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Pressestelle Fa. Coloplast vom 05.04.2017
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18 Apr 2017 18:32



Internationaler Inkontinenztag: Coloplast fördert Dialog und informiert zum Thema Blaseschwäche




HAMBURG: Am Welt-Inkontinenz-Tag am 30. Juni 2017 veranstaltet Coloplast im Grand Elysée Hotel Hamburg das Coloplast-Kontinenz-Forum. Die Veranstaltung informiert rund um das Thema Blasenschwäche und richtet sich an Betroffene, ihre Angehörigen und Mitglieder von Inkontinenz-Selbsthilfegruppen. Auf dem Programm stehen eine Vortragsreihe und eine informative Ausstellung, die in den Kaffeepausen oder nach den Vorträgen besucht werden. Zusätzlich bieten wir in Kooperation mit dem Deutschen Rollstuhlsportverein (DRS) einen aktiven Part an.

Inkontinenz ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft so viele Menschen betrifft, und das doch für einige immer noch ein heikles Thema ist. Manchen ist sie peinlich, sie schämen sich und schweigen. Inkontinenz in einer großen Gemeinschaft zu begegnen, eben nicht allein damit konfrontiert zu sein: Dieses Gefühl hilft. Coloplast ist es sehr wichtig, zum Thema Inkontinenz zu informieren, Betroffene und Angehörige für einen Austausch zusammen zu bringen und mit Expertenrat zur Seite zu stehen, wenn es um ein selbstbestimmtes und mobiles Leben geht.

Gut informiert
Im Fokus des ersten Coloplast Kontinenz-Forums, das am 30. Juni im Grand Elysée Hotel Hamburg stattfindet, steht das Thema Blase. Anika Biel, Urologin aus Recklinghausen, wird über die verschiedenen Ursachen einer Blaseninkontinenz berichten und welche Behandlungsmöglichkeiten Erfolg versprechen. Die Ernährungswissenschaftlerin Ramona Schinköthe erläutert, wie sich die persönliche Ernährung auf die Blasen- und Darmfunktion auswirkt. Rechtsanwalt Christian Au informiert über rechtliche Aspekte der Versorgung mit Hilfs- und Pflegehilfsmitteln. Sein Vortrag zeigt die aktuellen Entwicklungen und resultierende Möglichkeiten der Versicherten auf. Wie Betroffene mit Kontinenzproblemen von den Angeboten der Selbsthilfe profitieren können, präsentiert Frau Annette Lemli, 2. Vorsitzende SoMA e.V.

Aktiv mobil
Mobilität spielt eine tragende Rolle auf dem Weg zurück in den Alltag. Wie mobil und sportlich aktiv sind Sie? Informieren Sie sich auf dem Coloplast-Kontinenz-Forum über das breitgefächerte Sportangebot des DRS und nutzen Sie die kostenfreie persönliche Sportberatung mit Personal Training sowie den Rollstuhl-TÜV. Testen Sie Ihre Geschicklichkeit auf dem Rollstuhlparcours und messen Sie Ihre Kräfte auf einer Kraftstrecke.

Hintergrundinformationen
Coloplast widmet sich seit über 50 Jahren den Themen Harn - und Stuhlinkontinenz. Im Rahmen des Coloplast-Kontinenz-Forums treffen sich Betroffene, Angehörige und Coloplast einmal mehr – in dem Wissen um die Kraft des Austauschens, des Zuhörens, des Miteinanders. Es sind wesentliche Aspekte eines selbstbestimmten Lebens – und der Anlass unseres Forums.

Über die Coloplast GmbH
Coloplast ist führender Anbieter medizinischer Produkte und Serviceleistungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Die Kerngeschäftsfelder sind Stomaversorgung, Kontinenzversorgung, Wundversorgung und Urologie. Der Jahresumsatz des Unternehmens betrug zuletzt weltweit mehr als 1,5 Mrd. Euro.
Coloplast A/S wurde 1957 in Dänemark gegründet und beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat Niederlassungen in mehr als 40 Ländern und Produktionsstätten in China, Dänemark, Ungarn, Frankreich und den USA. Die Unternehmenszentrale ist in Humlebæk in Dänemark. Die Coloplast GmbH mit Sitz in Hamburg besteht seit 1983 und hat derzeit 550 Mitarbeiter.


Kontakt
Tina Krüger
Coloplast GmbH
Kuehnstrasse 75
22045 Hamburg
Tel.: +49 40 66 98 07-469
E-Mail: detlw@coloplast.com
Internet: http://www.coloplast.de/kontinenzforum

Quelle:   Pressestelle Fa. Coloplast vom 05.04.2017




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Bundesverband Medizintechnologie e.V. vom 10.01.2017
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17 Jan 2017 10:01



Inkontinenzversorgung aus der Tabuzone holen - Die Kampagne "Körperstolz" geht weiter




BERLIN: Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) trägt seit 2010 mit der Kampagne „Maßstab Mensch“ die Bedeutung und Faszination moderner Medizintechnologie in die Öffentlichkeit. Teil dieser Kampagne ist die im Frühjahr 2015 gestartete Motivreihe „Körperstolz“, die 2017 mit einem aktualisierten und drei neuen Motiven fortgesetzt werden soll.

Mit der Kampagne „Körperstolz“ rüttelt der BVMed an einem gesellschaftlichen Tabu: Trotz ihrer Verbreitung und Relevanz für den Einzelnen wird über die vielfache Nutzung von Medizinprodukten kaum gesprochen. Im Gegenteil: Einige werden sogar schamvoll versteckt. Die Kampagne „Körperstolz“ setzt genau da an: Sie macht deutlich, dass es für Tabuisierung und falsche Scham keinen Grund gibt, und will Betroffene motivieren, auf den eigenen Körper stolz zu sein.

Die Kampagne möchte zudem das Verständnis von der Lebenssituation Betroffener stärken. Darüber hinaus wird die Botschaft transportiert, dass moderne Medizinprodukte entscheidend zu ihrer Lebensqualität beitragen und ihnen ein weitgehend normales Leben ermöglichen. All diese Aspekte spiegelt die Kampagnenbotschaft wieder: „Jeder Mensch ist einzigartig. Einigen helfen wir, wie alle anderen zu leben“.

Suche nach neuen Motiven

Für die Fortführung der Körperstolz-Kampagne im Jahr 2017 sind wir auf der Suche nach jungen Patientinnen, die Inkontinenzhilfen verwenden. Die Teilnehmerinnen sollten bereit sein, sich und das von ihnen genutzte Medizinprodukt bzw. Hilfsmittel bei einem Fotoshooting in Berlin zu präsentieren. Erscheinen wird die Kampagne in Form von Plakaten sowie auf den Internet-Präsenzen des BVMed. Darüber hinaus sollten die Patienten bereit sein, ihre Geschichte zu erzählen, welche für Pressearbeit genutzt werden soll. Die Teilnehmerinnen werden zu einem Fotoshooting eingeladen, welches voraussichtlich Anfang März an einem Wochenende in Berlin stattfinden wird. Die Agentur übernimmt die Organisation und Kosten der An- und Abreise sowie der Übernachtung. Zudem wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt.

