Hilfe ich werde noch Wahnsinnig!!

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Hilfe ich werde noch Wahnsinnig!!

Beitrag #1 von sogra » 28 Jan 2007 23:46


Hallo!Auch ich bin neu hier und brauche einen (oder mehrere)dringenden Rat!Meine Tochter ist mittlerweile schon 7 Jahre alt und fing vor ca 3 Jahren an ihren Stuhl zu unterdrücken!Es wurde immer schlimmer so das sie jetzt ohne mein Einschreiten garkeinen Stuhlgang hat.Es ist in unserer Familie nicht Thema Nummer eins weil ich glaube das das falsch wäre,darum mache ich ihr(heimlich)Lactulose in ihren Saft.Wenn sie es dann geschafft hat wird sie gelobt!!!Ihr könnt Euch nicht vorstellen was für ein Durchmesser ihre Wurst hat.......!!!!!!!Mein Vermieter musste schon 2 mal ausrücken wegen verstopfter Toilette.Woanders als zu Hause"darf"sie um Gottes Willen nicht auf die Toilette gehen,was die Sache auch nicht einfacher macht!Nun habe ich mich schlau gemacht und werde zu einem Facharzt gehen der mir vorraussichtlich Abführmittel für ca 6 Monate für sie empfehlen wird!?Aber man hört doch immer die wären schädlich weil der Darm sich daran gewöhnen kann????Ausserdem hätte ich gerne gewusst was im schlimmsten Fall ohne jegliche Behandlung passieren kann!!!Im Moment ist es so das sie wenn sie zur Toilette geht ein bischen Stuhlgang hat wie Durchfall.Bin für alle Antworten dankbar!!!!
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Beitrag #2 von klaro (+16.05.2008) » 29 Jan 2007 03:21


hoi sorga

also dieser tread, den find ich ... also da solltest du doch umgehendst schauen, wie du zu einer anderen Lösung kommst. Das Problem ist wirklich ein Problem. Es wir häufiger angetroffen, bei 2-3 jährigen am meisten. Oft verliert es sich dann wieder. Ausgelöst wird es sehr oft durch eine erstmalige oder wiederholte Verstopfung, welche dem Kind sehr Schmerzen bereitet und dieses dann Angst hat, dass * ES * wieder so grausam weh tut.

Mit der Nahrung kann man einiges versuchen. Müsli machen, mit Haferkleie drin, Leinsamen, eingeweichten Feigenstücklein.

Keine Bananen und wenig Aepfel geben, besser Orange, Birnen, ( Kiwis sind sehr gut )

z.B den Reis halt umstellen auf Vollkorn reis und sehr viel viel trinken und nochmal trinken.

Also die Lactulose würd ich anfangen auszuschleichen. Wenn sie sich an das gewöhnt hat, wirds einen Kreislauf geben, der so einfach nicht rückgängig gemacht werden kann. Du solltest dir, nebst dich von einem Facharzt beraten lassen...

... dann fürs Umstellen und absetzen der Lactulose.. Zeit lassen. Besprich das mit dem Arzt. aber versuch doch schon, klitzeklein wenig, weniger davon reinzumischen.

Wie wäre es denn, wenn du Klartext mit deiner Tochter redest.

Auch in dem Alter, kann man drüber reden. Vielleicht würd ihrs drüber reden auch gut tun.

Dass sie nur noch max. zu Hause aufs eigene Klo darf, das find ich, dramatisiert die ganze Sache, sprich verschimmert sie ja noch.

Sollte sie nun auswärts, endlich einmal doch dann den Drang haben für aufs Klo, steht dann in ihrem Kopf " Halt, Stopp, das darf ich ja gar nicht "!

Soweit sollte es also echt nicht kommen müssen.

Selber hab ich 4 Kinder. Und mal so unter uns... wem ist es noch nie passiert, dass der Klo einmal verstopft. Ich würd die Sache mit dem Klo verstopfen

einiges entschärfen. Zu dumm fänd ich es, wenn das Kind sich dann neu deswegen nicht mehr aufs Klo traut.

Selber hab ich das als Kind AUCH erlebt, dass der Klo verstopfte, als ICH auf Klo war. So war es.

WAS das bei einem Kind dann auslösen mag, weiter drauf eingehen mag und will ich an dieser Stelle nicht.

