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Presseinformation Stiftung ZQP vom 23.10.2018
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18 Dez 2018 09:33



Inkontinenz ist ein häufiges und belastendes Problem




BERLIN: Ältere und pflegebedürftige Menschen sind besonders oft von Inkontinenz betroffen. Das bedeutet, sie können die Ausscheidung von Urin oder Stuhl zumindest teilweise nicht kontrollieren. Über 60 Prozent der Pflegebedürftigen in Deutschland, die von einem Pflegedienst versorgt werden, müssen mit einer Harninkontinenz umgehen – also etwa 400.000 Menschen. Dies zeigt eine wissenschaftliche Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) und der Charité Universitätsmedizin Berlin. Bei Bewohnern in Pflegeheimen ist der Anteil noch höher.

Inkontinenz kann nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Viele Menschen mit Blasen- oder Darmschwäche vermeiden aus Scham oder Unsicherheit, aus dem Haus zu gehen. Dann drohen soziale Isolation und Einsamkeit. „Damit Hilfe möglich wird, muss das Tabu gebrochen und mehr über Inkontinenz gesprochen werden“, sagt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP und Mitautor der Studie. Er rät zudem, unbedingt fachlichen Rat bei einem Arzt, einer Pflegekraft oder einem Kontinenzberater einzuholen. „Denn der richtige Umgang mit Blasen- und Darmschwäche ist wichtig. Dadurch können viele gesundheitliche, aber auch seelische Probleme gelindert oder sogar ganz vermieden werden. Die Lebensqualität kann so erheblich verbessert werden“, so Suhr weiter.

In der Pflege spielt Inkontinenz eine besonders gravierende Rolle, weil diese meist mit anderen Einschränkungen zusammenkommt. Der Versorgungsaufwand kann so groß werden, dass die häusliche Pflege nicht mehr aufrecht zu erhalten ist. Denn auch für Angehörige ist es eine enorme Herausforderung, Menschen mit Inkontinenz gut zu helfen.

Daher hat das ZQP einen kostenlosen Ratgeber für pflegende Angehörige mit praktischen Hinweisen und aktuellem Basiswissen zum Thema Harn- und Stuhlinkontinenz entwickelt. Dieser gibt auf 24 Seiten einen Überblick, welche Behandlungsansätze es gibt, welche Hilfsmittel den Alltag erleichtern und wie diese richtig verwendet werden. Darüber hinaus bietet das Heft viele Tipps, welche Anpassungen in der Wohnung den Alltag für Menschen mit Inkontinenz einfacher machen können.

Für Menschen mit Demenz ist es zum Beispiel wichtig, ihnen die Orientierung zu erleichtern. Dazu kann die Toilettentür mit großen Symbolen, Bildern und Schriftzügen gekennzeichnet werden. Manchmal hilft auch ein farbiger Toilettensitz, der sich deutlich vom Rest des WCs abhebt.

Außerdem gibt der ZQP-Ratgeber viele Hinweise, wie man das Selbstwertgefühl Betroffener stärkt, ihre Selbstständigkeit erhält und sie bei Aktivitäten unterstützt. Darüber hinaus erhalten Pflegende Anregungen dazu, wie sie mit ihren eigenen Gefühlen umgehen können. Denn es kann peinlich sein und überfordern, wenn man auf einmal in die intimsten Bereiche nahestehender Menschen einbezogen wird.

„Für pflegende Angehörige ist das Thema Inkontinenz meist stark schambesetzt und belastend. Kaum jemand ist darauf vorbereitet, sich mit den Ausscheidungen seiner Partner oder Eltern auseinanderzusetzen. Deswegen sollte man Beratung von Fachleuten suchen und dann seine eigenen Grenzen bestimmen“, schlägt Suhr vor. Wo man Beratung und Unterstützung findet und wann fachlicher Rat besonders wichtig ist, wird ebenfalls in der Broschüre beschrieben.

Der Ratgeber ist Teil einer Reihe, die Angehörigen fundierte, alltagstaugliche Tipps für die häusliche Pflege an die Hand gibt. Die Druckausgaben können kostenlos über die Webseite des ZQP bestellt und als vollständige PDF-Datei direkt heruntergeladen oder bestellt werden: www.zqp.de/.

Unterstützt wurde die Erstellung des Ratgebers von Prof. Dr. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Klinik für Urologie des evangelischen Krankenhauses Witten und Professor für Geriatrie an der Universität Witten/Herdecke.

Hintergrund zur Studie

Das Ziel der Studie war es, die Prävalenz und den Schweregrad von Harninkontinenz und die damit verbundenen Faktoren bei Pflegebedürftigen, die von ambulanten Pflegediensten versorgt werden, zu bestimmen. Dazu wurde eine multizentrische Querschnittsstudie bei 923 Patienten aus 102 häuslichen Pflegediensten in ganz Deutschland durchgeführt. Der Fragenkatalog des ICIQ-SF wurde verwendet, um die Ausprägungen von Harninkontinenz und ihre Auswirkungen auf die Lebensqualität zu bestimmen.

Suhr, R. & Lahmann, N.A. (2018). Urinary incontinence in home care: a representative multicenter study on prevalence, severity, impact on quality of life, and risk factors. Aging Clinical and Experimental Research, 30(6), 589–594.

https://link.springer.com/article/10.10 ... 017-0816-6

Quelle:   Presseinformation Stiftung ZQP vom 23.10.2018




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pressetext.com vom 14.08.2017
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14 Aug 2017 21:00



Neu: 3M Cavilon Advanced hochleistungsfähiger Hautschutz




WIEN-ÖSTERREICH: Für die Versorgung von Patienten mit inkontinenz-assoziierter Dermatitis (IAD) hat 3M sein Produktprogramm erweitert. Der Cavilon Advanced hochleistungsfähige Hautschutz kann auch bei ausgeprägten, nässenden Läsionen angewendet werden. Er bildet einen hauchdünnen, transparenten und beständigen Schutzfilm gegen die Ausscheidungen bei Inkontinenz. So lindert er Schmerzen und schafft ein Milieu, das die Heilung unterstützt.

