Welche Medikamente gegen Dranginkontinenz?

Du hast allgemeine Fragen zum Thema Blasen-, Darmschwäche oder Inkontinenz? Oder Du weißt nicht wo Deine Frage hingehört? Dann bist Du im allgemeinen Inkontinenzforum richtig!

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Beitrag #11 von Nightfire » 12 Mär 2007 23:49


Hallo mal wieder :wink: ,

zu Doris, wie bereits geschrieben benütz ich in erster Linie starke oder extra starke Einlagen wenn ich unterwegs bin. Die ultra mini kann ich z.Z. so gut wie nie verwenden, außer es befindet sich direkt neben mir eine Toilette....

Hatte letzte Woche einen Termin im Krankenhaus wegen einer Urodynamik, leider(?) ging aber kurz zuvor das Gerät kaputt weshalb ich vertröstet wurde. Jetzt findet die Untersuchung am Freitag statt. Leider hab ich diesbezüglich noch nicht wirklich hilfreiche Beiträge in diesem Forum gefunden. Vielleicht kann mir jemand dazu was sagen, bei dem die Blasendruckmessung durchgeführt wurde? Ist bestimmt sehr unangenehm, oder?

Viele Grüße
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Nightfire
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Beitrag #12 von eckhard11 » 13 Mär 2007 00:17


Hallo Nightfire,

lies mal hier nach :
harninkontinenz.php

und dann auf "erweiterte Untersuchungen" ( oben über "Harninkontinenz" ) klicken.

Oder gib mal in der Suchfunktion ( links ) "Urodynamik" ein.
Dann findest Du reichlich Beiträge.

Gruss
Eckhard
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Welche Medikamente haben geholfen?

Beitrag #13 von lima » 13 Mär 2007 17:24


Hallo, Nightfire, ich bin viel älter und weiß, daß meine Inko durch eine OP mit anschließender Bestrahlung gekommen ist. Aber geholfen hat mir bisher keines der Medikamente, leider kann ich Dir nur bestätigen, daß die Nebenwirkungen das Schlimmste sind. Ich hatte Spasmex, habe es abgesetzt, Pflaster - keine Wirkung aber auch keine Nebenwirkungen, Oxybutinin - schlimme Übelkeit. Zu allererst hat mir der Urologe ein TVT-Band hinein operiert. Immer sagt er: Das Band sitzt gut...Aber geholfen hat es nichts. Aber bei Dir müßte noch etwas helfen. Ich kenne eine andere Frau, die bekam ein Netz unter die Blase operiert, ihr hat es geholfen. Ich selbst versuche inzwischen mit Homöopathie, wird vielleicht auch nichts bringen, Akupunktur hat auch nicht geholfen. Eine Physiotherapie, die gute Beckenbodengymnastik macht, ist sehr wichtig. Und Vorlagen solltest Du Dir vom Arzt verschreiben lassen, dann sind sie nicht so teuer, ich bezahle pro 28 Stück 1,50 € selbst, im Sanitätshaus bestellen. Es muß darauf stehen, daß man "am gesellschaftlichen Leben" teilnimmt, außerdem die Diagnose, Monatsbedarf oder gleich 1/4 Jahr-Bedarf.
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Blasendruckmessung

Beitrag #14 von lima » 13 Mär 2007 17:28


Nein, die Blasendruckmessung habe ich als nicht schlimm empfunden. Man steigt auf einen gynäkol. Stuhl, dann wird die Blase gefüllt bis man sagt, Schluß und dann wird gemessen, wieviel die Blase aufnimmt. Hat nicht weh getan. Danach wird noch einmal nachgeschaut, ob Restharn in der Blase blieb.
Das Pflaster hieß übrigens Kentera.
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Beitrag #15 von Nightfire » 13 Mär 2007 21:54


Mit der Suchfunktion bin ich leider auf keine passenden Beiträge gestoßen, aber trotzdem danke.
Ich wart einfach mal ab, vielleicht kommt bei der Urodynamik irgendwas raus.... :roll:

Also an eine OP will ich ehrlich gesagt gar nicht erst denken.

Vermutlich sind alle erfolgreich behandelten Inkontinenzpatienten nicht in diesem Forum, weil sie kein Bedarf mehr haben, oder es sind echt so schlechte Heilungsaussichten?

Aber die Inkontieinlagen vom Arzt verschreiben zu lassen, wär gar keine schlechte Idee. Aber wie ist das, bekommt man dann auch "normale" extra Einlagen oder nur so riesen Große Einlagen verschrieben?
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Beitrag #16 von eckhard11 » 13 Mär 2007 23:10


Nun,

das kommt natürlich auf die Menge Harn an, welche Du auf einmal verlierst.

