Wie wickelt man sich selbst?

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Wie wickelt man sich selbst?

Beitrag #1 von Nico » 27 Mär 2009 19:09


Hallo ich heiße Nico bin 12 Jahre alt und komme aus Essen. Im Sommer diesen Jahres wechsele ich von der Realschule auf eine Sonderschule wegen meiner Harninko. Werde auf der Realschule einfach zu viel gehänselt wegen der Windel und nasse Hose und so. Zur Schule zieh ich Tena Pants Super an, sind allerdings auch schon öfters ausgelaufen. Zu Hause trage ich Molicare Premium Super. Werde jedoch zu Hause noch von meinen Eltern gewickelt, da es sonst schief läuft. Bin das aber voll leid. Zu hause bakomm ich dann Bodies an und Nachts son Overall mit Reisverschluss auf dem Rücken. Hab anfangs immer die Windel wieder ausgezogen, so gehts halt nicht mehr. Bin das auf jeden Fall voll leid. Wurd mich freuen wenn ihr mir erklären könnten wie man sich selber im liegen und stehen wickelt. Vielen dank.
Gruß Nico
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Nico
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Sorry - ist wohl ein Witz

Beitrag #2 von hmi72 » 30 Mär 2009 16:15


Schau einfach mal auf den Seiten der Hersteller ( Tena, Attends, Hartmann ... ) nach

da fallen mir keine weiteren Worte ein
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Beitrag #3 von Brandy » 30 Mär 2009 17:13


Hallo Nico!

Hier wurde schon öfter erklärt, wie man sich selbst wickelt. Versuche doch mal, mit der "Suchen"-Funktion Einträge dazu zu finden. Du wirst sicher fündig. Der User "Torben" hat z. B. einen solchen Tread eröffnet und über 20 Antworten bekommen.

Solltest du darüber hinaus noch weitere Infos brauchen, kannst du dich natürlich gerne melden.

Liebe Grüße
Michael
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Beitrag #4 von Philip » 26 Jun 2009 13:14


Hallo, habe durch Zufall deinen Beitrag gelesen. Nun kurz zu mir, ich bin von Geburt an Harninkontinent. Auch mein Papa hat mir lange die windeln gewechselt. Ich habe das dann auch erst mit 11, 12 Jahren gelernt. Also ich lege meine windeln wenn ich zu hause bin Meistens im liegen an das geht am besten. Das geht wie folgt auf die ausgebreitet Windel legen und dann das vorderen teil zum bauch und dann mit den Klebeverschlüßen einfach zumachen, Im stehen am besten immer eine Wand suchen. das ist aber etwas schwieriger besonders in der Schule. Ich verwende zu hause und in der schule Windeln, da pants bei mir keinen sinn haben. Aber bei mir war das ähnlich auch ich sollte auf einer Sonderschule aber das hat mein Papa verhindert. Deshalb bin ich noch auf der Realschule und meine klassen kammeraden Haben sich inzwischen daran gewöhnt.

Ich hoffe dir damit helfen zu können

Gruß Philip
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Beitrag #5 von Dennis » 28 Jun 2009 20:44


Hallo Nico,

selbst wickeln ist eigentlich relativ einfach, du musst nur drauf achten, das du die Windel gleichmäßig anlegst. Gewöhnlich macht man erst die oberen und dann die unteren beiden Klebestreifen zu. Bei den Tena Slips ist es andersherum. Du darfst die Klebestreifen nicht so feste zuziehen, damit sie nicht reißen. Vor dem zumachen auch die Hände gründlich reinigen, also von Wunschutzceme etc. befreien. Dein bestes "Stück" sollte immer nach unten zeigen. So hält die Windel länger.

Im stehen, ist es ein bisschen schwieriger. Nachdem du die Windel aus gefaltet und zwischen die Beine geschoben hast, ziehe die Windel hoch und lehne dich dann an einer Wand. Dann zu machen. Fertig.

Gruß
Dennis
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Beitrag #6 von Helmut » 02 Jul 2009 16:51


Hallo Nico,

eigentlich brauche ich nicht mehr viel zu schreiben, meine Vorredner haben ja schon alles gesagt.

Mit 12 bist du schon alt genug, dich selber zu versorgen und eine Windel anzulegen ist mit etwas Übung schnell erlernt. Nur wegen der Windeln die Realschule zu verlassen halte ich für nicht gerade gut, es sei denn deine schulischen Leistungen leiden darunter. Vielleicht wäre es besser, zusammen mit deinen Lehrern/Vertrauenslehrern einen Weg zu finden, dass du dich besser an der Schule bzw. in der Klasse behaupten kannst.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #7 von Psycho » 08 Jul 2009 13:00


Hallo,
nur eine Information. Sonderschule bedeutet nicht unbedingt Lernbehinderung. Es gibt Sonderschulen für Sehbehinderte, Hörbehinderte, Körperbehinderte, Lernbehinderte, usw. Ich kann gut verstehen, dass du auf eine entsprechende Sonderschule möchtest. Hier haben alle Schüler die gleichen oder ähnlichen Probleme und man ist kein Außenseiter mehr. Gehänselt wird deshalb auch nicht, man arbeitet in viel kleineren Klassen und bekommt eine individuelle Betreuung, die in einer Regelschule leider nicht immer gegeben ist. In vielen Sonderschulen, außer Für Lernbehinderung, kann auch das Abitur erworben werden. Für eine berufliche Ausbildung wird nach dem Abschluss auch gesorgt. Eine Arbeitsplatzsicherheit ist damit auch eher möglich.
Sicherlich läuft es in jedem anderen Bundesland etwas anders, das Grundprinzip bleibt aber.
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Beitrag #8 von Miriam » 08 Jul 2009 14:54


@Psycho

Tatsache bleibt aber, dass es auf keinen Fall sinnvoll wäre, nur wegen einer Inko die Schule zu wechseln.