Alle Interessenten sollten sich bis spätestens 10. Februar 2017 an der unten angegebenen Adresse melden, dort gibt es auch weitere Informationen.

Ihre Ansprechpartnerin bei Scholz & Friends / Commarco Services:

Anne-Katrin Lukas
PR Consulting
Tel. +49 30 700186-722
Mail: anne-katrin.lukas@s-f.com

Quelle:   Bundesverband Medizintechnologie e.V. vom 10.01.2017




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Urologische Nachrichten vom 13.06.2016
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20 Jun 2016 17:49



Gesundheitsinformationen im Netz - Ärzte sehen informierte Patienten kritisch




DRESDEN: Patienten informieren sich immer häufiger selbst über Krankheiten, Behandlungsmöglichkeiten oder Kassenleistungen. Bei niedergelassenen Ärzten ist dieses Verhalten umstritten, oft raten sie Patienten von einer eigenen Recherche ab.

Mehr als die Hälfte der niedergelassenen Ärzte findet informierte Patienten mindestens problematisch. 45 Prozent der Ärzte stimmen außerdem der Aussage zu, die Selbstinformation der Patienten erzeuge vielfach unangemessene Erwartungen und Ansprüche, die die Arbeit der Ärzte belaste. Dies geht aus einer Online-Umfrage der Bertelsmann Stiftung und der Barmer GEK hervor. Fast ein Drittel (30 Prozent) der Ärzte ist der Ansicht, dass die Selbstinformation die Patienten meist verwirre und das Vertrauen zum Arzt beeinträchtige. Knapp ein Viertel der Ärzte rät Patienten sogar aktiv von der eigenständigen Suche nach Informationen ab.

Patienten recherchieren zunehmend im Internet

Der Trend ist allerdings ein anderer: "Es ist eine unumkehrbare Entwicklung, dass immer mehr Patienten ihre Krankheitssymptome und die dazugehörigen Therapiemöglichkeiten im Internet recherchieren", sagt Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Daher sollten Ärzte die Selbstinformation ihrer Patienten als Chance betrachten und fördern. "Auch was das Thema Gesundheit angeht, sind die Menschen heutzutage viel anspruchsvoller und selbstbewusster. Ein gut informierter Patient, der auf Augenhöhe mit dem Arzt über Krankheit und Behandlungsoptionen diskutiert, sollte das Ziel aller an der Versorgung Beteiligten sein", so Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK.

Ärzte wenig selbstkritisch

Fast alle niedergelassenen Ärzte (98 Prozent) geben der Umfrage zufolge an, dass sich der Trend zur Selbstrecherche medizinischer Fragen in den vergangenen fünf Jahren verstärkt hat. Das wachsende Interesse von Laien an gesundheitsbezogenen Themen ist in der Ärzteschaft jedoch umstritten. Gut 40 Prozent der Ärzte freuen sich über das Interesse der Patienten. Knapp zehn Prozent ärgern sich allerdings, dass der Patient sich mit seiner Frage nicht zuerst an sie gewandt hat. Die Frage, ob es auch an ihnen selbst liegen könne, dass Patienten sich auf eigene Faust informieren und nicht direkt auf sie zukommen, stellen sich lediglich elf Prozent der Ärzte. Nur etwa zehn Prozent von ihnen fragen sich, ob der Patient sich zuvor mehr Beratung gewünscht hätte.

Ärzte kennen seriöse Informationen im Internet nicht

Nur etwas mehr als die Hälfte der Ärzte (56 Prozent) hat nach eigenen Angaben vertrauenswürdige Informationsmaterialien in ihrer Praxis ausliegen und gibt diese ihren Patienten mit. Knapp 50 Prozent weisen ihre Patienten auf gute Informationsquellen hin und ebenfalls knapp 50 Prozent der Ärzte suchen selbst nach geeigneten Informationen für ihre Patienten.

Nur 15 Prozent der Ärzte kennen sich nach eigenen Angaben eher nicht so gut oder überhaupt nicht gut mit den für Patienten verfügbaren Informationsangeboten aus. Trotzdem kennen gerade einmal 21 Prozent der Ärzte die Internetseite patienten-information.de des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ), das immerhin das gemeinsame Kompetenzzentrum von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung ist. Nur ein Drittel dieser Ärzte hält die Patienteninformationen dieser Internetseite für vertrauenswürdig, während das Vertrauen in Wikipedia mehr als doppelt so groß ist.

Zusatzinformationen

Die Online-Umfrage der Bertelsmann Stiftung und der Barmer GEK wurde im November und Dezember 2015 durchgeführt. Befragt wurden ambulant tätige niedergelassene Ärzte aus den Fachbereichen Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Anästhesie, Allgemeinchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie und Orthopädie, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Urologie, Augenheilkunde und HNO. Für die Datenanalyse liegen 804 Online-Fragebögen von Ärztinnen und Ärzten vor. Die Autorin der Studie ist Anja Bittner (Ärztin und Mitbegründerin der mehrfach ausgezeichneten Internetseite http://www.washabich.de)

Quelle:   Urologische Nachrichten vom 13.06.2016




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OnVista.de vom 24.05.2016
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24 Mai 2016 19:28



Ferring Pharmaceuticals: Internationaler Tag des Bettnässens 2016 – Neue Studienergebnisse bestätigen Auswirkungen des Bettnässens auf die Tagesfunktion von Kindern




SAINT-PREX - SCHWEIZ: Heute wird der Internationale Tag des Bettnässens (World Bedwetting Day, WBD) begangen. Veranstalter ist der WBD-Lenkungsausschuss unter Federführung der Internationalen Gesellschaft für Kontinenz von Kindern (International Children’s Continence Society, ICCS) und der Europäischen Gesellschaft pädiatrischer Urologie (European Society for Paediatric Urology, ESPU), der Patienten- und Fachgruppen aus aller Welt einschließt*. Es hat sich gezeigt, dass Bettnässen, häufig als harmloses Kindheitsphänomen verkannt, das Selbstwertgefühl eines Kindes, sein seelisches Wohlbefinden und die Tagesfunktion, einschließlich der schulischen Leistungen, stark beeinträchtigen kann1,6. Aber Bettnässen kann und sollte behandelt werden5. Eine Studie aus jüngster Zeit hat die Vorteile einer Behandlung deutlich gemacht. Es wurde nachgewiesen, dass eine erfolgreiche Therapie des Bettnässens zu Verbesserungen des auditorischen Arbeitsgedächtnisses, der Lebensqualität und der Funktion während des Tages führte.

