Windeln im Krankenhaus/Diskretion

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Windeln im Krankenhaus/Diskretion

Beitrag #1 von Cveta » 17 Feb 2017 12:42


Hi,

ich war letztens 11 Tage stationär. Ich bekam nur Kolibri Cotton mit theoretischer Kapazität von 2 l. Ich musste die Schwestern immer nach neuen Windeln fragen, was die anderen Patienten beim Schwesternzimmer mitbekamen.

Einmal wurde ich morgens in nasser Windel und Nachthemd in ein Zimmer einer Mitpatientin gebracht, dort geduscht und neu gewindelt und angezogen, wo mich auch die Mitpatientin sah.

In meinem Zimmer war auch nur ein kleiner Mülleimer.

LG Cveta
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Re: Windeln im Krankenhaus/Diskretion

Beitrag #2 von Marco N. » 17 Feb 2017 21:27


Hallo Cveta,

Lass mich raten. Du warst im Städtischen Klinikum in Königshufen (Nord).

Ich habe dort auch schon negative Erfahrungen in der Notaufnahme gemacht. Ich wurde wegen der Windel, vom behandelnden Arzt zuerst ausgelacht, bevor er nach dem Hintergrund gefragt hat.

Die haben leider kein Benehmen. Finde ich Schade. Dachte es hätte sich seit 2008 geändert.
Vieleicht gehe ich (wenn noch einmal erforderlich) dann doch ins Carolus.

Liebe Grüße in die Heimat.
Marco

PS.: Gebürtiger Görlitzer (Niederschlesier) und noch sehr oft da.
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Re: Windeln im Krankenhaus/Diskretion

Beitrag #3 von Cveta » 21 Feb 2017 15:17


Hallo Marco,

ja, ich war im Klinikum Girbigdorfer Str. Wegen Rückenuntersuchugen war ich schon mal im Carolus. Ich wr auch schon mal in der Notaufnahme im Klinikum wegen akuter Schmerzen im Brustbereich, geriet damals aber an eine nette Ärztin.

Liebe Grüße

Cveta
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Re: Windeln im Krankenhaus/Diskretion

Beitrag #4 von Marco N. » 21 Feb 2017 18:30


Hallo Cveta,

dass konnte ich mir denken.
Finde es schade das dort nichts in, Sachen Diskretion, dazu gelernt wird.
In diesem Krankenhaus bin ich geboren und es soll mal einen sehr guten Ruf gehabt haben.

Wenn ich im Juni wieder in Weinhübel bin, denke ich an dich.

Liebe Grüße
Marco N.
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Re: Windeln im Krankenhaus/Diskretion

Beitrag #5 von Bettnässer85 » 24 Sep 2017 12:00


Hallo!

ich war wegen unterschiedlichen Krankheiten / Operationen schon in verschiedenen Krankenhäusern.

Am besten fand ich von der Diskrektion und Versorgung das St. Franziskus-Hospital in Köln (Ehrenfeld). Dort hatte ich jedoch meine eigenen Hilfsmittel mitgebracht. Obwohl ich leider zweimal unplanmäßig mit T-Shirt und Windel raus musste, wurde alles sehr diskret behandelt. Das Personal hat regelmäßig gefragt ob ich neue „Nachthosen“ bräuchte und wollten beim Anlegen helfen.

Die Uniklinik Mannheim habe ich schon mehrfach besucht. Auch hier wurde mein Bettnässen sehr diskret behandelt. Dort bekam ich die Attends Active 9M. Die Windeln befanden sich entweder draußen auf ein Wagen zur Selbstbedienung und auf einer Station im Zimmer. War alles kein Problem.

Gruß
Dennis
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Re: Windeln im Krankenhaus/Diskretion

Beitrag #6 von Powerfix » 18 Jan 2018 21:05


Wann immer ich stationär aufgenommen werden musste, informierte ich mich ob Inkomaterial vorhanden ist. Sonst brachte ich es selbst mit bzw lass den Nachschub über meine Frau laufen. Die besten Erfahrungen mit vorhanden Inkomaterial hatte ich natürlich auf Chirurgie bzw Urologie Stationen. Hier hatte bzw bekam ich meistens die Windeln direkt ins Zimmer. Auch waren große Windeleimer vorhanden. Im Bett waren entsprechende Unterlagen vorhanden. Das klappt natürlich am besten wenn man bei der Aufnahme die Inkontinenz angiebt und was man bräuchte. Auch fragten die Schwestern bzw Pfleger ob ich Hilfe beim Anlegen bräuchte. Bei Operationen Frage ich natürlich ob ich einen Katheter bekomme. Ich hatte auch den Fall das mir gesagt wurde das die OP zu kurz ist und auf DK verzichtet werden kann. Was ich nicht weiß ob ich in der Zeit eine Penisklemme angelegt bekam? Mir kann es egal sein ich hab Bescheid gegeben und die Entscheidung liegt beim Operateur.
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Re: Windeln im Krankenhaus/Diskretion

