Die transurethrale Sphinkterotomie



Diese Operation wird bei Überlaufinkotinenz und Prostataleiden eingesetzt. Durch die transurethrale Sphinkterotomie wird der durch die Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie erhöhte Blasenauslaßwiderstand gesenkt, die zur Entleerung erforderlichen Drucke normalisieren sich, die Blasenentleerung wird restharnarm bis restharnfrei. Das Risiko für den oberen Harntrakt wird dadurch beseitigt. Das zweite Behandlungsziel, nämlich die Kontinenz wieder zu erlangen, kann jedoch dadurch nicht erreicht werden.

Nachteile der Sphinkterotomie
Intermittierender Katheterismus, eine wirksame Therapie mit Medikamenten zur Blasenrelaxation „Anticholinergika/Spasmolytika“ sowie andere in der Folge noch zu besprechende Maßnahmen haben die Indikation zur Sphinkterotomie deutlich eingeschränkt. Sie ist jedoch nach wie vor die Methode der Wahl bei Männern mit hoher Tetraplegie und nicht kompensierter Blasenentleerung, vorallem wenn noch zusätzlich eine autonome Dysreflexie die Situation verschärft. Die Lasersphinkterotomie reduziert die intra- bzw. postoperative Blutung, bei etwa 40 % ist bei Lasersphinkterotomie eine Re-Sphinkterotomie notwendig. Die Platzierung von Harnröhrenstents als Alternative zur transurethralen Sphinkterotomie haben sich in den Händen der meisten Neuro-Urologen wegen einer hohen Komplikationsrate nicht bewährt und sollten nur dann angewandt werden, wenn zwei vorangegangene Sphinkterotomien erfolglos blieben.





Letzte Änderung am:  21 Dez 2013 13:22


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