beinbeutel bei flüssigkeitsverbot im flughafen

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beinbeutel bei flüssigkeitsverbot im flughafen

Beitrag #1 von adi3611 » 05 Feb 2015 22:52


möchte im märz nach botswana fliegen und wollte beim flug beinbeutel mit urinalkondom verwenden.wie verhält es sich mit den sicherheitsbestimmungen zum verbot von mitnahme von flüssigkeiten?
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adi3611
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Re: beinbeutel bei flüssigkeitsverbot im flughafen

Beitrag #2 von Helmut » 06 Feb 2015 14:14


Hallo adi3611,

erst mal herzlich willkommen bei uns hier im Forum. :sm13:

Nun generell ist es kein Problem mit Kondomurinal und Beinbeutel im Flugzeug zu reisen, aber du solltest auf alle Fälle ein internationales Attest dabei haben, das darüber Auskunft gibt, dass du dieses Hilfsmittel aus medizinischen Gründen benötigst. Gut ist auch ein Hilfsmittel-Pass wie es von verschiedenen Katheter-Herstellern etwa von Coloplast gibt.

Laut deinem Profil verwendest du Windeln, möchtest du diese nicht auf dem Flug tragen?

Gruß Helmut
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Helmut
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Re: beinbeutel bei flüssigkeitsverbot im flughafen

Beitrag #3 von adi3611 » 06 Feb 2015 18:34


Hallo Helmut
Möchte mich für die schnelle Antwort bedanken.Ich bin in meinem Leben schon sehr viel geflogen,früher ohne,in letzter Zeit mit Windel. Es ist einfach nur schlimm,wenn im Flieger ständig und dauernt Leute vor der Toilettentür stehen und wenn man dann endlich dran ist,ist es eh zu spät. Deshalb wollte ich es diesmal mit einem Urinalkondom versuchen. Ich bin auch der Meinung,daß sich der Beutel viel schneller wechseln oder besser noch'entleeren'lässt als eine Windel,somal draußen vor der Tür schon die nächsten warten.-Beinchen hoch,auslaufen lassen,fertig-. Das nächste Problem ist 11Std.lang auf der Windel zu sitzen. Habe dies schon bis Mauritius durch,glaube mir,da kann einem die Lust am fliegen schon vergehen. Habe von meinem Urologen eine Reisetoilette von BAYER bekommen,aber ich denke das ist wirklich nur eine Notlösung.
Mir ist aber heute eine andere Idee gekommen: Ich gehe mit Windel durch die Sicherheitsschleuße und habe dann auf der Toilette im zollfreien Bereich genug Zeit um mir den Beinbeutel anzulegen. Na was hälst Du davon!
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adi3611
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Re: beinbeutel bei flüssigkeitsverbot im flughafen

Beitrag #4 von Helmut » 06 Feb 2015 20:30


Hallo adi3611,

klar kannst du das Kondomurinal auch erst nach der Sicherheitskontrolle anlegen, sollte eigentlich kein Problem darstellen. Allerdings ist es dann etwas schwieriger wenn du noch einen Anschlussflug hast, da geht es oft noch einmal durch die Sicherheitskontrolle. Bedenke dass normale Beinbeutel auch nur 500 bis 800ml Volumen haben je nach Hersteller und Modell. Damit passt da gerade einmal etwas mehr als eine vollständige Blasenentleerung rein, sprich auch nicht mehr als in eine Windel. Sicher ist so ein Beutel schnell entleert, aber es bringt dir nicht so den großen Vorteil gegenüber einer Windel.

