Trauriges Beziehungsende

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Sex und Inko

Beitrag #11 von ccat » 26 Jul 2006 13:21


Nun ich finde, die alte Leier, Sex in einer Beziehung ist wichtig, in letzter Zeit frage ich mich allerdings vermehrt, warum der Akt eigentlich sein muss. Dass Männer das meistens wollen ist klar, sie erleben ja auch Befriedigung dabei, glaube ich jedenfallst. Aber um es mal unverblümt auszusprechen, ich finde Sex nicht schlecht, aber er war auch noch nie richtig toll, eben so lala, und das lag wahrlich nicht daran, dass sich die Männer keine Mühe gegeben hätten.
Nun zu der Frage Sex und Inkontinenz bei Frauen: Ich weiß, bei Männern ist die Harnröhre während des Samerergusses blockiert. Ist doch so, Männer?
Bei Frauen allerdings wohl nicht. Mir persönlich passiert es manchmal, dass durch die manuelle Reizung beim Verkehr Urin ausfließt. Das ist nervig, weil ich mindestens alle halbe Stunde zu WC muss dabei, also immer unterbrechen, was für den Mann natürlich auch nicht so einfach ist. Weiterhin habe ich immer Angst, dass "etwas" passiert, kann mich folglich nie richtig auf den Sex konzentrieren, bin immer leicht panisch und vielleicht hatte ich genau deshalb noch nie richtig tollen Sex.
Ja. ich weiß, auf Sex allein kommt es nicht an, aber ich bin jung und möchte wenigstens einmal im Leben so richtig tollen Sex haben und das nicht erst, wenn ich 40 bin oder so.
Ich möchte endlich mit meinem Problem ernst genommen werden und nicht mehr von Ärzten hin und her geschickt und mit Tabletten abgespeist werden.
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Beitrag #12 von welute » 26 Jul 2006 14:09


Guten Sex kann man in jedem Alter haben, auch über 40!!

Das Problem ist im Kopf. Natürlich ist es "Sex"tötend wenn Du alle halbe Stunde zum Klo rennst.

Wenn ein wenig (wie Du schreibst) Urin austritt, wird der Mann das in der Regel den natürlichen Körpersäften während der Sache zuschreiben.

Erst wenn Du Dich im Kopf ganz frei von Angst und Zwang freimachst, hast Du eine Chance auf eine befriedigende Beziehung.

Übrigends- nicht nur für Männer ist der Akt entspannend und befriedigend!!!

Gruß

Elisabeth
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Beitrag #13 von ccat » 26 Jul 2006 19:00


Ich wollte auch nicht behaupten, dass man mit 40 keinen tollen Sex haben kann oder älter, ich meine nur, ich will nicht bis dahin warten müssen, dann sind immerhin noch über 15 Jahre.

Ich weiß schon, die Sache ist im Kopf, die Männer hatten auch bisher nie ein Problem damit, aber ich fand´s halt immer so 2bis 3. Es war zwar nie 5 oder schlechter, aber auch nie ne 1 (um die Sache mal in Schulnoten auszudrücken):
Ich kann dabei immer noch "Matheaufgaben lösen", und ich hab´s ausprobiert.
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Beitrag #14 von Matti » 26 Jul 2006 20:04


Hallo ccat!

Nun ich bin ja kein Sexualpsychologe aber immerhin ein Mann und über diese hast du ja deine eigene Meinung :wink:

Ich denke Welute hat schon recht: Solange du durch deine Angst vor Urinverlust dich nicht völlig ungezwungen gehen lassen kannst, wirst du den erfüllenden Sex, welchen du dir erhoffst nur schwer finden.

Gerade in deiner Situation benötigt es Vertrauen in den Partner, dies wird man bei einem Onenightstand nicht finden. In einer vertrauensvollen Partnerschaft sollte ein evtl. Inkontinenzproblem doch nun wirklich kein Problem sein.

Du hast recht, dass sich im Normalfall während des Orgasmus die Blase beim Mann verschließt, es also nicht zum unwillkürlichen Urinverlust kommt. Dies hat die Natur deshalb so vorgesehen, weil das Ejakulat sonst den "Weg des geringsten Wiederstandes" nehmen würde und der Schuß im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten losgehen, sprich in der Blase landen würde. Allerdings reden wir hier vom Normalfall. Bei einem inkontinenten Mann kann es durchaus zu Urinverlust, während des Geschlechtsverkehrs kommen und insbesondere beim Orgasmus. Der Mann hat den Vorteil, dass er bei geringen Urinverust ein Kondom tragen kann, welches diese mengen Urin auffangen.

Dir würde ich empfehlen vor den Verkehr die Toilette aufzusuchen und die Blase gründlich zu entleeren. Wenn du den Akt nicht über Stunden hinziehst (was ich nicht annehme, den wer kann schon Stundenlang Rechnen :wink: ) kann der Urinverlust doch nicht besonders groß sein.
Wenn du deine Blase nicht Restharnfrei entleeren kannst, könntest du dich vor dem Verkehr Selbstkatheterisieren.
Dieser letzte Satz wird, so hat die Erfahrung gezeigt, in diesem Forum häufig mit "Lusttötend oder Abtörnend" kommentiert. Ja, ist es vielleicht auch. Ein Prothesenträger (ich meine nicht die im Mund) wird sein Bein evtl. auch vorher abschnallen, für einen Rollstuhlfahrer (hier rede ich aus eigenen Erfahrungen) sind weit größer "Vorbereitungen" zu treffen. Ich kann z.B. noch nichteinmal meine Schuhe bzw. Socken selbst ausziehen.
Dies kann man aber ins "Liebesspiel" integrieren.

