Behinderten Außweis bei T5 Musterung???

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Behinderten Außweis bei T5 Musterung???

Beitrag #1 von SvenBurger » 05 Jun 2007 08:45


Hallo habe ich eine Chance beim Versorgungsamt einen Behindertenausßweiss zu beantragen,
wenn ich nur eine Niere habe? Wurde beim Bund mit T5 ausgemustert, was ja schon wirklich "viel" ist.

MfG Sven
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Beitrag #2 von Struppi » 05 Jun 2007 16:05


Hallo Sven,

zunächst einmal wünsche ich Dich im Forum herzlich willkommen!

Zu Deiner Frage würde ich eher sagen: Nein! Sofern Du durch die fehlende Niere nicht dauerhaft in Deinem Leben und Deiner Lebensführung eingeschränkt bist - und so lange die verbleibende Niere ihre Arbeit gut macht und Du nicht auf die Dialyse angewiesen bist - wird Dir das "Landesamt für soziale Dienste" (LAsD) kaum einen "Grad der Behinderung" (GdB) zuerkennen.

Ansonsten gilt - wie für fast alles im Leben - probier' es aus und stelle einen Antrag, mehr als ablehnen können sie den ja kaum; ich würde aber schätzen, dass Du im Falle einer positiven Antragsprüfung kaum mehr als einen 20 % GdB zuerkannt bekommen wirst.

Die T5-Musterung heißt ja nicht mehr, als dass Du für den Wehr- und Zivildienst untauglich bist (und ich persönlich hier eher annehme, dass der Bund kein Risiko eingehen möchte, denn falls Deine Niere in dieser Zeit ausfallen sollte, hättest Du einen Rentenanspruch - ist aber nur meine Vermutung/Unterstellung, da kann ich auch falsch liegen).

Ich wünsche Dir trotzdem erstmal alles Gute, und falls Du es mit dem Antrag probiert hast, dann würde es mich schon interessieren, ob und in wie weit das LAsD hier entschieden hat.

Gruß

Struppi
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Beitrag #3 von SvenBurger » 06 Jun 2007 07:27


Danke für die Antwort, hab nur mal gelesen was die "T-Stufen" beim Bund bedeuten und bei T5 stand irgentwas mit schwer behindert :lol:
Trotzdem Danke MfG :fleissig:
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Beitrag #4 von papa0861 » 06 Jun 2007 23:53


:lach: :lach: :lach: :lach: :lach: :lach:

vielleicht solltest du einen anderen dreh finden, um dich vor der wehrpflicht zu drücken.

der bund hat noch keinem geschadet. menno, wir mußten damals 18 echt harte monate ableisten und da war der bund keine feierabendarmee.

mit der truppe, die sich heute armee nennt, möchte ich wirklich nicht in den krieg ziehen.

also gehe dienen und erfülle deine pflicht.

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Beitrag #5 von Christian83 » 07 Jun 2007 08:50


Die nehmen nur noch leute die mit 1 und 2 gemustert sind ab 3 Aufwärts ist alles weg. Ich durfte es selbst erfahren. Ich bin nämlich mit 3 gemustert und somit weg vom fenster. Ich hab jetzt nen Antrag auf feststellung der GdB gestellt wegen meiner Harninko und Borrelliose. Mal gespannt & abwarten was dabei Raus kommt.
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Beitrag #6 von Ference71 » 07 Jun 2007 19:20


Ja, ausmustern tun die Jungs beim Bund immer häufiger, scheinbar von Jahr zu Jahr immer mehr. Zu meiner Zeit (1991/ 1992) gab es Freunde, die wurden noch mit T3 und T4 zum gemeinsamen Zeit vergeuden für geeignet erachtet.

Einer von denen ägert sich noch heute, dass er sein Studium erst zweieinhalb Jahre später beginnen konnte - heute ein NASA-Ingenieur, weil das Stiefelputzen so wichtig für die Menschheit ist...

Ich hoffe, dass das eh bald alles ein Ende hat, jungen Menschen Zeit und Selbstachtung zu nehmen. Ne gut bezahlte Berufsarmee für die Spieler, Abenteurer und Waffennarren, die für keinen zivilen Job geeignet sind, sollte eingeführt werden.

Wer Adressen von erstklassigen Wehrdienstverweigerungsberatern in ganz Deutschland haben will, der melde sich bei mir!
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Beitrag #7 von papa0861 » 07 Jun 2007 22:56


Ference71 hat geschrieben:Ich hoffe, dass das eh bald alles ein Ende hat, jungen Menschen Zeit und Selbstachtung zu nehmen.



ups, was soll man denn dazu sagen?

selbstachtung verlieren, nur weil man sich unterorden muß? gerade dies fehlt doch einem großen teil unserer jugend. dieses wort kennen die doch garnicht mehr. aber wie man die hand aufhält, lernen sie schon im kindergarten.

in einem gebe ich dir aber recht. je kleiner die anzahl der leute in einer berufsarmee, so kleiner die gefahr, daß dieses land wieder auf die idee kommt, anderen auf die pelle rücken zu müssen.

ein schöner gedanke:

"stell dir vor, wir spielen krieg und keiner geht hin!"

in einem kann ich deinen wünschen folgen:

- pünklich aufstehen
- pünktlich essen
- den schnabel halten, wenn andere reden
- auch mal dinge tun, die einem nicht passen
- verantwortung nicht übernehmen zu wollen

ist genau diese nutzniesermentalität, die sich heute hier breitmacht.

aus meiner sicht nur kopfschüttel.

