Desinfektion vor dem Selbstkatheterismus bei der Frau

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Re: Desinfektion vor dem Selbstkatheterismus bei der Frau

Beitrag #11 von Tschi » 09 Jan 2016 18:14


Hallo Hummelchen,
ich benutze octenisept und sterilium für die Hände. Reagiere aber au h ein bisschen auf octenisept. Wurde mir vom Urologen verschrieben. Ich wusste gar nicht, dass es noch was anderes gibt. In der Klinik wurde auch octenisept benutzt. Ich wurde damit richtig "abgewaschen". Was kann man alternativ benutzen?
Lg. Tschi
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Re: Desinfektion vor dem Selbstkatheterismus bei der Frau

Beitrag #12 von Hummelchen » 11 Jan 2016 08:58


Liebe Tschi,

ja, ich war ja neulich bei meinem Urogyn, der in eine Klinik eingebunden ist. Dort benutzen sie Octenisept. ABER eben auch nur höchstens 14 Tage, wurde mir gesagt.

Ich weiß es nicht ganz genau mit dem Braunol, musst Du mal googeln.
Für mich kommt das mit dem Jod ja nicht in Frage, daher habe ich mich dahingehend auch noch nicht schlau gemacht.

Wenn man operiert wird, wird ja acuh mit diesem Jodzeugs desinfiziert, danach sieht man so gelblich orange aus.
Und wenn mich nicht alles täuscht, gibts das wohl auch als Schleimhautdesinfektion.
Googl mal nach Braunol, dann erfährst Du sicher mehr.

Ich habe für mich beschlossen, Octenisept nicht mehr zu benutzen, weil es das Milieu da unten kaputtmacht und das ja schlimm ist, so kann der Körper gar nix mehr alleine abwehren.
Mal schauen, wie ich damit fahre.

Liebe Grüße
Hummelchen
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Re: Desinfektion vor dem Selbstkatheterismus bei der Frau

Beitrag #13 von Tschi » 14 Feb 2016 14:32


Hallo Hummelchen
wie gehts dir ohne octenisept? Ich verwende jetzt prontosan. Wurde mir in der Apotheke empfohlen. Ich plage mich auch wieder mit hwi. Habe seit Oktober zur Prophylaxe Nitrofurantin 50mg eingenommen. Sollte ich 100 Tage nehmen, habe aber nach ca. 85 Tagen aufgehört wegen Übelkeit und Durchfall. Schon nach 14 Tagen "ohne" hatte ich schon wieder Hwi. MeinUrologe war in Urlaub und ich musste zu einem Kollegen. Dieser verschrieb mir das 1xPräparat Monuril 300, dass ich allerdings 2 Tage nehmen musste. Wieder heftigen Durchfall. Ich habe aber immer noch das Gefühl, dass da noch was ist.
Bin am verzweifeln.
Liebe Grüsse
Tschi
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Re: Desinfektion vor dem Selbstkatheterismus bei der Frau

Beitrag #14 von Hummelchen » 14 Feb 2016 15:33


Liebe Tschi,

mir geht es so lala.

Ich war mir 100% sicher, ich hätte mir eine HWI eingefangen, aber beim Arzt war nix mit dem Urin.
Selbst dann nicht, als man ne Anzüchtung gemacht hat.
Ich sollte mal Cranberrysaft und alle Zitrusfrücht und anderen sauren Lebensmittel weglassen, damit eine Reizung der Blase ausgeschlossen werden kann.

Das habe ich auch ein paar Tage durchgehalten, aber musste wieder damit anfangen, weil ich auch Magenprobleme habe, die mit dem Cranberry besser werden. Leider habe ich momanten keine Möglichkeit, eine Antibiose zu machen (gegen die Borreliose, und damit würde sich auch in der Blase und dem Magen wieder einiges bessern).
Aber wenn meine Stresszeit vorbei ist, dann werde ich das in Erwägung ziehen, damit endlich wieder allgemein Ruhe einkehrt.
Unter einer Antibiose geht es mir immer sehr schlecht, aber danach wird es sehr viel besser als es vorher war.

Ich benutze nun sterile Kompressen und isotonische Kochsalzlösung, was der Schleimhaut sehr zugute kommt.
Da wurde ich neulich auch vom Prof gelobt, dass es sehr gepflegt und gut aussehe ;-)

Nein, Spaß macht das alles nicht wirklich...

