Dranginkontinenz, Stressinkontinenz und Bettnässen...

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Dranginkontinenz, Stressinkontinenz und Bettnässen...

Beitrag #1 von Die_Steffi » 20 Nov 2007 08:44


Hallo :-)

Ich glaub ich brauche mal ne Meinung. Der Urologe meint, dass das Bettnässen mit der Stress- und Dranginkontinenz nix zu tun hat, aber ich bin mir da gar nicht mal so sicher.

Ich habe ständig Blasenentzündungen und der Muskel ist jetzt doch ganz schön in Mitleidenschaft gezogen worden.

Immer habe ich gedacht, das Bettnässen hat psychische Gründe, aber jetzt bin ich mir nicht mehr sicher.

Tagsüber "leide" ich an einer Stressinkontinenz, aber nur bei voller Blase, habe auch immer Einlagen, da merkt das keiner. Außerdem an Dranginkontinenz, besonders kurz vom Klo.

Das Bettnässen ist auch nicht so "typisch" nur eine order so nasse Nacht in der Woche und meistens nicht richtig nass, so dass das ganze Bett nass ist, sondern nur die Hose. Das ist eher selten, kommt aber auch vor, vielleicht einmal im Monat.

Das Desmopressin (Nocutil) scheint wenig zu helfen, ich nehme es aber trotzdem.

Wollte alles mal niederschreiben, bin doch verunsichert.

Steffi
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Beitrag #2 von papa0861 » 20 Nov 2007 23:37


hallo,

den begriff steßinko verwendet man heute kaum noch. heute heißt daß dranginko.

lg
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #3 von Die_Steffi » 21 Nov 2007 06:34


Jetzt haste mich verwirrt. Hab das direkt aus dem Englischen übersetzt und die unterscheiden "stress incontinence" das heißt unfreiwilliger Harnabgang beim, Heben, Rennen, Lachen, etc und "Urge incontinence" also Dranginko.

Ist das andere dann Belastungsinko?

:?:

Danke :-)
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Beitrag #4 von Helmut » 21 Nov 2007 10:13


Hallo Jürgen, hallo Steffi,

der Begriff "Stressinkontinenz" kommt aus dem Englischen und hat mit dem Stress den wir meinen, eigentlich nichts zu tun. Die richtige Übersetzung ist daher "stress incontinence --> Belastungsinkontinenz", weil durch die körperliche Belastung der Urin nicht gehalten werden kann. Das englische Wort "stress" wird im physikalischem Sinne mit "Beanspruchung, Belastung" übersetzt.

Die Dranginkontinenz (urge incontinence) zeichnet sich dadurch aus, dass ein plötzlicher nicht zu stoppender Drang zur Blasenentleerung einsetzt, welcher häufig kurz danach zur vollständigen Blasenentleerung führt.


@Steffi
Das Bettnässen hat eigentlich auch nichts mit der Belastungs- bzw. Dranginkontinenz zu tun, da es in den allermeisten Fällen bei Erwachsenen nur Nachts stattfindet.

Deiner Beschreibung nach leidest du an einer sogenannten Mischinkontinenz, also die Kombination von Belastungs- und Dranginkontinenz. Das Desmopressin ist ein Hormon das den Wasserhaushalt reguliert und wird in der Nacht vermehrt ausgeschüttet um die Urinproduktion zu senken. Bei reinen Bettnässern ist oft ein Mangel dieses Hormons zu beobachten. In deinem Fall bringt es auch nicht viel, da müsste ein anderer Weg der Behandlung eingeschlagen werden. Ist bei dir eigentlich schon einmal in letzter Zeit eine urodynamische Untersuchung gemacht worden?

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #5 von Die_Steffi » 21 Nov 2007 12:33


Danke für die schnelle Antwort Helmut :D

Aufgrund der schweren und immer wiederkehrenden Harnwegsinfekte haben die Ärzte im Krankenhaus (die gleichen die erst dachten, es wäre ne Meningitis, weil das Fieber so hoch und mein Kopf so steif war, Krankenhausaufenthalt war im Mai) auf Nierenreflux getippt. Der Urologe hat also geguckt, ob der Urin wieder zurück in die Nieren fließt. Ist nicht.
Nun habe ich wieder eine Harnwegsinfektion und wenn die vorbei ist, will er weitere Tests machen, ich habe aber so gar keine Ahnung was da auf mich zukommt.
Kann mich an eine sehr schmerzvolle Katheteruntersuchung erinnern mit sechs oder sieben oder so. Hat danach wirklich weh getan.
Das Problem bei mir im Augenblick ist, dass mit jeder Entzündung (hatte auch noch eine im September) die Blasenkontrolle schlechter wird. Nun ist es die dritte in sechs Monaten und die Kontrolle wird immer schlechter, tags und nachts.
Ich glaube auch nicht mehr, dass ich ein "typischer" Bettnässer bin, der einfach nicht wach wird. Ich werde nur meistens (manchmal auch gar nicht) zu spät wach mit schmerzvollem Druck und schon ein bisschen ausgelaufen, davon merkt mein Mann aber nichts, der merkt nur wenn alles nass ist, was nicht so oft passiert.
Nachts ist es teilweise unmöglich mich aufzuwecken, so jedenfalls mein Mann. Das sind dann auch oft die nassen Nächte, die auch oft mit sehr stressigen Zeiten oder Ängsten zusammenhängen, die postpartale Depression hat die ganze Geschichte überhaupt erst wieder ins Leben gerufen, nachdem ich lange Pause hatte.
Die weniger nassen, aber doch nicht trockenen Nächte, wo ich doch noch irgendwie aufwache, scheinen was anderes zu sein... was mit der Blase, wohingegen die ganz nassen Nächte wo ich gar nicht aufwache was mit der Psyche zu tun haben.