Ich bin auch oft beruflich geflogen, Hauptsächlich nach Chile, Argentinien, Brasilien, Bolivien, aber auch nach Mexiko und Neuseeland usw. Das sind allesamt Flüge von über 11Std. teilweise mehr als 13Std. und oft dann auch mit Anschlussflug bzw. Zwischenlandung. Ich nehme immer einen Sitzplatz am Gang und dann relativ hinten oder in der Mitte, dann sind die Wege zur Toilette nicht weit und kannst jederzeit aufstehen. Wenn du dann eine Windel mit höherer Saugstärke, etwa einer Attends Regular 10 nimmst, dann hast du höchstens einen Wechsel an Bord, meistens so nach gut 6-8 Stunden. Das liegt daran dass ja die Luft im Flugzeug relativ trocken ist und du mehr über die Haut verdunstest, auch wenn du viel trinkst. Vermeide es zur Toilette zu gehen wenn alle gehen, etwa vor dem Essen oder kurz vor der Landung. Wenn du den Wechsel etwa in der Ruhezeit einplanst, dann gibt es auch keine Warteschlangen vor der Toilette. Ich habe immer einen Kulturbeutel dabei, da sind 4 Ersatzwindeln, Feuchttücher, Einmalhandschuhe, kleine Plastikbeutel etwa Windelbeutel und noch ein Kamm, also Toilettenartikel drinnen. Damit kommst du gut aus, auch wenn du am Flughafen in einen Anschlussflug umsteigen musst.

Gruß Helmut
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Re: beinbeutel bei flüssigkeitsverbot im flughafen

Beitrag #5 von adi3611 » 07 Feb 2015 23:39


Oh,danke für die vielen guten Tips. Ich sehe Du hast schon viele Erfahrungen gemacht. Auch ich werde erst zwischenlanden und in Johannesburg umsteigen. Nur kann ich mich trotzdem noch nicht für die richtige Lösung entscheiden,aber ich arbeite daran. Ich werde mir auf alle Fälle Deine Vorschläge sehr zu Herzen nehmen und Dir im April davon berichten,welchen Weg ich gegangen bin und welche guten und welche schlechten Erfahrungen ich gemacht habe. Dies wird bestimmt auch viele zukünftige ' Fluginkos' interresieren.
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Re: beinbeutel bei flüssigkeitsverbot im flughafen

Beitrag #6 von Helmut » 08 Feb 2015 18:30


Hallo adi3611,

also wenn du in Johannesburg zwischenlandest, dann könnte es durchaus sein dass du dort noch einmal durch die Sicherheitskontrolle musst obwohl dein Gepäck bis zum Zielflughafen durch geht, habe ich auch schon öfter gehabt. Ich bin mal auf deine Erfahrungen gespannt, vor allem für was du dich nun entschieden hast, für das Kondomurinal oder doch für Windeln.

Ich wünsche dir schon jetzt mal einen schönen Aufenthalt und komme Gesund wieder zurück.

Viele Grüße Helmut
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Re: beinbeutel bei flüssigkeitsverbot im flughafen

Beitrag #7 von adi3611 » 09 Feb 2015 13:12


Also, ich war nun heute beim Urologen und Er rät mir von Kondom und Beutel dringent ab,wo Er sicher Recht hat. Als Begründung nannte Er: Wenn man noch nie so etwas benutzt hat,und dann noch die Wärme in Afrika dazu, könnte es sein,daß sich darunter Pilze entwickeln und da habe ich da unten in der Wildnis ein echtes Problem. Ich denke das ist einleuchtent und greife damit auf Windeln zurück,obwohl mir schon wieder Angst wird,wenn ich an die Kontrollen denke und das evtl.dicke aufgequollene Paket in der Hose. Ich glaube, ich und meine Frau sind das letzte mal geflogen,wenn ich mir dort irgenwie in die Hose pinkle und es andere Leute bemerken,somal wir ja da unten eine Flugsafari haben und des öfteren mit kleinen Maschinen fliegen. Ich glaube ich versinke vor Peinlichkeit im Boden und Ihr könnt meine Ängste durchaus verstehen da uns ja einige Leute 14Tage lang immer wieder begegnen.
Ich habe in meinem Leben schon viel von der Welt gesehen und möchte jetzt wegen dieser verdammten Pinkelei nicht auf alles verzichten. Das kann's doch noch nicht gewesen sein !!!
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Re: beinbeutel bei flüssigkeitsverbot im flughafen

Beitrag #8 von Helmut » 09 Feb 2015 13:46


Hallo adi3611,

also so ganz kann ich deinen Urologen nicht verstehen dass er dir generell davon ab rät, ein Kondomurinal zu tragen. Sicher ist es ein Argument, dass sich Pilze bilden können, aber das selbe Risiko hast du bei den Windeln auch, ich sage nur Windeldermatitis. Bei entsprechender Hygiene sprich mindestens einmal am Tag duschen oder zumindest den Intimbereich mit Wasser und Seife waschen, das gehört einfach dazu. Ich sehe daher kein Risiko wenn du ein Kondomurinal verwendest, du solltest es aber schon mindestens eine Woche lang noch hier testen damit du in der Handhabung sicher bist. Wichtig ist dass du ein selbstklebendes Kondomurinal nimmst das genau die richtige Größe hat, damit es sicher sitzt und auch dicht ist. Als Beutel nimm einen der etwa 750ml fasst und welcher sich auch gut entleeren lässt. Dann musst du dich entscheiden ob du einen Beutel am Oberschenkel tragen willst oder eher am Schienbein, letzterer ist einfacher zu entleeren.

