Psychotherapie

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Psychotherapie

Beitrag #1 von frosch » 28 Okt 2003 18:37


Hallo Ihr lieben Mitglieder!

Im Inko-Chat habe ich nun schon mehrere Menschen kennenlernen dürfen, die sich aktuell in einer Psychotherapie befinden oder diese bereits hinter sich gebracht haben. Als Betroffener einer Angsterkrankung mit begleitenden Depressionen würde ich mich sehr freuen, wenn andere Mitglieder auch an dieser Stelle über ihre Erfahrungen berichten könnten. Ich selbst blicke auf sowohl eine tiefenpsychologisch fundierte als auch eine Verhaltenstherapie zurück. Es war sehr hilfreich und hat mir interessante Einblicke in mein Seelenleben ermöglicht. Alles in allem muss ich sagen, ich habe sehr von der angebotenen Hilfe profitieren dürfen.

Lieber Gruß
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Beitrag #2 von Pucki » 31 Okt 2003 20:14


Hallo frosch,
auch ich habe schon einiges an Therapieerfahrungen. Aktuell mache ich schon seit längerer Zeit Verhaltenstherapie, eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie habe ich vor einigen Jahren auch schon hinter mich gebracht. Die hat mir allerdings ziemlich wenig gebracht, ich glaube, das war für mich die falsche Therapeutin.
Mit Ängsten habe ich auch jede Menge zu tun. Vor 11 Jahren hatte ich plötzlich ganz schlimme Panikattacken, die mich ziemlich aus der Bahn gebracht haben. Ich habe aber das Glück gehabt, schnell in die richtigen Hände zu kommen und das dadurch ganz gut in Griff bekommen.
Es ist oft ziemlich schwierig, weil ich generell das Problem habe, nicht gut über die Sachen reden zu können, die mir wirklich wichtig sind. Das macht mir auch in der Therapie zu schaffen. Da z.B. über die Inkontinenz zu reden, krieg ich nur ansatzweise hin, und damit mir das was bringt, müsste ich mich wahrscheinlich viel mehr öffnen können.
Generell finde ich schon, dass mir die Therapie trotzdem ganz gut tut. Aber meine genehmigten Stunden sind bald rum und ich glaube, mit den Ängsten und was dahintersteckt, werde ich mich bis zum Ende meines Lebens herumschlagen.
Ich weiß nicht, was Du sonst noch so wissen möchtest, bin aber gerne bereit, Dir darüber mehr zu erzählen.
Viele Grüße
Pucki
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Therapie

Beitrag #3 von frosch » 02 Nov 2003 20:19


Hallo Pucki!

Vielen Dank für Deine Antwort. Ich finde es auffällig, dass immer mehr Menschen mit Angsterkrankungen doch eher von einer Verhaltenstherapie profitieren. Ich denke sowieso das Wichtigste ist die Probleme einzeln und systematisch anzugehen. Gerade in der Behandlung der Panikattacken ist das ja auch zum Glück standard geworden. Im Expositionstraining wird der Patient mit einer angstauslösenden Situation konfrontiert, die er dann möglichst selbstständig löst. Mit dem Problem, nicht über die Sachen reden zu können, die mir wichtig sind, habe ich mir mit einem Trick Erleichterung geschaffen. Zwischen den Therapiegesprächen merke ich mich mir einzelne Gedanken und schreibe sie auf. Dann vor der Therapie überlege ich mir, ob ich etwas ganz bestimmt, vielleicht oder lieber gar nicht ansprechen möchte. Diesen Zettel nehme ich auch mit zur Stunde und manchmal kann ich mich überwinden selbst an harten Brocken zu arbeiten und mich den dann schwierigen Fragen zu stellen.
Das Reden über die Inkontinenz – bei mir ist in erster Linie Bettnässen - hat in der Therapie keinen mehr so großen Platz bekommen wie bei meinen ersten Gesprächen noch in der Kindheit. Da hat sich jeder Jugendpsychologe draufgeschmissen. Es gehört halt zu mir und ich kann gut damit umgehen. Es ist auch die Frage, ob man wirklich alles therapieren soll, denn manche Verhaltensweisen dienen der psychischen Kompensation von innerlichen Konflikten und haben auf diese Weise auch einen Sinn.
Pucki, ich wünsche Dir, dass du Dich nicht bis ans Lebensende mit den Ängsten quälen musst. Mir hat es sehr geholfen mein Anspannungspotiental durch Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung zu senken und habe für schwierige Situationen dann notwendige Energie verfügbar. Immer wieder höre ich Entspannungsmusik und mache Gedankenreisen mit Unterstützung verschiedener CD´s. Naja, und ich gehe regelmäßig weiter zu meiner Psychologin.
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Re: Psychotherapie

