehr die 10 Euro Grenze. Dass da eine adäquate Versorgung des Versicherten mit den notwendigen Hilfsmitteln nicht möglich ist, dürfte Jedem klar sein. Selbst der Bundesrechnungshof hat kürzlich in einer Analyse festgestellt, dass die Pauschalen eigentlich je nach Ausprägung der Inkontinenz irgendwo zwischen 31,50 € und 52,50 € liegen müssten.

Da bis jetzt keine Umfrage zur Versorgungssituation mit aufsaugenden Inkontinenzhilfen existiert, welche sowohl die Qualität der durch die Leistungsbringer gelieferten Hilfsmittel als auch die Patientenzufriedenheit sowie die Beratungsqualität der Leistungsbringer bewertet, hat sich der Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. dazu entschlossen, eine bundesweite Umfrage zu starten. In der anonymen Umfrage werden außer den persönlichen Umständen insbesondere die Art der Inkontinenz und der verwendeten Hilfsmittel sowie die jeweilige Krankenkasse erfasst. Weiterhin werden Fragen zum Leistungsbringer und der Zufriedenheit mit ihm und dessen Beratung sowie mit den gelieferten Hilfsmitteln gestellt. Auch die Höhe der gesetzlichen Zuzahlung sowie der wirtschaftlichen Aufzahlung durch die Patienten werden abgefragt. Die Daten werden Anonym erfasst, somit ist keine Zuordnung zu einzelnen Personen möglich.

Ziel der Umfrage ist es, zu erfahren wie die augenblickliche Versorgungssituation mit aufsaugenden Inkontinenzhilfen tatsächlich ist, ob es geografische Unterschiede gibt, ob die Versorgungsqualität in Abhängigkeit von der Art und Stärke der Inkontinenz steht, wie die Beratung durch die Leistungsbringer aussieht und wie hoch die wirtschaftlichen Aufzahlungen tatsächlich sind.

Die Ergebnisse werden dann dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung ,Karl-Josef Laumann (CDU) sowie dem Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe (CDU) überreicht. Die Umfrage soll zunächst bis zum 30.09.2016 laufen und ggf. verlängert werden.

Ihre Unterstützung haben bereits die BasisApotheker in Westfalen-Lippe, die FMP, Vertretung der Handelsverbände in der Medizin, sowie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz zugesagt, wir hoffen dass sich noch weitere Verbände und Organisationen anschließen.


Der Fragebogen ist ab sofort Online unter http://goo.gl/JFASJL verfügbar. Eine Offline Version gibt es hier.


Bitte unterstützen Sie uns mit ihrer Teilnahme, es hilft uns allen, bessere Hilfsmittel ohne wirtschaftliche Aufzahlung zu bekommen.





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apotheke adhoc vom 11.07.2016
Foren-Admin
30 Jul 2016 15:05



Gröhe muss auf Inko-Petition reagieren




BERLIN: Der Petitionsausschuss des Bundestages setzt sich für die Verbesserung der Qualitätsstandards bei der Versorgung mit Inkontinenzhilfen ein. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) muss nun innerhalb von sechs Wochen zu dem Anliegen Stellung beziehen. Im Juni hatte er dazu schon einen Gesetzentwurf vorgelegt. In der Petition wird gefordert, dass bei Ausschreibungen und Beitrittsverträgen für Inkontinenzhilfen die persönlichen Belange und die Eignung für den persönlichen Alltag berücksichtigt werden und für diese Versorgung keine Mehrkosten für die Versicherten entstehen.

Der Petitionsausschuss sorgt sich um die Versorgung, weil „sich in letzter Zeit die Berichte über Fehlentwicklungen“ trotz umfangreiche gesetzlicher Vorgaben mehrten. Die im Hilfsmittelverzeichnis enthaltenen Regeln für Inkontinenzhilfen seien allerdings seit 1993 unverändert und entsprächen deshalb „möglicherweise nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik“.

Grundsätzlich sollten Inkontinenzhilfen zuzahlungsfrei sein. Aufzahlungen hält der Petitionsausschuss nur für gerechtfertigt, „wenn ein Versicherter eine Versorgung wünscht, die das Maß des Notwendigen übersteigt“. Nicht hinzunehmen sei, wenn Leistungserbringer versuchten, den Versicherten durch fehlerhafte oder unvollständige Informationen über die Qualität der aufzahlungsfreien Versorgung zum Kauf eines aufzahlungspflichtigen Hilfsmittels zu bewegen.

Eine weitere Petition befasst sich ebenfalls mit Inkontinenzhilfen. Diese fordert ein vollständiges Ausschreibungsverbot für die Versorgung von Stomapatienten. Zunehmend führten die Krankenkassen Ausschreibungen auch für die Stomaversorgung durch, heißt es in der Petition. Dadurch erhalte in der Regel das günstigste Gebot den Zuschlag.