Auch das Verwenden von Hilfsmittel wird häufig als abtörnend beschrieben. Ja. soll ich auf ein Sexualleben verzichten, nur weil man evtl. vor dem Sex den kleinen Freund nachhelfen muss?
Ich habe guten Sex gehabt in meinem Leben und dies trotz Schwerbehinderung.

Ergo, Selbstbewußtsein und eigenes positive Körpergefühl bei dir, gepaart mit gegenseitigem Vertrauen und dem äußern deiner Wünsche wird dir helfen dein Sexualleben erfüllender und ohne Angst erleben zu können. Es nützt nämlich auch nichts, wenn ein Mann sich da heftigst abmüht und die Frau ihm einen Orgasmus vorspielt (weil sie sich gerade verrechnet hat). Ein offenes Gespräch über deine Wünsche, Begierde, sexuellen Phantasien wird schwung in dein Liebensleben bringen.

Versuchs mal (und berichte, hihi)

Gruß

Matti

@papa: Verkneif dir jeglichen Kommentar auf meinen Beitrag, ein großteil des Forums wird es dir danken!
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Beitrag #15 von ccat » 26 Jul 2006 20:48


Ich finde es echt süß, wie ihr euch alle bemüht, mir Ratschläge zu geben, danke sehr dafür!

Ich glaube das Problem ist bei mir viel tiefer.
Das mit der länger währenden Partnerschaft stimmt, aber ich habe einfach nicht so viel Grundvertrauen in die Menschen, dass ich einen Mann wirklich lieben könnte.
Ich mag manche, aber ein echtes Gefühl kann ich nur zu meinen Tieren aufbauen, weil ich weiß sie sind absolut loyal und es ist ihnen egal, wie ich aussehe oder so, solange ich gut zu ihnen bin.
Nun kann ich natürlich nicht allen Menschen unterstellen, sie würden mich nicht von Herzen schätzen, im Gegenteil habe ich fast nur positive Erfahrungen in den letzten Jahren gemacht, trotzdem reicht das wohl nicht aus, um tiefe Empfindungen zuzulassen.
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lieben Gruss...

Beitrag #16 von klaro (+16.05.2008) » 26 Jul 2006 21:04


Grüss dich ccat

Es gibt durchaus dies Problem, dass einem das Grundvertrauen ( Urvertrauen ) fehlt oder nicht leicht gemacht wird, dies sich anzugeignen. Dennoch muss man vorerst zu sich selber Vertrauen finden und haben. Dies dient als Fumdament. Auch die Sexualität kann nur dort wirklich aufbauen und aufblühen, wo dieser Boden besteht. (Zumindest längerfristig)

Ich kenn die Zeiten auch, wie du schreibst, dass du nebenher sogar noch Mathe Aufgaben machen kannst. Klingt lustig, ich weiss aber, wie es sich anfühlt. Ich löste zwar nicht Mathe, aber dafür was anderes.

Aber es war die Zeit, wo ich den Zugang zu mir nicht hatte. Solang wie mir das Selbstwertgefühl im Keller war, solange war im Bett nicht viel zu wollen.

Dies änderte sich dann mit dem Schritt der Selbstakzeptanz.War für mich kein einfaches lernen, aber hab auch jahrelang es einfach hingenommen, dass es eben mal so ist.

Heut betrachte ich dies als Fehler und würd anderen raten, sich das Schöne im Leben doch bisschen vorher „anzu eignen“.

Denke Mathe aufgaben, resp. Geniessen mit Partner, ist durchaus reizvoller und im Endeffekt entspannender und befriedigender als Mathe aufgaben.

Ja den Tieren ist es egal wie du aussiehst, so grob um. Jedoch ein Partner der dich liebt, liebt dich auch, „so wie du bist“. Das ist ja das Schöne an der Liebe… dass man für den Partner, wenn’s gut klappt, einfach super ist. Also nicht nur für Tiere bist du ok, durchaus auch für Menschen und deinen Partner und noch mehr.

Dass du nicht lieben kannst. Das kann noch werden, aber red dir mal diesen Spruch nicht so sehr ein.. du bist durchaus in der Lage, einen Menschen zu lieben und richtig zu lieben, doch sollte und muss dich dieser so lieben, dass du es auch fühlst. Dann kannst du nämlich dann auch lieben. Auch mit dem Herzen. Das wünsch ich dir.

Wünsche dir all Morgen 2 Seiten Matheaufgaben.. zu lösen..(grins) damit du „nachher „ frei bist im Kopf, für alles Schöne was kommen mag. klaro
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Beitrag #17 von ccat » 27 Jul 2006 09:50


Bei mir war es bisher eher so, dass meine Partner mich geliebt haben, es auch zeigten, aber das machte mich eher unzufriedener, setzte mich unter Duck, weil ich wusste sie hätten von mir gern etwas, was ich zumindest momentan nicht geben kann.
Das mit dem mangelndem Selbstwert stimmt. Ich bin in der Schule so viel wegen meines Korsetts gehänselt worden, ich bekam über Jahre hinweg eingeredet, dass ich ja "so eklig" wäre, so dass ich, auch wenn ich rational wusste, dass das nicht stimmt, wohl irgendwann daran glaubte. Ich hielt immer Abstand zu allen, wollte niemandem zu Last fallen.
Das ist zwar schon besser geworden, aber nochimmer da.
Ich werde wohl jetzt erst mal eine Psychotherapie machen, nach 10 Jahren wird´s wohl Zeit, aber ich hoffe auch, dass ich da nicht an den falschen Psychologen gerate, der noch mehr kaputt macht oder dass ich überhaupt in nächster Zeit einen Termin bekommen kann.
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