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Du hast allgemeine Fragen zum Thema Blasen-, Darmschwäche oder Inkontinenz? Oder Du weißt nicht wo Deine Frage hingehört? Dann bist Du im allgemeinen Inkontinenzforum richtig!

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Beitrag #1 von Anne1403 » 03 Mär 2006 13:52


Hallo!

ich habe heute per Zufall diese Seiten hier im Netz entdeckt, ich finde es gu´t das es sowas gibt, denn ich könnte in der Öffentlichkeit nicht darüber reden.

Ich stelle mich mal vor...

Bin 19 jahre alt und mache mein Abitur zur Zeit, danach will ich studieren. Ich habe seit Kindesbeinen an Probleme mit dem Bettnässen. Wobei ich sagen muß das es aber selten vorkam also trug ich nachts Windeln was als Kind auch kein Problem darstellte. Als Jugdl. später dann aber schon, aber auch da konnte ich mich dann nach einiger Zeit mit abfinden, da es mir lieber war die Windel zu tragen als in einem naßen Bett aufzuwachen.

Das ich letztendlich nun auch tagsüber Probleme habe, seit ca. 1 Jahr, daran bin ich glaube ich selbst schuld. Ich habe mir Jahre lang durch bequemlichkeit und Faulheit die Inkontinenz antrainiert. So morgens mal nich gleich die Windeln ausziehen, och dann kann man es einfach laufen lassen, am Wochenende: es ist doch viel bequemer vorm TV zu liegen und es einfach laufen zu lassen usw.

Seit einem Jahr etwa, hab ich nun die Probleme nicht nur nachts, sondern auch tagsüber, das ich merke "es läuft", aber nicht mehr in der Lage bin auf die Toilette zu gehen. Totale blockade in der "Birne" aber rausbekommen tu ich es nicht mehr.

Eigentlich ja total bescheuert, als Jgl. so doff zu sein und absichtlich in die Hose/Windel zu machen, ich kann es mir nicht erklären, ich möchte durch meinen langen Text andere von meiner Blödheit als Jgdl. bewahren. Ich fang jetzt wieder an mir beizubringen auf die Toilette zu gehen, leider noch nicht mit erfolg.
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Beitrag #2 von Ramona » 03 Mär 2006 20:30


Hallo Anne!

Möchte Dich hier im Forum Willkommen heißen! Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß man hier auf viele Fragen auch Hilfestellung bekommt.

Hast Du denn schon mal ärztlich abklären lassen beim urologen, daß keine organische Ursache vorliegt? Falls nicht würde ich das auf jeden Fall machen. Manches kommt ja schleichend.

Gruß Ramona
GESTERN ist vorbei,
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Beitrag #3 von Anne1403 » 03 Mär 2006 22:17


Hi Ramona !

Also, ich war eigentlich schon eine weile nicht mehr bei einem Arzt wg. dieser Angelegenheiten. Ich bin leider nicht die Person, die so offen von Angesicht zu Angesicht mit einem Menschen darüber reden kann.
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Beitrag #4 von Matti » 04 Mär 2006 15:49


Hallo

Wisst ihr was ich wahrscheinlich mein Leben lang nicht verstehen werde? Ich will es euch sagen.

Wenn ein erwachsener Mensch urplötzlich tagsüber seine Ausscheidungen nicht mehr kontrollieren kann, es diesen Menschen nicht allein schon vor Panik zum Arzt treibt.

Wir sind uns doch mit Sicherheit einig, dass Inkontinenz an erster Stelle ein Symptom ist. Es könnte sich als um eine schwere, ja, sogar lebensbedrohende Erkrankung handeln, die zum Einnässen führt.

Selbstgestrickte Theorien helfen da recht wenig, wenn der Blasenkrebs zum Beispiel erst einmal im fortgeschrittenen Stadium ist. Eines kann ich euch über Eckhard sagen. Hätte er sich so verhalten wie ganz viele andere Forenteilnehmer hier, dann währe er jetzt schon drei Jahre Tod!

