Harnwegs-Infekte nach Botox-Injektion am Blasenmuskel

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Ach, manno....

Beitrag #11 von Kühlein » 23 Okt 2008 14:22


Liebe Gabi,

ja, hin wie her, es bleibt alles ein Risiko.
So sehe ich das mit den Botox-Spritzen auch. Mache ich es womöglich nicht noch mal, verkleinert sich die Blase immer weiter (in alleine nur den letzten 2 Jahren von 125 ml auf 98 ml Fassungsvermögen) und der Blasenmuskel wird auch nicht weniger spastisch. Die Oberfläche der Harnblase war im Januar 2008 auch schon trabekuliert.
Irgendwann kommt dann eh der Katheder.
Mache ich es mit dem Botox, bekomme ich diese HWI, Nierenbeckenentzündungen wegen des Restharns und katheterisiere ich, wird es nicht anders.
Ich denke, ich versuche es noch mal, lasse mich aber bis dahin noch mal von anderen Fachärzten in den alten Bundesländern eingehend beraten.

Irgendwo wollen wir ja auch nicht den Kopf hängen lassen, oder? :lach:

Ich grüße Dich herzlich
Kühlein
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Nachtrag

Beitrag #12 von Kühlein » 23 Okt 2008 17:51


Hallo Gabi,

bin wohl schon ein wenig vergeßlich... :wink:
Du wolltest noch wissen, wie lange die Botox-Injektionen anhalten.
Mir wurde am 16.01.08 in der Uni-Klinik Kiel 200 IE Botox gepritzt - für den Anfang (da es das 1. Mal war, wollten sie anscheinend erst mal abwarten, wie ich darauf reagiere).
Normal sind 250 bis 300 IE.
Das hat 9 Monate angehalten. Wenn sie die Dosis erhöhen, geht es bis zu 12 Monaten.
Nach dem Eingriff wird Antibiothika verabreicht (man liegt dann auch nur 1 Tag mit Katheter da).
Wenn Du noch was wissen willst, sag gern Bescheid. Ich merke dann schon meistens nachher, wenn ich was vergessen habe, wie Du siehst... :D

Liebe Grüße
Kühlein :fleissig:
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Beitrag #13 von Gabi » 24 Okt 2008 12:45


Hallo Kühlein

Danke für deine Antworten. Im Nov.-Dez. habe ich vor zu meinem Neurourologen zu gehen. Dann muss ich " beichten", dass ich nicht mehr katheterisiere. Wie ich im Internet gesehen habe macht er in einem Versuchsprogramm über Botox und ähnlichem mit. Diese Möglichkeit Botox hat er mir nur kurz gesagt, aber ich denke er wird es jetzt eher anpreisen. Seit ich nicht mehr kath. geht es mir viel besser. Den Restharn merke ich ja nicht. Im Gegensatz zu dir habe ich eine Riesenblase Fassungsverm. 850ml ohne Harndrang. Das ist das trügerische bei dieser Sache, mir geht es mit Kath. deutlich schlechter. Wie ich mich entscheide weiss ich wirklich noch nicht. Muss man bei dieser Injektion eigentlich stationär ins Kkh?

Dir wünsche ich auf alle Fälle eine baldige Genesung.

