Ich weiß nicht weiter.

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Ich weiß nicht weiter.

Beitrag #1 von tradorus » 02 Nov 2012 15:01


Hallo Ihr,

wie ich bereits schrieb,
war ich vor ein paar Monaten beim Urologen weil ich den Urin nicht halten konnte.
Der stellte eine vergößerte Prostata fest und verschrieb Tabletten, die zwar anschlugen, aber nach 1 Woche Ihren Dienst versagten.
Jetzt nach fast 2 Monaten, wo man sich daran gewöhnt hatte öfters auf das WC zu gehen, habe ich das Gefühl es wird schlimmer.

Es kommen nicht nur ein paar Tropfen, sondern immer so geschätzt um die 100ml.
Das ganze passiert folgendermaßen:
Wenn ich merke, das ich auf Toillette muss ist es eigentlich schon zu spät.
Denn ich habe dann max 1 Minute um eine Toillette aufzusuchen.
Danach ist es zu spät.
Ich traue mich eigentlich garnicht auf die Strasse, weil ich nicht weiß wann es wieder passiert.
[OT on]
Ich muss dazu schreiben, das ich bis zum Alter von 15 Jahren Bettnässer war und erst danach trocken wurde.
Bis zum heutigen Zeitpunkt war alles normal.
[OT off]

Nachts merke ich teilweise nicht das ich mal muss.
Ich wache dann auf und merke das das Bett nass ist.

Ich trinke ungefähr 1-1,5 Liter am Tag.
Denke das ist eigentlich nicht zuviel.

Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen.
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tradorus
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Beitrag #2 von Karlchen » 04 Nov 2012 18:51


Von Tabletten, die zuerst wirken, dann aber nach 1-2 Wochen doch nicht mehr wirken, kann ich auch ein Lied singen. Wie die Ärzte immer so sind: "Das kann nicht sein! Die muss man erst 6 Wochen nehmen bevor sie überhaupt anfangen zu wirken."
Dummerweise konnte ich im Netz rein nichts von diesen Aussagen entdecken. Okay, das Netz ist auch nicht allwissend, aber wenn sie zuerst wirken...hmmm..kann ja mit der Aussage etwas nicht stimmen.

Inwzischen bin ich schon lange so weit, dass ich genau weiss, was ich will und was ich nicht will. Grund ist recht einfach: Ich reagiere auf fast alle neuen Medikamente, also Neuentwicklungen, mit fast allen Nebenwirkungen die die Medis so haben. Darauf habe ich absolut keine Lust. Also suche ich mir zur Not irgendwie die alten Varianten raus und probiere diese. Entweder gehts oder nicht.

Ich weiss, hilft bei Dir jetzt auch nicht unbedingt weiter. Aber auch bei Medikamenten hilft manchmal den Arzt zu wechseln. Wenn man denn unbedingt ein Medikament finden möchte.
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Beitrag #3 von tradorus » 05 Nov 2012 08:27


Jap, ich finde diese Antworten auch immer klasse.

Ich bin kein Mediziner, aber ich denke es entwickeln sich im Körper Abwehrstoffe gegen Wirkstoffe oder unterbinden die Hilfsstoffe in Präperaten.

Wenn ich jetzt rausgehe, ziehe ich mir Pants an, da ich nicht weiß ob ein WC in der Nähe ist.

Vielleicht weiß ja jemand noch mehr.

Gruß
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Beitrag #4 von tradorus » 14 Nov 2012 12:47


Hallo Ihr, mal ein kurzes Update meiner Situation.

Ich war heute beim Urologen, so weit so gut.

Urin Abgabe und dann hieß es warten.

Nach einer halben Stunde wurde ich ins Sprechzimmer gebeten.
Der Arzt eröffnete mir das mit meiner Urin alles in Ordnung sei und er somit keine Veranlagung sehe mich weitergehend zu untersuchen.
Auch auf meine Symptomatik ist er nicht eingegangen, auch hat er keine weiteren Fragen gestellt.

Lediglich die Frage ob ich Probleme mit der Wirbelsäule habe wurde gestellt.

Auf meine Antwort; Ja, ich hatte 2 Bandscheibenvorfälle, sagte er das ist ein Fall für den Orthopäden, der mich gegebenenfalls zum Neurologen überweist.

Ich könne wenn ich wolle einen Termin, für den Fall der Fälle, wenn beim Orthopäden nichts rauskommt, Ende Januar 2013 bei Ihm bekommen um dann weiterführende Untersuchungen zu machen. :aerger:

Das ist ja wohl der Gipfel der Unverschämtheit, was sich Ärzte heutzutage alles rausnehmen können.