Pflegekräfte stehen bei Patienten mit inkontinenz-assoziierter Dermatitis (IAD) und bei Risiko-Patienten vor erheblichen Problemen: Sie möchten Hautdefekte wirksam verhindern und bei schon bestehenden Hautschädigungen dafür sorgen, dass die Patienten weniger leiden und vorhandene Läsionen abheilen können. Als Lösung bietet 3M jetzt den Cavilon Advanced hochleistungsfähigen Hautschutz an, der im Mai 2017 beim Deutschen Wundkongresses in Bremen vorgestellt wurde und als neuer Baustein das IAD-Hautschutzprogramm erweitert.

Barriere gegen Harn und/oder Stuhl


Cavilon Advanced haftet auch auf großflächigen, nässenden Läsionen. Er bildet eine hauchdünne, transparente und dehnbare Barriere gegen Harn und/oder Stuhl, so dass die Epidermis nicht weiter geschädigt wird. Damit trägt der Hautschutzfilm zur Schmerzlinderung bei [1] und schafft ein Milieu, das die Heilung unterstützt, selbst bei mäßiger bis schwerer IAD [2]. Zudem stellt er die Basis für die weiteren Pflegemaßnahmen sicher und beeinträchtigt diese nicht. Bei IAD-Hochrisiko-Patienten mit persistenter flüssiger Stuhlinkontinenz wird Cavilon Advanced zur präventiven Anwendung empfohlen.

Schonende Anwendung

Haupt-Inhaltsstoffe von Cavilon Advanced sind ein Acrylat-Tetrapolymer, das einen lang anhaltenden und dehnbaren Schutzfilm auf der Haut bildet, und 2-Octylcyanacrylat, das die Haftung auf feuchten oder nässenden Hautpartien ermöglicht. Durch den Einmal-Applikator lässt sich der Hautschutz einfach, hygienisch und zugleich schonend anwenden. Weil er nicht entfernt werden muss, entfällt eine zusätzliche Belastung der geschädigten Haut. Es reicht aus, den Hautschutzfilm zweimal pro Woche zu applizieren.

Weitere Informationen unter: http://www.3MAustria.at/EndIAD

[1] Brennan, MR; Milne, CT; Agrell-Kann, M; Ekholm, BP. Clinical Evaluation of a Skin Protectant for the Management of Incontinence-Associated Dermatitis. J Wound Ostomy Continence Nurs. 2017;44(2):172-180

[2] Been R, Bernatchez SF, Conrad-Vlasak D, Asmus R, Eckholm B, Parks PJ. In vivo methods to evaluate a new skin protectant for loss of skin integrity. Wound Repair & Regeneration. 24:851-859, September/Oktober 2016. DOI: 10.1111/wrr.12455

3M und Cavilon sind Marken der 3M Company.

Quelle:   pressetext.com vom 14.08.2017




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Pressetext WICHTELexpress24 vom 08.12.2016
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08 Dez 2016 15:12



OdoCare: der erste geruchslose Abfallbehälter jetzt auch für den Homecare Bereich erhältlich




RAMMELSBACH: Die Firma WICHTELexpress24, ein Onlineshop für Produkte rund um Baby & Kleinkind hat sein Sortiment nun auch auf Produkte im Bereich der Inkontinenzhygiene erweitert. Außer Krankenunterlagen bietet das Unternehmen mit dem OdoCare den ersten geruchlosen Abfalleimer, welcher speziell für Inkontinenz- und Pflegeabfälle entworfen wurde, in seinem Sortiment an.

Der OdoCare Abfalleimer ist eine Weiterentwicklung des aus der Babypflege bekannten Diaper Champ Windeleimers. Bei der Entwicklung des OdoCare Abfalleimers wurde besonderen Wert auf die Belange in Pflegeeinrichtungen gelegt. Das Grundprinzip der Funktion des Diaper Champ wurde übernommen, er lässt sich auch mit einer Hand leicht befüllen. Der Einfülltrichter wurde auf 22cm Durchmesser vergrößert, damit auch Erwachsenenwindeln in großen Größen ohne Probleme entsorgt werden können. Zusätzlich wurde ein auswechselbarer Hygieneeinsatz angebracht, um auch die besonderen hygienischen Anforderungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen gerecht zu werden.

Den OdoCare Eimer gibt es in zwei Größen, einmal mit 45 Liter Volumen was etwa dem Volumen des Diaper Champ X-Large entspricht und mit 75 Liter. Beide Modelle können mit Rädern geliefert werden, zusätzlich sind noch Haltegriffe zur Befestigung an Wäschewagen sowie kleine Körbchen erhältlich. Passend zum OdoCare gibt es noch spezielle Vakuumtüten und Hygienebeutel, es können aber auch handelsübliche Müllsäcke verwendet werden. Auch die Abdichtung des Einfülltrichters wurde gegenüber dem Diaper Champ weiter entwickelt, so dass er noch besser Geruchslos abdichtet.

Die Reinigung erfolgt mit lauwarmen Wasser und handelsüblichen Reinigern zur Oberflächen-Desinfektion, dabei kann der OdoCare sehr einfach zerlegt werden. Auch wurde beim Design bewusst darauf geachtet, dass möglichst wenig Ecken vorhanden sind, in denen sich Schmutz festsetzen kann. Der Eimer besteht aus bruchfestem ABS Polylac Kunststoff und ist damit sehr robust einsetzbar.

All diese Eigenschaften haben natürlich ihren Preis, deswegen war dieser Eimer mit über 400 € je nach Ausführung für den Homecare Bereich eher uninteressant. Die Firma WICHTELexpress24 konnte den Hersteller überzeugen, dieses Produkt nun für einen sehr attraktiven Preis auch für den Homecare Bereich im Privathaushalten erschwinglich zu machen. Mit einem Verkaufspreis von 249 € bzw. 299 € mit Rollen ist der OdoCare auch für die häusliche Pflege interessant und sorgt für ein angenehmes Wohnklima ohne störende verräterische Gerüche.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Firma WICHTELexpress24 unter https://www.wichtelexpress24.de/inkontinenz/

Übrigens bekommen Sie dort außer dem OdoCare Eimer auch alle notwendigen Verbrauchsmaterialien.

