Samen- / Harnwegsinfekt und jetzt Inkontinent?

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Samen- / Harnwegsinfekt und jetzt Inkontinent?

Beitrag #1 von Olli » 23 Feb 2011 17:00


Seit ca. 4 Wochen leide ich an einer Dranginkontinenz. Das fing damit an das ich mehrmals „Glück“ hatte (und vor allen die Zeit zu reagieren) mich in unmittelbarer Nähe einer Toilette o.ä. befunden hatte. Das wurde dann immer schlimmer, die Zeit immer kürzer und letztendlich hat sich das „Drama“ dann einer voll gefüllten Postfiliale ereignet.

Bin umittelbar zum Urologen, hatte in 2007 schon mal einen Samenwegsinfekt und hatten nun wieder einen Samen- und Harnwegsinfekt. Erstmal 2 Wochen Antibiotikum, jetzt nochmal eine Woche, jetzt dann Blasenspiegelung und Urodynamik…… Das Gefühl „ich muss mal“ habe ich vollkommen verloren.

Klar warte ich erstmal die Untersuchungen ab, aber eine mögliche Ursache könnte sein das der Samenwegsinfekt ggf. chronisch war / ist (ich war immer schmerzfrei) und jetzt zu einer dauerhaften Schädigung geführt hat.

Wer hat ähnliche Erfahrungen?
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Olli
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Beitrag #2 von matis » 23 Feb 2011 17:21


Ähnliche Erfahrungen?
Naja, entfernt ja - suche mal nach meinen Beiträgen.

Kein Gefühl zu müssen?
Weniger im aktuellen Fall, als damals (erstes Mal), wo eher generell die Sensorik daneben war und irritierende widersprüchliche Signale sendete.

Generell ist es schon merkwürdig, von einer Dranginkontinenz auszugehen, wenn gar kein Drang da ist.

Bei mir wurde es immer mit der Zeit besser, nachdem die Entzündungen erfolgreich und vollständig beseitigt wurden und initial die Blase durch Hemmer beruhigt wurde.
Training und Geduld helfen dabei und danach weiter.
Du solltest Deine Blase trainieren, also immer versuchen, den Drang (falls vorhanden) möglichst lange zu widerstehen, auch wenn die Toilette zu weit weg ist und Du eh ein Hilfsmittel benutzt.
Auch wenn es nur ein paar Sekunden gut geht, irgendwann werden daraus wahrscheinlich wieder Minuten.
Auch wenn es bereits läuft und Du nicht unterbrechen kannst, solltest Du versuchen, ein Unterbrechen zu trainieren.
Du darfst dann natürlich nicht vergessen, zwischendurch auf der Toilette eine vollständige Entleerung zu versuchen und wenn Du am Ende dafür noch nachpresst.
Restharn kann gefährlich werden.

Letztlich werden die folgenden Untersuchungen für Dich mehr Aufklärung bringen und gute Therapieansätze hervorbringen.

Ich war diesmal fast dabei aufzugeben, gerade nach Rückschlägen, aber momentan spüre ich tatsächlich mal wieder eine merkliche Verbesserung.

Morgen gibt es eine weitere Untersuchung bei mir.
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Beitrag #3 von Olli » 23 Feb 2011 19:19


Vielen Dank - hab` ich gemacht. Finde mich in vielen das Du beschreibst wieder und ja, hier von einer Drankinkontinenz zu sprechen bezieht sich wohl eher auf den Anfang.
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Beitrag #4 von Olli » 02 Mär 2011 13:13


Hatte heute die Blasenspiegelung - immer wieder ein Erlebnis :-(
Ergebnis: keine Auffälligkeiten. Soll es jetzt mal mit Spasmex probieren - hierzu steht ja einiges zu den Nebewirkungen im Forum, na mal sehen.

Alles in allem habe ich mich jetzt erstmal mit dem Zustand "arrangiert" und gehe einfach mal davon aus das dass alles länger dauern wird........
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Beitrag #5 von Olli » 15 Mär 2011 23:12


Also...... Spasmex bringt mir zwar wirklich eine merkliche Verbesserung, aber die Nebenwirkungen sind für mich nicht akzeptabel, dann lieber Windeln. Zu den bekannten Nebenwirkungen gesellten sich bei mir eine unglaubliche Übelkeit, Müdigkeit und ein Allgemeinbefinden das ich gar nicht beschreiben kann.

LG
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Beitrag #6 von Sebald » 16 Mär 2011 15:51


...klingt zwar doof: Aber diese Nebenwirkungen könnnen sich verringern oder gar ganz legen im Sinne einer Anpassungsphase. Ich spreche da aus eigener Erfahrung - und war nach spätestens zwei Wochen 'über den Berg'. Und das Mittel wirkt!

Du hast anfangs von einer Urodynamik geschrieben. Gemacht wurde letztlich eine Spiegelung. War das ein Mißverständnis? Oder hat der Arzt dann doch auf die Dynamik verzichtet? Nur über die bekommt man nämlich das Blasenverhalten raus...

Grüße,
Sebald
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Beitrag #7 von Olli » 16 Mär 2011 16:16


Danke f. d. Info - hab`Spasmex nach ner knappen Woche abgesetzt, länger wäre auch nicht drin gewesen. Mein Urologe meinte bei Nebenwirkungen nach empfinden absetzen. Vereinbare jetzt einen neuen Termin und dann schau´mer mal......

Die Urodynamik soll im April gemacht werden, allerdings bin ich noch von der Blasenspiegelung "bedient", insofern bin ich mir nicht sicher ob ich das nicht verschiebe.....

Versuche mir und der Situation ein wenig Ruhe zu gönnen und den selbst auferlegten Druck raus zu nehmen.
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Beitrag #8 von Sebald » 16 Mär 2011 22:02


Hallo,

daß man von einer Spiegelung bedient sein kann, kann ich gut verstehen. Eine Urodynamik ist aber nur halb so schlimm. Ehrlich! Insofern würde ich mir das mit dem Verschieben nochmal überlegen. Wenn's doch der 'Wahrheitsfindung' dient...

Grüße,
Sebald
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Beitrag #9 von Olli » 22 Sep 2011 13:28


Nach nunmehr 6 Monaten warten und hoffen habe ich mich nun doch entgegen aller Angst einer Videourodynamik unterzogen. Entweder bin ich besonders empfindlich, aber die Angst war begründet.

Eindeutige Diagnose: Terminale Destrusorhyperaktivität

Na ja, jetzt weiss ich`s zumindest. Behandlung mit Spasmex oder anderen Spasmolytika - nach den letzten Erfahrungen hab` ich da eigentlich keinerlei Lust zu.
Miktion zu fixen Zeiten bekomm` ich mit meinem Job nicht vereinbart. Wem geht`s ähnlich? Empfehlungen?

LG, Olli
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Beitrag #10 von Struppi » 23 Sep 2011 14:47


Hallo Olli,

laß' Dich, schom um Deine Nieren langfristig zu schützen, auf den ISK ein. Er ist allemal besser und muß ja in der Regel nur ca. alle 4 Stunden durchgeführt werden - das läßt sich auch mit dem stressigsten Job vereinbaren, alle 4 Std. geht auch Otto-Normal-Verbraucher zum Klo.

Gib der Sache eine Chance.

Gruß

Hannes
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