bin völlig verzweifelt

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bin völlig verzweifelt

Beitrag #1 von elena » 28 Dez 2004 14:40


ich,bin 4o jahre alt und schon zeit meines lebens inkontinent.da ich bereits als 5 jährige die ersten blasenspieglungen hatte.habe ich ein trauma was urologen angeht.
und habe trotz vieler untersuchungen in meiner kindheit nie eine diagnose erhalten. ich bin tag und nacht inkontinent und helfe mir so gut es eben geht. vor kurzem habe ich mich aufgerafft und einen urologen aufgesucht. dieser konnte nichts feststellen ausser einer blasensenkung die von der geburt meines sohnes herrührt,und mein übergewicht soll schuld sein an der inkontinenz.dies hat die sache sicher nicht verbessert aber inkontinent war ich vorher schon.ich bin inzwischen völlig verzweifelt ,da mein neuer partner nicht damit zurrechtkommt und mein 10 jähriger sohn genau dieselben probleme hat.er war noch nie eine nacht trocken ,trotz klingelbett und nasenspray organisch ist auch bei ihm nichts festgestellt worden.wer kann uns weiterhelfen?????
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elena
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Beitrag #2 von Jens Schriever » 28 Dez 2004 16:54


Hallo Elena

Wie du das beschreibst leidest Du wahrscheinlich an einer psychischen Inkontinenz. Bei manchen Menschen ist die Blase der Spiegel der Seele, das bedeutet bei Stress, bedrückenden Ereignissen oder familiären Problemen auf die Blase auswirken. Andere Menschen reagieren auf solche Situationen mit Magenschmerzen oder Allergien. Sowas nennt man psychosymatisch, d.h. das seelische Vorgänge die Ursachen für körperliche Ursachen sind. Ärzliche Hilfe:Je nach Ursache der Symptome gibnt es verscheidene Möglichkeiten der Therapie. Auf Seiten des Arztes ist hier besonders viel Verständnis und Geduld erforderlich. Falls die Störungen durch ein angewöhntes Fehlverhalten hervorgerufen sind, muß der Patient bereit sein, seine Lebensweise zu ändern, vor allem sein Trink- und Blasenentleerungsverhalten. Durch Miktionstraining kann er lerenen, seine Blasenentleerungsstörung selbst wieder zu regulieren. Um zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit zurückzufinden, hilft häufig ein Kurs in Autogenen Training. Dabei lernt man gleichzeitig, Verkrampfungen des Körpers (also auch der Blase) aufzuspüren und sich bewußt zu entspannen. In schwierigen psychischen Situationen wird der Arzt unter Umständen einen Gesprächstherapie empfehlen. Die Behandlung kann gegebenefalls mit Medikamenten unterstützt werden, um die konkreten Beschwerden zu mildern.
Ich hoffe, ich konnte dir damit ein wenig helfen.


Gruß Jens


P.S. Ein Miktionsprotokoll findest Du hier im Button "Download" .
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Beitrag #3 von Jens Schriever » 28 Dez 2004 17:15


Hallo Elena

Ich habe noch was Vergessen.
Eine Gesprächstherapie beim Psychologen wäre empfehlenswert. Das heißt jetzt nicht das Du nicht ganz richtig bist. Einse psychische Inkontinenz ist öfters verbreitet als man glaubt. Außerdem rate ich Dir zu Yoga was man in vielen Volkshochschulen erlernen kann. Spreche doch mal mit dem Arzt drüber.

Gruß Jens
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Beitrag #4 von elena » 29 Dez 2004 00:45


Lieber jens
danke für deine antwort, das ist ein thema über das ich auch schon länger nachdenke.werde auf jeden fall was in diese richtung unternehmen.
liebe grüsse elena
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elena
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Die liebe Psyche...

Beitrag #5 von Regenmacher » 28 Feb 2005 21:22


Hallo Elena,

ich muss damit leben, daß mir Ärzte immer wieder psychosomatische Dinge unterstellen. Das hat zwar auf meine Inkontinenz, die bei mir organisch ist, wenig Auswirkung, aber ich will dich beruhigen.

Im ersten Moment habe ich immer gedacht, darin steckt ein Vorwurf - ich sei selbst schuld. Dabei macht das Bewusstsein ja nur einen kleinen Teil der Psyche aus. Vieles passiert also im Verborgenen, also unbewusst.

Ich selbst leide, wie man endlich festgestellt hat, an einer seltenen Schlafkrankheit. Damit hat sich der psychosomatische Zug für vieles erledigt. Denn trotz Psychotherapie etc. gab es bei mir keine Besserung. Erst jetzt wird vieles endlich gut. Das hat mir auch gezeigt, daß 200 Ärzte der Meinung sein können, es hätte eine psychische Ursache - man aber bei Fehlerfolgen nicht aufgeben darf. Nur so konnte die Krankheit entdeckt werden und die Leidensgeschichte fand ein Ende.

Trotzdem bin ich der Meinung, die Therapien haben mir in Bezug auf mein restliches Leben durchaus geholfen. Insofern lehne ich diese Therapien nie ab - auch wenn ich den vorschnellen Einsatz bei mir in Bezug auf die Leidensdauer ziemlich kritisch sehe. Sei also unbesorgt, vernachlässige aber die Suche nach körperlichen Ursachen nicht. Die Psyche spielt zwar eine wichtige Rolle, aber wenn auch dein Sohn betroffen ist, kann durchaus auch eine seltene Störung dahinter stecken. Dein Sohn wird doch noch nicht so viel verdrängt haben...

In diesem Sinne

Marco
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