Neurologische Krankheiten haben eine Tücke: Wenn man so früh wie möglich mit einer Therapie beginnt kann man so manche Folge minimieren. Ohne Diagnose keine Therapie.

Diabetes kann eine Inkontinenz hervorrufen. Diese muss man aber Behandeln bzw. den Diabetes, sonst sind die Inkontinenzprobleme noch die geringste Folge.

Dieses Schamgefühl vor dem Arzt, geht mir nicht in die Birne. Warum seid ihr euch und eurem Körper so wenig wert?

Matti
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Beitrag #5 von Stefan » 04 Mär 2006 16:22


Hallo Anne,

herzlich Willkommen in unserem Forum.

Deine Geschichte ist ja nicht alltäglich und erscheint mir etwas kurios. Das soll nicht heißen, dass sie nicht wahr ist.

Vielen Dank, dass Du Andere vor solchen Dummheiten bewahren willst.

Halt die Ohren steif!

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Beitrag #6 von Ramona » 04 Mär 2006 17:58


Anne1403 hat geschrieben:Hi Ramona !

Also, ich war eigentlich schon eine weile nicht mehr bei einem Arzt wg. dieser Angelegenheiten. Ich bin leider nicht die Person, die so offen von Angesicht zu Angesicht mit einem Menschen darüber reden kann.



Das kann ich schon verstehen. Aber bedenke mal, daß für Ärzte die Inkontinenz was ganz normales ist wie z. B. ein grippaler Infekt. Von dhaer kann ich Dich nur ermuigen das abklären zu lassen.

Gruß Ramona
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reden

Beitrag #7 von klaro (+16.05.2008) » 04 Mär 2006 18:38


hallo Anne

ich finds gut, kannst du hier reden, es erzählen und sagen wie es ist.

ich kanns nicht ganz nachvolziehen, aber so in etwa. weil wie du geschrieben hast, schon zu Kinderzeiten Bettnässer warst. ich auch. auch tags.

finde aber deinen letzden Satz super.

so in etwa die worte

"ich werde mir aber wiedr beibringen die Toilete zu benutzen"

ich denke wenn du dies Zeil hast... dann biste auf gutem Weg. wenns nur antrainiert ist.. kannst du wohl noch Gegensteuer geben mit Ueben und versuchen.

ich versteh nicht ganz alles aber egal.

ich hab auch keine med. Gründe, zu meiner Inko, und denoch bin ichs.

hab aber zur zeit, mal etwas Phasen wieder, wo ich oft Momente, Stunden oder kurze zeiten hab, wo es mir gelingt, ds Klo aufzusuchen.(früh genug)

und das macht mich ganz tolll happy-

@Matti.

ds was sselisch inkoninente angeht, musst du auch nie begreifen können.

kann nur von gerstern erzählen von mir, mein körpre war wegen ueberanstrenugn vom Tag, (div Einzelheiten erwähn ich hier nicht) als ich heimkam, nach so stress Tag, der alle meine Kräfte über benutzte... auf bett lag.... und mein Körper von krampf wallungen, kramfanfällen(von bruskasten bis Unterleib) unernommen wurd.......
= diese Körperreaktionen sind keinesfalls leicht zu ertragen... jedesmal hab ich das Gefühl, draufzugehen.

du schreibst... du würdest schon aus Pankik zum Arzt rennen

Matti... in Panik... bist du nihct meehr im stand... zum Arzt zu gehen und zu rennen schon gar nicht.


häte ich da zu der zeit des krampfanfalles gestern, keine Inko versorgung getragen.... na dann...aber diese anfälle, sind nicht vorsehbar.

EEGs wurden mir seit Kind immer wieder gemacht... keine Ahnung wozu

ich kann die Seele in de rReaktion auf meinen Körper nicht steuern.
an solchen Anfällen soweiso nicht, und trotz der gute eingestelllden Medikation, hats mich übernommen.(ich verlor die Kontrolle über den ganzen Körper, nicht nur über inko...)

KEIN ARZT WEISS WS MAN DAGEGEN MACHEN KANN.

zudem mit ADS Problm, auswäwrts, wwenn ich mich so stark auf Dinge konzentrieren muss, da realiesiere ich gar nichts... wegen inko-

denke nicht, wo jeder alles begreifen kan oder soll oder muss.

der Mensch an und für sich ist so komplez und individuell....

