Einnässen nach Alkoholkonsum / viel trinken.

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Einnässen nach Alkoholkonsum / viel trinken.

Beitrag #1 von Axel » 24 Dez 2004 09:27


Hallo, meinName ist Axel.
Ich habe seit Jahren ein Problem, bei dem ich nicht weis wie ich es lösen soll.
Vielleicht hat jemand schoneinmal von einem solchen Problem gehört und kann mir helfen.
Also, ich habe einen erhöhten Harndrang wenn ich Alkohol, speziell Bier trinke.
Es kommt dann fast regelmässig vor, das ich nicht aufwache wenn ich auf Toilette gehen sollte. Zun teil habe ich auch dabei Träume in denen ich auf Toilette bin, ist aber eher selten.
Die Menge genossenen Alkohols, bzw. wie betrunken ich bin spielt dann meist kaum eine Rolle. Aber je angetrunkeneer destso wahrscheinlicher ist es.
Ich habe dieses auch mal mehr, und mal weniger oft, d. h. es gibt Phasen in denen es kaum vorkommt, und welche in denen ich fast jedesmal einnässe.
Ich war bei meinem Arzt, habe ihm das alles erklärt, daraufhin wurde ich untersucht, aber ohne einen Befund, er hat auch per Ultraschall meine Blase im vollen und leeren Zusatnd angesehen.
Ich hatte bisher immer das Glück, das meine Freundinnen das nicht als so schlimm empfunden haben, daher habe ich auch lange Zeit nichts daran geändert. Wenn ich dann mal ausserhalb schlafe konnte ich mich immer mit ausreden retten.
Nach dem durchlesen der verschiedenen Inkontinenz-Arten, habe ich das Gefühl, es kommt der Dranginkontinenz am nächsten. Aber es macht sich auch an den Getränken fest. Ich kann nach zwei bis drei kleinen Bieren alle Nase lang laufen, schon bei Altbier verhält es sich anders.
Hat schoneinmal jemand estwas von so einer Art Inkontinenz gehört?
Ich habe nä,lich das Gefühl, dass es im Alter eher schlimmer wird.
Ach ja, ich bin 33, und ansonsten Topfit.

Danke für eine eventuelle Hilfe.

Axel.
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Re: Einnässen nach Alkoholkonsum / viel trinken.

Beitrag #2 von Wolfgang_S » 24 Dez 2004 23:51


...Also, ich habe einen erhöhten Harndrang wenn ich Alkohol, speziell Bier trinke...

das ist ganz normal, geht jedem andren auch so... alhohol ist nun mal harntreibend... bier ganz extrem

...Nach dem durchlesen der verschiedenen Inkontinenz-Arten, habe ich das Gefühl, es kommt der Dranginkontinenz am nächsten.

auch wenn ich kein arzt bin behaupte ich nun mal dass deine situation NICHTS mit irgend einer form von inkontinenz zu tun hat

da immer die ursachen der sympthome behandelt werden sollen kann ich nur ganz klar sagen. vermeide den alkohol, dann hast du auch die folgeerscheiningen nicht....
alles klar?
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Wolfgang_S
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Beitrag #3 von mehlbox2001 » 25 Dez 2004 04:57


Hallo Axel,

kann mich da in manchen Punkten Wolfgang anschließen, Bier ist harntreibend, und in Berlin sagt man schlicht "Wer einmal läuft, läuft immer" -- was nur sagen will, dass wer in der Kneipe zum ersten Mal zum Klo war (weil das "Durchlaufen" eingesetzt hat), alle halbe Stunde wieder hin muss. Für mich übrigens einer von mehreren Gründen, auf Weißweinschorle umgestiegen zu sein. Bier ist für mich tabu, macht extrem müde und treibt wie verrückt. Vielleicht magst du mal Alternativen zu Bier probieren? Sei es Wein, oder gar "der bürgerliche Rausch mit klarem Kopf -- Kaffee, Schokoloade, Tabak" (Zitat Wolfgang Fritz Haug) ...