„Oftmals erhalten Betroffene dann eine Stomaversorgung in minderwertiger Qualität, die den individuellen Bedürfnissen nicht gerecht wird. Aber jede Stomapatientin und jeder Stomapatient ist anders und benötigt deshalb eine individuell angepasste Versorgung. Eine minderwertige Versorgung führt zu Entzündungen, Hautveränderungen, Narben und Schmerzen“, heißt es in der Petition. Gerade berufstätige Stomapatienten oder Betroffene, die viel unterwegs seien, benötigten eine absolut zuverlässige und sichere Versorgung, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Kürzlich hat Minister Gröhe einen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Heil- und Hilfsmittelversorgung vorgelegt. Am Instrument der Ausschreibungen soll nicht gerüttelt werden. Gröhe will die Krankenkassen aber verpflichten, bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit im Rahmen von Ausschreibungen zur Hilfsmittelversorgung neben dem Preis auch andere Kriterien, wie Qualität, technischer Wert, Zweckmäßigkeit, Zugänglichkeit der Leistung insbesondere für Menschen mit Behinderungen, Lieferbedingungen sowie Betriebs- und Lebenszykluskosten einzubeziehen. Die Gewichtung der Zuschlagskriterien, die nicht die Kosten oder den Preis betreffen, muss mindestens 40 Prozent betragen.

Exklusiv-Verträge mit nur einem Anbiete und einem Produkt sollen künftig verboten werden. Den Krankenkassen soll vorgegeben werden, bei Ausschreibungen Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen mehrkostenfreien Hilfsmitteln einzuräumen. Um die häufig kritisierte Qualität der Heil- und Hilfsmittelversorgung zu steigern, wird für die Vergütungsvereinbarungen zwischen den Krankenkassen und den Verbänden der Heilmittelerbringer der Grundsatzes der Beitragssatzstabilität als Obergrenze aufgehoben. Damit soll den Vertragspartnern eine größere Flexibilität bei der Vereinbarung der Heilmittelpreise ermöglicht werden.





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Alten- und Krankenpflege
Informationsdienst Wissenschaft vom 06.07.2016
Foren-Admin
30 Jul 2016 14:35



Aktualisierte Leitlinie der DGG zu Harninkontinenz erhält S2e-Status




MÜNCHEN: Inkontinenz ist immer noch ein Tabuthema. Doch vor allem ältere Menschen verlieren ungewollt Urin – etwa beim Husten – oder schaffen es nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette. Schätzungen zufolge sind ca. 40 % der über 70-Jährigen in Deutschland inkontinent. Entsprechend viele ältere Patienten werden wegen ihrer Inkontinenz behandelt. Daher brauchen die betreuenden Ärzte Behandlungsleitfäden und Studien, um bestmöglich behandeln zu können. Die Arbeitsgruppe Inkontinenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hat dieser Notwendigkeit nun Rechnung getragen und eine aktualisierte Leitlinie zu Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten veröffentlicht.

Die Arbeitsgruppe hat dafür in akkurater Detailarbeit Studien zusammengetragen, gesichtet und mit Blick auf die Anwendung auf ältere Patienten bewertet. Die Leitlinie hat nun den S2e-Status der zertifizierenden Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erhalten. Damit ist offiziell bestätigt, dass eine systematische Evidenz-Recherche stattgefunden hat.

Relevanz für den geriatrischen Patienten geprüft

Die Leitlinie schlägt eine Bresche durch den Studiendschungel. „Viele Studien-Autoren definieren „ältere Patienten“ allein durch das Alter 65+. Das greift aber zu kurz“, erklärt der Leiter der Arbeitsgruppe, PD Dr. med. Andreas Wiedemann. „Ein geriatrischer Patient ist gekennzeichnet durch Vulnerabilität, Multi-Morbidität – er hat also mehrere Krankheiten – und er ist deutlich älter, nämlich über 80 Jahre. Wir haben daher alle Studien-Ergebnisse genau geprüft, ob sie für geriatrische Patienten überhaupt relevant sind.“ So sind beispielsweise operative High-End-Methoden wie die sakrale Neuromodulation („Blasen-Schrittmacher“) für geriatrische Patienten nicht geeignet.

Besonders wichtig ist dagegen das Toilettentraining. Unter diesen Sammelbegriff fallen verschiedene Methoden. Dies kann der Gang zur Toilette zu festen Zeitpunkten sein. Aber auch die regelmäßige Frage, ob der Betroffene Harndrang verspürt, ist eine wichtige Interventionsmaßnahme. So wird die Aufmerksamkeit des Patienten auf die Blase gelenkt. Selbst gebrechliche ältere Menschen mit kognitiven oder körperlichen Einschränken sprechen auf diese Form des Verhaltenstrainings gut an – und die Methoden sind naturgemäß frei von Nebenwirkungen. Allerdings ist hier die kontinuierliche Unterstützung der Pflegenden z. B. durch Angehörige, Partner oder Pflegepersonal gefragt.