Noch bis zum 31.12.2016 bekommt außerdem jeder Besteller mit dem Gutscheincode „VERBAND“ einen Rabatt von 50 € auf den OdoCare im Onlineshop unter
https://www.wichtelexpress24.de/inkonti ... 45-l?c=190

Quelle:   Pressetext WICHTELexpress24 vom 08.12.2016




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Informationsdienst Wissenschaft vom 06.07.2016
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30 Jul 2016 14:35



Aktualisierte Leitlinie der DGG zu Harninkontinenz erhält S2e-Status




von Nina Meckel

MÜNCHEN: Inkontinenz ist immer noch ein Tabuthema. Doch vor allem ältere Menschen verlieren ungewollt Urin – etwa beim Husten – oder schaffen es nicht mehr rechtzeitig auf die Toilette. Schätzungen zufolge sind ca. 40 % der über 70-Jährigen in Deutschland inkontinent. Entsprechend viele ältere Patienten werden wegen ihrer Inkontinenz behandelt. Daher brauchen die betreuenden Ärzte Behandlungsleitfäden und Studien, um bestmöglich behandeln zu können. Die Arbeitsgruppe Inkontinenz der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hat dieser Notwendigkeit nun Rechnung getragen und eine aktualisierte Leitlinie zu Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten veröffentlicht.

Die Arbeitsgruppe hat dafür in akkurater Detailarbeit Studien zusammengetragen, gesichtet und mit Blick auf die Anwendung auf ältere Patienten bewertet. Die Leitlinie hat nun den S2e-Status der zertifizierenden Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erhalten. Damit ist offiziell bestätigt, dass eine systematische Evidenz-Recherche stattgefunden hat.

Relevanz für den geriatrischen Patienten geprüft

Die Leitlinie schlägt eine Bresche durch den Studiendschungel. „Viele Studien-Autoren definieren „ältere Patienten“ allein durch das Alter 65+. Das greift aber zu kurz“, erklärt der Leiter der Arbeitsgruppe, PD Dr. med. Andreas Wiedemann. „Ein geriatrischer Patient ist gekennzeichnet durch Vulnerabilität, Multi-Morbidität – er hat also mehrere Krankheiten – und er ist deutlich älter, nämlich über 80 Jahre. Wir haben daher alle Studien-Ergebnisse genau geprüft, ob sie für geriatrische Patienten überhaupt relevant sind.“ So sind beispielsweise operative High-End-Methoden wie die sakrale Neuromodulation („Blasen-Schrittmacher“) für geriatrische Patienten nicht geeignet.

Besonders wichtig ist dagegen das Toilettentraining. Unter diesen Sammelbegriff fallen verschiedene Methoden. Dies kann der Gang zur Toilette zu festen Zeitpunkten sein. Aber auch die regelmäßige Frage, ob der Betroffene Harndrang verspürt, ist eine wichtige Interventionsmaßnahme. So wird die Aufmerksamkeit des Patienten auf die Blase gelenkt. Selbst gebrechliche ältere Menschen mit kognitiven oder körperlichen Einschränken sprechen auf diese Form des Verhaltenstrainings gut an – und die Methoden sind naturgemäß frei von Nebenwirkungen. Allerdings ist hier die kontinuierliche Unterstützung der Pflegenden z. B. durch Angehörige, Partner oder Pflegepersonal gefragt.

Fokus auf Nebenwirkungen von Medikamenten

Ein weiterer Schwerpunkt der Leitlinie ist die Untersuchung von Nebenwirkungen breit eingesetzter Medikamente aus dem internistischen oder hausärztlichen Bereich. So können beispielsweise bestimmte Antidepressiva die Blase blockieren und sollten entsprechend nur nach sorgfältiger Abwägung angewendet werden.
Aber auch klassische Medikamente gegen Inkontinenz dürfen bei geriatrischen Patienten nur mit Bedacht eingesetzt werden. So verändern manche dieser so genannten Anticholinergika die Kognition und können zu einem erhöhten Sturzrisiko führen – ein fatales Risiko für hochbetagte Patienten.

Kosten werden transparent gemacht

Eine Besonderheit der Leitlinie ist, dass sie die Kosten der unterschiedlichen Behandlungsmaßnahmen klar benennt. In einem zunehmend teurer werdenden Gesundheitssystem ist dies ein wichtiger Wegweiser für die Klinik oder den niedergelassenen Hausarzt bzw. Urologen.

Dabei ist wichtig zu wissen: Die Kosten für die Erstellung der Leitlinie wurden von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe komplett selbst getragen – ein Sponsoring durch Medizin- oder Pharmaindustrie fand nicht statt.

Interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus Geriatern und Urologen

An der Erarbeitung der Leitlinie waren sowohl Geriater als auch Urologen beteiligt – einige davon sind klinisch tätig, andere sind niedergelassen. „Durch die interdisziplinäre Arbeit wurde wirklich jeder Aspekt von unterschiedlichen Blickwinkeln aus beleuchtet“, betont Wiedemann. „Allen Arbeitsgruppen-Mitgliedern gemeinsam war: Wir sind praktisch tätig und haben täglich mit inkontinenten Patienten zu tun. Ich bin daher sicher, dass die Leitlinie eine wertvolle Arbeitshilfe für alle Kolleginnen und Kollegen sein wird, die geriatrische Patienten behandeln.“
Weitere Informationen:

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/084-001.html – Möglichkeit zum Download der Leitlinie „Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten, Diagnostik und Therapie“

Anhang
Aktualisierte Leitlinie der DGG zu Harninkontinenz erhält S2e-Status

Quelle:   Informationsdienst Wissenschaft vom 06.07.2016




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Frankfurter Allgemeine vom 06.06.2016
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06 Jun 2016 14:45



Tabuthema Inkontinenz Ein windelweiches Management der Demographie-Krise




von Martina Lenzen-Schulte

FRANKFURT am Main: Die Medizin wendet sich beim Thema Inkontinenz ab: Viele Arzneien und Krankheiten fördern die Ausbreitung der Blasenschwäche. Als in Japan 2015 erstmals mehr Windeln für Senioren als für Babys verkauft worden sind, galt dies Demographen als weiterer Beleg für die Überalterung vieler Nationen. Der Zellstoffhersteller SCA - seine TENA-Inkontinenzprodukte beherrschen den europäischen Markt mit 60 Prozent - sieht das eher als Zeichen dafür, dass sich Senioren von einer schwachen Blase nicht an Freizeitaktivitäten und Sozialkontakten hindern lassen wollen. Für Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik am Evangelischen Krankenhaus Witten, symbolisiert das jedoch vor allem ein Versagen der Medizin. „Windeln oder Vorlagen sind doch keine ,Level-one-Körperpflege‘, auch wenn sie so vermarktet werden. Es handelt sich bei der Inkontinenz um eine Erkrankung, die man behandeln sollte“, betont der Urologe. Für ihn ist die Windel lediglich eine regressive Notlösung: „Damit dokumentieren wir Abhängigkeit, der Windelträger sinkt auf Kleinkindniveau.“