Beitrag #7 von Miriam » 19 Jan 2018 11:57


Powerfix hat geschrieben: Bei Operationen Frage ich natürlich ob ich einen Katheter bekomme. Ich hatte auch den Fall das mir gesagt wurde das die OP zu kurz ist und auf DK verzichtet werden kann. Was ich nicht weiß ob ich in der Zeit eine Penisklemme angelegt bekam? Mir kann es egal sein ich hab Bescheid gegeben und die Entscheidung liegt beim Operateur.


Ich bekam noch nie für eine Operation (außer im Bereich der Blase) einen Katheter. Ist sicher auch nicht unbedingt notwendig und ohne gute Begründung würde ich mir keinen legen lassen! Es erleichtert nur die pflegerische Arbeit, wenn ein Patient nicht aufstehen darf (bei Nicht-Inkontinenten).
Und bei der OP selbst: Ich bin kein Arzt, könnte mir aber vorstellen, dass wenn eine Narkose so tief ist, das man über einen Schlauch beatmet wird (was Standard bei einer OP in Vollnarkose ist), auch ein ansonsten Gesunder diese Dinge nicht mehr kontrollieren kann.. :-)

Gruß,

Miriam
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Re: Windeln im Krankenhaus/Diskretion

Beitrag #8 von Powerfix » 19 Jan 2018 12:06


Hallo
Ja es ist richtig das ungefähr alle Eingriffe mit Vollnarkose die länger als eine halbe Stunde dauern, eine Indikation für ein DK sind egal ob inko oder nicht. Bin auch kein Arzt aber ich habe gehört dass eben durch die Infusionen irgendwann die Blase überläuft.
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Re: Windeln im Krankenhaus/Diskretion

Beitrag #9 von Miriam » 19 Jan 2018 12:55


Powerfix hat geschrieben:Hallo
Ja es ist richtig das ungefähr alle Eingriffe mit Vollnarkose die länger als eine halbe Stunde dauern, eine Indikation für ein DK sind egal ob inko oder nicht. Bin auch kein Arzt aber ich habe gehört dass eben durch die Infusionen irgendwann die Blase überläuft.


Das glaube ich nicht. Denn jeder Dauerkatheter ist ein Eingriff in den Körper mit Verletzungs- und Infektionsrisiko! Wenn der Patient aber kurz nach der OP wieder Aufstehen darf ist eine Indikation für einen DK sicher nicht vorhanden!

Wir hatten im vergangenen Jahr in der Familie den Fall, das für eine Knie-Op ein DK gelegt wurde. Laut Besprechung für 2 Tage. Die Dame durfte laut Aussage der Ärzte am nächsten Tag wieder laufen und das Bein voll belasten. Da aber die Schmerztherapie nicht optimal lief und die Schwestern keine Zeit hatten, die Dame aufs Klo (im Zimmer) zu begleiten ließ man den DK 5 Tage liegen. Und nur auf unseren massiven Druck wurde er am Tag 5 endlich entfernt. Es gab keine Indikation und das ganze grenzt dann an Körperverletzung. Das darf nicht sein!

Leider werden DK in der Pflege gerne und schnell gelegt. Sinnvoll ist es aber nicht immer!

Gruß,

Mriiam
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Re: Windeln im Krankenhaus/Diskretion

Beitrag #10 von Powerfix » 19 Jan 2018 17:07


Hi Miriam
Gebe dir Recht. Durch den Personal- und Kostendruck kommt so was oft vor. Nur wenn man selbst Durchsetzungsvermögen (bzw die Partner / Verwandten), kann man hier Paroli bieten. Hatte einen DK nie länger als eine Nacht. Auch meine Infusionen hinterfrage ich immer und bestehe darauf schnell das Schlauchzeug los zu werden. Ich kann auch sonst nicht schlafen.
Die Ärzte bzw Pflegepersonal merkt sofort wer sich alles gefallen lässt. Mündige Patienten sind auch wichtig das das Gesundheitswesen besser wird......
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