  • Bettnässen ist eine komplexe Störung bedingt durch mehrere Faktoren wie Blasenfunktionsstörung, die Unfähigkeit aufzuwachen und Überproduktion von Urin in der Nacht1 – Bettnässen geht nicht immer von alleine weg2
  • Ein Zusammenhang zwischen Bettnässen, Hirn- und psychischen Funktionen sowie Schlafproblemen ist gut dokumentiert1,3
  • Eine erfolgreiche Therapie des Bettnässens entlastet das Kind emotional und hat nachweislich zu Verbesserungen des auditorischen Arbeitsgedächtnisses, der Lebensqualität und der Funktion während des Tages geführt4
  • Keiner muss sich für Bettnässen schuldig fühlen; es ist ein häufig vorkommendes gesundheitliches Problem, das behandelt werden kann und sollte5
„Die Studie zeigt, dass nicht behandeltes Bettnässen die neuropsychologische Funktion des sich entwickelnden Kindes beeinträchtigt“, so Charlotte Van Herzeele, Klinik für Pädiatrische Nephrologie/Urologie, Universitätsklinikum Ghent, Belgien. „Deshalb ist es wichtig, dass Familien das Problem mit einem Arzt besprechen, denn solche Folgeschäden lassen sich durch die Behandlung dieses häufig vorkommenden gesundheitlichen Problems beseitigen. Weitere Studien können dazu beitragen, unsere Kenntnisse und unser Verständnis der optimalen Behandlungsansätze zu erweitern.”

Auch fanden Studien, dass Bettnässen einen bedeutenden Einfluss auf die kognitive Funktion und das psychosoziale Wohlbefinden von Kindern hat:

  • Bettnässen kann die schulischen Leistungen eines Kindes negativ beeinflussen.7
  • Die Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls kann dazu führen, dass bettnässende Kinder sich von ihren Altersgenossen isolieren.1,2,7
  • Aus Angst vermeiden sie dann möglicherweise die Teilnahme an Gruppenaktivitäten, wie das Übernachten bei Freunden und Klassenfahrten, da sie befürchten, im Kreis von Freunden nachts einzunässen.1,2,7
  • Das Problem kann sie auch von längeren Anreisen, wie Flüge oder langen Autofahrten, abhalten, obwohl sie gerne Freunde und Verwandte besuchen oder in Urlaub fahren möchten.7
Eltern von bettnässenden Kindern verbringen durchschnittlich eine Stunde am Tag damit, die Folgen des Einnässens zu beseitigen, beispielsweise mit Wechseln der Bettwäsche, Baden und erneutem Anziehen des Kindes8. Bettnässen hat häufig langfristige Auswirkungen, da viele Eltern zunächst versuchen, mit Änderungen des Lebensstils das Problem anzugehen7, wobei die Hälfte der Eltern mit Kindern im Alter von fünf oder mehr Jahren keine Hilfe suchen9. Deshalb können etwa ein bis drei Jahre vergehen, bevor ein Patient mit Bettnässen einem Arzt vorgestellt wird7.

Dr. Søren Rittig, Professor an der Kinder- und Jugendklinik, Nephrourologie-Team, des Universitätsklinikums Aarhus, kommentierte: „Es ist wichtig, dass Eltern verstehen, was Bettnässen für ihr Kind bedeutet und dass ärztliche Hilfe verfügbar ist. Es gibt wirksame Therapien, mit denen Eltern und Kinder Kontrolle über ihr Leben gewinnen können. Es ist Zeit zu handeln!”

Bettnässen ist für viele jüngere Kindern und ihre Eltern und Geschwister ein Problem, das jede Nacht auftritt und teilweise über Jahre besteht. Die Auswirkungen des Bettnässens auf das soziale und seelische Wohlbefinden der Kinder wird unterschätzt“, so Professor Serdar Tekgül von der Urologischen Klinik der Hacetteppe-Universität. „Häufig wird die Störung fälschlicherweise als Teil der normalen Entwicklung angesehen. Es herrscht die Vorstellung, dass sich das Problem mit der Zeit schon auswächst. Dabei ist Bettnässen für die betroffenen Kinder peinlich und sozial und psychisch beeinträchtigend. Auch sind die Familien durch das Leiden extrem gestresst. Es ist Zeit zu handeln und alle über die verschiedenen Behandlungsoptionen aufzuklären, die dem Leiden der Kinder und der Eltern ein Ende machen können.”

Über Bettnässen

Bettnässen, auch als Enuresis nocturna bezeichnet, ist der unwillkürlicher Abgang von Urin im Schlaf.10 Bei Kindern im Alter von fünf oder mehr Jahren wird das nächtliche Einnässen als Störung betrachtet. In den meisten Fällen ist eine Überproduktion von Urin in der Nacht oder eine verringerte Blasenkapazität die Ursache.1. Manche Kinder wachen auch einfach nicht auf.1. Bettnässen entsteht nicht aufgrund von psychologischen Ursachen.1. Bettnässen ist ein medizinisches Problem, das im Kindesalter häufig vorkommt11. Rund 5–10 % der Siebenjährigen nässen regelmäßig nachts ein und das Problem kann bis ins Jugend- und Erwachsenenalter weiterbestehen12.

Über den Internationalen Tag des Bettnässens

Der Internationaler Tag des Bettnässens (World Bedwetting Day, WBD) 2016 findet am Dienstag, den 24. Mai statt und fällt jedes Jahr auf den letzten Dienstag im März. Der Internationaler Tag des Bettnässens wird vom World Bedwetting Day-Lenkungsausschuss veranstaltet und unterstützt, der sich aus der Internationalen Gesellschaft für Kontinenz von Kindern (International Children’s Continence Society, ICCS) und der Europäischen Gesellschaft pädiatrischer Urologie (European Society for Paediatric Urology, ESPU) sowie Fachgruppen aus der ganzen Welt zusammensetzt*. Die Initiative wird mit einer uneingeschränkten Aufklärungskampagnenzuwendung von Ferring Pharmaceuticals unterstützt.

Im Jahr 2015 veranstalteten die ICCS und die ESPU den ersten Internationalen Tag des Bettnässens , um die Öffentlichkeit und Angehörige der Gesundheitsberufe darauf aufmerksam zu machen, dass Bettnässen ein häufig vorkommendes gesundheitliches Problem ist, das behandelt werden kann und sollte.11. Das Motto lautet „Zeit zu handeln“. Dies macht deutlich, dass viel mehr in puncto Diagnostik und Therapie bei Kindern, die nachts einnässen, getan werden könnte.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.worldbedwettingday.com.