In Sachen Diagnose und Therapie der Inkontinenz gibt es jedoch erhebliche Defizite, die letztlich zu Lasten der Patienten und ebenso zu Lasten der pflegenden Angehörigen gehen. Wie Wiedemann soeben in einer Mitteilung der Deutschen Inkontinenzgesellschaft beklagt, ist den wenigsten Gesundheitspolitikern bewusst, dass Inkontinenz ein Begleitphänomen zahlreicher Erkrankungen ist, dass diese sich wechselseitig aufschaukeln und dass Inkontinenz künftig praktisch alle Fächer der Medizin durchdringen wird. Nichts macht dies augenfälliger als die Tatsache, dass zahlreiche Arzneimittel zur Behandlung einer Demenz die Blasenfunktion beeinträchtigen - und dass Harnblasenmittel sich katastrophal auf das Gehirn auswirken können. „Gerade neuere Antidementiva wie Donezepil, Rivastigmin und Galantamin verändern als Cholinesterasehemmer die Funktion des Detrusors, jenes Muskels, der für die Entleerung der Blase zuständig ist“, erläutert Wiedemann.

Eine Fülle von Medikamenten beeinträchtigt Schließmuskel

Das ist umso problematischer, als die Demenz selbst schon für eine überaktive Blase verantwortlich sein kann. Andererseits sind Anticholinergika, die man beispielsweise zur Therapie einer überaktiven Blase einsetzt und die ins Gehirn gelangen, mit Nebenwirkungen wie Schwindel, Schlafstörungen und Delirium behaftet. „Es ist inzwischen bekannt, das langjährige Behandlungen mit solchen Anticholinergika die Kognition der Patienten beeinträchtigen.“ Stellt man sich nun einen älteren Patienten vor, der nachts öfter auf die Toilette muss und dem dann durch ein Medikament zusätzlich schwindelig wird, ist ein Sturz geradezu vorprogrammiert. Für die Betroffenen potentiert die häufig infolge einer Sturzverletzung verstärkte Immobilität die Inkontinenz. Denn Inkontinenz ist auch eine Frage der Beweglichkeit: Wenn der Schließmuskel nicht mehr verlässlich funktioniert, ist es umso wichtiger, bei Harndrang so rasch wie möglich zur Toilette zu kommen. Sturzprophylaxe wird damit zu einer Aufgabe, die letztlich verhütet, dass sich verschiedene Inkontinenzformen weiter verschlimmern.

Ähnlich unglückliche Teufelskreise ergeben sich aus Demenz, Diabetes und Inkontinenz: „Wir wissen aus einer eigenen Erhebung an der Universität Witten-Herdecke, dass beispielsweise unter Diabetikern doppelt so viele inkontinent sind wie unter Patienten gleichen Alters, die nicht zuckerkrank sind“, sagt Wiedemann. Aber die Zivilisationskrankheit Diabetes schlägt längst nicht nur auf die Blase, sondern auch auf die Gehirnfunktion, das Risiko einer Demenz ist unter Diabetikern deutlich höher. Gleichzeitig ziehen manche Antidiabetes-Medikamente, die einen vermehrten Zuckerabfluss über den Harn herbeiführen, mehr Harninfektionen und eine Harnflut nach sich. Alles Faktoren, die bei der Entstehung verschiedener Inkontinenzformen zu Buche schlagen und diese verschlechtern können.

Wiedemann könnte zahlreiche weitere Verquickungen dieser Art nennen. Für den einzigen Urologen Deutschlands, der im Fach Geriatrie habilitiert ist, ist vor allem das Alter ein weiterer Risikofaktor für solche ungünstigen Interaktionen, nicht zuletzt, weil alte Patienten eine Vielzahl von Medikamenten erhalten. Deshalb sollte bei jedem harninkontinenten Patienten die Windel lediglich die Ultima Ratio sein, zuvor müsse geprüft werden, ob nicht schon das Absetzen eines Medikamentes helfe. Eine Fülle von Medikamenten kann die Schließmuskeln der Blase oder den Harntrakt insgesamt beeinträchtigen. Dazu zählen neben den Antidementiva häufig verordnete Arzneimittel wie Kalziumantagonisten und andere blutdrucksenkende Mittel, Beruhigungsmittel, Neuroleptika oder Schmerzmittel wie Opiate.

Einen Windelbonus auf Bio- und Restmüllkosten

Eine weitere Option zur Verbesserung der Inkontinenz ist das Verhaltenstraining. Es gibt inzwischen auch für alte, selbst für demente Patienten vielfältige Varianten der Blasenkonditionierung, die individuell angepasst werden können. Schließlich liegt ein wichtiger Ansatzpunkt in der konsequenten Verbesserung der Mobilität. „Wenn der Orthopäde einer älteren Frau mit Knieschmerzen ermöglicht, schmerzfrei zu gehen, behandelt er letztlich auch ihre Inkontinenz“, erläutert Wiedemann die Abhängigkeit der Erkrankungen voneinander. Denn wenn eine inkontinente ältere Frau aufgrund der Gelenkbeschwerden nicht mehr rechtzeitig die Toilette erreicht, wird aus einem beherrschbaren Symptom die manifeste Krankheit.

Allerdings versäumen es häufig die Mediziner selbst, das ubiquitäre Phänomen Inkontinenz anzugehen. Allein 30 Prozent aller Patienten, die zum Arzt gehen, sind inkontinent, und von denen, die in die Klinik eingewiesen werden, sind es schon 50 Prozent, in Altenheimen sind 85 Prozent der Bewohner inkontinent. Aufmerksamkeit erhalten sie in puncto Harnblase aber zu selten. So wird nur die Hälfte derer, die beispielsweise in ein Krankenhaus nach Hüftfraktur eingewiesen werden, nach Schwierigkeiten mit der Blasenfunktion gefragt. Von denen, die solche einräumen, erhält nur ein Viertel eine weiterführende Abklärung zur Differenzierung der Beschwerden.

Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass selbst simple Maßnahmen wie die Interpretation eines Blasentagebuches noch unterfinanziert sind, von mitunter wichtigen Untersuchungen zur Erkennung von Druckverhältnissen an der Harnblase ganz zu schweigen. Deshalb verweisen nicht nur Hausärzte, sondern sogar urologische Fachpraxen ihre Patienten an sogenannte Kontinenz- und Beckenboden-Zentren, deren mitunter aufwendige Diagnostik meist nicht erstattet wird. Eine flächendeckende Versorgung ist daher absehbar gefährdet, weil alle mit Kontinenz in Zusammenhang stehenden Erkrankungen stetig zunehmen. Im Unterschied zum Gesundheitssystem haben sich nicht nur die Windelhersteller, sondern auch die Abfallwirtschaft schon darauf eingestellt - gemäß dem Saarbrückener Modell erhalten Erwachsene mit Inkontinenzproblemen einen Windelbonus auf Bio- und Restmüllkosten, die nach Gewicht berechnet werden.

Quelle:   Frankfurter Allgemeine vom 06.06.2016




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Märkische Onlinezeitung vom 01.06.2016
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03 Jun 2016 14:04



Lebensqualität trotz Inkontinenz




von Kai-Uwe Krakau

BIESENTHAL: Insgesamt 26 Studenten von fünf europäischen Hochschulen weilten kürzlich für eine Woche in Biesenthal. Dazu eingeladen hatte die TZMO Deutschland GmbH. Das Unternehmen der Hygiene- und Gesundheitsbranche veranstaltete ihr Studienprojekt, das diesmal unter dem Motto "Lebensqualität trotz Urin- und Stuhlinkontinenz" stand.

"Durch den interdisziplinären Austausch von Wissen und Erfahrungen aus Praxis, Theorie und Forschung sowie der kulturellen Hintergründe sollten die Teilnehmer zunächst für das Thema sensibilisiert werden", sagte Professor Wilfried Schlüter von der Fakultät Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Anschließend beschäftigten sich die Studenten, die auch aus Finnland, der Türkei, Polen und Österreich kamen, intensiv mit Fragen rund um das Thema "Lebensqualität trotz Inkontinenz". In den einzelnen Gruppen ging es dabei beispielsweise um die Optimierung der Inkontinenzversorgung und Konzepte zur Prävention. So untersuchten einige Studenten, wie in den einzelnen Ländern für die entsprechenden Produkte geworben wird. Dort gebe es gravierende Unterschiede, hieß es bei der Präsentation der Projektergebnisse. Die jungen Leute schlugen auch vor, die Inkontinenzhilfen durchaus auch als Lifestyle-Produkte zu vermarkten. Ebenso sei eine offensivere Aufklärung mit Flyern, Kinospots und im Internet wünschenswert. Eine weitere Gruppe hielt eine App, die bestimmte Produkte empfiehlt, für sinnvoll.

"Für uns sind diese Studienprojekte sehr wichtig", sagte Geschäftsführer Piotr Daszynski. Aus Ideen der Studenten entstünden oft Innovationen, die später am Markt platziert werden könnten.

Quelle:   Märkische Onlinezeitung vom 01.06.2016




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wz-newsline.de vom 09.11.2014
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10 Nov 2014 10:26



Billigere Windeln für Senioren - Nach der Umstellung auf eine Pauschale hat sich die Versorgung verschlechtert




KREFELD: Es ist ein Thema, das die meisten Menschen gerne verdrängen. Es geht um den Umgang mit pflegebedürftigen Menschen, um Würde und um Geld. Josef-Herbert P. (74) ist halbseitig gelähmt, inkontinent und hat eine beginnende Demenz. Bis zum 1. Juli funktionierte die Pflege von P. leidlich gut. „Dann änderte P.s Krankenkasse, die AOK, die Vergütung für Leistungserbringer, also für Apotheken oder Sanitätshäuser, die Pflegebedürftige mit Windeln und Einlagen ausstatten“, sagt Achim Lüdecke von der Diakonie. Lüdecke ist der gesetzliche Betreuer von P.


Gefahr von Wundliegen droht durch permanent feuchte Windeln

Eine Pauschale, gestaffelt nach leichter, mittlerer und schwerer Inkontinenz soll nun die adäquate Versorgung gewährleisten. Seitdem bekommt Josef-Herbert P. Windeln mit geringerer Saugfähigkeit. „Die Windeln laufen über“, sagt Lüdecke. Zweimal am Tag kommt ein ambulanter Pflegedienst zu P. Zusätzlich schaut der Altenpfleger Ulrich Mohren zweimal am Tag nach P. Die schlechteren Windeln müssten aber deutlich häufiger gewechselt werden, doch für mehr Pflegeaufwand ist kein Geld da. „Er sitzt jetzt jeden Tag zu Hause mit nassen Hosen rum, bis die Betreuung oder Pflege kommt“, sagt Mohren. „Der psychische Leidensdruck ist groß, zumal er ohnehin schon unter Depressionen leidet.“

Der Pflegedienst kostet 1100 Euro im Monat, Mohrens Einsatz wird mit 500 Euro vergütet. Die pflegerische Betreuung im Heim geriete deutlich teurer. Zum Vergleich: Ein Pflegeheim für einen Menschen mit Pflegestufe zwei koste in Krefeld zwischen 3500 und 4000 Euro. Geld, das die öffentliche Hand aufbringen müsste.

Auch ein privates Aufstocken, um sich ein besseres Produkt zu leisten, ist für P. unmöglich. „Ich weiß manchmal noch nicht mal , wie ich das Essen für ihn bezahlen soll“, sagt Lüdecke. Seine Sorge ist, dass P. sich wundliegt, wenn er ständig feuchte Windeln an hat. „Die Gefahr eines Dekubitus ist sehr hoch.“ Von der AOK fühlt er sich vertröstet. Er erhielt zwar die Adressen anderer Leistungserbringer, deren Produkte waren allerdings auch nicht zufriedenstellend, wie er versichert.

Die Einsparungen durch die Windeln seien gering. Falls P. zur Behandlung ins Krankenhaus muss, würde es dagegen deutlich teurer werden für die Krankenkasse, sagt Lüdecke. „Hier wird versucht, auf dem Rücken der Pflegebedürftigen Geld einzusparen. Ich empfinde das als bodenlose Ungerechtigkeit“, sagt Lüdecke.

