Misslungener Versuch ohne Windeln

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Misslungener Versuch ohne Windeln

Beitrag #1 von hajoe » 14 Jan 2005 17:06


:aerger:
Soeben schliesse ich einen misslungenen Versuch, ohne Windeln auszukommen hab. Seit drei Tagen lebte ich ohne Windeln, ich wollte sehen, wie es geht - und es ist nicht gegangen. Vom dauernden zur Toilette rennen, nachts 5 bis 6 mals und trotzdem einige nasse Unfälle bn ich richtig zermürbt und habe mir vor 2 Stunden wieder einen Tena pant super und eine Gummihose angezogen. Die seelische Erleichterung, ohne Angst zu leben ist sofort wieder da.
:lach:
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Auch mit Inkontinenzkann man leben!
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Beitrag #2 von Ramona » 14 Jan 2005 22:20


Das kann ich nachvollziehen. Ich bin ja nicht direkt inko, sonder durch die eingeschränkte Mobilität mener Körperbehinderung (Rolli). Ich habe mich aber so an die Sicherheit gewöhnt, daß ich mich innerlich unwohl fühle, wenn cih sie nicht habe. Zwar passiert dann kein Unfall, aber ich habe immer wieder Angst vor einen Harnverhalt. Daher trage ich meine Hilfsmittel rund um die Uhr.

Gruß Ramona
GESTERN ist vorbei,
MORGEN ist noch nicht da
und HEUTE hilft der Herr.

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Beitrag #3 von klaro (+16.05.2008) » 15 Jan 2005 12:58


hallo hajoe

ich mache den Versuch auch von Zeit zu zeit. Im Moment seltener, weils mir nicht so gut geht.
Aber es ist genau wie bei dir. Ich kann nicht einshclafen und renne alle paar Minuten raus. WErd fast wahninnig dabei. Und an schlafen mal gar nicth zu denken.

Und Tags, alle 15 bis 20 Minuten daran denken, ist ja oberanstrengend. So bringts echt ncihts, zwar keine Widneln zu tragen,a ber dann anders kapuutt zu gehn.
Und vor Unfällen, habe ich so angst. Käme dann weider so, dass ich nicht merh trinken würde.

@Ramona: mir gings auch so im Rolli umsomehr. Als das laufen nicht ging und unterwegs oder so. Wusste man nie wo und wann die nächste Toilette kam. Da muste man die Sicherheit sowieso einbauen. Denn Rolli WC`s sind oft unberechenbar. Kommt mal vor, ne Anlage wo man kennt und dann auser Betrieb!! Und so Sachen, alles erlebt.
Oder auf Zug, WC defekt!!uns....

Und das wegen Harnverhaalt, fidne ich auch echt noch shclimmer. Denn bei mir kam das shcon öfters vor. Und da muss man notfallmässig handeln und ist sehr schmerzhaft. Habe seither nen DK daheim, falls es mal wieder passieren würd. ERspart dann den Arztbesuch!

Ech ja, nicht einfach. Grüsse euch klaro :(
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klaro (+16.05.2008)
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Beitrag #4 von frosch » 15 Jan 2005 13:47


Hallo Hajoe, Klaro und Ramona!

Ich möchte mich in den Kreis derer einreihen, die es immer mal wieder ohne Windel versuchen. Es ist ein riesiger innerer Kampf die Gefühle von Angst, Sicherheit, Scham und eigener Anforderung unter einen Hut zu bekommen.
Im Moment bin ich wieder sehr auf die Windeln angewiesen. Ich versuche weitgehend zu akzeptieren, aber von Selbstzweifeln werde ich trotzdem dauerhaft attackiert.

Lieber Gruß, René
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Beitrag #5 von mehlbox2001 » 16 Jan 2005 02:22


Hallo zusammen,

ich persönlich hab den ewigen Kampf aufgegeben. Die ständige Selbst-Neurotisierung (sieht man was, riecht man was?) und immer wieder umziehen waren am Ende sehr heftig. Mal in Windeln, mal ohne, mal "unauffällige dicke Unterwäsche à la "Healthdri" probiert, und immer wieder unsicher. Das Ärztekarussel hatte ich schon 1994 aufgegeben. Es war im Frühjahr 2001, als ich am Morgen vor einer Urlaubsreise mal wieder nass aufgewacht bin, und wo ich einfach beschlossen habe "Jetzt reichts!".

Seitdem hat sich körperlich wenig verändert, aber alleine dadurch, das nichts mehr passieren kann, fühl ich mich im Leben sicherer. Allein das schon hat sogar die manchmal aus psychischen Gründen verstärkte Inkontinenz am Tag eingedämmt. Heute finde ich, es gibt viele wichtigere Sachen, als sich um meine muskelschwache Blase zu kümmern. Wenn nichts mehr zu machen ist, hat man wenigstens ein Recht auf einen "normalen" Alltag. Und auf schöne Wochenenden ;-)

Andreas
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sicherer mit Windeln

Beitrag #6 von dieter » 16 Jan 2005 10:36


Ich bin auch der Meinung dass man sich viel Lebensqualität nimmt wenn man die Windel als "Feind" und Makel betrachtet und lieber in ständiger Angst vor Einnässen lebt, tagsüber unkonzentriert ist und nachts kaum noch schlafen kann. Mir ging es zu Beginn meiner Inkontinenz ebenso, aber nachdem ich den Zustand endlich akzeptieren konnte, macht mir das tragen des Windelslips und der Suprima-Knöpfhose überhaupt nichts mehr aus. Unterm Strich verhilft mir das zu ruhigerem Schlaf und mehr Aktivität tagsüber. Also lieber wie bei mir nun 24/7 in Windeln und Schutzhose als nochmal diese ganzen Ängste mitzumachen. Stehe jetzt zu meiner Inkontinenz und kann das auch gegenüber anderen klar vertreten wenn ich darauf angesprochen werde.
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Beitrag #7 von der Blinki » 16 Jan 2005 12:37


Hallo @ all.

