Inkontinenz und Trinkmenge

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Inkontinenz und Trinkmenge

Beitrag #1 von Ensi » 31 Mär 2014 17:28


Hallo zusammen, :D

ich traue mich nicht genügt zu Trinken, seit ich einnässe schaffe ich kein 2 Liter mehr zu trinken. Dann denke ich das brauche mehr Windeln verbrauche, wenn ich mehr trinke, die letzten Tage habe fast 1 Liter geschafft ohne Kaffee, weil ich Bronhitis habe. Nur heute habe ich noch nicht viel getrunken und ich merke, wenn der Urin abgeht das es weh tut beim Wasser lassen. Ich hoffe nicht das es eine Blasenentzündung habe. Werde es mir wieder angewöhnen mehr zu trinken.

Liebe Grüße

Ines
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Ensi
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Re: Inkontinenz und Trinkmenge

Beitrag #2 von Helmut » 02 Apr 2014 13:26


Hallo Ines,

klar, weniger trinken bedeutet weniger Ausscheiden und weniger Einnässen, aber das geht auf Dauer auf Kosten der Gesundheit. Wenn du wenig trinkst, dann wird der Urin sehr konzentriert sein was aber in Folge dann die Blase zusätzlich reizt. Ein typisches Zeichen ist sehr gelber Urin, starker Uringeruch und gelegentlich Brennen bei der Blasenentleerung. Außerdem entleert sich die Blase häufiger durch den Reiz des konzentrierten Urins. Übrigens begünstigt das auch eine Blasenentzündung, was wiederum mit Brennen und ggf. Schmerzen verbunden ist.

Daher solltest du dein Trinkverhalten so anpassen, dass du mindestens 2 Liter am Tag trinkst, besser sind 3 Liter. Klar wirst du dann auch mehr Einnässen, aber gute Windeln stecken das weg. Im Schnitt sagt man, dass ein Verbrauch von etwa 4-6 Windeln in 24 Stunden bei starker Inkontinenz normal ist, bei Stuhlinkontinenz können es teilweise bis zu 10 sein. Also trinke mehr und ziehe lieber eine Windel mit höherer Saugstärke an. Keine Angst, wenn du eine etwas weitere Kleidung trägst, dann sieht keiner was von der Windel.

Viele Grüße Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #3 von adrian82 » 02 Apr 2014 22:03


@ Helmut

Danke vielmal für die erleuchtenden Ausführungen. Schon manchmal wurde gerätselt ob man weniger oder mehr trinken soll - und die Antworten waren nie überzeugend.

Du hast es nun auf den Punkt gebracht: dass die Flüssigkeitsmenge den Urin "diluiert" (richtiges Wort?), d.h. "auflöst", weniger aggressiv macht.

Weniger trinken heisst also NICHT weniger Stoffwechselprobleme, sondern andere.

:elefant:
Adrian
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Re: Inkontinenz und Trinkmenge

Beitrag #4 von Bettnässer85 » 15 Apr 2014 09:58


Mein Urologe rät mir auch das Trinkverhalten wegen der Inkontinenz nicht zu verändern. Zwar muss ich auch Tagsüber (im Winter) sehr oft aufs Klo, notfalls müsste ich halt auch Windeln tragen, was ich manchmal auch mache. 2 – 3 Liter müssten es schon sein. Auf harntreibende Getränke, sollte man schon weitgehend verzichten, was ich aber auch nicht immer mache.
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Re: Inkontinenz und Trinkmenge

Beitrag #5 von Cveta » 02 Jul 2014 12:50


Bei zu geringer Flüssigkeitsaufnahme wird durch den konzentrierten Urin auch die Haut stärker gereizt. Ich neige bei zu geringer Trinkmenge auch zu Blasenentzündungen. Auf Reisen achte ich immer auf Mitname ausreichender akohol- und kalorienfreier Getränke.
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Re: Inkontinenz und Trinkmenge

Beitrag #6 von Gulliam » 02 Jul 2014 15:18


Als ich meinen Urologen mal sagte, ich komme nicht auf die 3 L am Tage, sagte er, warum tuen Sie sich das an, eine bestimmte Menge zu trinken, trinken Sie doch einfach wenn Sie Durst haben.

