Welche Medikamente gegen Dranginkontinenz?

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Welche Medikamente gegen Dranginkontinenz?

Beitrag #1 von Nightfire » 06 Feb 2007 22:52


Hallo zusammen,

hab seit ca. 1/2 Jahr immer stärker werdende Probleme mit dem Wasser halten. Weshalb ich mich vor einem viertel Jahr in ärztliche Behandlung begeben hab. Erst Frauenarzt, dann Hausarzt und schließlich Urologe. Ist auch alles Mögliche untersucht worden(u.a. Blasenspiegelung), aber ohne Ergebniss. Hab dann Oxybutynin verschrieben bekommen und das einzige was ich gemerkt hab, waren die heftigen Nebenwirkungen und leider (fast) keine positive Wirkung. Hab mir deshalb um die Weihnachtszeit andere Tabletten verschreiben lassen, Spasmex welches ich in voller Dosis einnehm. Die Nebenwirkungen sind zum Glück um einiges geringer und die Wirkung etwas stärker. Aber dennoch ist es immer noch nicht aushaltbar. Ich muss seit dem Spasmex nicht mehr ständig auf die Toilette, aber wenn ich muss dann läufts meistens trotzdem gleich und ich hab keine Chance es zurückzuhalten.
Zwischendrin gibts ein paar Tage wo ich mir denke: Hey jetzt wirkts endlich...und dann kurz darauf ists wie vorher. Benütze immer Inkontinenzeinlagen in verschiedenen Stärken, aber die megagroßen Einlagen kann und möcht ich einfach nicht im Alltag tragen, weil es schon ordentlich aufträgt.

Habt ihr mir einen Tip? Welche Medikamente haben bei euch besonders gut geholfen?

Werde eh nochmal zum Urologen gehen, aber der meint dann bestimmt auch wieder nur: Geduld, höhere Dosis, probieren wir halt andere Tabletten... Aber hey ich bin 24 Jährchen alt und will auch mal etwas unternehmen und dabei was trinken können, ohne dass es kurz darauf wieder rausläuft!
Und ich möcht gar nicht wissen, wie schlimm es mittlerweile ohne Medikamente wäre. :?

Danke fürs lesen und würde mich über Antworten sehr freuen!

Viele Grüße
Nightfire
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Beitrag #2 von welute » 07 Feb 2007 09:01


Hallo Nightfire,
irgendwie habe ich mich bei Deiner kurzen Erzählung wiedergefunden.

Geduld ist natürlich nicht schlecht, aber aus eigener Erfahrung weiss ich, dass auch Urologen manchmal nur eine Schmalspurdiagnostik machen.

Suche Dir einen weiteren Urologen. Am besten ein Inkontinenz-Zentrum. Dort wird interdisplizinär mit verschiedenen betroffenen Abteilungen oft sehr gut gesucht und gefunden. Nach vielen verzweifelten Versuchen bei diversen Urologen bin ich erst in so einem Zentrum ernstgenommen worden, man hat sorgfältig untersucht, das vollständige Krankheitsbild (Skelett- und andere Erkrankungen) bepbachtet und mir letzendlich geholfen.

Auf der Seite der Kontinenz Gesellschaft findest Du diese Zentren.

Suche weiter - eventuell andere Urologen

Gruß
Elisabeth
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Beitrag #3 von Nightfire » 08 Feb 2007 01:11


Hallo welute,

danke für deine Antwort!

Hab mal nachgeschaut, ein Inkontinen-Zentrum gibt es leider in einem Umkreis von 250 Kilometer keines.
Werde wieder zu meinem Urologen gehen und wenn der nur sagt, probieren wir halt mal dies und das.... Dann werd ich ihm mal auf die Füße treten. :wink:

Was kam bei dir raus, wenn ich fragen darf? Und was hat dir letztendlich geholfen?

Heute in der Arbeit war es ganz extrem, hatte eine extra große, dicke Einlage und dennoch lief es "über". Die Hose war nass, mein Stuhl bekam Flecken, deshalb hab ich möglichst versucht mich nicht drauf zu setzen oder nur an die Kante....Mit ner riesen Aktion um eine frische Binde unauffällig aus dem Rucksack zu holen und auf die Toilette zu maschieren, und dann mit der megadicken, nassen Einlage in der Hosenstasch unbemerkt zurück in die Werkstatt und irgendwann in einer unbemerkten Sekunde in den Rucksack geschmuggelt..... :aerger: :sm12:

Bin langsam echt am durchdrehen! :motz:

Viele Grüße
Nightfire
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Beitrag #4 von welute » 08 Feb 2007 14:18


Erst mal ist es ganz wichtig eine Diagnose zu bekommen.

Erst mit einer echten Diagnose, Inkontinenz ist keine Krankheit, kann man die Behandlungsmöglichkeiten abklopfen. Inkontinenz ist ein Symptom, also dränge auf eine vernünftige Diagnostik.
Unter Umständen musst DU auch längere Wege in Kauf nehmen.

Liebe Grüße

Elisabeth
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Beitrag #5 von Nightfire » 11 Feb 2007 16:49


Oh man, das ist ja alles echt frustrierend.

Kennt dieses Problem sonst niemand?

Hab jetzt einen Termin beim Urologen bekommen, allerdings erst in 2 Wochen.

Mal schaun, was ich bis dahin am Besten mach, vielleicht mehrere Unterhosen anziehen.