Mit Windeln zu fliegen stellt überhaupt kein Problem dar wenn du es richtig machst. Wechsle ggf. noch am Flughafen vor der Sicherheitskontrolle die Windel, dann fällt das gar nicht auf dass du Windeln trägst. Ziehe dir auch etwas weitere Hosen an, ist bequemer und eine Windel sieht man dann auch nicht. Nimm genügend Ersatzwindeln ins Handgepäck um den ganzen Flug bis zum Ziel welche zu haben, ggf. auch noch zwei als Reserve falls der Koffer mit den Windeln verloren geht bzw. später kommt.

Mein Vorschlag an dich, fahre Zweigleisig, nimm für die An- und Abreise Windeln und trage dann Vorort überwiegend am Tag ein Kondomurinal. Für Unterwegs ist so ein Kondomurinal sehr praktisch, du kannst zur Not auch hinter einen Baum gehen und den Beutel ablassen, eine Windel unterwegs zu wechseln ist da schon schwieriger.

Du schreibst dass du 14 Tage dort bist, das wären dann etwa 60 Windeln bei 4 am Tag mit Reserve, also etwa zwei Packungen wenn du kein Kondomurinal verwendest. Vom Gewicht macht das etwa 5kg für die Windeln und du brauchst etwa nen halben Koffer an Platz dafür. Dann musst du dir auch überlegen wo du die gebrauchten Windeln dann Vorort entsorgen willst wenn du unterwegs bist, könnte ich mir bei einer Safari etwas problematisch vorstellen. Denke daran dass du Windeln mit höherer Saugstärke, etwa wie Attends Regular/Active in Saugstärke 10 nimmst, dann brauchst du weniger weil du sie etwas länger tragen kannst.

Gruß Helmut
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Re: beinbeutel bei flüssigkeitsverbot im flughafen

Beitrag #9 von adi3611 » 09 Feb 2015 15:30


Hmmm,...das macht mich einfach nur fertig ! Ich stecke hier in einer Sackgasse ! Na mal sehen?
So viele Windeln brauche ich nun auch wieder nicht. Ich gehe doch auch normal auf'sWC nur wenn ich muß dann muß ich auch sofort,sonst ist es zu spät.

Übrigens: Helmut,...bist'n echter Kumpel und ich danke Dir für all Deine Mühe.Wenn ich mir überlege,daß Du das alles für umsonst machst, für völlig fremde Leute. Alle Achtung
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Re: beinbeutel bei flüssigkeitsverbot im flughafen

Beitrag #10 von Helmut » 09 Feb 2015 17:02


Hallo adi3611,

klar wenn du auch noch normal zur Toilette gehst, dann brauchst natürlich nicht so viele Windeln. Kannst ja ganz leicht ausrechnen wie viele du mitnehmen musst, einfach die Menge nehmen welche du im Durchschnitt am Tag brauchst mal die Anzahl der Tage plus etwas Reserve. Ich denke es ist mindestens eine Packung, so mal grob geschätzt. Ich habe dir ja einige Lösungswege aufgezeigt und glaub mir, es ist echt kein Problem trotz der Inko irgendwo auf der Welt unterwegs zu sein, ist nur eine Sache der Organisation.

Dafür sind wir ja da, anderen zu helfen und unsere Erfahrungen weiter zu geben. Unsere Seite ist ja von Betroffenen für Betroffene gemacht, das Forum lebt ja auch davon dass sich viele Betroffene, Angehörige usw. beteiligen. Wir machen das alles kostenlos und Ehrenamtlich in unserer Freizeit, aber natürlich freuen wir uns auch über Spenden zum Unterhalt dieser Seite.

Gruß Helmut
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