Wie läuft das bei eurer Krankenkasse

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Wie läuft das bei eurer Krankenkasse

Beitrag #1 von rainingdav » 29 Mai 2007 19:36


Hallo,

erstmal Lob an die Seite. Ich lese schon eine Weile mit und fand diverse Beiträge sehr interessant.
Momentan habe ich selbst ein kleines Problem.
Zuerst zu meiner Person, ich bin 27 und habe neben einer anderen Anzahl an chronischen Krankheiten (Asthma, Bronchitis, Reizblase, Reizdarm) seit etwa zwei Jahren akute Probleme meinen Harn zu halten. Blasenprobleme hatte ich ebenfals schon immer (spät trocken, Bettnässen, oft nasse Unfälle). Seit diesen besagten zwei Jahren haben die unfälle so stark zugenommen, dass man auch von Harninkontinenz sprechen kann. Die Ärzte haben neben einer leichten neurologischen Störung, hyperaktiven Blase und schwachen Schließmuskel, auch psyhosomatische Faktoren (eine Thearpie war ich erfolglos, werde aber demnächt bei einem anderen Psychotherapeuten einen neuen Versuch starten)zu Grunde gelegt ( wie auch beim Asthma ). Aber definitief gefunden haben sie nichts weiter (obwohl das auch fast reicht :? )

Aus diesen Gründen beziehe ich seit zwei Jahren Hilfsmittel auf Rezept, welche ich mir monatlich verschreiben lies. Überwiegend bin ich bei Windeln geblieben, da die Harnmenegen (ich muss ausreichend trinken-2 bis 3 Liter am Tag) reltiv groß sind, und mit unter schwallartig austreten. Desweiteren fühl ich mich wegen meines Reizdarmes sicherer, da es in stressigen Situationen oft zu Durchfällen kommt.
Das war für die Krankenkasse auch nie ein Problem, sowohl die Art der Hilsmittel sowie auch die Stückzahlen (habe mich an etwa 7 Stück pro Tag gewöhnt, da ich nicht allzu lange n der nassen Windel verbleiben kann und mag).
Wie gesagt war alles nie ein Thema.
Nun habe ich beschlossen Quartalsweise mir Dauerverordnungen gebenzu lassen (habe mich nun endlich bei der Wahl des Produktes sowie der Wechselfrequenz eingespielt), und hier begann das Problem mit der KK, ich muss dazu sagen, die Sachbearbeiterin ist neu.
Das SAnitätshaus hat wie üblich den Vorkostenanschlag eingereicht für durchschnitlich 7 Windeln am Tag. und die KK begann sich Quer zu stellen. Ich wurde gefragt warum so viel Windeln und genau, warum Windeln, da es sich primär um eine Harninkontinenz handelt würden doch Vorlagen absolut reichen.
Ich sagte mit Vorlgan käme ich nicht klar, die liegen überall nur nicht da wo sie sein solen, und die Stückzahl nun ja, wenn ich schon Hilfsmitel verwenden muss möcht ich ne den ganzen Tag quasi "nass" rumlaufen, auch wegen der Geruchsbildung (bin berufstätig).
das ist der aktuelle Stand und jetzt heißts warten.
Nun meine Frage an euch:
Wie läuft das bei euere KK, habt ihr freie Produkt (art) Wahl und auch unabhängig (solange rezeptiert natürlich) Bestimmung der Stückzahl?

Ist meine Haltung wirklich übertrieben? Bezüglich der Wechselfrequenz und der Art des Hilfsmittels?
Hat die KK eigentlich das recht die Verordnung quasi, wie soll ich sagen aufzuheben, bzw. sie anzufechten?
Welche Mittel stehen ihr dazu zur Verfügung und wie sehen meine rechte in der Situation aus?(interessiert mich eigentlich nur Prinzipiell, denn ich denke man kann irgendeine Art von Dialog finden).

Fragen über Fragen, hoffe ihr könnt ein Paar beantworten. Schon mal vielen DAnk im voraus.

Gruß Steve
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rainingdav
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Beitrag #2 von Ference71 » 29 Mai 2007 23:48


Hallo!

Also bei mir ist es so, dass die Techniker Krankenkasse die Dauerverordnung (halbes Jahr) prüft und dann die Kosten gemäß der Festsätze - produktunabhängig - übernimmt. Die Angaben auf der Dauerverordnung müssen Größe und Anzahl pro Tag enthalten. Da ich von der gesetzlichen Zuzahlung befreit bin, zahle ich lediglich die Beträge die über dem Festsatz liegen für ein Produkt. Der TkK ist es daher vollkommen egal, welches Produkt ich wähle, da sie eh immer den Festbetrag der Aptheke erstatten. Ich hatte diesbezüglich noch nie Probleme mit der TKK.


Du musst also Deinem Arzt mitteilen, wieviel Stück Du benötigst, da dieser auch bei bestem Willen nicht beurteilen kann, welchen Bedarf Du hast, um trocken durch Tag und die Nacht zu kommen.

Es ist wie immer alles nur eine Frage der Kommunikation.

Herzlichste Grüße aus Berlin,

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Beitrag #3 von mehlbox2001 » 02 Jun 2007 02:20


Hallo Steve,

das eine Problem mag die neue Sachbearbeiterin sein, das andere, dass "nur" das Sanitätshaus einen Kostenvoranschlag gemacht hat, nicht der Arzt was verschrieben mit Mengenangabe ...

Der Vorschlag mit den Vorlagen erinnert mich ein bisschen an die "frisch geschulte" Verkäuferin im Sanitätshaus, die bei schwerer Inkontinenz Tena Lady empfiehlt, weil die ja soooo saugfähig ist ;-)

Wie Ference schon richtig gesagt hat, das Wichtigste ist Kommunikation ... Sprich mit der Sachbearbeiterin der Krankenkasse einfach ganz offen! Das erlebt die bei solchen Themen äußerst selten, wird meist die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und dir nach ärztlicher Verschreibung das Notwendige genehmigen ...

Andreas
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