Sonderschulen sind meist weiter weg vom Wohnort und man ist raus aus der gewohnten Umgebung. Natürlich ist dort für Kinder mit Lerneinschränkungen die Situation besser, auch für geistig Behinderte.
Aber schon für rein Körperbehinderte - wenn diese nicht extrem ist - halte ich im Zweifel eine normale Schule für besser. Dies ist zwar härter, aber das Leben danach ist auch nicht imemr leicht. Ich bin sehr froh, selbst auf einer normalen Schule gewesen zu sein, dank meiner Eltern.

@Nico: Dein Problem liegt wohl auch darin, dass du noch nicht gelernt hast alleine zuwechseln und auch nicht wirklich freiwillig deine Windel trägst. Aber ohne geht es leider nicht.
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Beitrag #9 von Struppi » 09 Jul 2009 03:39


Hallo zusammen,

ich möchte mich ausdrücklich Miriams Worten anschließen... "nur" eine Inko sollte nicht sofort den Besuch einer Sonderschule bedeuten müssen. Sollte es denn unbedingt ein Schulwechsel sein, würde ich mich auch eher um einen integrativen Schulplatz an einer anderen Schule mit dem gleichen Leistungsstandard (also hier Realschule) bemühen.


@Nico:
Alternativen zur Windel bestehen im Übrigen, so stellt u.a. die Firma Coloplast inzwischen Kondomurinal in "kleinen Größen" her, die auch Kindern u. Jugendlichen passen. An Deiner Stelle würde ich mir Muster von dort kommen lassen u. es ggf. jetzt in den Sommerferien mal ausprobieren.

Solltest Du auch Stuhlinkontinent sein, könnte die Irrigation Dir helfen.

Gruß - und halt die Ohren steif

Hannes
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Beitrag #10 von Psycho » 10 Jul 2009 00:25


Hallo,
eine Inkontinenz kann auch einen Schulwechsel bewirken, welcher nicht immer anstrebsam ist. Urteilen kann man hier nur, wenn man die wirkliche Situation ganz genau kennt. Nicht jede Schule hat die Möglichkeit Kinder mit einem Handikap zu beschulen, da dazu auch einige Voraussetzungen erforderlich sein müssen. Deshalb müssen die Eltern einen Förderausschuss im staatlichem Schulamt (kann in anderen Bundesländern etwas anders sein) beantragen. Hier wird genau untersucht welche Möglichkeiten und Hilfen der Schüler benötigt und ob diese an der jeweiligen Schule gegeben sind oder wie diese geschaffen werden können. Dabei wird das gesamte Umfeld unter Einbeziehung der Lehrer, Schulärzte, Eltern, des Schülers, des Schulpsychologen, usw. genauer betrachtet und dann auf einer gemeinsamen Sitzung ausgewertet. Die Eltern haben immer das letzte und auch entscheidende Wort. Nicht jeder Ort oder Nachbarort hat eine Schule die den Erfordernissen entspricht. Da hilft dann eine Förderschule. Bei uns werden die Schüler zu den Förderschulen täglich mit einem Bus, Taxi, usw. zum Unterricht gebracht und auch wierder abgeholt.
Ich selbst habe eine Gehbehinderung und komme ganz gut mit dieser klar. In der 1. und 2. Klasse besuchte ich eine Regelschule. Diese Zeit war für mich die Hölle. Trotz aller möglichen Integrationsversuche und Hilfen fühlte ich mich als Außenseiter und brachte nur schlechte Leistungen.
Als ich in eine Förderschule für körperbehinderte kam, ging es mir wieder gut. Wir waren nur 7 Kinder in der Klasse und die Lehrer konnten sich auf jedes Kind individuell einstellen. So habe ich es bis zum Abitur (1,2) geschafft und habe dann Psychologie studiert. Ich habe auch als Schüler auf den täglichen Transport verzichtet und bin in ein Internat gegangen. Insgesamt war dies die schönste Schulzeit meines Lebens. Hier war ich glücklich. Im Internat wurde ich sehr schnell selbständig und baute ein gesundes Selbstbewusstsein auf. Am Wochenende und in den Ferien war ich immer bei meinen Eltern. In einer Regelschule hätte ich dies alles nicht erreicht und hätte es vermutlich auch nicht bis zum Abitur geschafft. Integration ist eine sehr schöne Sache, allerdings nicht für jedes Kind.
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