Es grüsst dich

Gabi
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Botox

Beitrag #14 von Kühlein » 24 Okt 2008 13:08


Hallo Gabi,

mensch, als ich Dein Fassungsvermögen (Blase) sah, wurde mir ganz schwummrig. Könnten wir nicht beides zusammenlegen und beide das Mittelmaß bekommen - so um die 400 ml wäre doch ganz okay....
Bei den Botox-Injektionen liegt man nur momentan noch im Krankenhaus, reichlich 2 Tage. Aber wie ich hörte, wird das in kleinen guten Kliniken schon mit Teil-Narkose durchgeführt und es sind vermutlich nur einige Stunden Aufenthalt in einer Klinik notwendig.
Wie schon mal erwähnt, es ist in der Zulassungs-Phase und wird jetzt noch DANN gemacht und von den Kassen bezahlt, wenn der behandelnde Arzt angibt, dass es keine anderen Alternativen zur Linderung gibt. Wenn das mit der Zulassungsphase durch ist, machen es dann sicher auch viele Urologen in ihrer Praxis, sie benötigen jedoch dazu einiges, z. B. einen Anästhesisten.
Die Frage ist also, welche Urologen daran Interesse haben (wieviele betroffene Patienten sie haben, damit sich das auch rentiert).

Viele Grüße
Kühlein
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Beitrag #15 von Stefan » 25 Okt 2008 11:34


Hallo Mädels,

nun ich war noch nie ein Freund der Botox - Injektionen in die Blasenwand. Habe schon einige verzweifelte Betroffene am Telefon gehabt, die ständig HWI hatten und einen riesigen Restharn. Man kann fast sagen, dass dies sehr oft die Regel ist. Ausserdem lässt die Wirkung nach einigen Monaten nach und die Inko kehrt zurück.

ISK ist die Konigsklasse für Alle, die zwischen den fast immer ISK - Sitzungen trocken sind und nur Nachts evtl. ne Windel brauchen. Solche Leute können und sollen ja auch als Schutz ne Pants tragen. Wichtig hierbei ist auf jeden Fall das saubere Arbeiten beim ISK. Treten HWI öfter auf ggf. den Katheter wechseln und auf jeden Fall ein Schleimhautdesinfektionsmittel für Scheide oder Penis verwenden.

Nun für Alle die trotz ISK eine Windel brauchen, weil nur ein Rest in der Blase bleibt, gelten andere Voraussetzungen. Man sollte maximal 2 mal am Tag ISK machen, mehr ist Unsinn und zeigt von einer falschen Behandlung.

Ist der Restharn und der Druck nicht mit zwei mal am Tag in Griff zu kriegen, da erlebt dann ein Klassiker seine berechtigte Renaissance. Das Schlitzen - fachlich Spinkter-Otomie. Ein kleiner ein Schnitt in den Schließmuskel macht dem Restharnproblem und dem Druck ein Ende. Und das Beste ist! Ein guter Urologe mit Erfahrung kann ne Blase, je nachdem wie tief er einschneidet, einstellen. Und das bei +/- 20ml, so kann man einen Restharn von 500ml auf unter 100ml bringen und hat immernoch eine Kapazität von 70-80ml. Dies reicht zum Windelwechsel, um sich im Schwimmbad umzuziehen, usw. Aber HWI's haben kaum mehr eine Chance.

Leider machen die Ärzte das nicht mehr so gerne, weils kaum Geld gibt dafür. Ein Botoxpatient kommt immer wieder und auch ein Patient mit HWI und ISK braucht den Arzt sehr oft und bringt Geld in die Kassen. Ach ja neuester Gag ist, dass man in den Schließmuskel Botox spritzt. Der Effekt ist ähnlich dem Schlitzen, aber kaum dosierbar. Man wird dann eher zum tropfenden Wasserhahn. Ausserdem muss man das alle paar Monate wiederholen. Aber es bringt mehr Rendite als ne Spinkter-OP.

Na ja meine Meinung mögen die Ärzte gar nicht gerne sehen.


LG



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Botox/ISK

Beitrag #16 von Kühlein » 25 Okt 2008 12:17


Hallo Stefan,

danke für Deinen Beitrag zu unserer "Botox-Diskussion". Nun, irgendwie habe ich langsam das Gefühl, ich begreife gar nix mehr. Mit der Menge Restharn , von welchem Du schriebst, kann ICH nicht mithalten, eher Gabi.
Aber ich kann ja mal den Urologen, wo ich bald hinfahre, auf die gesamte Problematik ansprechen.
Er machte einen ganz guten Eindruck - mal sehen.