Naja, mal sehen, wie es weiter geht.
Was mich hier aber gaaanz besonders ärgert ist, dass die größte Packung der isotonischen Kochsalzlösung 20 Ampullen beinhaltet. Und da ich ja mindestens 2 am Tage brauche, ist die schnell aufgebracuht.
Für jede Packung zahle ich 5 Euro.
Das ist so eine unglaubliche Geldmacherei mit Salzwasser, ich hatte 9 Packungen auf dem Rezept stehen und musste mal eben so 45 Euro zahlen.

Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Hummelchen
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Re: Desinfektion vor dem Selbstkatheterismus bei der Frau

Beitrag #15 von Hummelchen » 14 Feb 2016 15:41


Entschuldige Tschi,

ich bin gar nicht auf Dein Leiden eingegangen, habe nur von mir selbst geschrieben.
Ich bin insgesamt ein bischen neben der Spur :(

Es tut mir leid, dass es Dir nicht gut geht.

Das machen auch Antibiotika mit einem!
Da gibt es so viele Nebenwirkungen.

Hattest Du es mal mit Cranberrysaft - aber hier wirklich NUR der reine Muttersaft aus dem Reformhaus !!! - probiert?

Es ist in Studien erwiesen, dass dieser gerade bei Blasenproblemen aber auch bei anderen Dingen hervorragend hilft!
Ich brauchte kein AB mehr, seit ich den einnehme.
100 ml täglich reichen dicke.
vorbeugend sogar nur 75 ml.

Und wenn es mal zwickt, dann auf 3x 100 ml hochgehen!!!

Man geht von alleine wieder rutner mit der Dosierung, weil der Saft schweineteuer ist.
Aber es lohnt sich.

Ehrlich.

Ganz liebe Besserungswünsche von Hummelchen :)
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Re: Desinfektion vor dem Selbstkatheterismus bei der Frau

Beitrag #16 von Tschi » 14 Feb 2016 18:20


Liebes Hummelchen,
danke für dein Feedback. Cranberrysaft hatte ich auch schon aus der Apotheke. Ist mir aber zu sauer, habe sofort immer Magenprobleme (auch verdünnt). Mein Urologe erzählte mir, dass in Amerika Cranberry bei Blasenproblemen verboten wurde. Ich kenn mich auch bald nicht mehr aus was stimmen soll. Wieviel trinkst du eigentlich? Ich trinke morgens 1/2 liter Tee, tagsüber 2 Liter Leitungswasser, und noch Kaffee und Tee. Bei einem Restharn von 350ml laufe ich natürlich ständig zur Toilette. Wie ist das bei dir?
liebe Grüsse
Tschi
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Re: Desinfektion vor dem Selbstkatheterismus bei der Frau

Beitrag #17 von Hummelchen » 14 Feb 2016 19:45


Ui, das ist schade mit dem Cranberry...

Warum es verboten wurde, keine Ahnung.
Vermuten würde ich mal wieder die Pharmalobby.
Aber vielleicht gibt es ja auch wirklich triftige Gründe...
Das kann ich nciht beurteilen.

Ich habe bis vor kurzem selbst sehr viel getrunken, weil man ja damit verrückt gemacht wird.
Aufgrund auch der Grunderkrankung der Borreliose hieß es immer, viiiiel trinken.

dann war ich ja letztes Jahr in Berlin in der urologischen Abteilung einer größeren Klinik.

Die Ärztin meinte, dass das viel zu viel sei und ich würde damit meine Blase überlasten.
Ich war dann auch sehr irritiert, aber ich kann mich schon dafür erwärmen für ihre logische Erklärung.
Sie zeigte mir im Ultraschall meine "ausgeleierte" Blase.
Dass die eben so gar keinen Druck mehr aufbauen könne.

SIe meinte, so 1 - 1,5 Liter reichten aus.

Ja, so sagt einem jeder was anderes.

Ich habe es mir zu Herzen genommen, hatte zwischenzeitlich auch noch von einigen anderen Seiten gehört, dass das mit dem vielen Trinken eher ein Mythos sei.

Und so trinke ich jetzt zwischen 1200 und 1600/1700.
Früher waren es so 3-4 Liter!!!!

Jetzt merke ich wirklich einen Unterschied.

Vor allem aber ist das weniger auf die Toilette müssen sowas von angenehm!!!

Und irgendwie scheint es sich auch auf meinen Restharn auszuwirken.
Aber auch nicht immer.
Manchmal kann ich es nicht vorraussagen, warum es aus dem und dem Grunde mal mehr, mwal weniger ist.

Es scheint, als sei es so, dass, je weniger in der Blase drinnen ist, also eben nach dem Kathetern und dann weniger trinken, es weniger Restharn danach gibt.
Also echt scheint eine Überforderung der Blase bei mir die Ursache zusein, dass sich viel Restharn bilden kann.
Es wird dann schnell quasi eine ml-Grenze überschritten, und dann kan sie sich nicht mehr gut entleeren.