Jetzt ist er nicht mehr im Dienst, werde das nächste Mal den Nachfolger fragen.
Viele Grüsse
Gulliam
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Re: Inkontinenz und Trinkmenge

Beitrag #7 von Georges » 02 Jul 2014 20:59


...ganz anschließen kann ich mir dabei nicht. Klar, man muss trinken wenn man Durst hat und jeder Mensch ist hier anders. Aber, in der Regel ist Durst ein Körpersignal der zeigt dass man eine Unterversorgung in sein Wasserhauhalt hat, der aber auch ausgeglichen werden sollte. Am Besten trinkt man regelmäßig kleine Schlucke zwischendurch um ein "Durstgefühl" vorzubeugen. Egal ob dies 1, 2, 3, 4 oder mehr Liter am Tag sind, eine gute Wasserhaushalt schärft die Sinnen und lässt einem konzentrierter seinen Sachen machen. Sicherlich jetzt ist dies wichtig, da im Sommer z. B. Klimaanlagen, Hitze im Auto und anstrengende körperliche Arbeit einem schnell "austrocknen" lassen.
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Re: Inkontinenz und Trinkmenge

Beitrag #8 von Cveta » 03 Jul 2014 12:31


Ich habe Depressionen. Wegen Antriebsschwäche kann ich Essen, Trinken schon mal vergessen. Ich muss da auf Trinkmenge und Kalorien achten, dass nicht zu wenig, da sonst Kräfteverlust und Dehydrierung.
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Re: Inkontinenz und Trinkmenge

Beitrag #9 von Ditta59 » 20 Feb 2015 19:22


Hallöle,

zu diesem Thema möchte ich auch mal was schreiben. Ich habe bedingt durch meine Anti-Depressiva sehr oft unter Mundtrockenheit zu leiden. Also muss ich, ob ich will oder nicht, ständig zusehen, dass ich Wasser trinke. Überhaupt bin ich ein Typ der sehr viel Flüssigkeit braucht, mindestens 2,5 Liter am Tag, im Sommer noch mehr. :bier:
Jetzt im Winter esse ich abends immer gerne eine Suppe und trinke Tee. In der Nacht schlafe ich bedingt durch die Anti-Depressiva so tief und fest, dass ich den Toilettengang regelrecht verpenne. Deshalb brauche ich für die Nacht auch unbedingt eine große Windelhose, auch wenn es unangenehm ist, sonst schwimme ich am nächsten Morgen im Bett. Bedingt durch die Krankheit meines Mannes schlafen wir in getrennten Zimmern, aber es könnte ja auch umgekehrt sein, d.h. er hätte die Inkontinenz und ich nicht, damit müsste ich dann ja auch klar kommen. Wir werden eben alle nicht jünger und gesünder. Sogar in den Urlaub habe ich meine Windelhosen und Inkontinzbettwäsche mitgenommen, um einfach entspannter schlafen zu können. Das Servicepersonal wusste schließlich nicht, wer von uns beiden jetzt wirklich inkontinent ist und ich glaube es wäre denen auch wurscht gewesen, Hauptsache die Bettwäsche musste nicht jeden Tag in die Wäscherei. Meine Wäsche habe ich einfach in einer hauseigenen Maschine selbst gewaschen. Wegen der Inkontinenz das Trinken einzustellen, halte ich persönlich für sehr gefährlich und ich weiss es auch aus der Altenpflege, wie unangenehm konzentrierter Urin riecht und welche Konsequenzen das Austrocknen eines Körpers haben kann, egal wie alt der Mensch ist.
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Re: Inkontinenz und Trinkmenge

Beitrag #10 von Frankfurter » 21 Feb 2015 20:51


Die Gesamttrinkmenge ist bei mir auch relativ hoch mit 2 bis 3 Litern pro Tag. Allerdings trinke ich nachmittags bzw. abends eher mehr als morgens.
Dadurch, daß ich sowieso nachts die Blase nicht kontrollieren kann, sind dicke Vorlagen und Schutzhosen eh jede Nacht im Einsatz. Unterwegs möchte ich möglichst mit Einlagen und Schutzhosen auskommen. Daher halte ich mich morgens etwas mit dem Trinken zurück.
An Tagen, an denen ich zu Hause bin verteilt sich die Trinkmenge gleichmäßiger über den Tag.
Bin so eigentlich immer sehr gut zurechtgekommen.
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