Josef-Herbert P. ist kein Einzelfall in Krefeld. Wilfried Meyerling betreut eine Frau mit körperlichen und geistiger Behinderung, die harn- und stuhlinkontinent ist. Auch sie bekommt jetzt schlechtere Windeln. „Im letzten Monat habe ich die besseren Windeln von ihrem Blindengeld bezahlt. Aber das ist nicht Sinn der Sache, das Geld ist für die Teilnahme am öffentlichen Leben gedacht“, sagt er.

AOK will sich die Situation der Betroffenen vor Ort anschauen

Auch seine Betreute hat verschiedene Produkte ausprobiert, keines brachte sie trocken über den Tag und erreichte den Qualitätsstandard wie vor der Umstellung. „Meine Forderung ist, das meine Betreute trocken liegt und vor weiteren gesundheitlichen Schäden bewahrt wird“, sagt Meyerling.

Auf Nachfrage der Westdeutschen Zeitung will sich die AOK jetzt die Situation der Betroffenen vor Ort anschauen. „Wir sind der Ansicht, das hier eine falsche Versorgung durch den Leistungserbringer vorliegt“ sagt Ellen von Itter von der AOK. In der Leistungspauschale sei auch enthalten, dass die Erbringer sich um ihre Kunden zu kümmern hätten und die Versorgung individuell abzuklären sei.

Auch sie sieht die Gefahr, das hier am falschen Ende gespart worden sei. „Wir sind sehr daran interessiert, dass keine Fehlversorgung vorliegt, weil daraus wiederum Folgeerkrankungen entstehen können.“ Die würden für die Krankenkasse teuer.

An welcher Stelle im System es hakt, ist den Betroffenen egal. Sie wünschen sich nur, dass der unwürdige Zustand, in dem sie sich befinden, aufhört. Lüdecke und Meyerling sind jedenfalls verhalten optimistisch was die Prüfung durch die Krankenkasse betrifft.

Quelle:   wz-newsline.de vom 09.11.2014




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POSTINA PUBLIC RELATIONS GmbH vom 27.06.2014
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02 Jul 2014 18:01



Der neue TENA U-Test vereinfacht die Diagnose von Harnwegsinfektionen




MANNHEIM: Mit dem neuen TENA U-Test lassen sich Harnwegsinfektionen bei Bewohnern präzise, einfach und schnell durch den Nachweis von Leukozyten und Nitrit im Urin diagnostizieren. Der Test wird in das Inkontinenz-Produkt eingeklebt. Das zeitintensive Sammeln einer Urinprobe entfällt. Daher ist der TENA U-Test durchschnittlich 70 Prozent schneller als herkömmliche Testmethoden. Das verschafft den Pflegenden mehr Zeit, in der sie sich den Bewohnern zuwenden können. Für Betroffene ist das neue Testverfahren wesentlich angenehmer.

In Pflegeheimen sind Harnwegsinfektionen ein signifikantes Problem. Bis zu 50 Prozent der Bewohner können davon betroffen sein*. Bei einer Harnwegsinfektion werden die ableitenden Harnwege von Krankheitserregern befallen. Zu den ableitenden Harnwegen zählen die Harnblase, die Harnröhre, der Harnleiter und das Nierenbecken. Frauen erkranken deutlich häufiger an einem Harnwegsinfekt als Männer, denn sie haben eine kürzere Harnröhre. Die Keime können deshalb leichter in die Harnblase gelangen. Inkontinente Bewohner haben nochmals ein deutlich höheres Infektionsrisiko: Sie leiden zwei bis fünf Mal häufiger an einer Harnwegsentzündung**. 29 Prozent aller inkontinenten Frauen sind sogar regelmäßig davon betroffen**.

Die mit einer Harnwegsinfektion verbundenen Beschwerden können für die Bewohner sehr unangenehm sein. Zudem besteht die Gefahr von Komplikationen und damit verbundenen Krankenhausaufenthalten. Nach einer Harnwegsinfektion gestaltet sich die mentale und physische Genesung der Bewohner häufig schwierig. Aber auch die Pflegenden werden von Harnwegsinfektionen der Bewohner immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Das Sammeln der Urinproben ist mitunter problematisch und sehr zeitaufwändig. Zudem stört die Behandlung von Harnwegsinfektionen die Routinen in der Einrichtung. Stress und Frustration unter den Pflegekräften ist oftmals die Folge.

TENA U-Test ist präzise, einfach und schnell

Der neue TENA U-Test ist eine klinisch geprüfte Innovation zur einfachen und besonders komfortablen Diagnose von Harnwegsinfektionen***. Das mühsame und zeitintensive Sammeln einer Urinprobe und das separate Testverfahren mithilfe eines Teststreifens entfallen. Der TENA U-Test wurde für inkontinente Bewohner entwickelt, die bereits Symptome einer Harnwegsinfektion zeigen. Der Test wird während eines normalen Produktwechsels in ein neues Inkontinenz-Produkt eingeklebt. Sowohl die Aufnahme des Urins als auch die Analyse finden somit im Inkontinenz-Produkt statt. Die Ergebnisse können bereits 15 Minuten, nachdem der Bewohner uriniert hat, von einer Farbskala abgelesen werden. Für den Bewohner bedeutet die Anwendung des TENA U-Test eine Verbesserung seiner Lebensqualität, denn das neue Verfahren ist schneller, unaufdringlicher und komfortabler als die herkömmliche Testmethode.

Der Einsatz des TENA U-Test eignet sich insbesondere dann, wenn es sehr schwierig ist, eine Urinprobe vom Bewohner zu erhalten – beispielsweise weil er bettlägerig, behindert oder dementiell verändert ist. Die neue Testmethode ist darüber hinaus mit einer erheblichen Zeiteinsparung verbunden: Der TENA U-Test ist durchschnittlich 70 Prozent schneller als das Sammeln einer klassische Urinprobe mit einem Becher oder einem Katheter mit anschließender Analyse durch einen Teststreifen****. Dadurch verringert sich die Arbeitsbelastung der Pflegekräfte, die Effizienz verbessert sich und es steht mehr Zeit für die eigentlichen Pflegeaufgaben zur Verfügung. Weitere Informationen können unter http://www.TENA.de/fachkraefte abgerufen werden.