Ich denke es liegt in der Sache der Natur , wenn man inkontinent ist , es immer wieder auszuprobieren , es mal ohne " Verpackung " zu schaffen.
Es ist ja nun nicht so das ich mich damit nicht abfinde, aber ich brauche einfach das Gefühl gegen diese Krankheit anzukämpfen.
Es hat nichts mit Maschochismus zu tun, aber wenn ich das Gefühl habe, es könnte mal "OHNE " klappen , werde ich es immer wieder ausprobieren.
Leider ist der seelische Stress , dann hinterher, wenn es nicht geklappt hat , zwar umso größer aber ich pers. kann zu mir sagen das ich es probiert habe, und diesews Gefühl stärkt mich immer mehr , mich damit abzufinden.
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Beitrag #8 von tanja74 » 17 Jan 2005 12:41


ich seh’s genauso: nicht die windel ist das problem, sondern die inko. die windel hilft mir doch dabei und ist eindeutig das kleinere übel, verglichen mit einer nassen hose oder der ständigen unruhe. klar wär’s besser, ganz „normal“ zu funktionieren. aber:

um die windel loszuwerden kann man sie ja nicht einfach weglassen, sondern man muß versuchen, kontinent zu werden – also beckenbodentraining, evtl. medikamente usw. bisher hat mir das zwar nicht geholfen aber ich arbeite dran!

die verpackung wegzulassen, macht also nur sinn, um der gequälten haut was gutes zu tun. das mach ich auch: wenn ich zuhause bin, wenig getrunken habe und denke, demnächst nicht zu müssen, dann trage ich nur eine kleine tena lady – und wenn’s nur ein paar stunden sind: die haut kann sich trotzdem regenerieren.

der ganze aufwand ist ja nicht gering... ich hab inzwischen den halben kleiderschrank voll mit den verschiedenen packungen tena slips...

gruß
tanja
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Beitrag #9 von eckhard11 » 17 Jan 2005 17:19


Hallo alle,

Gott sei Dank kann ich den sich aufbauenden Druck in meiner Neoblase fühlen.
( Dies ist ganz, ganz sicher der Erfolg des Beckenbodentrainings )
Ich bin sogar in der Lage, den Urin durch das Zusammenziehen meines Beckenbodens so lange festzuhalten, bis ich merke, daß er durch die Harnleiter bis zu den Nieren hochsteigt. Dies ist zwar völlig falsch, aber es freut einen.....

Daher bin ich zuhause ( abends und am Wochenende ) meist ohne Vorlage und ohne Schlüpfer o.ä. Nur mit einer Freizeithose bekleidet. Äußerst angenehm, besonders im Sommer.

Aber es gibt natürlich auch Nachteile :
Da der Beckenbodenmuskel ein willkürlicher Muskel ist, den ich nur im wachen Zustand kontrollieren kann, ist die Inko beim Schlafen vorprogrammiert.
Ich kann mich nach einem guten Essen nicht einfach auf die Couch legen und ein Häppken schlafen.
Obwohl ich dies immer sehr gern getan habe und auch heute noch mache. Ich esse nämlich auch gern. ( Bin Hobbykoch )
Und obwohl ich ja weiß, daß es zu einem Überlauf kommt, hoffe ich doch immer, daß mir zumindest 2-3 Stunden bleiben. Habe ich aber nicht. Nach spätestens einer Stunde fange ich an, auszulaufen. In der Seitenlage noch eher. Auch wenn ich mich direkt vorher richtig entleert habe. Sobald ich einschlafe, ist es so, als hätte ich gar keine neue Blase dazwischengeschaltet.
Weil eben dieser verdammte Muskel sofort erschlafft.

Daher ist es für mich viel schlimmer, an diese Unterlage für die Couch zu denken, als an eine Vorlage. Mit der Inko habe ich mich abgefunden, da ich es eh´ nicht ändern kann.

Aber das “einfachsichmalsoaufdiecouchwerfen” ( vor allem Samstags - und Sonntagsnachmittags ) ist so verführerisch, daß ich doch recht aufpassen muß, es nicht zu tun.
Und wenn man so den ganzen Tag ohne Vorlage rumgelaufen ist, so schön befreit und ohne Verpackung, dann vergisst man doch schon viel eher....
Da muß ich schon richtig aufpassen.
Aber ansonsten habe ich eigentlich keine Probleme, außer, daß ich - bisher - noch nicht die richtige Vorlage gefunden habe.
Tja, Tanja, auch mein Schrank ist recht voll von überflüssigen, weil falschen Vorlagen.

Ich leg mich wieder hin .sleep:
Eckhard
Zuletzt geändert von eckhard11 am 31 Dez 2005 18:39, insgesamt 1-mal geändert.
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ich probier es auch ab und zu

Beitrag #10 von Boernie » 21 Jan 2005 10:31


ich probier es auch ab und zu ohne hilfsmittel - mal geht es gut mal weniger
aber schon kleine malheure, das nachtröpfeln gibt ja schon flecken in der hose :(
das fällt wahrscheinlich niemanden auf aber mir sind sie um so bewusster
neulich war ich mit einem freund im kino :D , was ganz gut ohne windel ging aber auf dem heimweg - na, ja ich bin stuhlinkontinent :shock:
es war nacht und ich zu fuss unterwegs insofern nur wieder grosse wäsche :cry:
nachdem soetwas passiert ist lasse ich die experimente erstmal :roll:
ciao
Bernd
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