überdenk doch auch mal ,* dein * Verhalten. Parallel zu dem, deiner Tochter.

alles Gute wünscht dir klaro :roll:

anstelle von Lactulose, wäre Feigensirup eine Alternative. Aber auch da gilt, das eine leicht absetzen, leicht ausschleichen und das andere gleichzeitig langsam
beginngen, Abführkmittel müssen sich immer überlappend.. aus und ein schleichen. Und dies langsam!
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klaro (+16.05.2008)
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Beitrag #3 von sogra » 29 Jan 2007 13:11


Hallo Klaro!Danke für Deinen Tip.Ich sehe mein Verhalten ja auch selbstkritisch,habe auch versucht das so rüberzubringen...Aber bin echt überfordert mit der Situation und will einfach nur das es endlich aufhört!!!
Habe natürlich oft mit ihr geredet und auch mit Taschengeld gelockt so nach dem Motto:eigentlich bist Du ja schon alt genug dafür aber solange du noch wie ein kleines Kind nicht zur Toilette gehst usw.Aber ist das richtig?Und überhaupt was ist hier noch richtig oder falsch?
Die Lactulose gebe ich ihr übrigens nicht ständig!
Da ich gelernte Hauswirtschafterin bin habe ich es(wie gelernt)natürlich über die Ernährung probiert,leider ohne Erfolg!Im Net habe ich aber gelesen das man wenn es schon soweit ist mit Darmerweiterung etc.mit Ernährung garnichts mehr steuern kann!?

Gruss Sonja
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Verstopfung und "Durchfall"

Beitrag #4 von Chris » 29 Jan 2007 17:11


Hallo Sonja,

das hört sich ja schlimm an - jedenfalls dein erster Bericht. Ich selber bin stuhlinko und habe mich so ein wenig mit den möglichen Folgen und Veränderungen am Darm auseinandersetzen müssen.

Wie du schon schreibst - es gibt eine deutliche Erweiterung des Dickdarms. Die Folgen erlebt ihr auch schon - wenn sich dünner Stuhl daran vorbeidrückt und ausgeschieden wird - das ist nicht normal, aber ein sicheres Zeichen für eine große Stuhlmenge, die den Darm ausfüllt. Nicht eingedickter Stuhl aus den "oberen" Regionen des Dickdarms drückt dann einfach vorbei am festen Inhalt. Erklär diesen Zusammenhang doch auch deiner Tochter - vielleicht sieht sie ein, dass ihr Verhalten zu einer Schädigung des Körpers führt und du brauchst gar nicht mehr mit anderen Maßnahmen dafür zu sorgen, dass sie regelmäßig auf die Toilette geht.

Was also ist passiert, wie ist das zu bessern oder zu korrigieren. Zunächst muss der Darm endlich regelmäßig geleert werden. Wie - das ist letztendlich egal. Ob du das mit Lactose oder mit Abfühmittel oder aber z.B. mit Obst wie Orangen oder Grapefruit machst, ist egal. Das muß über einen längeren Zeitraum passieren, damit der überdehnte Darm eine Chance hat, sich wieder zusammen zu ziehen. Wenn das "erledigt" ist, kann man sich Gedanken darüber machen, wie eine Wiederholung verhindert werden kann, oder wie ein dann ggf. durch Unterstützung der Abführmittel träge gewordener Darm, wieder "normal" werden kann. Erst muss auf alle Fälle daür gesorgt werden, dass eine regelmäßige Entleerung stattfindet - alle 2-3 Tage wäre gut, besser jeden Tag, ist aber nicht zwingend!! Macht euch auch klar, dass durch die lange Verweildauer von "Abfall" alle möglichen Veränderungen bis hin zu Krebs passieren können. Ich will hier keine Panik machen, aber es ist bekannt, dass bei chronischer Verstopfung ein deutlich erhöhtes Risiko für Darmkrebs besteht.

Was mir noch eingefallen ist - wie ist das Problem überhaupt entstanden, was gibt es für einen Grund, dass deine Tochter ein so "schwieriges" Verhältnis zu ihrem Körper und seinen Funktionen bekommen hat - habt ihr da schon mal nachgedacht oder ggf. Hilfe in Anspruch genommen ?? Ess/Brechstörungen sind ja gut bekannt, kann es sich eventuell um so etwas handeln?? Ein Psychologe, besser eine spezialisierter Kinderpsychologe wäre ein guter Ansprechpartner.

Ich wünsche euch erst mal viel Erfolg und Glück

Chris
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Beitrag #5 von Matti » 29 Jan 2007 19:46


Hallo Sogra,

ich finde den letzten Absatz in Chris Beitrag den wichtigsten. Sicherlich ist es richtig und wichtig gegen die akute Situation mit allerlei Mitteln vorzugehen.

Allerdings wird so doch "nur" die Folge "bekämpft" nicht die Ursache!