Ein mittelgroßes "Aber" zu Wolfgang: In der Tat, in die "typischen" Kategorien Drang-, Stress- Etcetera-*** lässt sich diese Form der Inkontinenz nicht einordnen. Aber so etwas komplexes wie der menschliche Körper lässt sich auch nur zu Verständigungszwecken (heuristisch) in solche Kategorien einordnen. Ich selber habe eine gewisse Muskelinkomptetenz im Blasenbereich, die mal vor über zehn Jahren ein Urologe damit verglichen hat, dass manche Leute mit den Ohren wackeln können, andere nicht. Bestimmte Muskeln weiß ich nicht so zu kontrollieren, wie die meisten Leute, konnte schon als Bub nicht mitmachen beim "Wettweitpinkleln", und heute äußert sich das dank zunmehmenden Alters und grauer Haare eben in tagsüber leichter Inkontinenz und Bettnässen. Ansonsten bin ich zwar nicht wie Axel "topfit", weil Wohlstandsbäuchlein, aber mitten im Leben und beruflich aktiv.

Ich denk mal, je mehr wir hier kommunizieren, werden wir auf Leute treffen, die eher "unspezifische" Formen von Inkontinenz haben. Wer ein kategorisierbares Problem hat, dem kann schließlich mit Standardtherapien geholfen werden -- und wer hier weitergehend fragt, wird schon seinen Grund haben ... Nicht jeder ist "perfekt"!

Mein Tipp also, Axel, schau mal, ob's auch ohne Bier ein netter Abend werden kann, und wenn das nicht so einfach ist, sieh wenigstens zu, dass das Bett sauber bleibt ...

Andreas
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Beitrag #4 von Wolfgang_S » 25 Dez 2004 23:05


mehlbox2001 hat geschrieben:Ein mittelgroßes "Aber" zu Wolfgang: In der Tat, in die "typischen" Kategorien Drang-, Stress- Etcetera-*** lässt sich diese Form der Inkontinenz nicht einordnen. Aber so etwas komplexes wie der menschliche Körper lässt sich auch nur zu Verständigungszwecken (heuristisch) in solche Kategorien einordnen.


alex hat definiv ein problem... das steht fest

fest steht aber auch dass dies NUR in folge von alkoholgenuss eintritt (so umschreibt er es selbt)

[auch wenn mich einige jetzt am liebsten steinigen moechten]
kein alkohol ==> keine probleme ==> somit definitiv keine sympthomatik einer inkontinenz

"wer nix vertragt, soll bei milch bleiben", aber sich kein krankheitsbild als ausrede suchen
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Beitrag #5 von mehlbox2001 » 26 Dez 2004 01:44


Wolfgang_S hat geschrieben:

[auch wenn mich einige jetzt am liebsten steinigen moechten]
kein alkohol ==> keine probleme ==> somit definitiv keine sympthomatik einer inkontinenz

"wer nix vertragt, soll bei milch bleiben", aber sich kein krankheitsbild als ausrede suchen



Nee, so einfach ist das leider nicht. Bier gehört -- zumindest hier in Bayern -- fast zu den Grundnahrungsmitteln ;-) und es ist in unserer Gesellschaft allgemein akzeptiert, ab und zu etwas Bier zu trinken und in Gemeinschaft lustig zu sein. Auch wenn ich als arbeitssamer protestantischer Hanseat nie offensiv für ein "Recht auf Rausch" eintreten würde, so hat doch jeder ein Recht auf ein bisschen Entspannung, Freude und Geselligkeit, ohne wie im Allianz-Werbespot beim Fernsehfußball Kamillentee und in der Kneipe Milch zu trinken ...

Axel, vermutlich hättest du beim Konsum größerer Mengen anderer harntreibender Getränke ähnliche Probleme. Lass dich mal beim Urologen gezielt über Muskeltraining ("Beckenbodentraining") beraten, damit kannst du die Muskulatur stärken. Du könntest auch mal stärkere Biersorten mit probieren, von denen man automatisch weninger trinkt -- bei Guiness zum Beispiel hättest du bestimmt weniger Flüssigkeitsaufnahme ...

Dein Problem gehört zwar in den Bereich der "vermeidbaren Inkontinenz", aber du findest bestimmt Wege, mit dieser ärgerlichen Einschränkung im Alltag umzugehen ...

Andreas
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Re zu Axel

Beitrag #6 von Brumbear64 » 26 Dez 2004 10:10


Erstmal Moin Moin

Habe mit Intresse die Antworten von Wolfgang_S und mehlbox2001 gelesen.
Wobei Mir die Antwort von Wolfgang etwas oberflächlich scheint mein Hausarzt
hätte wohl genauso geantwortet. Das nicht konsomieren von Bier dürfte wohl
das Problem beseitigen ist aber nicht immer einsetzbar! Glaube Axel möchte in
geselliger Runde nicht unbedingt Milch trinken !! Aber wie mehlbox schon schrieb
wenn er andere Sorten Bier probiert oder mal Wein nimmt könnte das Problem
kleiner sein. Und ansonsten kann man nur empfehlen halt nach Bier konsum
eine Windel zutragen beim schlafen. ist jedenfalls weniger unangenehm als das
nasse Bett.!!
Beckenboden Training könnte aber wie mehlbox schreibt auch Helfen!!!

Gruß Brumbear
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Beitrag #7 von Helmut » 26 Dez 2004 12:20


Hallo Axel,

also von einer Inkontinenz kann man in deinem Fall sicher noch nicht sprechen.

Wie die anderen schon sagten, ist es ein normales Verhalten, wenn man entsprechende Getränke zu sich nimmt und dann häufiger zur Toilette muß. Gerade bei Bier ist diese Wirkung hinreichend bekannt und daher auch nicht "unnormal" für den Betroffenen. Hinzu kommt noch die Tatsache, daß der Alkohol eine entsprechende Wirkung auf das zentrale Nervensystem hat und die Wahrnehmung beeinflußt. Wenn du nun "Stockbesoffen" ins Bett gehst, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit so, daß dein Bett nass sein wird. Das ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich, nicht jeder reagiert so darauf. Durch die hohe Flüssigkeitszufuhr am Abend und der "Rausch" vom Bier kommt es zu einer Herabsetzung der Wahrnehmung für die Blasenfüllung und auch zur Veränderungen der Schlaftiefe in der Nacht, das bedeutet, daß du u.U. nicht durch den Harndrang Nachts geweckt wirst und daher irgendwann die Blase einfach "Überläuft".

Du kannst natürlich zum Urologen gehen und mithilfe einer Urodynamik testen lassen, ob die Blase und der Schließmuskel seine Arbeiten im normalen Rahmen erledigen. Sollte das der Fall sein, dann bleibt nur der Rat, auf harntreibende Getränke zu verzichten!

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #8 von eckhard11 » 26 Dez 2004 13:57


......... Ich selber habe eine gewisse Muskelinkomptetenz im Blasenbereich, die mal vor über zehn Jahren ein Urologe damit verglichen hat, dass manche Leute mit den Ohren wackeln können, andere nicht.........


Ich kann mit den Ohren wackeln. Schon immer.
Habe es heute morgen intensiv gemacht und habe mir dabei - vor Lachen - in die Vorlage gepinkelt.

Es hat also nix geholfen :lol: :lol: :lol: :lol:

Ich leg mich wieder hin .sleep:
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Beitrag #9 von Matti » 26 Dez 2004 17:57


Hallo,


Brumbear schreibt
Und ansonsten kann man nur empfehlen halt nach Bier konsum
eine Windel zutragen beim schlafen. ist jedenfalls weniger unangenehm als das
nasse Bett.!!


Ich kann leider deine Aussage nicht ganz Nachvollziehen. So wie ich das Verstanden habe ist es ja eine "Freiwillige Inkontinenz". Ich bin Schwerbehindert und Rollstuhlfahrer, wenn ich nur auf Bier verzichten müsste im Leben um meine "Behinderung" los zu werden, glaub mir ich würde keinen Schluck mehr Trinken. Ich denke viele Menschen müssen auf etwas Verzichten, sei es als Diabetiker oder weil man an Neuodermitis leidet. Da kann es doch nicht so schwer sein auf Bier zu Verzichten und sich dann nicht mehr Einzunässen. Also Windeln aus Bequemlichkeit sind für mich Tabu. Aber jeder wie er meint.

Gruss

Matti
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Beitrag #10 von Jens Schriever » 26 Dez 2004 21:34


Hallo

in meinen Augen ist eine Diskussion zu dem Beitrag vom Axel überflüssig. Jeder weiss, das Bier Harntreibend ist. Wenn noch vermehrt Alkoholkonsum zum Bier kommt, darf sich nicht wundern wenn er nachts einnäßt.
Matti hat schon recht eine Windel aus Bequemlichkeit ist nicht richtig.
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