Beitrag #4 von Ditta59 » 24 Feb 2015 18:31


Hallo ihr,

das Thema ist wohl schon vor etlichen Jahren erstellt worden, aber nach wie vor aktuell, der Thread ist immerhin noch nicht geschlossen. Auch ich habe jahrzehntelang Psychotherapie, Verhaltenstherapie und zuletzt eine Traumatherapie hinter mich gebracht. Ich habe mit Sicherheit davon profitiert und sehr viel gelernt über mich selber und meine sogen. Verhaltensmuster und Macken. Es ist aber auch sehr anstrengend,, über Jahre hinweg, sich ständig mit einem Therapeuten/In auseinanderzusetzen und an sich zu arbeiten. Ohne Fleiss kein Preis, ist schon klar, aber es kam bei mir eine Zeit, wo ich plötzlich die Schnauze gestrichen voll hatte, von Therapeuten und Psychologen. Nicht dass die mir geschadet hätten, nein, nur ich war plötzlich austherapiert und das wurde mir auch am Schluss von der letzten Therapeutin ganz offen bestätigt.
Eine Therapie kann viel klären, es gibt viele hilfreiche Techniken, die mir z.T. sehr gut geholfen haben, nur irgendwann geht jede Therapiesitzung zu Ende und das ist in meinem Fall auch gut so. Ich schreibe hier von meinen ganz persönlichen Erfahrungen und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht bis ins Rentenalter zu Psychologen oder Therapeuten rennen möchte, irgendwann muss auch wieder gut sein. Was jetzt nicht heissen soll, dass ich gegen Psychotherapie im allgemeinen oder besonderen bin. Es ist halt eine Möglichkeit sich Hilfe zu holen. Es gibt aber sehr viele andere Möglichkeiten, wie z.B. Autogenes Training, Biofeedback, Joga, Atemübungen, Körpertherapien, etc.pp. .Was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich sehr viel selbstbestimmter und autenthischer geworden bin und nicht mehr so pflegeleicht und von anderen Menschen abhängig bin. Das alles hat aber auch seinen Preis und ich würde mich heute nicht als sehr einfach gestrickt bezeichnen. :voice:
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Re: Psychotherapie

Beitrag #5 von Thali » 14 Apr 2015 20:11


Hallo, ich habe ein Problem. Ich habe seit Jahren Inkontinenz Probleme, aber seit Jahren das Gleiche Problem. Immer wenn ich zum Arzt gehe findet sie nichts, oder sie sagen es wenigstens. Ich habe halt immer druck auf der Blase.

Es heißt halt immer psychische Inkontinenz.

Hatte gibt es jemanden mit einem ähnlichen Problem.

Liebe Grüße Uli
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Re: Psychotherapie

Beitrag #6 von Helmut » 15 Apr 2015 11:47


Hallo Uli,

also dass dein Arzt nichts findet, wundert mich jetzt etwas, denn du hast ja in deinem Vorstellungsbeitrag geschrieben, dass deine Inkontinenz aufgrund eines Arbeitsunfalls zustande kam und da sollte es schon klar sein wo die Ursache liegt, zumal du ja schreibst dass es sich um eine Pfählung handelt, also eine offensichtlich körperliche Ursache.

Entweder hast du ihm den Unfall verheimlicht oder der Arzt ist blind, sonst könnte ich mir jetzt keinen Grund vorstellen warum er nichts finden sollte.

Gruß Helmut
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Re: Psychotherapie

Beitrag #7 von Thali » 15 Apr 2015 17:14


Der Beitrag vom 08.01.2009 ist nicht von mir.
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Re: Psychotherapie

Beitrag #8 von Helmut » 15 Apr 2015 17:55


Hallo Uli,

hm ... schon komisch, denn der Beitrag stammt von deinem Account und falls er nicht von dir sein sollte, von wem ist er dann?

Klicke einmal auf deinen Namen Thali, dann findest du rechts im Profil alle deine Beiträge die du geschrieben hast, da ist dieser auch dabei.

Ich will dir jetzt nichts unterstellen, aber wenn du mir nichts anderes dazu sagen kannst, dann gehe ich davon aus dass es so ist.

Gruß Helmut
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