Erfahrungen mit der OP - Methode " Goeschen-Petros " ????????

Du hast allgemeine Fragen zum Thema Blasen-, Darmschwäche oder Inkontinenz? Oder Du weißt nicht wo Deine Frage hingehört? Dann bist Du im allgemeinen Inkontinenzforum richtig!

Moderatoren: Helmut, Benjamin, MSN, Marco N., Georges

Erfahrungen mit der OP - Methode " Goeschen-Petros " ????????

Beitrag #1 von gremlin » 12 Jan 2006 18:57


Hallo - ich bin noch relativ neu im Forum und habe für die o.a. OP Methode " Goeschen- Petros " bereits einen OP-Termin am 24.Januar 06. Hat evtl. schon irgend jemand diese OP machen lassen - oder sonstige Erfahrungen damit ? Ich würde mich sehr über einen Kontakt freuen.
Benutzeravatar
gremlin
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 3
Alter: 77
Registriert: 30 Aug 2005 14:19
Wohnort: Wolfsburg/Niedersachsen
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Harn &Stuhl
Hilfsmittel: Tena

Beitrag #2 von Matti » 12 Jan 2006 19:29


Hallo Gremlin,

Die Goeschen Petros Methode hat wohl eindeutige Vorteile gegenüber traditionellen Inkontinenzoperationen. Hierbei handelt es sich um die sogeannte „Schlüsseloch“ Operation.
Bei traditionellen Operationen wird über einen Bauchschnitt von etwa 10 cm Länge der Blasenhals angehoben. Das geht oft mit erheblichen, postoperativen Schmerzen einher. Nach der Operation sind ein Dauerkatheter und ein Krankenhausaufenthalt von bis zu zwei Wochen notwendig. Es dauert mindestens sechs Wochen, bis die Patientin zu normalen Lebensbedingungen zurückkehren kann. Die Goeschen Petros Methode erfolgt dagegen ohne Bauchschnitt von der Scheide aus mit kleinen Schnitten und ist nahezu unblutig. Alle geschädigten Bänder, die für die Inkontinenz verantwortlich sind, werden gestrafft oder durch künstliche ersetzt. Überschüssiges Gewebe wird nicht weggeschnitten, sondern in Schichten übereinander gelegt. Auch Patientinnen, die bereits erfolglos nach TVT-Methode operiert wurden, kann dadurch oft geholfen werden..
Dadurch dass in Bereichen operiert wird, die wenig Schmerznerven enthalten. haben die Patientinnen nach der Operation kaum Schmerzen, benötigen keine Tamponade und nur für wenige Stunden einen Blasenkatheter, verbleiben nur 2-6 Tage im Krankenhaus und können nach wenigen Tagen wieder ins Alltagsleben zurückkehren.
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus kann man wieder normale Tätigkeiten (Einkaufen, Hausarbeit, Autofahren etc.) verrichten und nach ca. 4 Wochen wieder arbeiten.
Andere Beschwerden, wie ständiger Harndrang, häufiges Wasserlassen bei Tag, häufiges Wasserlassen bei Nacht, Blasenentleerungsstörungen, undefinierbare Beckenbodenschmerzen, Stuhlinkontinenz und andere Darmprobleme können durch den Eingriff ebenfalls gebessert oder sogar geheilt werden.

Ich denke das diese Methode ein gutes Operationsverfahren darstellt. Es währe sehr wünschenswert, wenn Du nach erfolgter Operation von Deinen Erfahrungen berichten könntest.

Gruß

Matti
Benutzeravatar
Matti
 
 

Beitrag #3 von gremlin » 12 Jan 2006 20:17


Ja so habe ich auch die Grundinformation gehabt - die recht umfangreichen Untersuchungen jetzt von Prof. Goeschen , lassen ihn auf eine etwas andere Vorgehensweise gehen.
Die OP soll etwa 3Std. dauern - der Krankenhausaufenthalt gut 1 Woche - so ganz ohne Schmerzen und Katheter geht es auch nicht. Egal !
Ich war wirklich sehr positiv von Prof. Goeschen überrascht, keine irrealen Versprechungen und alles sehr direkt und klar.
Ich habe da wirklich schon ganz anderes erlebt und bin auch schon mehrfach operiert worden - man gibt die Hoffnung ja nie ganz auf.
Ich werde ganz sicher anschliessend berichten - bitte, bitte Positives!
Grüsse von gremlin
Benutzeravatar
gremlin
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 3
Alter: 77
Registriert: 30 Aug 2005 14:19
Wohnort: Wolfsburg/Niedersachsen
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Harn &Stuhl
Hilfsmittel: Tena

Beitrag #4 von sieglinde » 16 Jan 2006 15:40


Hallo gremlin,
ich hab in deinem profil gelesen das du harn&stuhlinko bist?
mich würde interressieren wie du mit deiner stuhlinko umgehst?
hilfsmittel?
op?
Ich bin neu hier und stuhlinko,eine antwort von dir währe nett.

