Oxybutynin - Lösung



Neue Darreichungsformen

Da es kein in Deutschland zugelassenes Fertigarzneimittel mit Oxybutynin zur direkten Aplikation in die Blase gibt, wird von den Ärtzten zur Zeit die Oxybutynin – Lösung per Rezeptur verordnet. Von den wenigen Apotheken, die sich auf die Herstellung dieser Rezepturen spezialisiert haben, wird die Lösung in 30 ml Medizinflaschen abgegeben. Die Handhabung dieser Fläschchen zusammen mit Spritzen und Adaptern ist für die Patienten,von denen einige Probleme mit der Feinmotorik der Finger haben, sehr schwierig. Die Anwendung, die aus mehreren Schritten besteht, muß sehr präzise vorgenommen werden, weil jede mikrobielle Kontaminierung Blaseninfekte auslösen kann.

Zulassung
Rechtlich gesehen, stellt diese Neuentwicklung nur eine neue Darreichungsform für einen bereits seit langem angewendeten Wirkstoffes dar. Um dieses Spitzenset als Fertigarzneimittel in den Handel zu bringen, damit es zum Beispiel in jeder Apotheke erhältlich ist und bevoratet werden darf, muß eine Zulassung durch die Gesundheitsbehörde erfolgen. Das Verfahren zur Erlangung einer Zulassung dient der Sicherheit, ist jedoch langwierig und kostenintensiv, unter anderem ist eine umfangreiche Studie in Deutschland erforderlich. Bis zum Abschluss eines solchen Zulassungsverfahrens können 2 bis 3 Jahre vergehen. Bis dahin ist das Spritzenset, wie auch die alten Medizinfläschchen eine Rezeptur, die nur eigens für den jeweiligen Patienten bei Vorliegen eines Rezeptes im Apothekenlabor hergestellt werden darf. Für welchen Patienten dieses Spritzenset sinnvoll ist und infrage kommt, entscheidet der behandelnde Arzt.

Aufbau
Durch die Verwendung spezieller Kunststoffe und neuester Sterilisationstechnik ist es gelungen, ein Ein-Komponenten-Spritzenset zu entwickeln, das die Anwendung ganz entscheidend vereinfacht. „Einkomponenten“ bedeutet hier, daß die Lösung fertig vorliegt und nicht vor der Anwendung der Wirkstoff in Wasser gelöst werden muß und „Set“ weist darauf hin, daß diese Spritze mit einem abnehmbaren Adapter für diejenigen Katheter versehen ist, die mit dem Endstück unserer Spritze nicht kompatibel sind. Der Patient erhält die mit der sterille Lösung gefüllte Spritze mit bereits aufgesetztem Adapter in einer Einzelverpackung. Es enftfallen somit Arbeitsschritte und Infektionsrisiken, so daß der Patient deutlich mehr Sicherheit und Anwendungskomfort erhält. Das Oxybutynin Fertig-Spritzenset enthält eine 0,1 %ige Lösung, die pro ml 1mg Oxybutynin HCL enthält und mit Salzsäure auf einen ph-Wert von 4 eingestellt ist. Die sterile Oxybutyninlösung wird in dursichtige und skalierte Spritzen gefüllt und ist zum direkten Instillieren in die Blase geeignet. Das so entstandene neue Produkt wurde von der Grachtenhaus-Apotheke patentiert.

Anwendung
Nach der Blasenentleerung lässt sich die mit der Oxybutyninlösung gefüllte Fertigspritze direkt am Katheter ansetzen. Die Klarsichtspritzen sind skaliert und ermöglichen die Anwendung der individuell erforderlichen Dosis. Je nach Verordnung muß diese Lösung mehrmals am Tag in die Blase instilliert werden. Die dabei verwendete Menge richtet sich nach der Verordnung. Die Fertig-Spritzensets sind in 4 verschiedenen Spritzen-Größen, von 5, 10, 20 und 30 ml erhältlich, mit der jeweils individuell erforderlichen Befüllung.

positive Ergebnisse
Führende Neuro-Urologen in deutschen Querschnittzentren sind von den Fertigspritzen überzeugt und wenden diese bereits bei ihren Patienten an. Einer dieser Fachärzte ist der bekannte Dr.med. H.Burgdörfer, Leiter der Neuro-Urologie des BG Unfallkrankenhauses Boberg in Hamburg.

Mehr zu diesem Spritzenset könnt ihr direkt unter folgender Adresse bekommen:

Grachtenhaus-Apotheke
Henriette-Herz-Ring 20
21035 Hamburg

Telefon: 040 / 735 95 812 Apotheker Klaus Stegemann
Telefon: 040 / 735 95 823 Pharma-Ingenieurin Dorothea Niese
E-Mail: grachtenhaus@yahoo.de




Letzte Änderung am:  21 Dez 2013 12:59


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