Gruß
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Beitrag #5 von Struppi » 14 Nov 2012 15:46


Hallo,

das Verhalten Deines Urologen kann ich auch nicht nachvollziehen; es liegen klare Symptome vor u. er zieht es vor, es bei einer Urinuntersuchung zu belassen? Unverständlich...

Ggf. solltest Du Dich vertrauensvoll an Deinen Hausarzt wenden und Dir eine Überweisung für einen Neuro-Urologen geben lassen. Dies scheint mir - insbesondere im Hinblick auf die Beschwerden mit den Bandscheiben - eine sinnvolle Lösung zu sein. Das Aufsuchen eines Kontinenz-Zentrums kann sicher auch hilfreich sein, da dort verschiedene Fachrichtungen zusammen arbeiten und gemeinsam eine Diagnostik erstellen.

Gruß

Hannes
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Beitrag #6 von wassermann79 » 14 Nov 2012 15:56


Ich kann davon auch nur ein Lied singen. ich habe ebenfalls 2 Bandscheibenvorfälle gehabt. Habe vorwiegend Nachts Probleme, das ich es gar nicht merke. Teilweise treten bei mir auch tagsüber Probleme auf. Habe mittlerweile alle möglichen Untersuchungen bis zur urodynamischen Untersuchung durch. Ende vom Lied, ich habe DSD, Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie, habe mal wieder Tabletten bekommen und das wars. der Doc meinte nur, wenn das nicht hilft, dann gibts eben ein Katheter. Tolle Aussichten mit Mitte 30!!! Das kanns doch nicht sein. Dadurch das ich schon ein "alter Hase" bin, also schon mehrere Jahre mit dem Thema zu tun habe, hab ich mich erstens schon fast damit abgefunden bzw. die für mich besten Lösungen gefunden. Ich habe alle möglichen Hilfsmittel durch und bin mit meinen Vorlagen und Windeln zufrieden. Ich kann damit gut Leben. An das gesundheitssystem glaub ich ehrlich gesagt nicht mehr so. Habe 3 Ärzte durch und jeder hat schlussendlich dasselbe gemacht, Tabletten . . . .
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Beitrag #7 von Sebald » 14 Nov 2012 21:52


...ähm, was ist denn an Tabletten so schlimm? Hin und wieder habe ich schon das Gefühl, dass allzuviele an die Nebenwirkungen zwar glauben, nicht aber an die Hauptwirkung.

Mal ganz im Ernst: Gerade neurologische Entleerungsstörungen sind es, die sich medikamentös gut einstellen lassen. Zugegeben oft dann mit Katheter, also ISK.

Beste Grüße,
Sebald
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Beitrag #8 von Brandy » 15 Nov 2012 11:43


Hallo Sebald,

es mag Leute geben, deren neurogene Blasenentleerungsstörung gut mit Tabletten einstellbar ist. Leider gibt es aber auch solche, wo die Tabletteneinnahme (auch wenn z. B. schon mehrere unterschiedliche Arzneien versucht wurden) nicht den gewünschten Erfolg bringt. Ich etwa bin so einer. In zwei Wochen lasse ich mir wieder Botox in die Blase (Detrusor) spritzen. Das wirkt bei mir wirklich.

Gruß
Brandy
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Beitrag #9 von Sebald » 15 Nov 2012 15:24


Hallo Brandy,

ja, ich weiß um diese Problematik - auch ist es so, dass die Wirkung nachlassen kann, oder Nebenwirkungen sich erst nach einiger Zeit ergeben.

Was ich im Grunde sagen wollte, ist:

- natürlich versucht es (auch) der Urologe erstmal mit Tabletten. Dagegen ist nix einzuwenden.

- man muss diesen Tabletten auch eine Chance geben. Das heisst: Sofern sie einen nicht völlig umhauen, sie zwei Wochen erstmal nehmen, und dann schauen wie das Verhältnis von gewünschten und ungewünschten Effekten ist. (Ich meine herausgelesen zu haben, dass viele Leute die Pillen max. drei Tage einwerfen und dann bereits zu dem Schluß kommen, dass es nichts bringt.)

Beste Grüße,
Sebald
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Beitrag #10 von tradorus » 15 Nov 2012 17:00


@ Sebald

Ich habe die Tabletten ca 4 Wochen genommen.
Die ersten 1 - 1,5 Wochen, wirkten sie so, wie es sein soll.
Danach wirkten sie nicht mehr.

Habe heute einen Termin beim Orthopäden und gleizeitig bei dem Urologiezentrum in der Med. Hochschule Hannover gemacht.
Dort sitzen auch Neuro-Urologen.

Gruß
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