Fokus auf Nebenwirkungen von Medikamenten

Ein weiterer Schwerpunkt der Leitlinie ist die Untersuchung von Nebenwirkungen breit eingesetzter Medikamente aus dem internistischen oder hausärztlichen Bereich. So können beispielsweise bestimmte Antidepressiva die Blase blockieren und sollten entsprechend nur nach sorgfältiger Abwägung angewendet werden.
Aber auch klassische Medikamente gegen Inkontinenz dürfen bei geriatrischen Patienten nur mit Bedacht eingesetzt werden. So verändern manche dieser so genannten Anticholinergika die Kognition und können zu einem erhöhten Sturzrisiko führen – ein fatales Risiko für hochbetagte Patienten.

Kosten werden transparent gemacht

Eine Besonderheit der Leitlinie ist, dass sie die Kosten der unterschiedlichen Behandlungsmaßnahmen klar benennt. In einem zunehmend teurer werdenden Gesundheitssystem ist dies ein wichtiger Wegweiser für die Klinik oder den niedergelassenen Hausarzt bzw. Urologen.

Dabei ist wichtig zu wissen: Die Kosten für die Erstellung der Leitlinie wurden von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe komplett selbst getragen – ein Sponsoring durch Medizin- oder Pharmaindustrie fand nicht statt.

Interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus Geriatern und Urologen

An der Erarbeitung der Leitlinie waren sowohl Geriater als auch Urologen beteiligt – einige davon sind klinisch tätig, andere sind niedergelassen. „Durch die interdisziplinäre Arbeit wurde wirklich jeder Aspekt von unterschiedlichen Blickwinkeln aus beleuchtet“, betont Wiedemann. „Allen Arbeitsgruppen-Mitgliedern gemeinsam war: Wir sind praktisch tätig und haben täglich mit inkontinenten Patienten zu tun. Ich bin daher sicher, dass die Leitlinie eine wertvolle Arbeitshilfe für alle Kolleginnen und Kollegen sein wird, die geriatrische Patienten behandeln.“
Weitere Informationen:

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/084-001.html – Möglichkeit zum Download der Leitlinie „Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten, Diagnostik und Therapie“

Anhang
Aktualisierte Leitlinie der DGG zu Harninkontinenz erhält S2e-Status





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Gesetze & Versicherungen
Bundesverband Medizintechnologie e.V. vom 04.07.2016
Foren-Admin
30 Jul 2016 14:23



Ableitende Inkontinenzversorgung - BVMed startet Patientenbefragung zur ISK-Versorgung




BERLIN: Die Initiative "Faktor Lebensqualität" von führenden ISK-Herstellern im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) startet mit Unterstützung des Arbeitskreises Neuro-Urologie der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie (DMGP) eine Patientenbefragung. ISK steht für "Intermittierenden Selbstkatheterismus". Dabei wird die Harnblase mittels eines sterilen Einmalkatheters in regelmäßigen Intervallen entleert, wobei der Patient sich selbst katheterisiert. Die Umfrage soll die Versorgungsrealität und die Bedürfnisse der ISK-Patienten ermitteln und Erkenntnisse für die Verbesserung der Versorgungsqualität liefern. Die Umfrage kann unter isk.pollytix.de abgerufen werden. Weitere Infos unter http://www.bvmed.de/iskbefragung2016.

Um eine möglichst repräsentative Datenbasis zu erhalten, wendet sich der BVMed an Krankenkassen, Fachgesellschaften und Patientengruppen, um möglichst viele betroffene Patienten zur Teilnahme an der Umfrage zu bewegen.

Bei der ISK-Versorgung kommt es aufgrund der Heterogenität der Betroffenen, der vielfältigen Grunderkrankungen und der unterschiedlichen Versorgungsbedarfe – je nach Lebenssituation, Krankheitsverlauf und Therapieform – darauf an, dass die Versorgung individuell erfolgt. Dies setzt zum einen die Versorgung mit dem individuell benötigten Produkt, zum anderen mit der ausreichenden Menge der Katheter voraus. Der individuelle Bedarf richtet sich unter anderem nach Faktoren wie der anatomischen Konstitution, dem Trinkverhalten und der Flüssigkeitszufuhr, Materialunverträglichkeiten und den feinmotorischen Fähigkeiten.

"Nur wenn eine individuelle Versorgungsqualität gewährleistet ist, können die Betroffenen die Lebensqualität erhalten, die sie für die selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben benötigen. Dies gilt umso mehr für den sensiblen Versorgungsbereich der ISK-Inkontinenzversorgung", so die BVMed-Experten zur Umfrage. Zentrale Fragen, die durch die Umfrage beantwortet werden sollen, sind dabei: Welche Kriterien sind in die Auswahl des spezifisch erforderlichen Hilfsmittels einzubeziehen? Welche Anforderungen bestehen an eine qualitative, zweckmäßige und individuelle ISK-Versorgung?

Umfrage unter: http://www.isk.pollytix.de oder http://www.bvmed.de/iskbefragung2016








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