* L.E. Nicolle, MD. “Urinary Tracts Infections in Long-Term Care Facilities. Infection Control and Hospital Epidemiology. 14 (1993) 4: 220-225
** Omnibus study UK, Norway
*** Krähenbühl et al.: Evaluation of a novel in-vitro diagnostic device for the detection of urinary tract infections in diaper wearing children. Swiss Med Wkly. 2012;142:w13560
**** SCA: Comparative study of time requirement for the application of TENA U-test versus traditional methods of detecting urinary tract infections. November 2013

Quelle:   POSTINA PUBLIC RELATIONS GmbH vom 27.06.2014




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Presseportal.de vom 25.04.2014
Foren-Admin
26 Apr 2014 22:53



Herausforderung demografischer Wandel: Kontinenzpflege braucht neues Konzept




MADRID - SPANIEN: Durch eine bessere Organisation der Pflege ließe sich die Lebensqualität von inkontinenten Menschen verbessern und gleichzeitig Kosten senken. Das belegen zwei Studien, die jüngst auf der größten Konferenz zur Zukunft der Kontinenzpflege, dem "5. Global Forum on Incontinence", vorgestellt wurden.

Inkontinenz ist eine Volkskrankheit. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Zahl der Betroffenen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiterhin stark ansteigen. Unfreiwilliger Urinverlust hat nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität von Millionen Menschen, sondern er ist in vielen Fällen zum einen mit häuslicher Pflege und zum anderen mit Kosten für die Gesellschaft verbunden. Durch eine bessere Organisation der Kontinenzpflege ließen sich die Würde der Betroffenen wahren und gleichzeitig Millionen für das Gesundheits- und Sozialsystem einsparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, an der ein interdisziplinäres Team von Experten aus der ganzen Welt in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsberatung KPMG beteiligt war. Sie wurde auf dem "5. Global Forum on Incontinence" in Madrid vorgestellt.

Die Autoren erläutern, wie sich die Kontinenzpflege bestmöglich organisieren lässt und gleichzeitig Kosten in den Gesundheits- und Sozialsystemen gespart werden können. "Über Inkontinenz wird in der Öffentlichkeit immer noch zu wenig gesprochen und berichtet", kritisierte Professor Dr. med. Adrian Wagg von der kanadischen Universität von Alberta. Unfreiwilliger Urinverlust sei mit einer ganz erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen und auch ihrer Pflegenden verbunden. "Obwohl es bereits eine Reihe von nationalen und internationalen Leitlinien gibt, wurde bisher kaum untersucht, wie inkontinente Menschen am besten gepflegt werden", so der Experte. Die meisten Gesundheits- und Sozialsysteme stünden bereits heute unter enormem finanziellen Druck. Oftmals seien sie deshalb nicht in der Lage, Grundsätze für eine praktikable und nachhaltige Kontinenzpflege aufzustellen.

Damit Betroffene schnelle Hilfe und eine effektive Pflege erhalten, empfehlen die Studienautoren, klare Überweisungswege von der ersten Diagnose über die Einschätzung der Inkontinenz bis zur Behandlung zu definieren. Die Beurteilung der Inkontinenz und die anschließende Behandlung sollte von einem Spezialisten durchgeführt werden, beispielsweise einem ausgebildeten Kontinenzberater oder der Pflegefachkraft eines ambulanten Pflegedienstes. Es empfiehlt sich, dass Betroffene von Anfang an einen festen Ansprechpartner haben, der die Behandlung koordiniert und für ein reibungsloses Zusammenspiel aller Gesundheitsakteure sorgt. Auf diese Weise ließe sich laut Studie eine schnell greifende und vor allem qualitativ hochwertige Pflege sicherstellen. Zudem könnten Kosten gespart werden, da doppelte Beratungs- und Behandlungsschritte vermieden werden.

Genauso wichtig sei es, Betroffene und ihre Pflegenden mit Informationen zu versorgen, beispielsweise welche geeigneten Inkontinenz-Produkte verfügbar sind und wie ein individuell passendes Produkt ausgewählt wird. Schließlich müsse der Zugang zu Inkontinenz-Produkten sichergestellt sein, die den Bedürfnissen der Betroffenen und ihrer Pflegenden entsprechen. Darüber hinaus empfehlen die Autoren auch im Bereich der Inkontinenzversorgung über den Einsatz von Telemedizin nachzudenken, beispielsweise wenn der Betroffene in einer ländlichen Region wohnt oder sich schämt, den Arzt aufzusuchen.

"Obwohl die vorgelegten Studienergebnisse nicht eins zu eins auf Deutschland übertragbar sind, gehen von ihnen wichtige Impulse für die hiesige Kontinenzversorgung aus", sagte Dr. Ralf Suhr, Vorstandvorsitzender der unabhängigen und gemeinnützigen Stiftung "Zentrum für Qualität in der Pflege". Trotz der Existenz deutscher Fachstandards müssten die Versorgungsprozesse von Menschen mit Inkontinenz optimiert werden. Nur so ließe sich die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessern. "Dies kann aber nur gelingen, wenn verschiedene Maßnahmen ineinandergreifen", erklärte Dr. Ralf Suhr. Das Thema müsse in der pflegerischen Ausbildung und auch in der Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Professionen an Bedeutung gewinnen.

Eine gesundheitsökonomische Studie der Erasmus Universität in Rotterdam belegt, dass das niederländische Gesundheitssystem durch einen verbesserten Pflegeansatz bei der Kontinenzpflege über einen Zeitraum von drei Jahren rund 14 Millionen Euro einsparen konnte. Darüber hinaus wurden der Gesellschaft nochmals 106 Millionen Euro eingespart. Der neue Ansatz wurde auf Betroffene über 65 Jahre angewendet, die unter mehreren Begleiterkrankungen litten.

"Beide Studien tragen dazu bei, dass wir die demografischen Herausforderungen unserer Gesellschaft meistern können", sagte Professor Dr. Ian Milsom von der Universität Göteborg. Die "Grundsätze einer optimalen Kontinenzpflege" würden es ermöglichen, bessere Serviceleistungen bereitzustellen, die Gesundheitssysteme zu entlasten und ein aktives Älterwerden zu unterstützen. "Wir verbessern damit die Lebensqualität von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt", so Professor Ian Milsom. "Darüber hinaus benötigen wir allerdings auch eine konzertierte Aufklärungs- und Informationsarbeit der beteiligten Akteure, um das Thema Inkontinenz in der öffentlichen Wahrnehmung stärker als bisher zu enttabuisieren", ergänzte Dr. Ralf Suhr.

