Reizblase beim Kleinkind

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Reizblase beim Kleinkind

Beitrag #1 von Ü-Ei » 20 Jan 2007 20:40


Hallo!

Meine Tochter Jana (4,5 Jahre) hat seit gut 1,5 Jahren Probleme wegen ihrer Reizblase, zu geringem Blasenvolumen, zuviel Resturin nach der Blasenentleerung...
Ich muß dazu sagen, daß sie schon mal trocken war mit 2,5 Jahren tagsüber und dann mit 3 auch mal nachts für 2 Monate.
Dann wurden die Phasen, wo sie naß war immer häufiger und länger.

Jana bekommt derzeit morgens Dridase und abends Nifuretten. Zusätzliche alle 1-2 Wochen Osteopathie.

Ich sehe derzeit überhaupt keinen Fortschritt trotz der Medikamente. Ich weiß, daß ich unbewußt Druck auf meine Maus ausübe. Mir ist auch schon mal der Kragen geplatzt, wenn ich die zigste Garnitur am Tag an Wäsche hatte. Ist sicher nicht ok, aber die ganze Situation streßt mich manchmal sehr. Vor allem, wenn man sieht und vorgekaut bekommt, welche Kinder im Freundes- und Bekanntenkreis alle trockene Kinder haben.

Wir sind in ganz schlimmen Zeiten auch tagsüber wieder zu Windeln zurückgegangen (nachts haben wir sie immer), aber dann geht Jana gar nicht mehr.

Manchmal, wenn so 2 Stunden rum sind, erinner ich sie mal an die Toilette oder bitte sie, wenigstens mal zu versuchen, ob was kommt. Aber da schaltet meine Tochter auf stur.

Sie ist sehr anfällig für Blasenentzündungen durch die doppelseitigen Nierenbecken.
Leider sagt Jana auch nicht Bescheid, wenn ihre Hose naß ist.
Auch mein Angebot, sich einfach selbst frische Wäsche anzuziehen und die nassen Sachen einfach ins Badezimmer zu legen, nimmt sie nicht wahr.


Derzeit habe ich den Eindruck, es wird überhaupt nicht mehr besser.
Da hilft kein Belohnungssystem, kein Ignorieren von Wäschebergen, kein Erinnern ans Klo.

Eine Hormontherapie lehne ich derzeit noch ab, das ist mir bei einer Vierjährigen einfach zu früh.
Aber nächstes Jahr kommt sie in die Schule, bis dahin würde ich sie gerne zumindest tagsüber trocken haben.

Jana war ja schon mal trocken, wieso kommen wir einfach nicht mehr dahin?

Wer kann mir helfen? Wer weiß, wie ich Jana noch helfen kann? Wem ging es genauso oder geht es derzeit auch?

Bin dankbar für jede Antwort.
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Ü-Ei
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Beitrag #2 von sogra » 31 Jan 2007 14:20


Hallöchen!Bin der Meinung,Du solltest das ganze nicht so thematisieren und Dich vor allem nicht durch den Konkurenzkampf mein Kind kann schon dies und Dein Kind nicht usw.nicht beherrschen lassen und ausserdem nicht mit Freunden wenn sie dabei ist darüber sprechen,so kommt sie immer mehr unter Druck!!!Ich spreche aus Erfahrung!!!Solche Gespräche wirft mein Sohn mir heute noch vor und der ist jetzt schon13!!!Schlimm ist es wenn Freunde versuchen an Deinem Kind rumzuerziehen.
Also ich hätte gerade das Hormonspray gerne ausprobiert aber meine Kinderärztin war dagegen.Also wir haben auch Dridase bekommen aber als ich den Beipackzettel gelesen habe ist
mir übel geworden!!!
Dein Kind kann doch auch zur Not ein Jahr später zur Schule gehen!?Lass Dich nicht unter Druck setzen,damit ist keinem geholfen!!!



Alles liebe!
Sonja
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gib der Kleinen Zeit und Geborgenheit, nebst Medikamenten

Beitrag #3 von klaro (+16.05.2008) » 09 Feb 2007 21:51


hallo ü-ei

hilf doch deiner Tochter noch oder wieder beim sich umziehen,


bisschen Nachsicht darf auch sein, verwöhn sie bisschen mit deiner Liebe und Fürsorge.
ist ja für die Kleine auch happig, Medikamente nehmen zu müssen. Sie weiss ja sicher auch wieso.

Es ist auch für sie nicht leicht. Lass sie noch bisschen Kind sein, ändern kannst an der Situation an und für sich ja kaum was.

ABER.. sie wird sich später zurückerinnern.. *Mama hatte mich lieb, Mama hat mir geholfen*

so wie es die Vorrednerin geschrieben hat.

meine 4 Kinder.. halten mir schlechte Erinnerungen unter die Nase.. als wäre es gestern erst gewesen.. also. Dies bitte nicht unterschätzen.

Daher mein Tipp.. lass sie noch klein wenig Kind sein, das die Hilfe vom Mama noch braucht , geniesst und zu schätzen weiss.

liebe Grüsse.. klaro :roll:
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Beitrag #4 von Ü-Ei » 13 Feb 2007 13:07


Hilfe beim Umziehen bekommt sie, keine Frage. Daß mir der Kragen platzt wegen der Wäsche etc., ist ja nun eine Ausnahme.