Unterstützt von Ferring Pharmaceuticals

* Asia Pacific Association of Paediatric Urology (APAPU), International Paediatric Nephrology Association (IPNA), European Society of Paediatric Nephrology (ESPN), Sociedad Iberoamericana de Urologia Paediatrica (SIUP), Society of Pediatric Urology (SPU), die American Academy of Pediatrics – Section on Urology (AAP-SOU), American Association of Pediatric Urology (AAPU)
Quellenangaben

1 Vande Walle J et al, Erratum to: Practical consensus guidelines for the management of enuresis. Eur J Pediatr 2012;171:971-983

2 NHS Conditions: http://www.nhs.uk/conditions/Bedwetting ... ction.aspx [Zuletzt abgerufen am 06.04.16]

3 von Gontard A, Baeyens D, Van Hoecke E, Warzak WJ, Bachmann C (2011) Psychological and psychiatric issues in urinary and fecal incontinence. J Urol 185:1432-1436.

4 Van Herzeele C, Dhondt K, Roels S P et al. Desmopressin(melt) therapy in children with monosymptomatic nocturnal enuresis and nocturnal polyuria results in improved neuropsychological functioning and sleep. Pediatr Nephrol. 2016; DOI 10.1007/s00467-016-23351-3

5 Hjälmås K et al. Nocturnal Enuresis: An International Evidence Based Management Strategy. The Journal of Urology. 2004;
171:2545–2561

6 Joinson C et al. A United Kingdom population-based study of intellectual capacities in children with and without soiling, daytime wetting, and bed-wetting Pediatrics. 2007;120(2):e308-16

7 Joinson C et al, Pediatrics. 2007 Aug;120(2):e308-16
8 InSites Consulting. Increasing Adherence for Minirin Market Research. 2016

9 Schlomer, Bruce et al Parental beliefs about nocturnal enuresis causes, treatments, and the need to seek professional medical care, Journal of Pediatric Urology.2013; 9, 1043e1048

10 Austin P et al. The Standardization of Terminology of Lower Urinary Tract Function in Children and Adolescents: Update Report from the Standardization Committee of the International Children’s Continence Society, The Journal of Urology. 2014;191:1863-1865

11 Hjälmås K et al. Nocturnal Enuresis: An International Evidence Based Management Strategy. The Journal of Urology. 2004;
171:2545–2561

12 Nevéus T. Nocturnal enuresis—theoretic background and practical guidelines. Pediatr Nephrol. 2011; 26:1207–1214

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Originalversion auf businesswire.com ansehen: http://www.businesswire.com/news/home/2 ... 006550/de/

Burson-Marsteller im Auftrag von Ferring Pharmaceuticals Nehal Patel +44 2073006173 Nehal.patel@bm.com

Quelle:   OnVista.de vom 24.05.2016




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Pressestelle Deuschte Kontinenzgesellschaft vom 09.05.2016
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09 Mai 2016 20:05



8. World Continence Week (WCW) vom 20.-26. Juni 2016: Aktionswoche zur Inkontinenz parallel zur Fußball-EM




FRANKFURT am Main: Anknüpfend an die erfolgreichen Veranstaltungen vergangener Jahre findet dieses Jahr die achte World Continence Week (WCW) vom 20. bis 26. Juni 2016 statt. Damit jedoch niemand auf den Genuss der Sportübertragung verzichten muss, wurden viele Veranstaltungen gleich bei der Planung den Zeiten der EM-Spiele angepasst. Doch was passiert genau bei der World Continence Week und wie hängt das Thema "Inkontinenz“ mit der Fußball-EM zusammen?

Die Aufklärungskampagne „Welt-Kontinenz-Woche“ zum Thema Inkontinenz wurde von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft ins Leben gerufen und bietet bundesweite Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie Expertenvorträge für Betroffene und Mediziner. Denn jeder zehnte Deutsche leidet unter Inkontinenz – quer durch die Altersgruppen und Geschlechter. Doch noch immer fällt es vielen Inkontinenten schwer, sich ärztliche Hilfe zu suchen. Über die Hälfte der Betroffenen bleibt daher unbehandelt.

Wer jedoch keine Hilfe erhält, kann an vielen gesellschaftlichen Events nicht mehr teilhaben. Beispiel Fußballstadion: Die Berliner Wasserwerke ermittelten nach der Fußball-WM 2014 anhand des Wasserverbrauchs („Spülkurve“), dass die meisten Menschen die Halbzeitpause nutzen, um kurz die Toilette aufzusuchen. Wer an einer unbehandelten Inkontinenz leidet, wird sich beim Public Viewing kaum an der langen Schlange zum WC hinten anstellen können. So verhindert eine so banale Sache wie die Spülkurve den oft jahrelang geschätzten Besuch in der Fankurve.

Die Aufklärungsveranstaltungen der World Continence Week ermuntern zum Arztbesuch, senken die Hemmschwelle und klären über Behandlungsmöglichkeiten auf – denn diese gibt es in großer Vielfalt und für jeden Patienten individuell. Im vergangenen Jahr verbuchte die WCW mit bundesweit 145 Veranstaltungen in 97 Städten ihren größten Erfolg. Auch in diesem Jahr sind Patienten und Angehörige eingeladen, sich über Behandlungsoptionen bei Inkontinenz zu informieren und damit das Schweigen um die Krankheit zu brechen.

„Betroffene müssen wissen, an wen sie sich wenden können und welche Perspektiven sie haben“, erläutert Prof. Dr. med. Axel Haferkamp, Direktor Urologische Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Mainz und Erster Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft. „Sie werden sogar erleichtert sein, wenn sie offen mit einem Arzt darüber sprechen und merken, sie sind mit ihrem Leiden nicht allein. Und nur so können sie eine kompetente Hilfe erhalten und auch wieder am sozialen Leben teilhaben“. In diesem Sinne auf informative Veranstaltungen bei der World Continence Week und eine erfolgreiche Euromeisterschaft!

Wer eine eigene Veranstaltung melden möchte, kann sie per E-Mail der Deutschen Kontinenz Gesellschaft melden. Diese publiziert auf ihrer Website eine ständig aktualisierte Liste der Events zur WCW 2016.

Weitere Informationen und Ansprechpartner vermittelt die Pressestelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft.

Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e. V. hat es sich als gemeinnützige, medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft seit 1987 zur Aufgabe gemacht, Inkontinenz aus der Tabuzone zu holen und den Weg frei zu machen für eine verbesserte Diagnose, Behandlung und Prävention von Harn- und Stuhlinkontinenz. Dafür steht bundesweit ein interdisziplinärer Expertenrat aller betroffenen Fachrichtungen zur Verfügung. Mit der Zertifizierung von ärztlichen Beratungsstellen sowie Kontinenz- und Beckenboden-Zentren und der Veranstaltung von Fortbildungen trägt die Deutsche Kontinenz Gesellschaft maßgeblich zur Qualitätssicherung in der Behandlung und Beratung von Menschen mit Inkontinenz bei.


Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.
Friedrichstraße 15
60323 Frankfurt am Main

http://www.kontinenz-gesellschaft.de
E-Mail: info@kontinenz-gesellschaft.de

Quelle:   Pressestelle Deuschte Kontinenzgesellschaft vom 09.05.2016




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Presseabteilung Coloplast GmbH vom 12.04.2016
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18 Apr 2016 17:34



Studie: Chronisch erkrankte Mitarbeiter fördern die Kreativität in Unternehmen




HAMBURG: Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten im Berufsleben bringt nicht nur Vorteile für die Betroffenen – auch die Betriebe profitieren, und das manchmal auf überraschende Weise. So sind zum Beispiel 52 Prozent der Deutschen davon überzeugt, dass Inklusion die Kreativität und den Ideenreichtum in Unternehmen fördert. Der Grund: Wer im Alltag mit Einschränkungen zu kämpfen hat, bringt auch im Beruf neue und ungewohnte Denkansätze ein. Das ist ein Ergebnis der Studie „Inklusion in Beruf und Alltag“ der Coloplast GmbH. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren.

Als weiteren erheblichen Vorteil der Inklusion sehen 70 Prozent der Deutschen an, dass die sozialen Kompetenzen der Unternehmen gestärkt werden. Und 61 Prozent führen an, dass sich die Inklusion stark oder sehr stark positiv für die Betriebe auswirkt, weil ihnen dadurch betroffene Fachkräfte länger erhalten bleiben. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels kann es sich die deutsche Gesellschaft nicht leisten, Leistungsträger vom Berufsleben auszuschließen“, sagt Michael Zwick, Geschäftsführer Coloplast Deutschland. Stringente Inklusionsmaßnahmen wirken sich hier sogar doppelt positiv für die Unternehmen aus: Sie können so nicht nur die konkret von Einschränkungen durch Behinderungen und chronische Krankheiten betroffenen Fachkräfte halten. Sie erhalten auch im generellen Wettbewerb um die qualifiziertesten Mitarbeiter einen Vorteil, weil sie sich verantwortungsbewusst zeigen und so als Arbeitgeber attraktiver werden. Davon sind 47 Prozent der Deutschen überzeugt.

Inklusion beginnt im Kopf

„Die wichtigste Inklusionsmaßnahme in Unternehmen ist zunächst ein Umdenken in den Köpfen. Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten werden noch zu oft zuerst als behindert oder krank angesehen, und dass wird meist auch noch automatisch mit ‚nicht leistungsfähig‘ gleichgesetzt“, schildert Michael Zwick die Hemmschuhe der Inklusion. Diese Einstellung diskriminiert die Betroffenen – und ist auch wirtschaftlich unsinnig. Denn eine gesundheitliche Einschränkung im Leben des Betroffenen durch eine Krankheit oder Behinderung hat nicht automatisch eine Auswirkung auf seine Eignung für seinen Beruf und die Qualität seiner Arbeit.

Hilfsmittel-Wahlfreiheit als Schlüssel für die Teilhabe

Viele chronische körperliche Beschränkungen, wie zum Beispiel Inkontinenz, lassen sich mit modernen Hilfsmitteln so gut beherrschen, dass sie im Alltag kein Hindernis mehr sind. Hinderlich für eine erfolgreiche Inklusion ist allerdings, wenn die Betroffenen bei diesen Hilfsmitteln keine Wahlfreiheit haben. Das führt dazu, dass viele Inkontinenz-Erkrankte ihre Hilfsmittel aus eigener Tasche bezahlen. Denn nur so kommen sie an die Hilfsmittel, die ihnen den für ihren Arbeitsplatz und ihre individuelle Situation passenden Schutz mit dem richtigen Grad an Zuverlässigkeit bieten. „So ist es aufgrund von Erstattungskürzungen der Krankenkassen leider vemehrt Realität, dass Betroffene ihre eigene Inklusion letztendlich selbst bezahlen müssen. Hier bedarf es eines Umdenkens“, so Zwick. Eine Position, die eine breite Mehrheit der Deutschen unterstützt: Mehr als 90 Prozent halten eine Wahlfreiheit bei Inkontinenz-Hilfsmitteln und eine vollständige Abdeckung der damit verbundenen Kosten für wichtig oder sehr wichtig.

Hintergrundinformationen

Für die Studie „Inklusion in Beruf und Alltag“ wurden in einer für die deutsche Bevölkerung repräsentativen Umfrage 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Daten sind im zweiten Halbjahr 2015 durch Forsa im Auftrag der Coloplast GmbH erhoben worden. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet.


Über die Coloplast GmbH
Coloplast ist führender Anbieter medizinischer Produkte und Serviceleistungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Die Kerngeschäftsfelder sind Stomaversorgung, Kontinenzversorgung, Wundversorgung und Urologie. Der Jahresumsatz des Unternehmens betrug zuletzt weltweit mehr als 1,5 Mrd. Euro.
Coloplast A/S wurde 1957 in Dänemark gegründet und beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat Niederlassungen in mehr als 40 Ländern und Produktionsstätten in China, Dänemark, Ungarn, Frankreich und den USA. Die Unternehmenszentrale ist in Humlebæk in Dänemark. Die Coloplast GmbH mit Sitz in Hamburg besteht seit 1983 und hat derzeit 550 Mitarbeiter.

Pressekontakt
Yvonne Dolberg
Coloplast GmbH
Kuehnstrasse 75
22045 Hamburg
Tel.: +49 40 66 98 07-950
E-Mail: deyd@coloplast.com
Internet: http://www.coloplast.de

Quelle:   Presseabteilung Coloplast GmbH vom 12.04.2016




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Presseportal vom 10.02.2016
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10 Feb 2016 12:51



Studie: Jedem zweiten chronisch Erkrankten droht aus Scham die soziale Isolation




HAMBURG: Deutsche fürchten sich vor Verlust von Lebensqualität durch dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen. Rund zwei Drittel der Deutschen geben an, dass sie im Fall einer intimen chronischen Erkrankung offen mit ihren sehr engen Freunden darüber sprechen würden. Tatsächlich macht dies aber nicht einmal jeder zweite Betroffene. Damit droht ein Verlust der sozialen Kontakte. Das zeigt die Studie "Inklusion in Beruf und Alltag" der Coloplast GmbH. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren.

