Windeln in der Arbeit

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Re: Windeln in der Arbeit

Beitrag #11 von Bettnässer85 » 15 Apr 2014 10:26


Bei meiner früheren Arbeit (Produktion) griff ich im Notfall auf Tena Flex oder Pants Maxi zurück. Beide Windeln können auch im Bedarfsfall für die üblichen Toilettengänge kurz ausgezogen werden. Ein bis zwei komplette Blasenentleerungen stecken die Windeln problemlos weg.
Das Wechseln und Entsorgung war natürlich ein Problem. Einmal meinte jemand zum Scherz, als ich mit Tasche aufs Klo ging, ob ich meine Windel gewechselt habe. Ich sagte ja. Gab aber keine Fragen oder Gelächter. Seit dem die Firma auf Mehrwegsysteme umgerüstet hatte, war es auch schwieriger die Windel zu entsorgen.
Bei meiner neuen Arbeit, wird es für mich etwas leichter werden. Da ich auf Baustellen unterwegs bin und öfters lange Wartezeiten habe, kann ich mich notfalls auch mal zwischen die Reifen stellen. Da müssten Pants bestimmt für den Notfall ausreichen.
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Bettnässer85
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Re: Windeln in der Arbeit

Beitrag #12 von xja » 17 Apr 2014 07:40


Hallo,
Also heute ist es eigentlich kein Problem mehr mit der Windel arbeiten zu gehen. Die modernen Produkte fallen unter normaler Kleidung kaum auf. Man sollte wirklich nicht all zu Eng angliegende Kleidung tragen.
Das Wechseln ist leider das einzige Problem. Ich selber schaue das ich ein Produkt verwende, welches ich tagsüber möglichst nicht oft wechseln muss.

@Bettnässer85
Das mit den Pants wäre theroretisch gut. Beim Toilettengang ist es wirklich das praktischte. Aber wenn Du die Pants wechseln musst. Das ausziehen geht gut. Du kannst sie auf der Seite aufreissen. Aber eine neue anziehen, da musst Du die Schuhe und Hosen ausziehen. Das ist unterwegs fast nicht machbar. Klar kannst Du dann als Ersatz eine normale Windel nehmen. Aber dann fällt wieder der Vorteil weg. Zudem wenn ich Pants trage muss ich sie sehr oft um die Mittagszeit wechseln, die normalen Windeln kann ich meistens bis am Abend tragen, erst dann muss sie gewechselt werden.
Zudem sind die Pants fast doppelt bis dreifach so teuer wie normale WIndeln.
Die Tena Flex finde ich beim Toilettengang sehr unpraktisch. Der Gurt bleibt ja an der Hüfte, und der untere Teil hängt dann so rum. Ich selber finde das nicht sehr bequem.
Mit normalen Windeln kann man auch recht gut auf die Toilette gehen. Man öffnet die oberen Verschlüsse und zieht das ganze runter. Anschliessend wird sie wieder raufgezogen und oben wieder fixiert.
So hatte ich noch nie Probleme Zudem sind sie auch viel aufnahmefähiger.
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Re: Windeln in der Arbeit

Beitrag #13 von Ralf » 29 Apr 2014 15:37


Hallo,

auch ich verwende eine Windel die ich nicht oft wechseln muss.
Machmal schaffe ich es ja auch noch rechtzeitig die Toilette zu erreichen.
Da sind die Pants natürlich schon besser, da es zum einem schneller geht mit dem ausziehen und man nicht immer diese blöden Klebestreifen lösen muss.
Ist halt immer blöd auf der Arbeit (sitze im Großraum) und entsprechende Abfalleimer gibt es auch nicht auf der Männertoilette. :(

LG
Ralf
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Re: Windeln in der Arbeit

Beitrag #14 von Karin44 » 07 Jul 2014 16:53


Hallo zusammen

Ich denke wenn man auf ein Hilfsmittel angewiesen ist sollte man es auch nutzen und vor allem muss man dazu stehen, da man sich sonst irgend wann selbst verrückt macht. Ich bin seit über 30 Jahren auf Windeln angewiesen und habe auch kein Problem damit. Ich habe es nie verheimlicht bin immer offen mit meiner Inko umgegangen und habe meistens nur gute Erfahrungen damit gemacht.
Wenn ich daran Denke wie es damals nach meinem Unfall angefangen hat, da gab es nur Stoffwindeln und Gummihosen, dagegen ist das mit den heutigen Hilfsmittel ein Traum. Wenn jemand Hilfsmittel benötig so ist es egal was man nimmt, man muss sich nur dementsprechend kleiden.
Selbst wenn man die Windel beim bücken oder strecke mal sieht, was mir schon oft passiert ist, habe ich in meiner ganzen Zeit erst einmal erlebt, dass mich jemand darauf angesprochen hat.
Es ist ja auch eine Frage was für eine Art von Inko man hat dem entsprechend das Hilfsmittel. Bei mir zum Beispiel läuft es immer ohne, dass ich es merke darum kommt etwas anderes wie eine Windel die saug stark ist gar nicht in Frage. Da ich zum wechseln nicht immer Schuhe, Hose alles ausziehen muss wie bei Pants.
Wenn aber jemand noch einiger massen Kontrolle hat und auf die Toilette kann, dann sind Pants wohl ganz in Ordnung, da sie dann ja auch nicht so oft gewechselt werden müssen.