Über das Global Forum on Incontinence

Das 5. Global Forum on Incontinence (GFI) ist eine Weiterbildungs- und Diskussionsplattform zur Auswirkung von Inkontinenz auf Betroffene, Pflegekräfte und die Gesellschaft. Auf der Konferenz kommen Entscheidungsträger, Patienten- und Angehörigenorganisationen, nichtstaatliche Organisationen, medizinische Fachgesellschaften und Berufsverbände aus dem Gesundheitswesen zusammen, um Grundsätze und die strategische Weiterentwicklung einer besseren Organisation der Kontinenzpflege zu besprechen. Das GFI wird von der Svenska Cellulosa Aktiebolaget (SCA) und der Internationalen Kontinenz Gesellschaft (ICS) ausgerichtet. Die Veranstaltung wird darüber hinaus unterstützt durch Eurocarers, die International Alliance of Patients' Organisations (IAPO), die European Association for Directors and Providers of Long Term Care Services for the Elderly (E.D.E), die Canadian Nurse Continence Advisors Association (CNCA), die US Society of Urologic Nurses and Associates (SUNA), das European Centre for Social Welfare Policy and Research, die Canadian Gerontological Nursing Association (CGNA), die European Union Geriatric Medicine Society (EUGMS) und die European Health Management Association (EHMA). Weitere Informationen können unter http://www.GFIforum.com abgerufen werden.

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Quelle:   Presseportal.de vom 25.04.2014




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Alten- und Krankenpflege
SCA SHAPE vom 1/2014
Foren-Admin
05 Apr 2014 01:17



Gezielte Pflege für ein besseres Leben - Ein neuer Sensor zur Messung der Blasenentleerung kann die Lebensqualität von Senioren verbessern.




von SUSANNA LINDGREN

GÖTEBORG - SCHWEDEN: In Pflegeheimen ist eine individuelle Versorgung besonders wichtig. Faktoren wie Ernährungs- und Mobilitätseinschränkungen, Krankheiten und die Notwendigkeit von Inkontinenzpflege müssen vom Personal berücksichtigt werden. Aus den unterschiedlichsten Gründen – zumeist dem Fehlen von Geld oder Wissen – wird der Inkontinenzpflege oft weniger Aufmerksamkeit gewidmet als anderen Aspekten. „In diesem schutzbedürftigen Lebensabschnitt gehört für viele Senioren das Recht auf eine individuelle Inkontinenzpflege zu einem würdevollen Leben“, erklärt Björn Ålsnäs, Global Service Innovation Manager bei SCA. „Zu einer individuellen Abstimmung gehört, sich mit dem Pflegebedürftigen zu unterhalten. Eine einheitliche Inkontinenzversorgung als Universallösung für alle Senioren mit Blasenproblemen reicht da nicht aus.“ Für die individuelle Pflege hat SCA das System TENA Identifi entwickelt, das 72 Stunden lang die Blasenentleerung überwacht. Daraus lassen sich Erkenntnisse über die individuelle Unterstützung beim Toilettengang, den richtigen Zeitpunkt für den Produktwechsel und die geeignete Absorptionsrate des Inkontinenzprodukts gewinnen. „Voraussetzung für einen guten Kontinenzpflegeplan ist die individuelle Bedarfsbestimmung“, sagt Ålsnäs.

„Senioren ohne Kontinenz probleme sollten so unterstützt werden, dass sich auch weiterhin keine Probleme einstellen. Bei Anzeichen von Inkontinenz sollten eine Schweregradbewertung erfolgen und geeignete Maßnahmen durchgeführt werden. TENA Identifi erleichtert die individuelle Abstimmung. Die Lösung hilft den Pflegekräften, bessere Pflegepläne zu erstellen, die Versorgung zu verbessern und dadurch die Lebensqualität der Heimbewohner zu steigern.“

FÜR DIE BEWERTUNG wird das gewohnte Inkontinenzprodukt durch TENA Identifi Sensor Wear ersetzt, ohne dass sich dabei die Tagesroutine des Bewohners ändert. Dünne, sicher integrierte Drahtsensoren messen den Urin. Ein angeschlossenes Gerät protokolliert die Urinausscheidung und sendet die Daten automatisch zur Auswertung an ein Webportal. Der Auswertungsbericht liefert detaillierte Informationen über die Entleerungsmuster und Volumina. Die Inkontinenzpflege kann effektiver gestaltet werden und die Lebensqualität der Heimbewohner verbessert sich.

„TENA Identifi wurde von SCA entwickelt und ist jetzt in Kanada und Dänemark auf dem Markt“, sagt Ålsnäs. ,,Auf der Basis des positiven Feedbacks von Kunden in diesen Ländern bereiten wir jetzt eine breitere Einführung vor. Die Leiter von Pflegeeinrichtungen in vielen Ländern können sich daher auf die Vorteile einer individuellen Abstimmung für Heimbewohner und Pflegekräfte sowie weitere positive Nebeneffekte wie einen geringeren Produktverbrauch und eine bessere Umweltverträglichkeit freuen.“

TENA IDENTIFI
Das System sieht aus wie ein normales TENA Inkontinenzprodukt und bietet alle gewohnten Absorptionsfunktionen, dient jedoch vor allem zur Messung des Urinvolumens. Die Messung erfolgt über sicher integrierte, dünne Drahtsensoren. Diese sind mit einem unauffälligen, wiederverwendbaren Protokollgerät verbunden, das die Messdaten automatisch an ein geschütztes Webportal sendet. Dort werden die Daten – unter Berücksichtigung der Datenschutzanforderungen – ausgewertet. Für eine korrekte Auswertung muss TENA Identifi 72 Stunden getragen werden.

BESSERE PFLEGE
Untersuchungen von SCA haben gezeigt, dass Pflegekräfte und Pflegedienstleister ihre Effektivität deutlich verbessern können, wenn sie TENA Identifi
verwenden. „Die Inkontinenzversorgung kostet die schwedische Gesellschaft mehrere Milliarden Kronen pro Jahr – das Einsparpotenzial ist also von großer Bedeutung“, erklärte Margareta Lehmann, President Incontinence Care bei SCA. „Der geringere Produktgesamtverbrauch hätte auch positive Auswirkungen auf die Umwelt. Gleichzeitig würde sich die Lebensqualität von Heimbewohnern verbessern, die an Inkontinenz leiden.

Quelle:   SCA SHAPE vom 1/2014






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