inkontinenzproduckte steuerlich absetzten

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inkontinenzproduckte steuerlich absetzten

Beitrag #1 von bennybremen » 03 Jan 2012 08:03


hallo

habe da mal eine frage kann man inkontinenz prodrukte steuerlich absetzten und wenn ja brauche ich da einen nachweis von meinen doc ?????
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Beitrag #2 von Sebald » 03 Jan 2012 08:37


Hallo,

wird das Inkontinenzmaterial auf Rezept verordnet, dann fällt es unter Krankheitskosten, die im Sinne außergewöhnlicher Belastung berücksichtigt werden. Dies geschieht aber nur, wenn dieser Kostenbereich 5 % des Einkommens übersteigt. Insofern lohnt es sich schon, die ganzen Quittungen zu sammeln, wenn eine kostenintensive Grunderkrankung vorliegt.

Beste Grüße,
Sebald
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Beitrag #3 von bennybremen » 03 Jan 2012 09:56


danke für die antwort

brauche ich denn noch eine bescheinigung von meinem doc ??
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Beitrag #4 von Helmut » 03 Jan 2012 10:16


Hallo bennybremen,

klar brauchst du ein Attest vom Arzt der darin Bescheinigt dass du diese Hilfsmittel dauerhaft benötigst.

Übrigens kannst du nur die Mehrkosten wie etwa die Aufzahlung und gesetzliche Zuzahlung bei den Kosten angeben, nicht jedoch wenn die Kasse dir die Hilfsmittel im Rahmen der normalen Verordnung bezahlt, du aber davon keinen Gebrauch machst und die Hilfsmittel selber ganz bezahlst.

Weiterhin kannst du auch die Kosten für die Entsorgung der Hilfsmittel ansetzen, dazu brauchst du natürlich auch das Attest. Zu den Entsorgungskosten zählen die Kosten für einen Windelsack oder eine Windeltonne bzw. eigene Mülltone in denen nur deine Inkontinenz-Abfälle drinnen sein dürfen. Nicht möglich ist hier einfach eine größere Tonne zu nehmen und die zusätzlichen Kosten anzugeben, da du hier auch normalen Hausmüll rein geben kannst.



Gruß Helmut 8)
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #5 von Sebald » 04 Jan 2012 18:11


Na ja, eines extra Attestes bedarf es nicht unbedingt.

Gehen wir von einer gesetzlichen Versicherung aus, dann reicht auch schon die Rechnung durch das Sanitätshaus. Jedenfalls dann, wenn auf der die Rezeptierung durch Arzt soundso, sowie die geleisteten gesetzlichen und privaten Zusatzzahlungen stehen. Ob kurz oder dauerhaft ist da egal - das ergibt sich ja dann aus der Folge der Rechnungen.

Und wie gesagt, muß ein bestimmter Prozentwert des Gesamteinkommens hier erreicht werden, sonst fallen diese Kosten unter den Tisch.

Beste Grüße,
Sebald
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Beitrag #6 von olaf-uwe » 05 Jan 2012 08:32


Moin,

also bei mir steht was von 4% des Familieneinkommen als Grenze der Belastungen.

Wobei dann aber auch die Zuzahlungsbefreiung durch die gesetzliche Kasse bei 1%(dauerhafte Erkrangung). greift. Ich denke als Inkontinenter gilt man als dauerhaft Erkrankt. Hierbei zählt aber wieder nur das EInkommen des Versicherten und nicht der Familie.
Gruß Olaf
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Beitrag #7 von Sebald » 05 Jan 2012 09:49


Momentmoment! Jetzt geraten zwei Dinge ineinander.

Die 5 % gelten beim Finanzamt. Und zwar als 'außergewöhnliche Belastungen'. Das andere ist die gesetzliche Krankenkasse, wo man sich als chronisch Erkrankter von den Zuzahlungen befreien lassen kann. Beziehungsweise diese werden dann reduziert auf besagte 1 % des Einkommens.

Das geht aber nur, wenn man wegen derselben Erkrankung ein Jahr in Behandlung war UND einer Pflegestufe angehört oder mindestens 80 Grad schwerbehindert ist.

Guckt ihr hier (z.B.):

http://www.betanet.de/betanet/soziales_ ... e-820.html

Beste Grüße,
Sebald
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Beitrag #8 von olaf-uwe » 05 Jan 2012 11:18


Gut das mit der Krankenkasse sollte damit klar sein 1 oder 2% nach der Erklärung.



Laut meines Steuerbescheides steht 4% des Familieneinkommen als Höhstgrenze der aussergewöhnlichen Belastungen. Habe grad noch mal in den Bescheid geschaut weil hier immer was von 5% berichtet wird.
Gruß Olaf
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Beitrag #9 von Sebald » 05 Jan 2012 12:16


Okay,

ich habe jetzt nochmal nachgeschaut. Zu den 4 oder 5 % kann ich nichts sagen, bei mir stehen 5.

Aber die Absetzung medizinischer Hilfsmittel unterliegt offenbar doch einer erheblichen Einschränkung. Wenn ich richtig lese, muß dafür sogar ein amts- oder vertrauensärtzliches Attest vorliegen. Attest des Hausarzt reicht offenbar nicht. Dieses amtsärtzliche Attest muß schon zeitlich vor dem Kauf der Hilfsmittel vorliegen. Bzw. erst seit kurzer Zeit ist juristisch die Möglichkeit eingeräumt, es auch nachher vorzulegen.

Ich entnahm das dieser Seite hier:

http://www.finanztip.de/recht/steuerrec ... ab0006.htm


Korrigiert mich, wenn ich das falsch interpretiere!

Und noch eins: Wäre der Schwerbehindertenbescheid, in dem ja die Einzelerkrankungen aufgelistet sind (eben z.B. die Inkontinenz) so eine Art amtsärtzliches Attest?

Wirklich erstaunt grüßt,
Sebald
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