Lg Siggi
Benutzeravatar
sieglinde
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 10
Registriert: 15 Jan 2006 14:40
Wohnort: Niedersachsen
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Partner: verh.
Art der Inkontinenz: Stuhlinko
Hilfsmittel: Loperamid und Einlagen

Beitrag #5 von gremlin » 16 Jan 2006 18:00


Hallo Siggi - die Stuhlinko ist tatsächlich für mich das wesentlich belastendere Problem geworden - an die Harninko hatte ich mich schon fast " gewöhnt " nachdem TVT Band und nichts und eine andere Plastik nur kurzzeitig Erfolg gezeigt haben. Ich quäle mich damit ja auch schon einige Jahre ( nach mehreren grösseren Bauchoperationen )
Die Stuhlinko besteht seit etwa 2 Jahren - und man fühlt sich da recht hilflos - ausser den Tenas usw. kannte ich nichts.
Es gibt aber sehr hilfreiche Analtampons - zwar teuer, aber zu verschreiben - heissen "Peristeen" Heilmittel Nr. 15.25.17.0002 in 2 Grössen - und sind wirklich eine grosse Hilfe. Detaillierte Info über www.publicare.ch bzw. email an martin.kuenzler@publicare.ch
Richtig hysterisch bin ich ja erst geworden, als man mich operieren wollte und aus dem Oberschenkelmuskel einen neuen Schliessmuskel formen und einsetzen wollte - steuerbar von einem kleinen Kästchen mit Sender im Bauch.
Jetzt die Untersuchung lässt zumindest sehr hoffen, dass bei beiden Problemen eine gute Besserung erzielt werden kann - ich wäre sooooooo froh.
LG Monika/Gremlin
Benutzeravatar
gremlin
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 3
Alter: 77
Registriert: 30 Aug 2005 14:19
Wohnort: Wolfsburg/Niedersachsen
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Harn &Stuhl
Hilfsmittel: Tena

Beitrag #6 von Jens Schriever » 16 Jan 2006 20:32


Hallo sieglinde und gremlin

Auch ich bin Harn und Stuhlinko. Ich komme recht gut mit der Stuhlinko zurecht.
Das das so ist kommt weil ich regelmäßig die Irrigation mache. Die Irrigation ist eine Art Darmspülung. Durch die Irrigation bin ich zu über 80% über den Tag Kontinent. Der Nachteil ist nur das die Irrigation sehr viel Zeit kostet( ca 1 Std.).
Wenn ihr mehr zur Irrigation wissen möchtet findet ihr hier etwas: stuhlinkontinenz.php Dan weiter zu konservative Behandlungsmethoden bei Stuhlinkontinenz und wenn ihr dann nach Unten Skollt findet ihr die Irrigation.
Zusätzlich verwende ich auch Analtampons.
Analtampons sind aber nur eine kleine Sicherheit, da sie wenn der Stuhl drückt ihn
nicht zurück halten können. Auch bei Durchfall sind die Analtampons überfordert.
Bei Vielen verursachen die Analtampons ein unangenehmes Druckgefühl, da es ein Fremdkörper ist. Was auch ganz Wichtig ist: Der Rückholfaden muss gut am Po angeklebt sein, da sonst der Tampon in den Darm rein gesaugt wird. Bei mir ist das Problem, wenn ich mich viel bewege saugt der Tampon sich regelrecht in den Darm und der Faden schneidet dann sehr Schmerzhaft in den Schließmuskel.
Die Irrigationspumpe könnt ihr euch vom Arzt verschreiben lassen. Auch die Analtampons sind zu Verschreiben. Die Irrigationspumpe so wie die Analtampons müssen von der KK erst genehmigt werden.
Ich habe hier noch ein Link wo ihr alles über Hilfsmittel zur Stuhlinkontinenz Downloads könnt: downloads.php?cat=7



Gruß Jens
Benutzeravatar
Jens Schriever
Profiautor (min. 150 Beiträge)
Profiautor (min. 150 Beiträge)
 
Beiträge: 258
Bilder: 1
Alter: 56
Registriert: 21 Aug 2003 12:44
Wohnort: Uelzen/Lüneburg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: Verh.
Art der Inkontinenz: Harn und Stuhlinkontinenz MS bedingt
Hilfsmittel: Bauchdeckenkatheter, Windeln, Irrigation

Beitrag #7 von sieglinde » 18 Jan 2006 16:20


Hallo Monika,

ich drücke dir die Daumen das mit deiner OP alles gut geht.
Währe schön dann von dir zuhören,hoffentlich was gutes!!

Hier im Forum habe ich ja schon viel gelesen über die Irrigation,
werde mir das Ding von meiner Ärztin verordnen lassen und dann mal schauen,
ob ich klar komme.

