unmögliche Urologen

Du hast allgemeine Fragen zum Thema Blasen-, Darmschwäche oder Inkontinenz? Oder Du weißt nicht wo Deine Frage hingehört? Dann bist Du im allgemeinen Inkontinenzforum richtig!

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unmögliche Urologen

Beitrag #1 von eliza » 07 Dez 2005 19:08


Hallo,
ich bin ganz neu und fast erschlagen von all den Info´s. Aber ich habe da mal eine Frage und vielleicht kann jemand sein Wissen mit mir teilen:

Seit ca. 2 Jahren habe ich Probleme mit Inkontinenz. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich auch von meinem Mann getrennt. Als ich es gar nicht mehr aushalten konnte war ich erst bei der Hausärztin, der das Thema peinlich war und dann beim 1. Urologen, der ohne weitere Untersuchungen mich schon fast ins Krankenhaus zu einer OP eingewiesen hätte. Danke, nein.
Weiteres stilles Leiden für ca. 3/4 Jahr.
Der nächste Urologe war ein ganz schlauer: Nach einigen Fragen, wie ich sie hier im Forum auch finden konnte, fragte er ganz überraschend: Haben Sie jetzt einen Freund? Ich denke ich hör´nicht richtig! Meiner Verneinung folgte der "gute" Rat mir einen Neuen zu suchen und dann würde sich das schon legen!

Ich finde, daß ist ohne Worte! Trotz meiner Entrüstung kann ich mich nicht noch einmal dazu durchringen einen neuen Versuch zu machen und das mit den Freund habe ich auch abgehakt, ich achte darauf, daß mir niemand so nahe kommt, als daß er meine "gepolsterte" Unterwäsche bemerken könnte.

Nur leide ich doch weiterhin, auch unter dem Alleinsein.

Hat jemand einen Ratschlag für mich?
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eliza
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Beitrag #2 von frosch » 08 Dez 2005 11:46


Hallo Eliza,

ich glaube es wäre am besten ersteinmal alles zu sortieren.

Ein Arbeitsfeld sollte die Inkontinenz sein, der bezüglich es bestimmt sinnvoll wäre, nochmals einen einfühlsamen Arzt aufzusuchen.

Ein weiteres Arbeitsfeld und vielleicht ist das viel interessanter, könnte sein, ob die Inko dich vielleicht unterbewußt vor Kontakten schützen will.

Schau doch mal ganz genau hin, wie der psychische Anteil - wenn es einen gibt - gelagert ist.

Dann denke ich noch, dass eine Partnerschaft gar nicht ausgeschlossen ist, weißt Du, wer Dich liebt, liebt Dich als Person im Ganzen, was kann da die Windel schon stören?

Irgendwann ist sie sowieso bestimmt wieder weg, denn Du hast ja vorher keine Blasenprobleme gehabt, oder?

Alles Gute!

René
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Beitrag #3 von eckhard11 » 08 Dez 2005 15:29


Hallo Eliza,

Der nächste Urologe war ein ganz schlauer: Nach einigen Fragen, wie ich sie hier im Forum auch finden konnte, fragte er ganz überraschend: Haben Sie jetzt einen Freund?
Meiner Verneinung folgte der "gute" Rat, mir einen Neuen zu suchen und dann würde sich das schon legen!


Ich denke, der Urologe war wirklich schlau bzw. kennt sein Metier.....

Der weiss nämlich aus Erfahrung, dass es etliche Arten von Inkontinenz gibt, welche auf
seelische oder psychologische Gründe zurückzuführen sind.

Und dass die Trennung von Mann und Bett hier einen erheblichen Einfluss haben kann,
ist doch wohl nicht von der Hand zu weisen, oder ?
Vor allem, weil der Beginn der Inkontinenz zeitlich genau mit der Trennung zusammenfiel.

Aber warum hast Du mittlerweile zwei Jahre verstreichen lassen, ohne einen dritten Urologen aufzusuchen ??

Dadurch wird Dein Leiden doch nicht besser, sondern viel schlechter.
Das kann chronisch werden ( wenn es nicht schon chronisch ist ).

Also such Dir schnellstens einen Freund.
Wenn Du mit diesem intim wirst, legst Du Deine Pampers erst einmal ab.
Dann wirst Du sehen, ob ein psychischer / psychologischer Grund vorliegt.
( Natürlich nicht sofort beim ersten Mal.... )

Wenn Du Dich jetzt von den Männern fern hältst, wirst Du die Inko nie mehr los.