Liebe Grüße Karin
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Re: Windeln in der Arbeit

Beitrag #15 von adrian82 » 08 Jul 2014 10:23


Ich mache es auch so wie Karin, und wie Helmut auf der vorangehenden Seite an Oldie beschrieben hat: mit den "einteiligen" Systemen.

Ist viel praktischer, gerade unterwegs, und sitzt schön kompakt. Jetzt gerade in der heissen Jahreszeit bin ich immer feucht unten, und das beisst schrecklich in den Baumwollunterhosen. Die Windeln nehmen den Schweiss besser auf.
Adrian
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Re: Windeln in der Arbeit

Beitrag #16 von Frankfurter » 08 Jul 2014 23:59


Nachts trage ich schon immer saugstarke Vorlagen und Gummihosen. Da ich seit längerem auch tagsüber plötzlich einsetzenden, starken Harndrang habe, wobei gelegentlich kleinere Mengen in die Hose gehen, bin ich dazu übergegangen die Gummihosen auch tagsüber mit einer kleinen Einlage im Schritt zu tragen.
Damit komme ich sehr gut zurecht. Die Hosen habe ich ja sowieso schon, und sie sind sehr sicher, da komplett feuchtigkeitsundurchlässig. Die Einlage ist saugfähig genug, trägt aber nicht auf, bzw. ist nicht unangenehm dick im Schrittbereich.
Es hat zwar oft etwas Überwindung gekostet, aber ich benutze die Inkontinenzunterwäsche genauso wie damals die "normale" Unterwäsche.
Ich möchte mir keine Gedanken machen, ob mal ein Bündchen zu sehen ist, oder etwas auffallen könnte. Das würde mich nur zusätzlich belasten.
In der Regel sagt auch niemand etwas, wenn mal etwas zu sehen ist.
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Re: Windeln in der Arbeit

Beitrag #17 von Regenmacher » 19 Jul 2014 22:23


Meine Erfahrung mit "Windeln" und Arbeit:

Das wirkliche Problem ist man selbst. Ich kann von meiner Umwelt kein Verständnis erwarten, wenn sie mit einer Situation konfrontiert sind, die neu für sie ist. Krankheit und Behinderung, sogar der Tod wird langsam aus dem Bewusstsein der Bevölkerung entfernt. Das heute geprägte Bild ist: jung, dynamisch, erfolgreich. "Windeln" passen nicht in dieses Gesellschaftsbild.

Trotzdem sind sie Teil davon. Ich hab damit angefangen, den Windeln einen anderen Namen zu geben. Bei mir sind es keine Windeln, sondern Spezialunterwäsche bzw. Einmalunterwäsche. Des weiteren habe ich aufgehört, meine Spezialunterwäsche zu verstecken. Ich lege es nicht drauf an, aber ich bemühe mich auch nicht, ein Geheimnis draus zu machen.

Wer mich nicht mag, weil ich Spezialunterwäsche nutze, der mag mich auch so nicht. Sein Problem. Die "Windeln" sind dann nur ein Grund, aber nur vorgeschoben. Meine Leistung definiert sich nicht an der Unterwäsche, die ich benutze.

Ich habe wirklich interessante Orte in meinem Leben gesehen und konnte schon vielen Menschen helfen in Situationen, die ausweglos schienen. Die Windeln sind ein Teil von mir. Sie gehören dazu. Wer das nicht akzeptieren kann, dem kann ich auch schräg kommen und akzeptiere nur noch Leute in Baumwollunterwäsche aus biologischen Anbau.

Wie schon gesagt: wenn man den Leuten hilft, es zu verstehen, dann können sie es auch verstehen. Und wer dann immer noch nicht will, der hat ein echtes Persönlichkeitsproblem und ist damit "behindert". Also kein Grund für mich, ihn ween seiner Behinderung nicht zu mögen.

Ja, ich bin nicht ganz dicht. Aber lieber unten nicht ganz dicht, als oben.
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