Tschuldige für die Schwafelei :oops:
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Beitrag #6 von Helmut » 22 Nov 2007 10:26


Hallo Steffi,

so wie ich aus deiner Schilderung herauslese, wurde bei dir in letzter Zeit keine Urodynamik gemacht, sondern vermutlich nur ein Ultraschall und diverse Blut- und Urinuntersuchungen.

Ich rate dir daher, das du bei deinem Urologen eine Urodynamik und ggf. eine Blasenspiegelung machen lässt, das ist zwar nicht so angenehm, aber damit lässt sich deine Inkontinenz ziemlich genau bestimmen. Deiner Beschreibung nach könnte durch die ständigen Harnwegsinfekte deine Blase in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Vermutlich lässt sich deine Inkontinenz dann mit Beckenbodentraining, Elektrostimulation und Medikamenten gut behandeln und vermutlich auch beseitigen.

Wichtig ist auch, dass du gerade in der Nacht auf saugfähige Vorlagen bzw. Pants nicht verzichtest, oder wenn es mehr ist auch auf richtige Inkontinenzslips (Windeln) zurück greifst. Dadurch bleibt dein Bett trocken und es ist auch für deinen Mann angenehmer. Auch eine wasserdichte Bettunterlage bzw. Spannbetttuch ist auf alle Fälle ratsam.

Gruß Helmut
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Beitrag #7 von Die_Steffi » 22 Nov 2007 21:10


Ich habe genau die gleiche Vermutung :(

Dass durch die Entzündungen irgendwie der Muskel beschädigt wurde oder sowas.

Habe einen neuen Termin am Montag, bevor er irgendwas macht, muss er ja erstmal gucken, ob die Antibiotika angeschlagen haben. Bis jetzt ist es nur schlimmer geworden, aber das war beim letzten Mal auch so. Hat vier Tage gedauert bevor das Fieber runtergegangen ist und die Schmerzen erträglich wurden.

Das Fieber macht die PPD fast unerträglich, die Schmerzen machen es noch schlimmer. Wenn jetzt noch Windeln dazukommen, kann ich gleich einpacken :cry:

Ist auch übertrieben, aber so fühlt sich das an.

Danke für die liebe Antwort Helmut :-)
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Beitrag #8 von Helmut » 23 Nov 2007 10:47


Hallo Steffi,

selbst wenn du jetzt wegen der Inkontinenz richtige Windeln verwenden musst, so ist das wirklich nicht so schlimm wie es den Anschein hat. Klar ist es ungewohnt und man fühlt sich auch als unselbstständig, unsauber, nicht der Norm der Gesellschaft entsprechend, aber geht mit der Zeit vorbei. Selbst mit den Windeln kannst du praktisch fast alles machen, nur körperbetonte eng anliegende Hosen sind dann etwas schwierig, die würde ich dann nicht mehr anziehen.

Wichtig ist es erst einmal, dass die eigentliche Ursache deiner Inkontinenz gefunden und die richtige Behandlung eingeleitet wird.

Gruß Helmut
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Beitrag #9 von Gunnar » 23 Nov 2007 11:18


Hallo Steffi,
ich leide unter einer krankheitsbedingten (MS) Dranginkontinenz und Bettnässen. Vor einiger Zeit hätte ich mir nicht vorstellen können Windeln tragen zu müssen, es geht aber mittlerweile nicht mehr ohne wenn ich unterwegs bin. Mit Einlagen komme ich nicht zurecht, ich finde sie unbequem und auch zu wenig saugstark. Über den Windeln trage ich meine normale Alltagskleidung (Jeans), bisher ist noch nie jemandem was aufgefallen und ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt, vor allem fühle ich mich sicherer wenn ich keine Angst vor Unfällen haben muß.

Viele Grüße
Gunnar
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Beitrag #10 von Die_Steffi » 24 Nov 2007 11:10


Danke fürs Ermutigen Gunnar :-)

Ich habe eigentlich auch kein Problem mit den Pants außerhalb des Hauses. Innerhalb würde es mich sehr stören, weiß ja keiner wie schlimm es seit der letzten Blasenentzündung geworden ist, naja mein Mann schon. Zu Hause ist eigentlich auch nicht so ein Problem, nur unterwegs eben.
Habe vom Urologen nix verschrieben bekommen, muss vielleicht fragen. Die ganzen Produkte sind sauteuer und wir haben sowieso schon massive Geldprobleme :(
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