Sollten sie an einem intimen chronischen Leiden wie Inkontinenz erkranken, fürchtet sich die breite Mehrheit der Deutschen vor einem erheblichen Verlust an Lebensqualität. Schon bei einfachen Freizeitaktivitäten erwarten sie erhebliche Probleme. So rechnen drei von vier Deutschen damit, dass ihre Lebensqualität bei Urlaubsreisen oder längeren Fahrten stark oder sehr stark eingeschränkt werden würde. 71 Prozent fürchten dies bei sportlicher Betätigung, 65 Prozent bei Aktivitäten wie Kino- oder Konzertbesuchen. Und schon bei Alltagstätigkeiten wie Einkaufen rechnen 51 Prozent mit starken oder sehr starken Einschränkungen. Zumindest erwarten mit 68 Prozent mehr als zwei Drittel der Deutschen nicht, dass der persönliche Kontakt zu Freunden unter einer intimen chronischen Erkrankung stark leiden würde. Eine optimistische Einschätzung, die diejenigen nicht bestätigen, die bereits selbst durch eine chronische Erkrankung dauerhaft eingeschränkt sind. Denn unter diesen Betroffenen geben 41 Prozent an, dass die Lebensqualität in Bezug auf den Kontakt zu Freunden stark oder sehr stark eingeschränkt werde. Und während unter allen Befragten 62 Prozent angeben, im Falle einer dauerhaften intimen Erkrankung mit ihren sehr engen Freunden darüber sprechen zu wollen, geben dies unter den chronisch Kranken nur 50 Prozent an.

Wichtig für Teilhabe: Freundschaft und Hilfsmittel

"Gerade bei Neuerkrankten gibt es oft einen starken Trend, sich aus Scham aus dem Freundeskreis zurückzuziehen", sagt Michael Zwick, Geschäftsführer Coloplast Deutschland. "Dies führt zu sozialer Isolation und zu psychischen Belastungen bis hin zu Depressionen." Deswegen ist es für Betroffene wichtig, den Kontakt zum Freundeskreis aufrecht zu erhalten. Dabei kann es hilfreich sein, die Krankheit und ihre Auswirkungen offen anzusprechen - auch wenn das zunächst Überwindung kostet. Um auch mit körperlichen Einschränkungen aktiv am Leben teilhaben zu können, gibt es heute für viele Fälle ein breites Angebot an Hilfsmitteln, die den Betroffenen effektiv und an die individuellen Anforderungen angepasst durch den Alltag helfen. Beim Beispiel Inkontinenz wären diese Hilfsmittel den meisten Deutschen auch das wichtigste: 94 Prozent aller Deutschen wäre es wichtig oder sehr wichtig, dass sie sich die passenden Hilfsmittel selbst aussuchen könnten, sollten sie selbst unter Inkontinenz leiden. 92 Prozent wäre es wichtig oder sehr wichtig, dass ihre Krankenkasse oder Krankenversicherung die damit verbundenen Kosten vollständig erstattet.

Hintergrundinformationen

Für die Studie "Inklusion in Beruf und Alltag" wurden in einer für die deutsche Bevölkerung repräsentativen Umfrage 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Daten sind im zweiten Halbjahr 2015 durch Forsa im Auftrag der Coloplast GmbH erhoben worden. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet.

Bild

Weitere Informationen und eine Infografik mit Detailergebnissen finden Sie unter: http://www.coloplast.de/inklusionunternehmen.


Über die Coloplast GmbH

Coloplast ist führender Anbieter medizinischer Produkte und Serviceleistungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Die Kerngeschäftsfelder sind Stomaversorgung, Kontinenzversorgung, Wundversorgung und Urologie. Der Jahresumsatz des Unternehmens betrug zuletzt weltweit mehr als 1,5 Mrd. Euro.

Coloplast A/S wurde 1957 in Dänemark gegründet und beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat Niederlassungen in mehr als 40 Ländern und Produktionsstätten in China, Dänemark, Ungarn, Frankreich und den USA. Die Unternehmenszentrale ist in Humlebæk in Dänemark. Die Coloplast GmbH mit Sitz in Hamburg besteht seit 1983 und hat derzeit 550 Mitarbeiter.


Pressekontakt:

Yvonne Dolberg
Coloplast GmbH
Kuehnstrasse 75
22045 Hamburg
Tel.: +49 40 66 98 07-950
E-Mail: deyd@coloplast.com
Internet: http://www.coloplast.de

Quelle:   Presseportal vom 10.02.2016




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Pressestelle Deuschte Kontinenzgesellschaft vom 20.01.2016
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28 Jan 2016 19:52



Harninkontinenz beim Mann - Beckenbodentraining hilft nicht nur Frauen




FRANKFURT am Main: Das gezielte Beckenbodentraining ist mittlerweile ein wesentlicher Teil der Inkontinenzbehandlung. Mit den richtigen Übungen kann Betroffenen geholfen werden, ihre Beschwerden in den Griff zu bekommen. Dabei richtet sich diese Behandlungsmethode nicht – wie oft fälschlicherweise angenommen – ausschließlich an Frauen. Auch Männer können von den Übungen profitieren – etwa nach einem operativen Eingriff. Neben diesem konservativen Ansatz gibt es heute eine Vielzahl weiterer individueller Behandlungsmöglichkeiten. Inkontinenz ist somit kein unabwendbares Schicksal und muss keineswegs schweigend hingenommen werden.

Inkontinenz wird bei der Krebsnachsorge häufig übersehen

Jedes Jahr werden circa 5.000 Männer infolge von Operationen harninkontinent. Vor allem nach radikalen Prostatektomien leidet jeder fünfte bis zehnte Mann dauerhaft an Inkontinenz, so Privatdozentin Dr. Ricarda Bauer, Oberärztin der Urologischen Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München und Leiterin des dortigen Kontinenzzentrums. Hinzu kommt, dass bei einigen Patienten eine Inkontinenz bei der Krebsnachsorge übersehen wird. Die Botschaft des Urologen geht nach Erfahrung von Dr. Ricarda Bauer oftmals nur in die Richtung: „Hauptsache, der PSA-Wert ist normal“ oder „Wenn Sie Ihren Harnstrahl unterbrechen können, sind Sie nicht inkontinent“. Dabei verhält es sich bei der Harninkontinenz des Mannes anders als bei Frauen, die häufig beim Niesen oder Husten Urin verlieren: Die meisten Männer nässen während längerer körperlicher Anstrengung ein, beispielsweise beim Wandern oder bei der Gartenarbeit.

Weniger ist mehr: Männer übertreiben es oft mit den Beckenbodenübungen

Zahlreichen Betroffenen kann ohne großen Aufwand geholfen werden: „Der erste Schritt ist oft ein Beckenbodentraining unter Anleitung eines Physiotherapeuten mit Spezialisierung auf dieses Thema“, so Dr. Ricarda Bauer. In den durch die Deutsche Kontinenz Gesellschaft zertifizierten Kontinenz- und Beckenboden-Zentren arbeiten auch immer qualifizierte Physiotherapeuten. Eine Liste mit zertifizierten Kontinenz- und Beckenboden-Zentren findet sich auf der Website der Deutschen Kontinenz Gesellschaft. Wichtig ist dabei, sich an die Anweisungen und den vorgegebenen Trainingsumfang zu halten. Häufig kommt es vor, dass die Männer – getrieben vom Wunsch, wieder kontinent zu sein – zu viel auf einmal wollen und sich übernehmen. Doch auch beim Beckenbodentraining gilt: Wer es übertreibt, riskiert Schäden. Richtig ausgeführt kann jedoch durch gezielte Übungen die Beckenbodenmuskulatur dauerhaft gekräftigt und stabilisiert werden, und einer Inkontinenz so gegengesteuert werden.