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Beitrag #8 von Ference71 » 08 Jun 2007 11:25


Hallo, Jürgen!

Ja, ich bin ganz bei Dir, wenn Du von der Vission schreibst, dass es niemals wieder Krieg auf diesem Planeten geben soll. Auch teile ich Deine Meinung, dass eine kleine Berufsarmee die Bundewehr ablösen sollte, denn das spart Geld und Humankapital.

Dass man die Bundeswehr als Erziehungsanstalt betrachten sollte, sehe ich allerdings anders.

Dafür gibt es im Leben als erstes das Elternhaus, dann Kindergärten, Vorschulen, Grundschulen, Oberschulen, Ausbildungsbetriebe und Universitäten, in denen ab einem Alter von zwei Jahren bereits Werte vermittelt werden. Noch zu meiner Ausbildungszeit wurde in der Commerzbank-Ausbildungsabteilung kontrolliert, ob wir die Fingenägel geschnitten hatten, und jeder ein frisch gebügeltes Hemd trägt. Als eines Tages allerdings beim Übernahmegespräch die Ausbildungsleiterin einer Auszubildenden die Haar schneiden wollte, erachte selbst der Bereichsvorstand dies als zu arg und feuerte die Leiterin fristlos. Was bedarf es hier noch einer Erziehungs-Bundeswehr???

Ich erachte nach der Schule eine Ausbildung - gleich welcher Art - für enorm wichtig. Warum muss die hohe Motivation der jungen Absolventen durch eine Zeit bei der Bundeswehr geschmälert werden? Diejenigen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Ausbildungsstelle finden, ja die sollen zur BW gehen, denn das ist besser, als auf der Straße zu sitzen. Aber allen anderen schadet die BW doch mehr, als dass sie nützen könnte.

Herzliche Grüße und auf einen weiteren Gedankenaustausch sehr gespannt,

Ference71
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Beitrag #9 von Struppi » 08 Jun 2007 13:38


Hallo Jürgen,
hallo Ference!

Ich schließe mich - fast vollumfänglich - der Meinung von Ference an. Es gibt nichts sinnloseres als die Wehrpflicht in unserem Land. Es wird ein enormes Volkskapital dahingehend verschwendet, als dass junge Männer 12 Monate (?) gezwungen werden, eine in meinen Augen sinnlose Beschäftigung aufzunehmen.

In dieser Zeit können sie weder ein Studium noch eine Ausbildung anfangen - leisten somit auch keine Sozialabgaben.

Außerdem denke ich: gleiches Recht für Alle! Warum bitte werden Frauen dann nicht auch zum Dienst an der Waffe herangezogen - Israel praktiziert dies doch auch seit Gründung des Staates sehr erfolgreich...

Und man bedenke mal, wie viele Arbeitsplätze in der Pflege geschaffen würden, würde es keine Zivildienstleistenden mehr geben?! Insbesondere die Heime wären gezwungen, diese Lücke mit Fachpersonal zu schließen (auch wenn Zivis offiziell ja gar keine Pflege am Patienten machen dürfen und trotzdem wird es ja anders gehandhabt und ein Zivi wird auf Station eingesetzt, als wäre er eine "normale" Pflegekraft - aber das ist ein andere Thema).

Disziplin und die Fähigkeit, sich einer Autorität unterordnen zu können, sollten bereits im Kindesalter vermittelt werden - da ist die Bundeswehr doch eher der falsche Anlaufpunkt um versäumte Erziehung nachzuholen.

Gruß

Hannes
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Beitrag #10 von mehlbox2001 » 20 Jun 2007 03:43


Hallo zusammen und Oooops ...

... ich versteh's seit Jahren nicht, dass im Zusammenhang mit der Bundeswehr immer noch über die ach so billigen Zivis diskutiert wird ...

Wenn die Bundeswehr zur Freiwiligenarmee wird wie in Großbritannien, Frankreich oder USA, dann fallen so horrende Kosten für den gesamten Wehrerfassungs-Apparat weg, dass man die Arbeitsplätze der heutigen Zivis wahrlich fürstlich entlohnen könnte -- hochgerechnet mit dem doppelten des gültigen Tarifs.

Wehrpflicht kostet mein Geld -- und euer Geld!

Andreas
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