Ich komme nicht damit zurecht,daß ich windeln benötige

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Beitrag #11 von schierwolf » 06 Dez 2009 13:48


Bin grad einemal seit 5Min. Mitglied, also noch sehr "jung" - und das mit 53Jahren. Mir half der Sport sehr gut, darüber hinwegzukommen - wenn es auch derselbe Sport war,der mir zur Inkontinenz verholfen hatte (ein 40m-Absturz beim Klettern vor 9 Jahren). Ich hadere nicht mit meinem Schicksal sondern bin froh, dass ich wieder alles machen kann. Und mit Windeln zu leben - na wenn's da nix schlimmeres gäbe...!
Also Kopf hoch und mögt Ihr noch viele schöne Augenblicke erleben!
Nach Bergunfall inkontinent geworden. Habe gelernt, damit zu leben. Und heute sehe ich meine Inkontinenz sogar als Bereicherung meiner Sexualität, wenngleich die Scham nach aussen bleibt....
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schierwolf
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Beitrag #12 von Mikey » 07 Jan 2010 10:51


hey!

ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlen musst.

Aber es ist halt eine Krankheit und es kann sich leider niemand aussuchen, welche Krankheit er bekommt. Klar ist es für dich ungewohnt. Doch denk positiv über das Leben nach.


Kopf hoch!
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Mikey
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Beitrag #13 von Tom252 » 08 Jan 2010 13:25


Hallo Mimi,

ich wohne auch nicht in einem großen Ort und bin immer offen mit meiner Krankheit umgegangen. Am Anfang (ich bin bei der Feuerwehr) hieß es nur, dass ich komisch geworden sei und man mit mir nichts anfangen könne. Nun weiß jeder, dass ich kein Wasser lassen kann und mich am Anfang selbst katheterisiert habe. Es wurde positiv aufgenommen und man hat mich doch dabei unterstützt und mir gesagt, dass man es versteht wenn ich nicht alles machen kann.

Ich bin trotz Rente und momentanen Dauerkatheter bedingt einsatzfähig und fahre regelmäßig Einsätze. Ich bin daher der Meinung, eine Krankheit zu verstehen heißt sie zu akzeptieren, auch wenn es anfangs schwer ist und es ist mir verdammt schwer gefallen von einem auf den anderen Tag kein Wasser mehr lassen zu können.

Viele Grüße
Tom
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Tom252
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Hallo Mimi

Beitrag #14 von sabrina29 » 14 Apr 2010 12:38


Ich bin durch Zufall auf Deinen Thread gestoßen, weil mir geht es gerade so wie Dir vor ein paar Monaten, nur dass es nicht durch einen Unfall kam sondern quasi aus heiterem Himmel. Inzwischen habe ich den Gang zum Urologen, Neurologen und der ersten Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule hinter mit. Einen eindeutigen Befund gibt es noch nicht, werde demnächst noch Beckenbodengymnastik machen aber man hat mir keine großen Hoffnungen gemacht dass ich die Windeln in absehbarer Zeit wieder los werde. Auch ich kann mich noch nicht so recht daran gewöhnen, aber ohne trau ich mich gleich gar nirgends hin, und ich bin noch jünger.....Sag mal, was trägst denn Du so im allgemeinen für Kleidung "düber"? Ich hab nämlich das Gefühl dass man es bei einer lockeren Hose eher sehen könnte als bei einer festen Jeans. Bauch frei geht halt nimmer :? aber ich werd mir wohl für den Sommer ein paar Kleidchen besorgen.
Viele Grüße -Sabrina-
ups, es gibt ja viel mehr mit dem gleichen Problem als ich gedacht hätte
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Beitrag #15 von Mimi » 15 Apr 2010 22:41


Hallo Sabrina

Im Winter habe ich aufgrund der kälteren Jahreszeit meistens Hosen getragen. Wenn es jetzt wieder wärmer wird, möchte ich auch einmal wieder ein Kleid oder einen längeren Rock anziehen.
Miniröcke, wie ich sie früher manchmal getragen habe, kann ich mir mit den Windeln aber abschminken.
Ich denke immer noch , daß man die Windeln unter der Kleidung sieht. Ich erwische mich immer wieder, wie ich desöfteren einen prüfenden Blick in den Spiegel werfe.
Da ich im Winter eh eine dickere und damit längere Jacke anhatte, konnte ich meinen Windelpo mit dieser gut verstecken.
Im Sommer geht das mit der dicken Jacke natürlich nicht. Deshalb habe ich bei den Hosen, seit ich Windeln benötige, auch von Kleidergröße 38 auf 40 gewechselt. Bei der Größe 38 hatte ich immer das Gefühl,daß man die Windel erahnen kann.