Lg Siggi
Benutzeravatar
sieglinde
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 10
Registriert: 15 Jan 2006 14:40
Wohnort: Niedersachsen
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Partner: verh.
Art der Inkontinenz: Stuhlinko
Hilfsmittel: Loperamid und Einlagen

Beitrag #8 von sieglinde » 18 Jan 2006 18:03


Hallo Jens,
danke für deine Antwort.
Also ich werde mir dieses Gerät aufschreiben lassen,ob ich damit klarkomme ist noch eine andere Frage.
Eigentlich habe ich mir eine 100%tige Kontinenz erhofft aber das kann ich mir ja abschminken.
Neurologische(MS) Stuhlinko,kann man eben nichts machen.

Zu den Tampons,wenn sie dir so unangenehm sind warum benutzt du keine Einlage zur 100%tigen Sicherheit??
Bist du Berufstätig?wie kommst du damit klar?

Also ich hatte noch ca. 2 Monate gearbeitet trotz Inkontinenz,es war die Hölle!!!
Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen,ich wußte nicht weiter.



Lg Siggi
Benutzeravatar
sieglinde
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 10
Registriert: 15 Jan 2006 14:40
Wohnort: Niedersachsen
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Partner: verh.
Art der Inkontinenz: Stuhlinko
Hilfsmittel: Loperamid und Einlagen

Beitrag #9 von Jens Schriever » 18 Jan 2006 22:13


Hallo Sieglinde

Ich denke schon dass du mit der Irrigation klar kommst. Es ist wirklich nicht schwierig. Der einzige Nachteil ist wie ich schon geschrieben habe die Zeit (ca1Std.).
Die Irrigation ist das sicherste was es bei der konservative Behandlung gibt. Eine 100% Kontinenz wirst du wohl nicht erreichen. Die Irrigationspumpe muss erst von der KK genehmigt werden. Es kann sein das deine KK das ablehnt. Lasse dich auf das nicht ein und lege Widerspruch ein.
Jetzt zu deinen Fragen an mich. Ich nehme die Tampons nur zur Sicherheit, wegen Restwasser was im Darm ist und das ich kein Stuhl verliere in der Füllphase. Da ich auch harninkontinent bin verwende ich auch Slips.
Ich bin voll berufstätig und komme recht gut (jetzt) damit zurecht. Bin seit über 10 Jahren inkontinent. Durch die regelmäßige Irrigation bin ich stuhlmäßig fast kontinent. So lange kein Unfall passiert, belastet die Stuhlinko einen weniger. Wenn es dann doch passiert, was ab und zu doch mal vorkommt, ist die Belastung enorm hoch.
Dadurch das ich mich bei Arbeitskollegen, Freunden, Bekannten und Verwandten geoutet
habe kann ich ohne mich zu verstecken normal Leben. Bei der Arbeit bin ich einmal bis zweimal am Wechseln, und wenn ich nach Hause komme wird wieder gewechselt. Wenn ich außer Haus bin habe ich immer eine Tasche mit, wo Windeln, Katheter, Analtampons, Feuchttücher und Müllbeutel drin sind dabei.
Wenn man recht offen mit der Inkontinenz umgeht, kommt man damit recht gut zurecht, da der Druck des Verheimlichen nicht mehr da ist. Das soll nicht heißen dass man mit einem Schild um den Hals „ Ich bin Inkontinent“ umher laufen muss.
Ich wünsche dir recht viel Erfolg mit der Irrigation, und hoffe dass du damit zurecht kommst.


Gruß Jens
Benutzeravatar
Jens Schriever
Profiautor (min. 150 Beiträge)
Profiautor (min. 150 Beiträge)
 
Beiträge: 258
Bilder: 1
Alter: 56
Registriert: 21 Aug 2003 12:44
Wohnort: Uelzen/Lüneburg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: Verh.
Art der Inkontinenz: Harn und Stuhlinkontinenz MS bedingt
Hilfsmittel: Bauchdeckenkatheter, Windeln, Irrigation

Beitrag #10 von sieglinde » 19 Jan 2006 15:45


Hallo Jens,

das finde ich stark von dir, sehr stark,outing und Arbeit!

Ich konnte zuerst noch nicht einmal meiner Ärztin sagen was mit mir los ist.
Wußte ich ja auch nicht,ich dachte ich hätte Durchfall.Der Mist ging nicht wieder weg und nach Monaten hatte ich ja meine Diagnose.

Myelitis-MS und Neurologische Inkontinenz.

Hab übrigens auf Mattis Seite kurz und grob erzählt wie es mir ergangen ist.

Das du damit so gut klar kommst finde ich gut,würde ich mir für mich auch wünschen.Bei mir giebt es Tränen,Angst,schlechte Laune,Verzweiflung und keinen mit dem ich reden konnte.


Gott sei Dank habe ich eure Seiten gefunden,seitdem fühle ich mich nicht mehr so alleine.


Liebe Grüße
Siggi
Benutzeravatar
sieglinde
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 10
Registriert: 15 Jan 2006 14:40
Wohnort: Niedersachsen
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Partner: verh.
Art der Inkontinenz: Stuhlinko
Hilfsmittel: Loperamid und Einlagen

Nächste

Zurück zu Inko Forum

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron