warum Ausverkauf ??

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warum Ausverkauf ??

Beitrag #1 von Strandbiker » 02 Sep 2004 15:23


:wink: Hallo Gemeinde,
hab heute einen ganzen Haufen Windelhosen und Windelslips von verschiedenen Marken wie z.b. Hartmann, Attends, TENA, ID-Medika, Reboth abzugeben. Ach je einige Kartons Kondomurinale von Conveen und B/Braun sind auch noch dabei.
Nein ich möchte diese Sachen nicht verschenken. Bei Bedarf bekommt ihr auch eine Rechnung für die KK.
Woher ich die Sachen habe:
Also es handelt sich hier um Neuware (komplett), die wir im zuge unserer Eröffnung als Inkontinenz Beratungs und Lieferservice bei verschiedenen Herstellern gekauft haben. Nun haben wir das Problem, dass bei uns die KK die Zahlung für Hilfsmittel nicht übernehmen und so unserem Geschäft und Service die Grundlage entzogen worden ist.
D.H. wir stellen unseren Service wieder ein und nun ist das Lager voll.
Also ist jetzt Ausverkauf. Wer also Interesse hat und uns einiges oder auch nur Einzelteile abnehmen kann, soll sich doch Bitte bei uns melden.
Danke für eure Hilfe :fleissig:
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Beitrag #2 von Helmut » 02 Sep 2004 15:59


Hallo,

warum habt ihr keine Zulassung bekommen?

Es gibt klare Regelungen, wer als Leistungsbringer für die GKV zugelassen werden kann. Vielleicht hilft euch der Link zum IKK Bundesverband etwas weiter. Dort findet ihr alle wichtigen Infos, die für eine Zulassung nötig sind.

Ob sich jemand melden wird, das ist schwer zu sagen, weil die allermeisten hier ihre Hilfsmittel über Rezept bekommen und nicht selber mit der KK abrechnen.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #3 von Ramona » 02 Sep 2004 21:50


Vielleicht wäre Ebay eine Möglichkeit, falls Du sie so nicht los wirst.

Gruß Ramona
GESTERN ist vorbei,
MORGEN ist noch nicht da
und HEUTE hilft der Herr.

Hermann Bezzel
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Beitrag #4 von Strandbiker » 03 Sep 2004 11:33


Hallo,
also das war alles nicht so ganz einfach im Zuge der Existenzgründung in form einer Ich AG.
Eine Zulassung haben wir schon und wir dürfen auch mit allen Krankenkassen im Bundesgebiet abrechnen nur die Sache hat den Haken das es doch nicht so einheitlich ist wie wir es gerne hätten. Zum einen können wir unsere Artikel über den Versandhandel in alle Bundesländer versenden und mit z.B. Bayrischen Kassen eine Stückpreisabrechnung vereinbaren. So weit so gut nun haben wir unseren Firmensitz und auch meinen Wohnort an der schönen Ostsee Küste bei Flensburg und hier rechnen die Kassen einen Pauschalpreis von 35,79.- für eine Monatsversorgung ab das bedeutet ich muß dem Kunden so viel Liefern wie er in einem Monat benötigt und das ist für uns nicht machbar da wir mit den Sozialstationen zusammengearbeitet haben uns diese in der Regel keine Selbszahlenden Patienten sondern Kassen Patienten hatten und wir nur diese abbekommen hatten die die örtlichen Apotheken und Sanitätshäuser nicht beliefern wollten da eine Monatsversorgung nicht wirtschaftlich zu machen war.
Und so ist wieder eine innovative Firma den großen zum Opfer gefallen.

Gruß Olli

@Regina
wir haben schon einiges über E-bay verkauft aber da hat man ja nur noch Tränen in den Augen wenn man diese teure Ware für ein fast nichts hergeben muß.
Schneuf
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Beitrag #5 von Helmut » 03 Sep 2004 16:01


Hallo Olli,

die Problematik mit den Krankenkassen und den sogenannten Pauschalpreis ist bekannt. Es ist ja leider noch so, daß in jedem Bundesland andere Festpreise für die Inkohilfsmittel gibt und da wiederum unterschiedliche Abrechnungsmethoden der einzelnen Kassen. Aber zum 01.01.2005 kommen die bundeseinheitlichen Festpreise und da müssen sich die Krankenkassen dann daran halten.

Die 35,79 Euro Pauschalpreis für eine komplette Monatsversorgung, das haben sich einige Hersteller ausgedacht und nun versuchen die Kassen natürlich, das auch auf die Apotheken und Sanitätshäuser anzuwenden. Im Prinzip würde die Rechnung schon aufgehen, aber dann brauchst du mehr als 2/3 der Betroffenen, die nur eine leichte Inkontinenz haben. Sobald du viele Kunden mit einer starken Inkontinenz hast, kann die Rechnung nichtmehr aufgehen und du zahlst drauf. Die großen Hersteller wie etwa Abena oder SCA (Tena) können sich das schon leisten. Denen ist es egal ob die kleinen Leistungsbringer dabei pleite gehen, da geht es nur um Marktanteile und um den Umsatz.

Nur merken die Hersteller das nicht, wenn sie mit solchen Vereinbarungen sich selber das Wasser abgraben und dadurch weniger Gewinn machen. Für den einzelnen Betroffenen ist es auch nicht gerade von Vorteil, klar er hat dann außer der gesetzlichen Zuzahlung keine weiteren Kosten mehr, aber irgendwann schlägt sich das auch auf die Qualität der Produkte zurück. Die Folge davon ist, daß der Verbrauch der Hilfsmittel steigt und somit doch wieder mehr Kosten verursacht werden.

Hier sind auch die Krankenkassen gefordert, einmal das Ganze von der wirtschaftlichen Seite zu betrachten und nicht nur die Stückkosten der Hilfsmittel zu sehen. Wenn die Krankenkasse zwar nur -,45 Euro pro Windel zahlen muß, anstatt -,70 Euro pro Stück, aber der Patient statt 3 Windeln am Tag nun 6 Windeln oder mehr braucht, dann macht das schon wieder -,60 Euro pro Tag mehr aus, was die Krankenkasse zahlen muß. Unter dem Strich gesehen schneidet sich die Krankenkasse damit ins eigene Fleisch.

Ich hoffe nur, daß die Krankenkassen und auch die Hersteller das Einsehen und wir weiterhin mit hochwertigen und bezahlbaren Inkoprodukten versorgt werden können. Es ist doch nicht Sinn der Sache, daß immer häufiger nach alternativen Versorgungsmöglichkeiten mit saugenden Produkten gesucht wird. Wir wollen doch wirklich nicht wieder so wie früher mit Baumwollwindeln und Gummihosen rumrennen, nur weil wir uns eine vernünftige Inkoversorgung nichtmehr leisten können, also soweit sollte es dann doch nicht kommen.

Gruß Helmut :(
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