:sm9:
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Beitrag #6 von Chris » 12 Feb 2007 10:26


Hallo Nightfire,

gut, dass du einen Termin beim Doc hast, aber bis dahin - was spricht, wenn notwendig, gegen die Verwendung entsprechender Hilfsmittel ???

Du sprichst von auftragen - ich selbst trage seit etlichen Jahren eine Vollwindel - was ist dabei - die Umgebung sieht es in aller Regel nicht - außer - du trägst "fast durchsichtige" Überbekleidung. Insofern - eine "ordentliche " Einlage zu tragen ist sicher weniger auffällig als die berühmten "feuchten Halbmonde" an der Rückseite. Insofern - ich würde so lange wie nötig unbedingt zu einer guten Versorgung raten.

Machs gut

Chris
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Beitrag #7 von Doris » 12 Feb 2007 14:54


Hallo Nightfire,

mir geht es genauso, allerdings schon seit etlichen Jahren. Die Ratlosigkeit beim Arzt war schnell da, als die üblichen Medikamente nicht funktionierten.

Ich hatte auch das Problem mit den Nebenwirkungen, mir ging es richtig schlecht mit Kopfschmerzen, Schwindel usw. An der Inkontinenz hat es schon etwas geändert, aber nicht wirklich zufriedenstellend. Die Harndrangattacken wurden weniger und damit natürlich auch der Urinverlust. Leider ist es so, wenn es einmal läuft, kann ich nichts mehr machen. Dann geht alles in die Hose. Deshalb konnte ich auch mit Medikamenten nicht auf eine entsprechende Windel verzichten, mit Binden brauche ich gar nicht anzufangen.

Meine Entscheidung war, die Medikamente abzusetzen und mit der Inkontinenz zu leben. So schlimm find ich es inzwischen nicht mehr. Wichtig wäre doch für dich, dass du Hilfsmittel benutzt, die so peinliche Unfälle verhindern. Leider schreibst du nicht, welche Einlagen du benutzt. Ich habe gute Erfahrungen mit den Tena Lady super gemacht, viel kleiner hat wahrscheinlich in so einem Fall keinen Sinn. Noch größere Vorlagen fand ich auch nicht so praktisch. Seit ich mit den Tena Lady nicht mehr auskomme, ziehe ich mir richtige Windelhosen an, die einfach sicher sind.

Leider keine so positive Nachricht, drücke dir aber die Daumen, dass du mit der Behandlung mehr Erfolg hast.

Liebe Grüße
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Beitrag #8 von Nightfire » 23 Feb 2007 00:05


Hallo,

also ich benütze die ultra mini bis extra plus Inkontinenzeinlagen von Tena, AS Schlecker, Jessa und Hausmarken anderer Discounter. z.Z. benütz ich meistens die AS extra oder normal Hygiene-Einlagen, sind in meinen Augen die besten günstigen Einlagen. Hab aber auch Tena Active Extra, wobei die meist absolut notwendig wären, allerdings tragen mir diese echt zu stark auf.

@Chris
Also ich finde dass gerade so dicke Einlagen sehr auftragen, gerade wenn sie vollgesaugt sind, werden sie ja schon mindestens 2-3 cm dick. Zudem sind sie dann solange, dass man sie sehen würde, wenn ich sie nicht bis fast zum Slipende Richtung Bauch kleben würde. Außerdem sind diese dann so breit dass sie seitlich an dem Slip raushängen und wenn sie sich vollsaugen, dann läufts an den Beinen runter. Kann sein dass es bei Männern einfach auch unauffälliger ist, aber ich trau mich nicht, z.B. helle Hosen anzuziehen.

Kommenden Donnerstag hab ich endlich einen Termin beim Urologen, mal schaun was der wieder sagt und macht. :roll:

Viele Grüße
Nightfire
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Beitrag #9 von Doris » 26 Feb 2007 08:31


Hallo Nightfire,

da wünsche ich viel Erfolg für den Arztbesuch, vielleicht hat er ja etwas, was hilft.

Die Einlagen, die du nimmst sind aber auch wirklich sehr klein. Die Ultra mini saugen doch nur ein paar Tropfen, da ist doch fast eine normale Camelia Binde sicherer.

Ich glaube, du kannst unbedenklich die Tena Lady tragen. Habe ja geschrieben, dass ich lange die super genommen habe, die sind ja noch größer. Nicht so günstig ist es, die Windeleinlage weit vorne im Slip zu tragen, dann läuft sie im sitzen hinten aus. Außerdem muss eben der Slip im Schritt breiter sein als die Einlage, sonst hast du das beschriebene Problem. Probier mal einen fest sitzenden Frotteeslip. Alternativ gibt es im Sanitätshaus auch Inkontinenzhöschen, die im Schritt noch eine Folie haben, als zusätzliche Sicherheit.

Liebe Grüße
Doris
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Beitrag #10 von Gulliam » 27 Feb 2007 09:43


Ich bin immer noch inkontinent, obwohl es schon über ein Jahr her ist, das ich eine Prostataentfernung hatte.
Gut die Inkontinz ist sehr stark zurück gegangen, ich brauche eben nur noch eine Vorlage auf 24 Std, da kann man nicht meckern.
Zusätzlich nehme ich als Medikament Spasmex, vom Urologen verschrieben.
Da hier schon das Thema beschrieben wurde, eben auch mit Nebenwirkungen, habe ich die Tabletten mal abgestzt. Und siehe da, die Inkontinenz wurde sofort wieder schimmer.
Jetzt nehme ich sie wieder, und mir geht es wieder besser.
Viele Grüsse
Gulliam
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