Den Vorschlag einen Kinderpsycholgen mit einzubeziehen halte ich für sehr sinnvoll.

Wie geht ihr, also die Familie, generell mit dem Thema Ausscheidung um? Schließt du die Toilettentür ab, wenn du dein "Geschäft" erledigst? Vielen Kinder hilft es z.B. bei der Sauberkeitserziehung, wenn der Toilettengang der Eltern "öffentlich" ist. Hier sollte evtl. die eigene Scham zurückstehen.

Lange eingehaltener Stuhl kann sogar zur Stuhlinkontinenz führen. Dünnflüssiger Stuhl drückt sich an dem harten Stuhl vorbei und kann unter Umständen aufgrund des überdehnten Rektums nicht mehr gehalten werden. Zudem ist eine regelmässige Ernährung für viele Dinge notwendig z.B. Atmung, Stoffwechsel, Flüssigkeitshaushalt usw. Dies brauche ich dir aber bestimmt nicht erzählen.

Gruß

Matti
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Beitrag #6 von papa0861 » 29 Jan 2007 22:34


hallo sogra,

im moment bin ich kein freund großer worte.

ein herzliches willkommen und ein paar vielleicht nützliche links zu deinem problem:


www.pflegewiki.de/wiki/Stuhlverhaltung

www.aerztezeitung.de/docs/2002/07/04/123a0203.asp

http://www.medizinauskunft.de/artikel/f ... kinder.php

www.gesundheit.de/krankheiten/magen-dar ... index.html


die psychosomatischen aspekte hab ich erstmal ausgelassen, dazu wurde schon einiges gesagt.


lg
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Beitrag #7 von papa0861 » 29 Jan 2007 23:15


was mir zu klaros beitrag da noch einfällt,

stuhlregulierend und absolut verträglich ist milchzucker. wird gern der babynahrung und tee´s zugesetzt.

wenn das kind aber mit voller absicht der entleerung gegensteuert, würden bei mir alle alarmglocken schrillen.

hier würde ich mir zuallererst die frage nach dem warum stellen.

ein kind in dem alter ist nicht willenlos. es weiß in der regel genau was es will und welche ziele es verfolgt.

auf der anderen seite stellt sich mir die frage, woher du weißt, daß dein kind dies wissentlich tut?

öfters kommen da ja bewußtes einnässen oder einkoten ins spiel um aufmersamkeit zu erhaschen.

aber unterdrückung des stuhldrangs???????

also,ich weiß nicht.

es sei denn, daß kind hat solche angst vor dir oder einer andern bezugspesron, gescholten zu werden.

ich kenne dieses problem des bewußten einmachens von der tochter meiner ehemaligen lg. die hat, so ich das nachvollziehen konnte dieses mittel eingesetzt um ihren protest gegen den neuen partner (also ich) einzusetzten.

kaum 5 jahre aber berechnend bis zum geht nicht mehr.

aber in puncto stuhlverhalt????

einen etwas alten beitrag zu diesem thema von mir findest du hier:

ftopic230-0-asc-30.html

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Beitrag #8 von sogra » 31 Jan 2007 13:58


Hallo an alle,die mir bis jetzt geantwortet haben(ist ja ne Menge...)!!!Also ich versuche mal Eure Fragen so gut es geht zu beantworten.Also ich denke mal das man die Psychische Seite ausschliessen kann,bei uns ist alles soweit "normal" keine Leichen im Keller :lol: Wie schon gesagt habe ich gelesen das man mit Ernährung in diesem Stadium wohl nicht mehr viel erreicht...!?
Habe ihr das ganze natürlich schon erklärt!!!!Habe 2 Haargummis genommen ein grosses und ein kleines und ihr versucht zu verdeutlichen das sich der Darm so wie das kleine Haargummi ausdenen muss damit ihr AA also das grosse Haargummi dadurch passt und es zum abschrecken sogar kaputtgerissen...!
Sie nimmt jetzt seit 4 Tagen Abführmittel und die Wirkung kam erst gestern.Aber sie hat gesagt das es endlich wenigstens mal nicht wehgetan hat.
Ich weiss das sie es absichtlich verhindert,die sie es mit hochrotem Kopf,verkrampft und teilweise mit Geräusch(wie beim Baby wenn es in die Windel macht)zurückhält!
Wir wollen mal hoffen das sie es jetzt in den Griff kriegt indem ich die "Therapie"durchziehe.gehe nächste Woche auf jeden Fall zum Spezialisten!!!!Bin trotzdem natürlich offen für Ideen Fragen usw.!Danke für Eure Anteilnahme an unserem Problem :!:



Gruss Sonja
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