Die Entsorgung von Inkontinenz - Abfällen



Anders als die Entsorgung von Inkontinenz-Abfall in den Kliniken und Pflegeeinrichtungen kann es im privaten Umfeld für den Betroffenen durchaus ein Problem darstellen, vor allem wenn er auf saugende Hilfsmittel angewiesen ist. Aber auch Eltern mit ihren Sprösslingen stehen immer wieder vor dem gigantischen Windelberg den die Kleinsten produzieren.

Ob Eltern mit ihren Wickelkindern oder der inkontinente "Windelträger" bzw. dessen Angehörige und/oder Pflegekräfte kennen das Problem, nasse Vorlagen und Windeln sind schwer und benötigen viel Platz in der Tonne, vor allem wenn eine schwere Harninkontinenz und/oder Stuhlinkontinenz vorliegt. Häufig entstehen den betroffenen Personen dadurch zusätzliche Kosten, besonders wenn sie im eigenen Haus wohnen, dagegen fällt der zusätzlich entstehende Müll in einer Wohnanlage weniger ins Gewicht. Egal ob die Abrechnung über die Verwiegung des Mülls oder über das Volumen der Tonne abgerechnet wird, es entstehen immer zusätzliche Kosten.

Dagegen haben Patienten kaum Probleme wenn sie gebrauchte Katheter, Kondomurinale, Urinbeutel, Analtampons oder der gleichen entsorgen müssen. Diese Hilfsmittel benötigen kaum Platz in der Restmülltonne und auch vom Gewicht sind kaum merkliche Unterschiede gegenüber Personen, welche keine Hilfsmittel benötigen.


Möglichkeiten der Entsorgung
Inzwischen bieten einige Städte und Kommunen verschiedene Möglichkeiten an, den anfallenden "Windelmüll" zu entsorgen. Je nach den Gegebenheiten, den Satzungen der Abfallzweckverbände, oder aber den finanziellen Möglichkeiten gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. So werden entweder größere Müllgefäße, zusätzliche Tonnen, Windelsäcke oder Windelcontainer zum Einsatz gebracht.

größere oder zusätzliche Tonnen

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Windelsäcke

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Windelcontainer


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Möglichkeiten zur Kostensenkung
Je nach finanzieller Möglichkeit der Städte und Kommunen können die zusätzlich anfallenden Kosten durch die Inkontinenz-Abfälle ganz oder teilweise übernommen werden.

Kommunen
Abfallzweckverbände
Satzungen
Modellprojekte
Attest Finanzamt


Voraussetzungen für Zuschüsse


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Geburtsurkunde
Attest
Wohnsitz am Ort


Neue aber nicht mehr benötigte Hilfsmittel
Auch das kommt vor, der ganze Keller ist noch voll neuwertiger Windelkartons, aber dem Patienten passen die Hilfsmittel nicht mehr, er benötigt Windeln einer anderen Größe, eine andere stärkere der Windeln, oder er ist verstorben. Der Patient oder die Angehörigen stellen sich dann zwangsläufig die Frage "Was mache ich nun mit dem ganzen Zeug im Keller ?". Nun, das lässt sich nicht immer so einfach lösen ....


Kasse fragen (Eigentumsrechte klären)
Windeln spenden (Hilfsorganisationen, Sozialstationen, ....)
im Internet verkaufen

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Quellenverweise:
David Osebik "Innovatives Stoffflussmanagement von Inkontinenz-System-Abfall (ISA)" VDM Verlag Dr. Müller 2010




Letzte Änderung am:  09 Nov 2013 13:25


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