Offensiverer Umgang von Ärzten gefordert

Wem das regelmäßige Training nach sechs bis zwölf Monaten nicht geholfen hat, dem steht inzwischen eine Vielfalt an operativen Verfahren zur Verfügung. „Es gibt verschiedene Schlingensysteme, auch nachstellbare. Bei extremer Schädigung des Schließmuskels ist nach wie vor der künstliche Schließmuskel die Therapie der Wahl“, erklärt Dr. Ricarda Bauer. Wichtig zu wissen ist, dass es heute zahlreiche Behandlungsmethoden bei Inkontinenz gibt, und Betroffene ihr Leiden nicht hinnehmen müssen. „Insgesamt sollten alle Ärzte, die Männer vor und nach Prostataoperationen begleiten, offensiver als bisher häufig üblich mit der Thematik umgehen“, fordert Dr. Ricarda Bauer.

Männer sollten sich nicht vor einem Gespräch scheuen

Die Angst, nach einer OP inkontinent zu sein, ist bei betroffenen Männern noch größer als die Angst vor einer Erektionsstörung. Auch deshalb ist der Wunsch der Männer, wieder kontinent zu werden, besonders hoch. Betroffene sollten nicht den Gang zum Arzt scheuen und sich einen fachlichen Rat einholen. Hierfür bietet die Deutsche Kontinenz Gesellschaft auf ihrer Website eine Liste mit Fachärzten.

Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e. V. hat es sich als gemeinnützige, medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft seit 1987 zur Aufgabe gemacht, Inkontinenz aus der Tabuzone zu holen und den Weg frei zu machen für eine verbesserte Diagnose, Behandlung und Prävention von Harn- und Stuhlinkontinenz. Beraten wird die Gesellschaft durch einen interdisziplinären Expertenrat aller betroffenen Fachrichtungen. Mit der Zertifizierung von ärztlichen Beratungsstellen sowie Kontinenz- und Beckenboden-Zentren und der Veranstaltung von Fortbildungen trägt die Deutsche Kontinenz Gesellschaft maßgeblich zur Qualitätssicherung in der Behandlung und Beratung von Menschen mit Inkontinenz bei.

Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.
Friedrichstraße 15
60323 Frankfurt am Main
http://www.kontinenz-gesellschaft.de
E-Mail: info@kontinenz-gesellschaft.de

Pressestelle:
Nicola Sieverling
Harvestehuder Weg 21
20148 Hamburg
Telefon: 040-429 358 43
Mobil: 0172-455 43 62
E-Mail: redaktion@nicola-sieverling.de

Quelle:   Pressestelle Deuschte Kontinenzgesellschaft vom 20.01.2016




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Presseabteilung Coloplast GmbH vom 13.01.2016
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15 Jan 2016 21:54



Studie: Einer von vier Berufstätigen würde persönliche chronische Erkrankungen bei der Arbeit geheim halten




HAMBURG: Jeder zweite Berufstätige in Deutschland fürchtet, im Falle einer intimen chronischen Erkrankung in seinem Arbeitsleben stark oder sehr stark eingeschränkt zu werden. Sie erwarten vor allem, in ihrer beruflichen Weiterentwicklung gebremst zu werden, dass die eigene Arbeitsleistung leiden könnte oder dass schon die weitere Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit problematisch werden würde. Das zeigt die Studie „Inklusion in Beruf und Alltag“ der Coloplast GmbH. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren.

Trotz aller Anstrengungen für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten im Arbeitsleben rechnet die Mehrheit der berufstätigen Deutschen mit großen Schwierigkeiten, sollten sie an einem sehr persönlichen dauerhaften Leiden erkranken. Jeweils 51 Prozent befürchten, dass dies ihre eigene Arbeitsleistung und ihre berufliche Weiterentwicklung einschränken würde. Die Hälfte geht davon aus, dass eine intime chronische Erkrankung wie zum Beispiel Inkontinenz die weitere Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit einschränken würde. 49 Prozent fürchten, das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu verlieren. 43 Prozent erwarten, dass die Beziehungen zu ihren Arbeitskollegen darunter stark oder sehr stark leiden würden. 42 Prozent befürchten sogar, dass so eine dauerhafte Erkrankung sie stark oder sehr stark darin einschränken könnte, überhaupt einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können.

Junge Berufstätige fürchten Krankheitsfolgen am meisten

Am stärksten ausgeprägt sind diese Ängste unter jungen Leuten. Mehr als alles andere fürchten die Berufstätigen im Alter von 18 bis 29 Jahren, ihre bisherige Tätigkeit nicht weiter ausüben zu können. 71 Prozent von ihnen rechnen hier mit starken oder sehr starken Einschränkungen. Direkt dahinter folgt mit 69 Prozent die Angst, die eigene Arbeitsleistung könnte unter einer sehr persönlichen chronischen Erkrankung leiden. „Die Zahlen zeigen, dass beim Thema Inklusion am Arbeitsplatz noch viel zu tun ist. Wir müssen Ängste abbauen und zeigen, dass eine chronische Krankheit nicht automatisch die berufliche Leistungsfähigkeit ausbremst“, sagt Michael Zwick, Geschäftsführer Coloplast Deutschland. „Zumal es heute für viele persönliche, dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen qualitativ hochwertige, sichere und diskrete Hilfsmittel gibt. Sie ermöglichen den Betroffenen eine erfolgreiche, aktive Teilnahme am Berufsleben.“

Jeder Vierte würde chronische Erkrankungen am Arbeitsplatz geheim halten

Die meisten Menschen könnten sich nicht vorstellen, eine persönliche chronische Erkrankung mit ihrem gesamten Kollegenkreis zu teilen. Nur 15 Prozent der Deutschen würden im Falle einer intimen chronischen Krankheit diese mit allen Kollegen besprechen. 59 Prozent sprächen mit wenigen, ihnen besonders nahstehenden Kollegen über die Erkrankung. Mit 26 Prozent würde mehr als jeder vierte Deutsche die Krankheit am Arbeitsplatz komplett geheim halten. „Es besteht keine Verpflichtung, eine chronische Erkrankung bei der Arbeit bekannt zu machen, die die Arbeitsleistung nicht dauerhaft mindert und andere Menschen oder den Betriebsablauf nicht gefährden“, erläutert Zwick. „In einem vertrauens- und verständnisvollen Arbeitsumfeld kann der offene Umgang mit einer chronischen Erkrankung aber vieles einfacher machen und Problemen vorbeugen.“ Deswegen ist neben einer medizinischen Versorgung nach dem aktuellsten Stand der Technik der wichtigste Schritt zur erfolgreichen Inklusion, dass Arbeitgeber und nicht erkrankte Mitarbeiter ihre Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten abbauen.

