Die Steffi sagt Hallo und will was wissen.

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Die Steffi sagt Hallo und will was wissen.

Beitrag #1 von Die_Steffi » 03 Dez 2011 15:14


Hallo an alle, die sich noch an mich erinnern können. Mein altes Login geht nun gar nicht mehr, die Emailadresse ist deaktiviert worden, wegen Spam.

Ich hatte selbst Inko-Probleme, Belastungs-und Dranginko, sowie Enuresis. Glücklicherweise hat sich das mit sehr gutem und täglichem Beckenbodentraining (mithilfe einer Biofeedback-Maschine) und Medikamenten (Trimipramin, ein Antidepressivum, das als Nebenwirkung die gleiche Wirkung wie Mictonorm hat und Desmopressin, das regelt das Hormon, welches den Urin nachts konzentriert) vollständig gegeben.

An alle, die an dieser Form von Inko leiden, ich würde besonders das Training wirklich empfehlen, es hilft, auch wenn es anstrengend ist.

Wie auch immer, hier geht es gar nicht um mich, sondern um eine gute Freundin aus London. Sie hatte vor sechs Wochen ihr zweites Kind bekommen und war danach komplett inkontinent. Nun hat sich durch Training und eine weitere OP die Harninkontinenz gebessert, die Stuhlinko allerdings gar nicht.

Sie hatte gestern eine Untersuchung und es wurden keine funktionellen Schädigungen festgestellt, allerdings war sie überhaupt nicht in der Lage, die Sphinkterübungen zu machen. Der Muskel reagiert GAR nicht auf sie, sie kann weder pressen noch irgendwas zurückhalten.

Nun sitzt sie seit sechs Wochen zu Hause, die postpartale Depression nimmt gruselige Dimensionen an und sie hat sich komplett isoliert, verläßt das Haus nicht mehr, außer wenn es unbedingt sein muß. Sie hat am Tag mehrere 'Unfälle' und nach einigen sehr unangenehmen Ausflügen meinte sie nun, das muß nicht mehr sein, sie bleibt lieber zu Hause :(

Sie hat auch ihre Arbeit nicht wieder aufgenommen wie sie eigentlich vorhatte.

Nun wollte ich wissen, ob ihr eine Idee habt, was sie nun machen kann? Sie hat einen Online-Thread in unserem Elternforum und fragt nach Rat.

Hat einer eine Idee?

P.S. war vor ein paar Wochen wegen dieser Sache im Chat, und da meinte jemand, daß man erst nach sechs Wochen post partum wirklich handeln könne, diese sind nun um.

LG

Steffi
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Beitrag #2 von Helmut » 06 Dez 2011 20:04


Hallo Steffi,

schön dass du selber deine Inko-Probleme los bist, drücke dir die Daumen dass es so bleibt.

Was deine Freundin angeht, da kann ich nur Raten dass die eigentliche Ursache der Stuhlinkontinenz schnell gefunden wird. Auf alle Fälle sollte sich das ein Proktologe und ein Neurologe anschauen, hätte eigentlich gleich nach der Geburt gemacht gehört. Zwar kommt ein Dammriss und damit eine Harn und/oder Stuhlinkontinenz vergleichsweise häufig vor, aber bei schneller Behandlung sind selten bleibende Schäden zu erwarten. Ich verstehe daher die Aussage nicht, dass da 6 Wochen gewartet werden soll. Gerade wenn auch Nerven betroffen sein könnten, ist sofortige Hilfe notwendig um den Schaden so gering wie möglich zu halten.

Deiner Schilderung nach sind bestimmt Nerven betroffen und da ist es jetzt höchste Eisenbahn was zu unternehmen.

Auf alle Fälle sollte deine Freundin ein Darmmanagement machen z.B. den Darm täglich per Irrigation oder CO² Zäpfchen entleeren, dann gibts deutlich weniger bis gar keine Unfälle und sie kann auch wieder aus dem Haus gehen. Sollte die Stuhlinkontinenz tatsächlich bleiben, so ist die Irrigation die allerbeste Lösung, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Liebe Grüße Helmut 8)
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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