Mädchen, Mädchen, Du machst Dir selbst das Leben schwer.....


Ich leg mich jetzt - damenlos - wieder hin,
( bei mir nutzt mein Rat nämlich nix, hi, hi ) .sleep:
Eckhard
Zuletzt geändert von eckhard11 am 17 Feb 2006 19:03, insgesamt 1-mal geändert.
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die beschriebene kausalität ...

Beitrag #4 von tomczek » 11 Dez 2005 20:26


... kann sein, muss aber nicht. eher gar nicht. ...
das problem ist evtl. (!?), dass du kaum einen DOC mehr traust! ... oder?
ich würde da einen neustart mit einem anderen arzt versuchen, bevor du dich in krausen vermutungen verlierst.
woher kommst du denn, würdest du einen längeren anfahrtweg in kauf nehmen?
beste grüsse, tom
liebe grüße, tom
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Danke für eure Meinung

Beitrag #5 von eliza » 13 Dez 2005 23:05


:D Hallo ihr netten Leute,

ich danke jedem, der mir seine Meinung hier oder im pm hat zukommen lassen. Ich glaube mir jetzt noch einen Versuch genehmigen zu können. Keiner von Euch hat mir geraten es zu lassen und das stimmt mich positiv (hört sich nur kompliziert an).
"Äußere Umstände" drängen mich ohnehin zum Doc und ich glaub, diesmal kriege ich die Kurve.
Ich fühle mich gestärkt :-)

Gruß aus Hamburg von Eliza
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Beitrag #6 von Jens Schriever » 13 Dez 2005 23:41


Hallo Eliza

Schön das du dich doch noch entschlossen hast einen neuen Versuch zu starten. Lasse dich auch nicht von den Untersuchungen abschrecken auch wenn einige vielleicht nicht so angenehm sind.
Melde dich doch wieder nach deinen besuch beim Urologen und berichte was er gesagt und gemacht hat.
Ich wünsche dir viel Erfolg.


Gruß Jens
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Herne

Beitrag #7 von welute » 06 Jan 2006 12:47


Vielleicht poste ich ja zu spät und Du hast alles zur Zufriedenheit erledigt. :D

Aber im Ruhrgebiet kann ich Dir die Klinik in Herne auch zur ambulanten Behandlung empfehlen. Vielleicht ist es psychosomatisch, vielleicht nicht. Zum Glück gibt es ja Untersuchungen. :idea:

Ich vertehe Deine Probleme sich mit der Inkontinenz einem Freund zu begenen. Aber es steht dir nicht auf der Stirn geschrieben. Du musst ja eine Bekannschaft nicht mit dieser Information eröffnen. Du erzählst ja beim ersten Gespräch auch nichts über Herzprobleme o.ä. :-)
Vielleicht gibt es in Deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe. Du musst lernen, die Krankheit zu sehen und die Situation nicht als persönliches Defizit zu empfinden. :oops:

Ich versuche es auch zu lernen!!

Liebe Grüße
Elisabeth
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"Es tat gar nicht weh....."

Beitrag #8 von eliza » 17 Feb 2006 14:55


:-) Jaaaaa,

ich hab´s geschafft, gestern war ich bei einem anderen Urologen (Empfehlung der Kinderärztin) Ein netter "junger" Arzt (so jung sind Fachärzte ja nicht)!

In ruhiger Atmosphäre stellte er Fragen, ohne sofort eine OP im Kopf zu haben, hat mir sogar erläutert, daß eine OP evtl. auch mehr schaden könnte, als Nutzen zu bringen!

Meine hektischen Flecken beim Wort "Blasenspiegelung" hat er registriert und ging auch perfekt beruhigend auf mich ein, nun steht noch eine Blasendruck-Messung aus.

Alles in allem hat sich der Besuch aber gelohnt, ich hatte aber trotzdem ganz schön Angst!

Jetzt muß ich mich auch erstmal hinlegen ;-)

Liebe Grüße, Eliza
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Viel Glück

Beitrag #9 von welute » 20 Feb 2006 09:02


Wie schön, ich freue mich für Dich und wünsche Dir viel Glück.
Elisabeth
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