Hintergrundinformationen

Für die Studie „Inklusion in Beruf und Alltag“ wurden in einer für die deutsche Bevölkerung repräsentativen Umfrage 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Daten sind im zweiten Halbjahr 2015 durch Forsa im Auftrag der Coloplast GmbH erhoben worden. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet.

Über die Coloplast GmbH

Coloplast ist führender Anbieter medizinischer Produkte und Serviceleistungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Die Kerngeschäftsfelder sind Stomaversorgung, Kontinenzversorgung, Wundversorgung und Urologie. Der Jahresumsatz des Unternehmens betrug zuletzt weltweit mehr als 1,5 Mrd. Euro.
Coloplast A/S wurde 1957 in Dänemark gegründet und beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat Niederlassungen in mehr als 40 Ländern und Produktionsstätten in China, Dänemark, Ungarn, Frankreich und den USA. Die Unternehmenszentrale ist in Humlebæk in Dänemark. Die Coloplast GmbH mit Sitz in Hamburg besteht seit 1983 und hat derzeit 550 Mitarbeiter.

Pressekontakt
Yvonne Dolberg
Coloplast GmbH
Kuehnstrasse 75
22045 Hamburg
Tel.: +49 40 66 98 07-950
E-Mail: deyd@coloplast.com
Internet: http://www.coloplast.de

Quelle:   Presseabteilung Coloplast GmbH vom 13.01.2016




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amsel.de vom 23.11.2015
Foren-Admin
24 Nov 2015 12:10



Öffentliche Toiletten für Schwerstbehinderte




STUTTGART: Vieles wäre möglich. Doch schwerst behinderte Menschen mit Multipler Sklerose kommen oft wenig raus. Und das liegt nicht zuletzt an den fehlenden stillen Örtchen. Sozialministerin Katrin Altpeter will das ändern.

Sozialministerin Katrin Altpeter setzt sich dafür ein, dass in Baden-Württemberg für Menschen mit besonders schweren Behinderungen spezielle öffentliche Toiletten eingerichtet werden. Etwa mit höhen-verstellbaren Liegen und elektrischen Personen-Liftern, um auf die besonderen Bedürfnisse eingehen zu können. Denn "Es ist entwürdigend, dass sich Menschen mit schweren Behinderungen auf dem Boden einer Toilette wickeln lassen müssen", so Katrin Altpeter.
Katrin Altpeter, Sozialministerin Baden-Württembergs, auf einer AMSEL-Veranstaltung.

So sollen zum Beispiel die Betreiber von Sportstadien, Freizeitparks, Einkaufszentren, Museen, Messen, Stadthallen, Hotels und Gaststätten, aber auch die Kommunen im Land für die Einrichtung solcher Toiletten gewonnen und bei deren Realisierung beraten werden. Und ein Webauftritt ist geplant, der landesweit über Standorte, Ausstattung und Zugangsmöglichkeiten informiert.

Für Menschen mit schweren Behinderungen

Noch gibt es in Baden-Württemberg keine so genannte "Toilette für alle". "Ein unhaltbarer Zustand, den wir im Interesse der Betroffenen und ihrer Begleitung dringend ändern müssen", sagte die Ministerin am 8. Oktober in Stuttgart. Partner des mit rund 200.000 Euro ausgestatteten Projekts des Sozialministeriums ist der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen Baden-Württemberg.

Menschen mit schweren Behinderungen können oftmals weder eine allgemeine noch eine Behinderten-Toilette benutzen, weil sie Assistenz und eine Liege zum Wechseln der Windeln brauchen. Deshalb müssen sie und ihre Angehörigen und Assistenten improvisieren, etwa indem sie auf den Boden einer Rollstuhltoilette oder die Rückbank eines Autos ausweichen.

Die "Toilette für alle" für mehr Teilhabe

In einer "Toilette für alle" hingegen finden sie alles, was sie für ihre persönliche Hygiene brauchen. Der Raum soll groß genug für eine höhenverstellbare Liege und einen elektrischen Personen-Lifter sein, der die betroffenen Personen sicher vom Rollstuhl auf das WC oder die Liege hebt. Dort liegen sie bequem und hygienisch, während die Begleitperson die Inkontinenzeinlage wechselt. Wenn genügend Platz ist, können auch bereits bestehende Behinderten-Toiletten nachträglich entsprechend ausgestattet werden.

"Sich auf dem Boden einer öffentlichen Toilette wickeln lassen zu müssen, das empfinden Betroffene zu Recht als entwürdigend und unzumutbar", so Ministerin Altpeter. Die Landesregierung arbeite konstant daran, bestehende Benachteiligungen aufgrund von Behinderungen abzubauen und echte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Sie sei sicher, dass das Projekt dazu beitragen wird, "die Alltagsgestaltung von Betroffenen und ihren Angehörigen und Assistenten massiv zu erleichtern. Angesichts der Umstände bleiben bislang viele Familien mit betroffenen Angehörigen lieber zuhause anstatt einen Ausflug oder einen Stadtbummel zu machen. Da fehlt ein großes Stück Lebensqualität", sagte sie.

Nicht nur für Menschen mit schwerer Multipler Sklerose

Zu den Betroffenen zählen vor allem Menschen mit angeborenen schweren und mehrfachen Behinderungen, Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma, Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, Menschen mit Querschnittlähmung sowie ältere Menschen, die schwer pflegebedürftig und/oder dement sind. Aber auch Menschen mit Inkontinenzbedarf profitieren davon.

Zwar gibt es weder für Deutschland noch für Baden-Württemberg eine aussagekräftige Statistik zur Zahl der Betroffenen, aber allein der Kreis der Menschen mit angeborenen schweren und mehrfachen Behinderungen geht in die Zigtausende. Angesichts der steigenden Zahl der hochbetagten Menschen kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Betroffenen künftig weiter zunimmt.

Großbritannien Vorreiter der "changing places"

Europaweiter Vorreiter bei der Einrichtung von "Toiletten für alle" ist Großbritannien. Dort wurde die Kampagne "changing places" aufgelegt, die erfolgreich für "Orte zum Wechseln" wirbt und deren Standorte und Öffnungszeiten im Internet veröffentlicht werden. In Deutschland übernahm die Stiftung "Leben pur" die Kampagne 2013 und wirbt mit der Unterstützung der AKTION MENSCH für die Umsetzung von "Toiletten für alle". Inzwischen sind in Bayern vier "Toiletten für alle" eingerichtet. Als erste Kommune in Baden-Württemberg hat die Stadt Stuttgart vor kurzem angekündigt, die Einrichtung einer "Toilette für alle" zu prüfen.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, 08.10.2015
Redaktion: AMSEL e.V.

Quelle:   amsel.de vom 23.11.2015






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