Nameswahl: Windeln oder Inkontinenzhose?

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Beitrag #11 von matis » 01 Jun 2011 18:50


Ich glaube, meine Namenswahl richtet sich etwas nach der Tageslaune, dem Gegenüber / Personenkreis und schwankt entsprechend, auch über die Zeit hinweg.

Inkontinenz geht genauso schwer über die Lippen, wie Windel, deswegen kürze ich das zu Inkoslip ab. Das gefällt mir irgendwie am Besten.
Auch Windel kann man abkürzen, in Richtung Wi.
Weiß das Gegenüber bescheid, ist alles klar, andere denken, man spricht von einer Spielekonsole.

Unbeteiligte und nichtbetroffene Personen verwenden jedoch deutlich überwiegend "Windel" oder "Pampers".
Auch die eingeweihten Personen reden direkt von einer Windel, selbst wenn ich sie anders bezeichne.

Vielleicht sollte man das Wort "Windel" als exakteste Bezeichnung doch akzeptieren lernen.
Eine Windel gibt es halt für alle Menschenklassen und Alterstufen, nicht nur für Babies.
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Beitrag #12 von Cveta » 23 Dez 2011 09:53


Hi,

ich habe die Schwester inder UK Göttingen auch nach Windeln gefragt und die Servicekraft gebeten, den Schrank mit Fließwindeln aufzufüllen.

LG Cveta
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Beitrag #13 von Helmut » 30 Dez 2011 22:12


Hallo,

also ich habe auch kein Problem mit dem Begriff Windel, nur wenn jemand vom Pampers und wickeln redet, dann finde ich das äußerst unangebracht.

Ich meine da sollte sich auch das Pflegepersonal entsprechend anpassen ja nach dem wie der Patient "sein" Hilfsmittel nennt. Auf der anderen Seite finde ich es auch nicht in Ordnung wenn das Pflegepersonal um jeden Preis versucht, teilweise mit falschen Bezeichnungen wie etwa von einer Vorlage zu sprechen wenn eigentlich eine Windel zum zukleben gemeint ist, dem Patienten auf zu drängen. Da sind dann Begriffe wie Schutzwäsche.... schon deutlich neutraler.

Gruß Helmut
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Beitrag #14 von Rene » 01 Jan 2012 10:44


Hallo,

für mich sind es windeln wenn von pampers gesprochen ist es schon ein problem für mich
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Beitrag #15 von olaf-uwe » 05 Jan 2012 08:40


Also ich spreche eigentlich immer von Inktontinezhilfen. Leider verstehen die meisten nicht recht was ich damit meine. Bei den meisten fällt der Groschen wenn ich von Windeln für Erwachsene spreche.

Die Versorger sprechen immer von Windelhosen/Windelhöschen oder Vorlagen.

Mein Arzt spricht immer von Höschen.

Naja, mit Windel ist der Begriff wohl genau beschrieben.
Gruß Olaf
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Beitrag #16 von Helmut » 07 Jan 2012 16:05


Hallo,

ich denke dass auch einiges davon abhängt, wie alt die betreffende Person ist, welche den Begriff verwendet.

Bei meinen Leistungsbringern sprechen die Verkäuferinnen immer von Windeln, Höschenwindeln oder Klebewindeln, die sind so um die 50-60 Jahre alt. Mein Urologe, ist so um die 45, spricht auch von Windelhosen, Klebehosen oder Schutzhosen, während die jüngeren Arzthelferinnen (denke so 20-35) mehr von Vorlagen, Schutzwäsche oder Saughosen (komischer Begriff ?!) sprechen, eine ältere Helferin ist dabei, denke mal so um die 60, die spricht immer von Pampers für Erwachsene, Pamperswindeln oder Inkontinenzwindeln. Mein Apotheker spricht dagegen wenn Kunden im Laden sind, von Funktionsunterwäsche, sonst auch eher von Windeln.

Den Begriff Inkontinenzhilfen oder Inkontinenzmaterial verwendet praktisch keiner, jedenfalls habe ich das in meiner Umgebung noch nicht gehört. Im Pflegeheim wo meine Oma war, da wurde auch immer von Windeln und pampern gesprochen, jedenfalls auf dem Gang. Welche Begriffe sie den Bewohnern gegenüber verwendet haben, das habe ich nicht mitbekommen.

Gruß Helmut
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Beitrag #17 von Struppi » 08 Jan 2012 20:09


Hallo,

da schwillt mir doch wieder der Kamm wenn ich lese, dass im Pflegeheim mal wieder von "Windeln und pampern" gesprochen wird; völlig egal, ob auf dem Gang oder vor dem Patienten - Bitte! Das sind erwachsene Menschen, welche ein Hilfsmittel benutzen.

Gerade bei pflegebedürftigen Menschen sollten Begrifflichkeiten stimmen, die nicht noch mehr das unausgewogene Machtverhältnis unterstreichen oder bereits bestehende Schieflagen im Selbstbewußtsein fördern.

Sprache gestaltet Realität. Ich für meinen Teil spreche tatsächlich von Inkomaterial (abgekürzt halt) oder ggf. von Inkoslips. Das Wort "Windel" verwende ich höchst ungern. Es ist ein Hilfsmittel, welches keinerlei Verniedlichung bedarf.