Aber das sind eben vorerst nur Spekulationen.

Aber die Richtung gefällt mir grad, ich werde es weiter so machen.
Erstmal.

Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt...

Liebe Grüße
Hummelchen
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Re: Desinfektion vor dem Selbstkatheterismus bei der Frau

Beitrag #18 von Gabi » 21 Feb 2016 11:12


Hallo Hummelchen

Ich war sehr lange nicht mehr im Netz, deshalb meine späte Antwort.
In meiner Anfangszeit mit dem ISK versuchte ich es auch erst ohne Desinfektion. Ging auch ein Jahr gut, dann aber hatte ich ständig wiederkehrende HWI.
ich kathterisiere schon mehr als 10 Jahre und kämpfe immer mit keimfreien Tagen. Mehr als 3 Monate ohne HWI schaffe ich nicht. Um Antibiotika zu reduzieren riet mir
meine Ärztin zu Senföle (Angocin) oder Grapefruitkernöl gibt es als Tropfen oder Kapseln, als Prophylaxe. Kann aber noch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es was hilft. Mein letzter HWI war im Januar. Zum Desinfizieren nehme ich für die Hände Sterilium, für die Scheide milde Waschlotion, Prontosan z. desinfizieren, zum befeuchten Zäpfchen 2x in der Woche und eine Intimcreme. Ich habe den Eindruck, wenn die Schleimhäute einmal gestört sind, dann ist es schwierig ohne Desinfektion. Ist halt ein Teufelskreis.
Ich wünsche dir weiterhin Erfolg und dass du die geeignete Lösung findest
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Re: Desinfektion vor dem Selbstkatheterismus bei der Frau

Beitrag #19 von Gabi » 21 Feb 2016 13:49


Hallo Hummelchen

Ich war sehr lange nicht mehr im Netz, deshalb meine späte Antwort.
In meiner Anfangszeit mit dem ISK versuchte ich es auch erst ohne Desinfektion. Ging auch ein Jahr gut, dann aber hatte ich ständig wiederkehrende HWI.
ich kathterisiere schon mehr als 10 Jahre und kämpfe immer mit keimfreien Tagen. Mehr als 3 Monate ohne HWI schaffe ich nicht. Um Antibiotika zu reduzieren riet mir
meine Ärztin zu Senföle (Angocin) oder Grapefruitkernöl gibt es als Tropfen oder Kapseln, als Prophylaxe. Kann aber noch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es was hilft. Mein letzter HWI war im Januar. Zum Desinfizieren nehme ich für die Hände Sterilium, für die Scheide milde Waschlotion, Prontosan z. desinfizieren, zum befeuchten Zäpfchen 2x in der Woche und eine Intimcreme. Ich habe den Eindruck, wenn die Schleimhäute einmal gestört sind, dann ist es schwierig ohne Desinfektion. Ist halt ein Teufelskreis.
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Re: Desinfektion vor dem Selbstkatheterismus bei der Frau

Beitrag #20 von Hummelchen » 21 Feb 2016 18:10


Vielen Dank Gabi für Deine Antwort,

ich hatte ja neulich gedacht, ich hätte eine HWI, war aber nichts nachweisbar.

Ich trinke nun weniger Cranberry, habe auch den Ingwer weggelassen.
Trinke ab und an Zinnkrauttee und auch Goldrute/Taubnessel/Labkraut als Mischung (nach Maria Treben)...

Angocin hatte ich wegen der Borreliose schonmal probiert, aber leider streikt da mein Magen.
Meerrettich ist sehr scharf.

Schleimhautmässig muss ich feststellen, dass mir die isotonische Kochsalzlösung sehr gut tut.

Eben alles nach Möglichkeit so natürlich als möglich belassen.

Keine Seifen, keine Desinfektionsmittel.

Wie lange das nun gut geht, malsehen.

Ich wasche also mit NACL (steriles aus der Apotheke) und nehme dazu sterile Kompressen.
Zum Abtrockenen danach dann auch 2 sterlie Kompressen, so dass keine Keimflüssigkeitsbrücke bestehen bleibt...

Und bislang hat es sich nicht verschlimmert...

Schleimhaut scheint sich auch beriuhigt zu haben und hat wieder Farbe ;-)))


Ich melde mich immer mal wieder und schreibe, wie es steht.

Wäre schön, wenn ich auch von Euch immer aml wieder lesen könnte :)

Liebe Grüße
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