Operation - ja oder nein

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Operation - ja oder nein

Beitrag #1 von markus_33 » 29 Nov 2007 18:04


Hallo ihr zusammen !!

nun bin ich schon seit weit über 1 Jahr ein "stiller" Leser dieses Forums.. Nie habe ich über mein Problem geschrieben.. aber dennoch viele Informationen hier gesammelt.
Jetzt ist es an der Zeit mal hier zu schreiben, da ich nicht mehr weiter weiss.

Ich habe seit ca. 2 Jahren ein Problem mit einer Drang Inko. Zwischenzeitlich war ich bei 4 verschiedenen Urologen. Von Blasenspiegelung, Blasendruckmessung, x-mal "uroflow" sowie das komplette Programm an Medikamenten hab ich alles schon hinter mir.

Diagnose ist zwischenzeitlich eindeutig eine Sphinktersklerose

Derzeit lebe ich mit "Vesikur" und Einlagen/Pants ganz gut.
Aber dies kann doch kein Dauerzustand sein.

NUN ZU MEINER FRAGE:
Vom Arzt wurde mir eine OP / Blasenhalskerbung vorgschlagen. Über die Risiken und Nebenwirkungen hab ich (nebst der Aufklärung durch den Arzt) auch im Netz bereits "gegoogelt".

Hat hier jemand Erfahrungen mit dieser OP ??

LG
Markus




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Beitrag #2 von Helmut » 02 Dez 2007 00:00


Hallo Markus,

erstmal herzlich willkommen in unserm Forum.

Mit eigenen Erfahrungen kann ich dir leider nicht dienen, aber ich denke schon dass hier jemand dabei ist, der ähnliche Probleme hat. So eine OP ist ja nicht ganz harmlos, der Operateur muss schon wissen was er macht. Machst du jetzt eigentlich ISK wegen dem vermutlich ständig bestehenden Restharn?

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Blasenhalskerbung

Beitrag #3 von Walter » 03 Dez 2007 18:35


Hallo Markus,
ich hoffe, das ich das mit der Blasenhalskerbung richtig gelesen habe.
Also bei mir wahr es so, das nach einer gutartigen Prostatavergrößerung ( groß wie eine Apfelsine) und damit verbundener nicht mehr vollständiger Entleerung, eine s.G. Balkenblase festgestellt wurde. Bildlich könnte man sagen, ein Vulkankrater der in die Blase zeigt. Dabei kommt es zur Verhärtung des Blasenausganges. Im Rahmen einer TUIP wurde sowohl meine Prostata ausgeschält, wie auch mein Blasenausgang sternförmig im Winkel von 120° eingeschnitten, damit der Restharn besser abfließen kann. Nach dieser OP wahr ich auch die erste Zeit wieder dicht und es blieben auch nur noch geringe Restharnmengen in der Blase ( vorher bis 200ml, danach nur noch 60 ml). Leider war die Dichtigkeit nicht von großer dauer. Während der Abheilphase kam es bei mir zu einer Entzündung des OP-Bereichen und nach Ausheilung dieser, war ich anschließend noch undichter als vorher. den der Mann hat zwei "Verschlüsse" der Blase, einen vor und einen nach der Prostata der am Blasenausgang soll unter anderen verhindern, das beim GV das Ejakulat nicht in die Blase sondern in die weibl. Scheide gelangt. Das funktioniert zu mindestens bei mir nicht mehr. Somit kommt also das Sperma nicht mehr dahin, wo es eigentlich hin sollte; sondern es landet in der Blase. Das bedeutet z.B. bei mir, das ich meinen Harn ( ca. 250 ml) ab einer bestimmten Menge auch nicht mehr halten kann.
Ich hoffe, das ich dir mit meiner Antwort nicht zuviel Angst vor der Blasenkerbung gemacht habe. Der behandelnde Arzt hat dich bestimmt über die möglichen Risiken aufgeklärt. Es kann, aber es muss dir nicht so ergehen wie bei mir.
MfG Walter
Ist der Hahn nicht mehr dicht, sind Windeln einfach Pflicht
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Beitrag #4 von markus_33 » 09 Dez 2007 14:22


Hallo Walter,

vielen Dank für die Info. Genau das sind derzeit meine Befürchtungen. Was ist, wenn es danach noch schlimmer wird.

Ich habe zwischenzeitlich auch schon einiges über die Risiken der Vernarbung der "Kerbung" gelesen und die retrograde Ejakulation.

Selbstverständlich hat mich der Arzt bereits über die "minimalen" Risiken aufgeklärt. In der Einwilligungserklärung zur OP steht:

Risiken dieser OP:
1,2-4,8 % Epidedymitis / Nebenhodenentzündung (falls keine Samenleiterunterbindung)
3,5 % Harnröhrenstriktur / Harnröhrenenge

Evtl. Retrograde Ejakulation (wie von Dir bereits beschrieben) für ca. 8 Wochen !!
Spülkatheter & Antibiotika sind notwendig
in seltenen Fällen Bluttransfusion.

Diese Risiken stehen nun auf dem Papier (was ja bekanntlich geduldig ist.. )

Deswegen war auch meine Frage, ob jemand Erfahrungen mit dieser Art der OP hat. (Danke erst mal Walter)

Würde mich freuen, wenn sich hier noch der ein oder andere findet, der vielleicht auch noch Erfahrungen mit dieser OP hat. Nach den Beschreibungen von Walter lass ich da lieber erst mal die Finger von.

Beste Gruesse
Markus
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