Harninkontinenz und Bundeswehr

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Harninkontinenz und Bundeswehr

Beitrag #1 von Stivi » 17 Okt 2006 08:35


Hallo zusammen,
ich finde erst mal gut, dass es so ein Forum gibt. Nun zu meinem Problem.
Ich bin 23 Jahre alt und seit 4 Jahren bei der Bundeswehr. Seit etwa einem halben Jahr habe ich Probleme mit der Blase. Zunächst machte ich nur nachts ins Bett. Später kam es auch dazu, dass ich tagsüber tropfenweise Urin verliere. Dabei ging das Gefühl eines Harndranges zurück. Wenn ich auf die Toilette gehe, kommt meist wenig Urin. Deshalb behelfe ich mich seitdem mit Windeln, die ich selbst kaufe. Zum Arzt zu gehen habe ich mich bis jetzt nicht getraut, da ich bei der Bundeswehr bin und Angst habe, ausgemustert zu werden. Ich glaube, dass die Ursache für die Blasenschwäche psychischer Natur ist. Was soll ich nur tun?
Steven
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Beitrag #2 von Melli85 » 17 Okt 2006 11:19


Hallo,

du hast gefragt was Du tun kannst? Ich kann Dir nur eins sagen: Geh zum Arzt!

Egal ob psychisch oder physisch - sowas muss behandelt werden.

Du solltest Deine Gesungheit über Deine berufliche Zukunft stellen.


MfG
Melli
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Beitrag #3 von Walter » 17 Okt 2006 16:59


Hallo Stivi,

keine Angst vor den BwÄrzten, auch die unterliegen der Schweigepflicht und das mit der Ausmusterung geht auch nicht so schnell. Ein Soldat kann aus gesundheitlichen Gründen nur dann entlassen werden, wenn er nicht innerhalb eines Jahres wieder hergestellt ist und das müssen schon schwerwiegende medizinische Gründe sein.
Nun zu deinem Problem, ob das Problem physischer oder psychischer Natur ist, können nur die Ärzte feststellen. Leider wird das BwKrHs in L geschlossen, also wird dich dein TrArzt entweder zum Facharzt in L oder an das BwKrHs in Berlin zur FU IX (Urologie) überweisen.
Keine Panik vor den Untersuchungen, sie sind alle auszuhalten und nicht schmerzhaft.
Wenn du weitere Fragen zu den BwÄrzten hast, kannst du dich per Mail ruhig an mich wenden.


MfG Walter
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Beitrag #4 von MichaelmuellerBlieskastel » 17 Okt 2006 18:52


Hallo,

Das mit der Schwigepflicht stimmt schon, aber der Truppenarzt ist auch Verpflichtet der Einheit bzw. dem VBK das über Truppentauglichkeit entscheiden muss, denn so war es bei mir nämlich und ich habe nur nachts Probleme damit und ich wurde damals dann Wehrdienstuntauglich. Im Aktiven Dienst wurde dann reservist
Das wollte ich nur dazu sagen dass du Wirklich Versuchst, dem Arzt zu Sagen dass du Angst vor einer Ausmusterung hast.

Grüße Michael
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Beitrag #5 von Walter » 17 Okt 2006 20:04


Hallo Michael,

muss dir leider widersprechen, weiß es aus eigener Erfahrung besser, da immer noch im aktiven Dienst. Der Einheit geht die Diagnose und dem VBK schon gar nicht etwas an. Der Soldat ist eben wie jeder andere Mensch "krank"; ggfs. wird er von bestimmten Diensten, Tätigkeiten befreit. Des Weiteren ist er nach SG zur Gesunderhaltung verpflichtet, das heißt auch, dass er mit seinem TrArzt alles tunen muss, um sein Problem "zu bekämpfen". Es ist natürlich für einen jungen Menschen viel problematischer, als für einen alten Knacker wie mich, der kurz vor dem Ruhestand steht. Aber mein Problem, hab ich auch schon mehrere Jahre und es hatte keine Auswirkungen auf meine Laufbahn.

Also Stivi geh zum Arzt und keine falsche Scham, es kann nur besser werden. Denn wenn man nichts tut oder Warnsignale nicht beachtet, kann es vertale Folgen haben.

MfG Walter
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Beitrag #6 von Stivi » 19 Okt 2006 08:35


Hallo zusammen,

danke für die Antworten. Es hat mir sehr geholfen.

Stivi
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Beitrag #7 von Matti » 27 Okt 2006 12:07


Hallo Stivi,

auch wenn sich dieses Forum laut der Aussage des Forenmitglieds Papa zu einem gern gesehenen Forum für psychisch Erkrankte entwickelt, möchte ich dir als körperlich Betroffener gerne einen Rat geben.

Bitte geh zum Arzt!

Es mag sein, dass die Ursachen für dein Einnässen psychischer Natur sind. Abgesehen davon, dass auch dies behandlungsbedürftig wäre, könnten sich dahinter auch ernsthafte organische Krankheiten verstecken!

Hodenkrebs tritt z.B. gerade in deinem Alter vermehrt auf und kann tödlich sein!

Deine Erkrankung hat sich schon verschlechtert, dies ist ein Zeichen dafür, dass sich auch in deinem Körper etwas verändert. Egal ob vom Kopf her oder durch physische Erkrankung.

Sei es dir wert, nicht mit deiner Gesundheit zu spielen.

Erst gestern hat mir ein nachbar erzählt, welcher nach einem Herzinfarkt stationär einmal gründlich durchgescheckt wurde, dass man einen riesigen "Klumpen" in seiner Blase festgestellt habe. Auf meine Frage ob er dies den nicht irgendwie vorher bemerkt habe antwortete er: Ja, doch. Seit sechs Jahren! habe ich immer mal wieder Blut im Urin, seit zwei jahren häufig Schmerzen beim Wasserlassen. Beim Arzt war er bislang nicht gewesen, weil er sich Geschämt hat und Angst vor den Untersuchungen hatte.

Ich möchte es nicht hoffen, aber vielleicht kommt jeder Heilung jetzt zu spät!

Versorge deine Inkontinenz, dass ist richtig aber belasse es nicht ausschließlich dabei! Es ist absolut ungewöhnlich das ein so junger mann überhaupt keine Kontrolle mehr über seine Auscheidung hat. Deshalb, noch einmal meine Bitte: Geh zum Arzt!

Matti
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