Die Urologin hat nun eine MCU angeordnet, weil auch sie der Meinung ist, daß die Medikamente längst hätten Besserung zeigen müssen.

Ich hoffe, daß das der Maus nicht so wehtut und daß man ihr nach der Untersuchung endlich mal effektiv helfen kann.
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Beitrag #5 von Nika » 12 Sep 2008 17:48


Hallo Ü-Ei,
ich habe gerade Deinen Beitrag vom Januar 2007 entdeckt. Er könnte wortwörtlich von mir sein. Das gleiche Problem hat meine Tochter, Deine Beschreibung passt bis ins kleinste Detail. Da bei Euch ja nun schon 1 1/2 Jahre vergangen sind, hoffe ich sehr auf einen Bericht, wie es Euch in der Zwischenzeit ergangen ist. Unser Leidensdruck ist inzwischen schon sehr gross. Auch die sozialen Kontakte leiden darunter. Da meine Tochter so oft einnässt, meidet sie inzwischen auch den Kontakt mir ihren Freundinnen. Für eine Windel fühlt sie sich aber schon zu "groß". Ich mache mir auch grosse Sorgen, da sie nun schon seit 4 Monaten Antibiotika nimmt (Nifuretten) plus Mictonetten. Eine Verbesserung kann ich nicht feststellen. Meine Heilpraktikerin ist entsetzt über die lange Antibiotika-Therapie. Aber ich habe nicht den Mut, die Behandlung auf eigene Faust abzubrechen, wenn der Arzt dies momentan als einzige Möglichkeit sieht. Geht es Deiner Tochter inzwischen besser? Was hat Ihr geholfen? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Alles Gute und viele Grüsse
Nika
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Beitrag #6 von Ü-Ei » 13 Sep 2008 07:41


Hallo Nika!

Bei meiner Tochter war der Spuk vor 2 Monaten vorbei - ganz von alleine. Vorher war es ihr ja immer egal, wenn sie in die Hose gemacht hat, es war ihr auch nix peinlich und von alleine hat sie selten Bescheid gesagt.
Nun ging es aber bei ihr los mit der Schule und schon in den Ferien davor merkten wir eine Besserung. Es hat den Anschein, als wäre sie mit einem Schnipps "groß" geworden. Wir haben seit Monaten also nur seltene Ausrutscher (aber kein Vergleich zum sonstigen Einnässen).
Zwischenzeitlich war es ja auch mal so, daß meine Tochter zum Teil eingekostet, auch das hat ihr ja nix ausgemacht und Bescheid gesagt hat sie da auch selten.

Also momentan sind wir sehr zufrieden. Und es hat den Anschein, als wäre es "von allein" besser geworden, ohne Medikamente und ohne die zigste Therapie.

Selbst als meine Tochter vor einer Woche wieder einen Harnwegsinfekt hatte, blieb das Einnässen da nur für 2 Tage und dann war es wieder ok.

Ich wünsche dir ganz doll, daß es bei euch besser wird!!! :-)
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Beitrag #7 von Ü-Ei » 13 Sep 2008 07:43


Nachts ist meine Tochter noch nicht trocken, aber wir kommen meist trocken durch die Nacht, wenn wir sie 2-2,5 Stunden nach dem Einschlafen nochmal wecken, ums aufs Klo zu gehen. So klappt es zumindest ohne Windeln, denn diese lehnt meine Tochter inzwischen ab.

Ach so, noch vergessen habe: als meine Tochter jetzt die Blasenentzündung hatte, war es ihr zum ersten Mal peinlich, daß sie eingenäßt hat. Das war ja sonst nie so.
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Beitrag #8 von Nika » 13 Sep 2008 15:22


Hallo Ü-Ei,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Das lässt mich ja doch noch hoffen, dass der Spuk irgendwann vorbei ist. Wie lange hat Deine Tochter denn die Nifuretten genommen? Habt ihr mit Medikamenten erst aufgehört, als es besser war? Oder schon vorher und es wurde dann ohne Medikamente besser. Mir macht unsere Heilpraktikerin die Hölle heiss, wegen der Folgeschäden an Darm und Nieren bei einer so langen Antibiotikagabe. Puh, als Laie ist man wirklich hilflos. Da steh ich nun zwischen Arzt und Heilpraktikerin und will ja nur das beste für meinen Zwerg.
Vielen Dank nochmal und herzliche Grüsse
Nika
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Beitrag #9 von Ü-Ei » 13 Sep 2008 17:14


Die Nifuretten hat Jana so 3 Monate genommen. Danach haben wir aufgehört und merkten auch, daß die Häufigkeit der Blasenentzündungen weniger und die Infekte auch weniger schlimm wurden.
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Beitrag #10 von Sarah » 13 Sep 2008 17:27


wieso nimmt deine tochter eigentlich über eine so lange zeit antibiotika nika ?

ich meine über einen so langen zeitraum, sollte man da nicht wechseln, da sie ja anscheinend nicht richtig wirken oder nur teilweise...


Das man sich für eine Windel zu groß fühlt verstehe ich, aber es gibt auch Pants/trainers
die sind fast wie unterwäsche und sie kann auch auf die toilette wenn sie merkt das sie muss.


p.s. sind nur ideen , was ich gerade so denke :)
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