Operationen ?

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Operationen ?

Beitrag #1 von klitmöller » 28 Mai 2004 15:12


Wer hat erfahrungen mit operationen ?
Bei mir ist der nerv durchtrent und
der bereich um die blase sehr vernabt !
Mein Urologe sagte mir das es keine operations möglichkeit gibt
jetzt wollte ich aber mal fragen ob evtl
jemand mit Ähnlichen symptomen erfahrungen
mit operationen hat ?
Welche risiken es gibt ?
Kann man dabei impotent werden ?
oder Ähnliche gefahren ?
vielen dank schonmal im Vorraus !
Das wichtigste im Leben ist ein partner auf den
man sich verlassen kann !!!
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Beitrag #2 von goffel » 28 Mai 2004 21:28


also einen bestimmten nerv "zusammenflicken" ist leider (noch?) nicht möglich. tut mir leid, wenn ich dir sagen muss, dass bei deiner reflexinko keine heilung in aussicht ist.
zu risiken... impotent? keine ahnung. auf jeden fall ist das hauptrisiko bei so einer op, querschnittsgelämt zu werden. deswegen macht auch keiner so eine op.
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Beitrag #3 von Helmut » 08 Jun 2004 08:56


Hallo klitmöller,

ich muß da goffel in seinen Ausführungen völlig zustimmen, wenn einmal die Nerven zuweit geschädigt oder gar durchtrennt sind, dann gibts da auch keine Heilung mehr. Da bei dir das Gewebe im Bereich der Harnröhre und Blase sehr vernarbt ist, kann dir warscheinlich auch kein künstlicher Schließmuskel eingesetzt werden. Die Gefahr, dabei Impotent zu werden besteht durchaus, wobei es aber auch vom Geschick des Arztes abhängt, der die Operation durchführt.

Wenn du noch nicht impotent bist, dann hast du echt Glück gehabt, da im Bereich der Harnröhre und Blase auch die Nerven verlaufen, die für deine "männlichkeit" sorgen. Aber selbst hier gibt es operative Methoden, um dir da zu helfen, oder aber die diversen Medikamente wie etwa Viagra®.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Hoffnung sollte man immer haben....

Beitrag #4 von mike » 08 Jun 2004 21:41


jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum Deine Nerven durchtrennt wurden? Prostata Total OP? Im Grunde stimme ich den Vorrednern zu. Denn beschädigte Nerven erlangen meist nicht ihre ursprüngliche Funktion zurück. Wenn bei Dir ne Prostata Total OP vorliegt, was ja dann auch die Vernarbungen erklärt, gibt es aber dennoch ein wenig Hoffnung.

So stelle ich mir Deine Inkontinenz so vor, dass einerseits Nervenkontrolle fehlt, gleichzeitig Abflusbehinderungen der Vernarbungen vorliegen und ebenfalls Stressinkontinenz durch die fehlende Haltefunktion des Bindegewebes bzw. durch den Wegfall der Prostata.

Narbengewebe kann ja prinzipiell immer wieder entfernt werden. Wenn Du aber grundsätzlich schneller zu Vernarbungen neigst, können wiederum Komplikationen eintreten.

Irgendwo habe ich auch gehört, dass es mittlerweile Prostata Implantate gibt. Dort wird derzeit von sehr guten Ergebnissen gesprochen. Ich weiß die Quelle allerdings nicht mehr. Demzufolge kann der Stressinkontinenz begegnet werden, indem die leere Stelle mit dem Implantat gefüllt wird. folglich kann dann auch die Stressinkontinenz abnehmen oder gar verschwinden.

Vielleicht könnte so das narbige Gewebe entfernt werden und die Stressinkontinenz verschwinden.

Bleibt unter dem Strich die Nervenschädigung. Da gibt es nun die Möglichkeit die Blase Medikamentös ruhig zu stellen und eventuell interminierend zu katheterisieren. Vielleicht klappt aber auch ein simples Blasentraining. Es bliebe dann aber unterm Strich die Fragestellung, z.B. welche Restinkontinenz besteht allein aufgrund der Nervenschädigung.

Ich finde es wichtig aufzuzeigen, dass man als Betroffener in einer urologischen 0815 Praxis oftmals schlecht beraten wird. Während Kliniken, Unikliniken, Fachzentren usw. bereits nach neuesten Stand therapieren, ist eben dieser neue Standard in den regulären Praxen wenig, bis gar nicht verbreitet. dort beschäftigt man sich mit den Standardfällen. Auch liegt es meist am Agagement des Urologen, ob er sich durch Eigeninitiative im Inko Bereich informiert und schult.

Aus eigenen Erfahrungen weiß ich, dass ich oftmals mehr Fachwissen habe und einen aktuelleren Kenntnisstand vertrete, als der Facharzt. Deswegen rate ich unbedingt, ein Therapiezentrum aufzusuchen. Dort können Fachurologen, Chirurgen, Neurologen und Neurochirurgen fachübergreifend arbeiten und vor allem brandneue Therapieansätze vertreten und durchführen.

Vielleicht gibt Dir das ein wenig Mut und ich drücke Dir die Daumen.

Ciao

Mike
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