Bei meinem Arzt erfrage ich ein Jahresrezept für Inkontinenzhilfsmittel - und werde problemlos verstanden. Auch bei meinem Pflegepersonal erbitte ich selbiges und habe noch nie fragende Blicke geerntet.

Ich bin nicht verschämt noch schäme ich mich ansich von Inkontinenz betroffen zu sein; das ist nunmal so und läßt sich nicht ändern. Aber ein sachlicher und begrifflich meinem Alter angemessener Umgang sollte dabei schon sein.

Pflegepersonal, welches mich "pampern", "windeln" oder gar "wickeln" möchte, fliegt achtkantig und mit gehörigem Anschiß wieder aus der Wohnung. Ich bin schon ein paar Jährchen erwachsen und möchte auch so behandelt werden; ganz einfach.

Gruß

Hannes
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Beitrag #18 von adrian82 » 08 Jan 2012 22:35


Hallo Struppi

Wieso denn so rabiat: "mit einem tüchtigen Anschiss hochkant aus der Wohnung schmeissen" ? Kennt Dein Pflegepersonal Dich nicht so gut dass es wüsste wie Du es gern haben willst, oder kommen hin und wieder andere Personen?

Ich bin schon einiges älter als Du, und brauche keine Pflege, kann mir aber nicht vorstellen so zu reagieren.

Ich finde nichts dabei WINDELN zu hören oder zu sagen, eher kitzelt mich der Begriff Gummihosen, aber mittlerweilen bin ich so weit, dass ich in der Drogerie ohne rot zu werden oder zu zittern sage "ich hätte gerne Gummihosen". Was ich aber nicht könnte, sagen "ich brauche Inkomaterial", das ist doch recht technisch.

Eine kindliche Sprache kann durchaus der emotionalen Seite (aller) Menschen gerecht werden, d.h. eine körperliche Schwäche mit einem niedlichen Begriff erkennbar zu machen ist sicher auch therapeutisch. Schliesslich sind wir alle sterblich und körperliche Defekte die Vorboten dazu.

Ich bin kein AB-Fan, aber der Wunsch Kind zu sein ist verständlich und packt auch das Problem der Begriffe (und Anreden) in ein schönes Geschenkpapier: ich weiss mir nicht in allen Belangen zu helfen und formuliere das mit Worten aus der Kinderstube.
Adrian
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Beitrag #19 von Anji » 09 Jan 2012 02:14


Also Pampers trägt mein Sohn und der ist gerade n Monat alt.
Mit dem Windeln komme ich gut zurecht, wobei ich eher von Schutzwäsche oder Inkohilfsmittel spreche.
Wickeln tue ich ebenfalls meinen Sohn, ich selbst gehe wechseln oder umziehen, denn gewickelt hat mich meine Mutter lange genug als Kleinkind, mittlerweile bin ich erwachsen und die Babybegriffe passen nicht mehr.

Pampern kenne ich mit der Bedeutung verwöhnen bzw. verziehen.
Gibt es schließlich eine bessere Form mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor? [Charles Dickens]
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Beitrag #20 von Struppi » 09 Jan 2012 22:14


Hallo adrian82,

ich wollte keinesfalls "rabiat" rüberkommen, bestehe aber trotzdem auf meinem Standpunkt. Wie ich schon oben erwähnte, kommt es immer mal wieder vor, dass gerade in der Pflege bereits in der Situation ein verschobenes Kräfteverhältnis besteht und der Gepflegte oftmals der Pflegekraft in gewissen Bereichen ausgeliefert ist. Von einem adäquaten Sprachgebrauch wird daher in mehrfacher Hinsicht profitiert und in der Ausbildung der Pflegekräfte auch darauf Wert gelegt. Es sollen lediglich Handycaps kompensiert und nicht gefördert werden, ein Verhältnis auf Augenhöhe ist wichtig.

Und wieso bist du mit Deinen 29 Jahren (zumindest laut Profil) so viel älter als ich mit meinen 35? :lol:

Zu meiner persönlichen Situation: Normalerweise kommen feste Pflegekräfte zu mir, nur in Urlaubs-Stoßzeiten und zu Feiertagen kommen hin und wieder Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen oder Aushilfen; da kommt es dann allerdings auffallend oft zu diesen unmöglichen Verniedlichungen.

Eine kindliche Sprache kann durchaus der emotionalen Seite (aller) Menschen gerecht werden, d.h. eine körperliche Schwäche mit einem niedlichen Begriff erkennbar zu machen ist sicher auch therapeutisch. Schliesslich sind wir alle sterblich und körperliche Defekte die Vorboten dazu.


Finde ich so überhaupt nicht und die moderne Pflegewelt sieht es genau so (zumindest bei geistig gesunden/nicht dementiell veränderten Menschen). Regression bzw. Infantilismus etc. sind da gute Stichpunkte.

Ich denke ferner, es ist ein erheblicher Unterschied zwischen "normalen" und Menschen, die sich in einem Pflege- und damit unweigerlich auch Abhängigkeitsverhältnis befinden. Hier kann ein gepflegter und würdevoller Umgang auch auf der sprachlichen Ebene schon viel ausmachen und bewegen.

Gruß

Hannes
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