Obenrum trage ich meist einen Pulli oder eine Bluse, bei denen die Windel nicht durchscheint und die über Rock und Hose reichen, auch wenn ich mich bücke.
Bauchfreie Tops und Hüfthosen habe ich auch nicht getragen, bevor ich die Windeln benötigte.

Viele Grüße - Miriam
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Beitrag #16 von Gunnar » 16 Apr 2010 12:55


Hallo Mimi,
ich trage über den Windeln meine ganz normalen Jeans, die ich früher (also vor der Inko) auch schon hatte. Da ist nix zu erkennen, nichtmal unter einer Reithose war was zu sehen und die sind ja nicht wirklich weit. Kommt halt auch ein bißchen drauf an, welche Windeln du verwendest.

Viele Grüße
Gunnar :-)
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sieht man Windeln ??

Beitrag #17 von Chris » 17 Apr 2010 22:01


Hallo Sabrina, Mimi und wer sonst noch das hier liest,

ich bin seit fast 10 Jahren "windelpflichtig" - als Mann könntet ihr nun sagen ist das nicht so ein Problem, aber - ich mag auch, wenigstens einigermaßen modisch gekleidet sein, oder doch wenigstens so, dass ich mir gefalle - und meiner Frau natürlich auch.

Ich möchte mich mal Gunnar anschließen - eine Umstellung der Bekleidung ist normal gar nicht nötig, die Angst, dass es erkennbar wäre - die gibt es nur in UNSEREM Kopf!!!!

Ich trage Abriform X Plus - das ist die dickste von Abena - die ist schon "kräftig" aber vor Allem sicher und das ist mal das Wichtigste!!. Darüber, da ich auch Stuhlinko habe, kommt eine PU Schutzhose, damit im Falle des Falles nichts nach Außen zu bemerken ist und über das Ganze kommt eine leichte Miederhose - gibt es ab und an bei Rossman oder Aldi/Lidel im Angebot oder aber von Naturana und Co. - am liebsten mit Bein - das formt alles ganz unauffällig - egal, dass ich als Mann Frauenhosen trage, die sitzt und tut ihren Zweck.

Das wichtigste nach meiner Erfahrung ist, dass ihr euch, so wie ihr jetzt seid, akzeptieren könnt, wir haben uns die Undichtigkeit nicht ausgesucht, also müssen wir sehen, wie auch damit Spaß und Freizeit möglich ist. Das ist in erster Linie eine Sache, die sich ausschließlich im Kopf abspielt. Da kann es ganz nützlich sein, einen Psych. ein zu schalten. Wenn diese Hürde genommen ist und man zu sich sagen kann - ich bin auch mit meiner Inko ein liebens- und beachtenswerter Mensch, dann ist schon viel gewonnen. Das ist ein Prozess, der leicht ein Jahr beansprucht. Danach aber ist es möglich auch mit Inko ein Leben zu führen, wie es Gesunde auch können.

In diesem Sinne - wir sind wie wir sind und da ändert die Unterwäsche auch nichts. Und die ist für "Otto Normal" nicht erkennbar, das bilden wir uns nur ein.

Machts gut

Chris
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Hallo zusammen,

Beitrag #18 von sabrina29 » 18 Apr 2010 11:51


ja ich geb Euch da recht, dass viel im Kopf stattfindet. Also mit Jeans sieht man eigentlic gar nix, das hab ich jetzt auch schon festgestellt. Und gestern hab ich mir 2 Keidchen gekauft für Freizeit und zuhause, dazu 3 der modernen Leggings (die sitzen gut und geben der sache Halt) zum drunter ziehen, mein Freund hat sich das genau angesehen und behauptet man sieht absolut nix und auch keinen Unterschied zu vorher. Da ist mir erst mal ein Stein vom Herzen gefallen, denn ich will sicher nicht den ganzen Sommer mit einer warmen Jeans rumlaufen. Als Sommer-Freizeithose hab ich mir dann noch so eine Flecktarnhose in etwas dünnerer Ausführung zugelegt, durch das Muster und den Schnitt ist die Perfekt für meine "neue Unterwäsche"..... Tja, nachdem dann mein Gelbeutel ein Loch bekommen hatte und wir das Einkaufspaket im Auto verstaut hatten, sind wir gemütlich Eis essen gegangen und ich hab die Situation für einige Zeit total vergessen :lach:
Ich hab mich da im nachhinein selbst über mich gewundert und zum ersten mal gemerkt das eigentlich fast alles sein kann wie früher. Meine hauptsächliche Angst ist eigentlich immer "hoffentlich läuft nix aus" oder "wo kann ich geschickt wechseln" wenn ich länger unterwegs bin.
Allen einen schönen Sonntag und liebe Grüße
-Sabrina-
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