Medikament Lioresal

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Medikament Lioresal

Beitrag #1 von Reuter » 10 Jan 2012 09:45


Hallo,
ich würde gerne wissen ob jemand mit Lioresal 10mg Tabletten Erfahrung gemacht hat. Mein neuer Urologe versucht Momentan mit verschiedenen Medikamenten den Restharn wegzubekommen. Ist auch besser geworden, von 250ml auf 150 ml. Ich nehme momentan Tamusulosin, Ubretid und seit einiger Zeit Lioresal 10mg. Seit ich Lioresal nehme nässe ich Nachts ein. Mein Urologe hat lediglich notiert aber nicht kommentiert. Ich würde gerne wissen ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und ob jemand eine Alternative kennt. Denn die anderen Nebenwirkungen sind auch nicht angenehm.
Vielen Dank Reuter
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Beitrag #2 von Helmut » 10 Jan 2012 20:29


Hallo Reuter,

die Inkontinenz ist eine Nebenwirkung von Lioresal, müsste aber auch im Beipackzettel stehen. Der Ansatz, den Restharn mit Medikamenten zu reduzieren ist sicher nicht schlecht, aber du hast schon eine Ursache für den Restharn von deinem Urologen genannt bekommen?

Restharn deutet fast immer auf eine Entleerungsstörung hin, verursacht entweder durch eine Abflußbehinderung z.B. durch eine vergrößerte Prostata oder durch eine neurologische Störung.

Auf alle Fälle sollte wenn Möglich die Ursache beseitigt werden, wenn das nicht geht wie bei neurologischen Ursachen oft der Fall, sollte die Blase mithilfe eines Katheters entleert werden, um den Restharn zu entfernen.

Gruß Helmut
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Beitrag #3 von Reuter » 11 Jan 2012 00:19


Hallo Helmut,

ja ich habe, laut meinem Urologen, ein neurogene Blasenentleerungsstörung. Auch hatte ich eine Prostataentzündung und eine Harnwegsinfekt vor ca. drei Wochen. Im MRT wurde eine Verkalkung der Prostata festgestellt, was wohl eine häufige Entzündung der Prostata darstellt. Bereits vor 11 Jahren hatte ich die Diagnose neurogene Blasenentleerungsstörung und ich sollte alle zwei Stunden katheterisieren. Da ich dadurch Harnwegsinfekte, mein Rekord liegt bei 13 in einem Jahr, habe ich es einfach aufgehört. Die Harnwegsinfekte wurden zwar weniger aber durch den Restharn habe ich immer noch regelmäßig welche gehabt. Nun sagt mein Urologe, er wolle die Blase retten und dies durch Medikamente. Laut ihm hat ist das untere Drittel der Blase gelähmt und die Blasenspiegelung zeigt eine sog. leichte Balkenblase. Wenn dies nicht funktioniert würde mir eine Operation und eine Neoblase bevorstehen um die Nieren nicht zu schädigen. Durch die Harnwegsinfekte und Prostataentzündungen kam es zu einer art Draninkontinenz. Bei einer Füllung zwischen 800 und 1100 ml kam es zur Entleerung ohne die vollkommene Leerung, jedoch teilweise ohne Chance die Toilette zu erreichen. Am liebsten wäre mir die Variante mit Tabletten ohne Nebenwirkungen, weil die sind echt übel im Sinne des Wortes zudem, wie bereits vorher gepostet, kommt die Inkontinenz bei Tag und Nacht hinzu.
Für irgendwelche Ideen wäre ich dankbar, viele Grüße Reuter
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Beitrag #4 von Brandy » 11 Jan 2012 19:17


Hallo Reuter,

alle zwei Stunden zu katheterisieren ist extrem häufig, da würde ich auch nicht mitmachen. Hast du mit dem Urologen schon einmal besprochen, die Blase z. B. 2 bis 4 Mal pro Tag mit Hilfe eines Katheters zu entleeren? Das wäre vielleicht eine Alternative.

Bei Medikamenten zur Behandlung der neurogenen Blasenentleerungsstörung sind Nebenwirkugen leider generell (mehr oder weniger) häufig gegeben. Da hilft meiner Erfahrung nach nur das Gespräch mit dem Arzt und ggf. mehrere Medikamente auszuprobieren.

Gruß
Brandy
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Beitrag #5 von Reuter » 11 Jan 2012 21:14


Hallo Brandy,
vielen Dank für die Reaktion auf meine Fragen. Beim Ausprobieren von den Medikamenten sind wir gerade. Der Urologe sagte es dauert bis zu drei Monaten, wenn es klappt. Wie bereits berichtet sind die Nebenwirkungen megamistig, da muss ich wohl durch.

Viele Grüße Reuter
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Beitrag #6 von Helmut » 11 Jan 2012 21:31


Hallo Reuter,

klar es dauert schon etwas bis das passende Medikament gefunden wurde. Aber auf Dauer ist es vielleicht doch nicht die optimale Lösung.

Für dich könnte ein Blasenschrittmacher was sein, frage doch mal deinen Urologen.

Ansonsten kann ich Brandy nur zustimmen, den ISK in größeren Abständen zu machen.

Gruß Helmut
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Beitrag #7 von Reuter » 11 Jan 2012 22:34


Guten Abend Helmut,
vielen Dank für die Antwort. Ich habe im Internet geschaut was ein Blasenschrittmacher ist. Wie ich es verstehe werden Reizströme an die Blase gesendet. Kann man im Vorhinein überprüfen ob ein Balsenschrittmacher auch funktioniert? ...und wenn wie kann es getestet werden? Vielen Dank für den Hinweis Reuter
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Beitrag #8 von Helmut » 11 Jan 2012 23:07


Hallo Reuter,

ja da wird vorher eine sogenannte Testsimulation über 2-3 Wochen gemacht. Danach lässt sich abschätzen, ob das was für dich ist. Die Elektroden werden am Rücken in die Nähe der entsprechenden Nerven gebracht und mit dem Stimulationsgerät verbunden, das man in dieser Zeit am Gürtel trägt. Später dann wenn die Stimulation gut ist und dann kann der Schrittmacher unter die Haut eingeplanzt werden.

Gruß Helmut
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Beitrag #9 von Reuter » 11 Jan 2012 23:13


Hallo Helmut,
vielen Dank für die Antwort und die Erklärung. Es sieht so aus als habe ich noch einiges vor mir. Aber was mache ich wenn mein Urologe sagt, trotz der mittlerweile heftigen Inkontinenz, soll ich bei den Pillen bleiben. Denkst Du es wäre gut noch einen anderen Urologen zu befragen oder es hinzunehmen wie es ist.

Gruß Reuter
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Beitrag #10 von Helmut » 11 Jan 2012 23:27


Hallo Reuter,

nun, ich kann dir jetzt nicht sagen was du machen sollst. Wenn du deinem Urologen vertraust und er nicht auf dich den Eindruck macht dass er kein Intressse an einer weiteren Abklärung bzw. Behandlung hat, dann solltest du eine weitere Meinung einholen. Vielleicht könntest du auch mal in ein Kontinenzzentrum gehen.

Gruß Helmut
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