Diese Menge solltest Du schon abschätzen.
Einfach einmal diejenige Menge in einen Behälter strullen, die Dir nach Gefühl abgeht.

Einlagen gibt es in den verschiedensten Größen und Aufnahmemengen.
Dies kannst Du im allgemeinen an der Tropfenzahl erkennen, welche auf den Verpackungen stehen.

Leider steht da nie bei, wieviel eine solche Einlage nun tatsächlich aufnimmt, aber unter drei Tropfen würde ich gar nicht anfangen.
( z.B. Molimed midi oder Molimed maxi von Hartmann )
Mehr als max. 300 ml wird kaum eine Einlage aufnehmen, ohne stark einzunässen.....
Einlagen sind natürlich viel kleiner und weniger auftragend als eine Vorlage oder eine Windel.

Solltest Du mehr Harn verlieren, dann wirst Du um eine Vorlage oder eine Windel nicht herumkommen.

AS-Extra oder gar normale Hygieneeinlagen nutzen Dir überhaupt nichts.
Die sind nicht für die Aufnahme von Harn konzipiert.
In allen Inko-Einlagen, Vorlagen und Windeln ist ein Absorber enthalten, welcher den Harn aufnimmt und geliert sowie Geruch absorbiert.

Der Urologe wird Dir die Einlagen aufschreiben, wenn Du vernünftig mit ihm redest.
Einlagen, Vorlagen und Windeln sind Hilfsmittel und belasten nicht sein Budget.

Die Art und Grösse der Hilfsmittel kannst Du selbst bestimmen.
( So ist es zumindestens bei mir ).
Du mußt halt probieren, deshalb nicht sofort zuviele von den Dingern verschreiben lassen.
Besser, Du gehst in ein Sanitätshaus ( nicht Aldi oder Lidl oder Schlecker !! ) und lässt Dir dort von jeder Sorte einige zum Probieren aushändigen.
( Fast ) alle Sanihäuser geben gern welche ab, wenn sie dadurch einen potentiellen Kunden bekommen können......

Aber denke daran, ein Hilfsmittel ist für Notsituationen gedacht und nicht dazu, einfach nur reinzupieseln.
Eine Inko ist immer nur die Folge einer anderen Erkrankung.
Und diese gilt es zu erkennen und dann zu bekämpfen
.

Gruss
Eckhard
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Beitrag #17 von Matti » 14 Mär 2007 09:18


Hallo,

wir hatten in der letzten Woche eine Produktvorführung der Firma Attends in unserer Selbsthilfegruppe.

Attends arbeitet nach einem ganz einfachen System um die Aufnahmekapazität zu verdeutlichen. Die Produkte tragen die Nummern 1-10. Hängt man an jede Nummer zwei Nullen an, erhält man die Kapazität bzw. Aufsaugstärke des Produkts.

Natürlich ist dies ein theoretischer Wert, weil vor allem die Art der Urinausscheidung (tropfenweise oder schwallartig) Produkte an ihre Grenzen führen kann. Allerdings ist es realistischer die maximale Aufnahmekapazität bei 1000 ml anzusetzen, als den Betroffenen völlig abwegige Zahlen von bis zu 4000 ml zu nennen, welche höchstens unter Laborbedingungen in ein Hilfsmittel passen.

Gruß

Matti
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Beitrag #18 von eckhard11 » 14 Mär 2007 10:03


Richtig,

die angegebenen Mengen der Aufnahmekapazitäten sind völlig unrealistisch.

Wir haben ja bei einem Besuch bei Hartmann gesehen, wie diese Zahlen
ermittelt werden :

Eine Vorlage oder eine Windel wird - trocken -gewogen,
dann wird sie für einige Sekunden in eine Flüssigkeit getaucht,
danach zum Abtropfen hingehängt.
Wenn keine Tropfen mehr herunterfallen, wird die Vorlage/Windel
erneut gewogen und dieser Gewichtsunterschied ( Gramm = ml oder cm³ )
soll dann die Aufnahmekapazität sein !!

Natürlich ist dies absoluter Unsinn, denn wer trägt schon eine total
durchnässte Vorlage/Windel ?
Nicht einmal ich mit meiner nun wirklich großen Neoblase ( bis zu 1.800 ml !! )
wäre in der Lage, diese Vorlage/Windel derartig vollzustrullen.
Und ich kann mich sehr gut erinnern, wie überladen die Vorlagen nächtens waren,
wenn ich auch nur die Hälfte reingepieselt hatte, hi, hi.....

Wenn man realistisch ist, sollte man die angegebenen Aufnahmekapazitäten
vierteln. Also anstatt der angegebenen 4.000 ml nur 1.000 ml annehmen.
Bei kleineren Vorlagen dritteln.
Dann ist man - eventuell - auf der sicheren Seite.

Gruss
Eckhard
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