Mit dem ISK usw. habe ich überhaupt GAR keine Erfahrungen. Du weißt ja sicher noch von meinen früheren Schilderungen im Forum, dass sich meine Blase beinahe im "Dauer-Miktions-Zustand" befand, wenn sie sich bereits ab 65 ml entleeren wollte.
Mir wurde also NUR die Botox in den Blasenmuskel als letzte Alternative (so sagte mein Urologe) angeboten.
Da mein Leidensdruck schon sehr hoch war, hab ich das dankend angenommen. Nun aber, wie ich schon schrieb, plage ich mich erneut mit einem HWI herum und habe ein DauerBrennen.
Ich bin gespannt, was ich bei der Zweitmeinung erfahre (in einer guten Klinik).

Danke für Deinen Beitrag und Grüße aus Sachsen
Kühlein :lach:
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Beitrag #17 von Struppi » 25 Okt 2008 13:07


Hallo Kühlein,

hast Du zusätzlich zur Antibiose mal Cranberry (Kapseln, Saft) probiert?

Ich nehme z.B. Kapseln (2 x 1 tgl.) und habe seit Jahren (ungelogen!) keine HWI mehr gehabt, obwohl auch ich regelmäßig ISK betreibe.

Grüße

Hannes
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Beitrag #18 von Gabi » 25 Okt 2008 14:36


Hallo Kühlein und Stefan


Dein Vorschlag, unser Fassungsvermögen zu teilen, wäre genau das richtige. Ich würde sofort mitmachen.

Wenn ich Stefans Beitrag lese, komme ich doch wieder von dieser Möglichkeit ab. Das mit dem "Schlitzen" klingt ganz gut. Aber, dann bin ich doch sicher nicht mehr "dicht" und brauche Windeln, oder? Das wäre dann das andere Extrem vor dem ich mich auch fürchte. Pro oder Contra, irgendwann werden wir wohl eine Entscheidung treffen müssen.

Stefan: Hast Du auch einen Tipp wie man diese Spastik beim ISK minimieren kann? Ich habe schon mehrere Kath. ausprobiert ohne Erfolg. Medikamente halfen auch nichts. Meine Blase sträubt sich einfach gegen den Kath.

Habt ein schönes Wochenende

Es grüsst Euch

Gabi
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Cranberry

Beitrag #19 von Kühlein » 25 Okt 2008 17:59


Hallo Struppi,

ja, das mit dem Cranberry hatte (s.o.) Gabi schon vorgeschlagen und nun höre ich das auch von Dir - was mich bestärkt, das schnellstmöglich in Angriff zu nehmen.

Liebe Grüße
Kühlein
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Botox

Beitrag #20 von Kühlein » 25 Okt 2008 18:05


Hallo Gabi,

nun ja - viele Meinungen gibt es. Dennoch denke ich, sollte jeder seine eigenen Erfahrungen machen - wie Du schon schriebst - Pro und Contra.
Wenn Du einen guten Neurourologen hast, könntest Du ihn doch "löchern", oder nicht?
Mein Urologe hat ja vorher in keinster Weise "die Katze aus dem Sack gelassen". Alles habe ich nach der Nierenbeckenentzündung selbst erforschen müssen. Ist wahrscheinlich heute bereits zur Normalität geworden.

Ich wollte Dich mal was Anderes fragen. Du schreibst immer vom "Neurourologen". Ich habe nur einen Urologen und Neurochirurgen. Ich wußte gar nicht, dass es sowas wie Neurourologen gibt... (ni lachen bitte :lach: ).
Aber eigentlich eine logische Schlussfolgerung, wenn es sich um eine sogenannte "neurourologische Erkrankung" handelt....
Liegt denn bei Dir eine neurologische Erkrankung zugrunde?

Liebe Grüße und auch Dir ein schönes und erholsames Wochenende.

Kühlein
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