Matti, genau so wenig wie ich je hätte sagen können.. weisss niht was ihr Rolli leute habt, wo ihr so viele Hindernisse seht(dummes Beispiel)

das hätte ich vor 10 Jahren noch so gesagt, ich kanns mir vorstellen, oder eben"überhaubt nicht nachvollziehen"

jedoch... die 5 Jahre voll im Rolli..... DANACH erst weiss man(ich nun) wirlich... wie es ist und was ds heisst.

und dennoch, kein Rollifahrer ist gleichzusezten mit einem anderen.

wir sind ALLE verschieden.

und ich finde, es isd gut so.

@Anne
ich hab auch est hier im chat und Forum gelernt drüber zu reden, und reden zu dürfen.

profitere du davon.....Gruss klaro :roll:
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Beitrag #8 von Matti » 04 Mär 2006 18:56


Hallo Klaro,

was ich meine ist etwas anderes.

Ein Beispiel:
- Du bekommst auf einmal sehr starke Schmerzen in der Brust, was wirst du machen?

oder ein anderes Beispiel:
- Auf einmal kannst du nur noch verschwommen Sehen, was wirst du machen?

Richtig, du gehst zum Arzt und zwar so schnell wie möglich!

Bei der Inkontinenz wird immer wieder berichtet, dass Betroffene gar nicht oder erst nach sehr langer Zeit zum Arzt gehen.

Das kann aber gefährlich sein! Es können hinter einer Inkontinenz auch sehr schwere Erkrankungen stecken, die im schlimmsten Fall tödlich enden.

Wenn du eine Diagnose hast, und dann Symptome auftreten die zu dieser Diagnose passen, würde mich das auch nicht in Panik versetzen.

Inkontinenz ist allerdings auch gut Therapierbar, zumindest viele Formen. Aus falscher Scham ein jahrelanges Leiden zu ertragen ist aus meiner Sicht einfach falsch und wie gesagt unter umständen auch gefährlich.

Ich verstehe unter Selbsthilfe auch Menschen zu Motivieren und ihnen die möglichen Folgen ihres Verhaltens aufzuzeigen.

Hier "nur" Verständnis entgegenzubringen ist zuwenig, deshalb hat mein Beitrag nichts mit Nörgeln zu tun.

Matti
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Beitrag #9 von Helmut » 04 Mär 2006 21:17


Hallo Anne,

ich möchte dich auch hier herzlich willkommen heissen und wünsche dir viele brauchbare Antworten auf deine Fragen.

Auf alle Fälle solltest du die in ärztliche Behandlung begeben, denn wie meine Vorredner schon sagten, könnte auch eine ernstere Erkrankung dahinter stecken.

Gruß Helmut


P.S. Ich habe mal die Antworten die nicht zum Thema passten, in denen es nur um Rechtschreibung usw. ging, mal gelöscht. Hier ist ein Forum für Inkontinenz und kein Rechtschreib und Grammatikforum!
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #10 von frosch » 15 Mär 2006 20:26


Hallo Anne,

ich bin begeistert wie unverblümt, direkt und mutig Du Deine Geschichte hier erzählt hast. Ich glaube Du bist gewiß nicht die Einzige, die die schamhafte Betrachtung des Bettnässens einfach für sich umgedreht hat und das Einnässen erst akzeptiert und dann vielleicht unbewußt auch etwas kultiviert hat.
Du solltest Dich für diese Nachlässigkeit nicht selbst bestrafen, sondern schauen in wie weit Du die Kraft sammeln kannst, den sogenannten Rückbau anzugehen.
Oft hilft es, erst die persönliche Funktion des Bettnässens zu begreifen und dann Kompensationsmechanismen zu installieren, die einen in die Lage versetzen, alte Verhaltens- und Verdrängungsmuster zu ersetzen.
Ich wünsche Dir dabei allen Erfolg, den Du brauchst.

Alles Gute, René
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