Misslungener Versuch ohne Windeln

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Beitrag #11 von bernhard » 21 Jan 2005 11:45


Ein wirklich interessantes thema :fleissig:

Bei mir ist es so, daß ich auch hin und wieder versuche zuhause ohne windeln auszukommen (speziell wenn die haut stark gereizt ist, kann das wunder wirken). Wenn ich zum beispiel vor dem fernseher sitze nehme ich einfach nur eine wickelunterlage.
Ich muß sagen, daß das gefühl super ist einmal ohne diese dinger auszukommen. Eigentlich würde ich das sooft wie möglich machen, doch hat das ganze auch für mich auch einen extremen nachteil.
Wie wir ja wissen ist die windelfreie zeit nur tempurär und genau da liegt mein problem. Ich hasse es dannach wieder meine windel anlegen zu müssen. Das gibt mir jedesmal einen richtigen dämpfer :aerger:
In dieser situation wird mir einfach wieder bewußt, daß ich auf windeln angewiesen bin. Und dieses wissen macht mir dann wieder sehr zu schaffen. Deswegen überlege ich es mir vorher zweimal überhaupt meine windel auszuziehen. Klingt komisch ist aber so. Ich weiß nicht ob ihr das nachvollziehen könnt.

schönen tag noch bernhard
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Beitrag #12 von hajoe » 21 Jan 2005 16:14


Zu meinem grossen Erstaunen sind recht viele Antworten auf meinen Beitrag eingegangen und es tut gut, von Leidensgenossen zu vernehmen, dass meine unbefriedigenden Versuche wenigstens zeitweise ohne Windel auszukommen auf Verständnis stossen. Auch ich war und bin immer wieder deprimiert, wenn ich wieder versage.

Um diese Wechselbäder von "hoch" zu "tief" nicht mehr immer erleben zu müssen habe ich soeben einen Windelvorrat für mehrere Monate gekauft und beschlossen von nun an dauernd gewindelt zu sein und, um gegen jeden Unfall geschützt zu sein, auch noch Gummihosen zu tragen. Seit einigen Tagen ist die Moral wieder besser. da ich Wittwer bin und allein lebe stört sich niemand an meinen Hilfsmitteln und wenn ich ausser Haus bin nehme ich halt in Kauf, hinten herum etwas rundlicher zu sein. Ersatzwindeln sind immer dabei.

:lach:
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Beitrag #13 von Tom » 21 Jan 2005 20:28


Hallo Hajoe,
Leider muss ich mich den Anderen, die hier geantwortet haben, anschliessen. Als ich inko wurde versuchte ich auch immer wieder ohne Windeln auszukommen. Leider hat die Windel immer wieder gewonnen.
Schlussendlich habe ich den Kampf aufgegeben und habe es akzepiert dass ich mich halt fuer den Rest meines Lebens mit Windeln und Plastikhosen abfinden muss.
Meine liebe Frau hat mich immer sehr gut unterstuetzt und sagt mir auch immer wieder dass ich immer noch Derjenige sei den sie geheiratet habe, nur dass meine Unterwaesche geaendert hat.
Gruss, Tom
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Beitrag #14 von Helmut » 22 Jan 2005 17:19


Hallo,

also ich versuche auch immer mal wieder, einige Zeit ohne Windeln aus zu kommen. Ich weis zwar, daß ich nie ganz darauf verzichten kann, aber mir bringt schon eine halbe oder eine Stunde ohne Windeln eine ganze Menge. Es ist einfach auch Gut für die Haut, wenn etwas mehr Luft rankommt und sie abtrocknen kann. Natürlich geht das nicht, wenn ich unterwegs bin oder auch Nachts, ich muß auch immer eine Krankenunterlage auf den Stuhl legen.

Was ich aber festgestellt habe, das ist ein irgendwie komisches Gefühl, wenn ich einige Zeit ohne Windel auf dem Stuhl oder Sofa sitze. Dann überkommt mich so ein Unsicherheitsgefühl, das mich doch etwas Nervös macht und ich wieder eine Windel anziehe. Ich weis nicht ob das Normal ist, aber warscheinlich liegt das daran, weil ich weis, daß ich ohne entsprechende Hilfsmittel nie für längere Zeit auskommen werde.

Gruß Helmut
Zuletzt geändert von Helmut am 24 Jan 2005 11:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag #15 von frosch » 23 Jan 2005 19:14


Hallo Ihr Alle!

Diese Diskussion ist wirklich äußerst interessant und ich denke, es tut allen gut mal darüber zu sprechen.
Letzte Nacht habe ich mal wieder eine Vollüberschwemmung zustande gebracht. Keine Windelhose um gehabt. Ich ärgere mich wahnsinnig darüber, denn der Sonntag wurde nun zum Großwaschtag.
Vielleicht gelingt es mir ja irgendwann, dass die Windel keinen Einfluß mehr auf das psychische Befinden nimmt. Trage ich Sie, sinkt mein Selbstwertgefühl, trage ich Sie nicht, steigt mein Angstgefühl.
Es ist ein ständiges Hin und Her zwischen zwei Polen, die so unauslöschbar scheinen.
Ich bin allmählich immer wütender auf diesen Zwiespalt, denn welchen Weg ich auch wähle, es geht mir dabei nicht dauerhaft gut.

Euer René
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Beitrag #16 von Matti » 23 Jan 2005 22:12


Hallo,

ich kann die Reaktionen auf den Beitrag von hajoe nicht nachvollziehen. Wenn man sich die 3 Beiträge von haijoe mal etwas genauer ansieht, stellt man schnell fest, das er sich zum einen selbst wiederspricht und zum anderen doch der "genuss" des Windeltragens stark im Vordergrund steht. Zumindest gibt er doch selbst zu das er teilweise Windeln aus Bequemlichkeit trägt und das ist für mich ein rotes Tuch.
Ich bin mir schon bewusst das mein beitrag wahrscheinlich wieder einen Sturm der Entrüstung auslöst, damit kann ich aber leben, mich kotzen solche Beiträge an weil sie doch sehr stark an Beiträge in Windelfetisch Foren erinnern.

Lest mal die Aussagen:
...Nun, vor wenigen Wochen habe ich klein beigegeben und habe mir Windeln besorgt,...

...Seither bin ich aufgelebt und bedaure nur, nicht schon viel früher diese Lösung gewählt zu haben. Wenn mich mein Drang quält, kann ich ruhig laufen lassen. Ich habe ausserdem bemerkt, dass die Windeln weniger Tendenz haben auszulaufen wenn man den Urin nur in kleinen Mengen und dafür öfters laufen lässt....

...(mein Alter, über 70)....

...Auch mit Inkontinenz kann man leben!...

...habe ich soeben einen Windelvorrat für mehrere Monate gekauft und beschlossen von nun an dauernd gewindelt zu sein und, um gegen jeden Unfall geschützt zu sein, auch noch Gummihosen zu tragen...


Vor wem oder was musste haijoe nachgeben?
Wenn man den Urin in kleinen Schüben laufen lassen kann , dann hat man doch eine Kontinenz?, oder?
Wie alt ist haijoe den nun? Im Profil steht etwas anderes.

In Abwandlung eines bekannten Werbespruchs dieser Tage: Lasst euch ruhig verarschen....


Matti

(wenn ich denn Sinn des Forums und seiner Bestimmung nicht verstanden habe dann könnt ihr mich ja mal aufklären)
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Beitrag #17 von Helmut » 24 Jan 2005 12:01


Hallo Matti,

ich habe mir jetzt nochmal den ersten Beitrag von Hajoe etwas genauer angeschaut und da sind mir auch einige doch etwas zweifelhafte Tatsachen aufgefallen. Ich muß auch gestehen, daß ich den ersten Beitrag von ihn zuvor nicht gelesen hatte.

Mich wundert es schon etwas, daß ihm seine Ärztin nicht Anticholinergika aufgeschrieben hat, da es sich laut seiner Beschreibung ja um typische Anzeichen für eine Reizblase bzw. Dranginkontinenz handelte. In seinem Fall hätte warscheinlich sogar eine geringe Dosis genügt, daß das Dranggefühl weg ist und eine Toilette rechtzeitig erreicht werden kann.

hajoe hat geschrieben:[...]
Seither bin ich aufgelebt und bedaure nur, nicht schon viel früher diese Lösung gewählt zu haben. Wenn mich mein Drang quält, kann ich ruhig laufen lassen. Ich habe ausserdem bemerkt, dass die Windeln weniger Tendenz haben auszulaufen wenn man den Urin nur in kleinen Mengen un dafür öfters laufen lässt.
[...]

Also normal sollte man doch bestrebt sein, wenn noch die Kontrolle über die Blase besteht, eine Toilette aufzusuchen, um die Blase zu entleeren. Hier nur Windeln aus Bequemlichkeit zu tragen ist in meinen Augen nicht der richtige Weg. Mich würde mal die genaue Diagnose interessieren, die die Ärztin bei Hajoe gemacht hat.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #18 von hajoe » 25 Jan 2005 09:48


Zu den Einwendungen von Matti und Helmut will ich doch Stellung nehmen denn meine Ehrlichkeit wurde in Frage gesellt.

1. Zum Profil. Vermutlich handelt es sich um einen Schreibfehler bei meiner Altersangabe, richtig ist Jahrgang 1926, also "über 70" stimmt, Profil wurde soeben berichtigt.

2. Meine motorische Dranginkontinenz ist seit 3 Jahren immer ausgeprägter geworden, nachdem ein erster Schwall Harn abgegangen ist kann ich aber nachher immer noch dosieren, d.h. der grössere Teil des Blaseninhaltes geht dann eher gebremst in die Windeln.
Angefangen hat diese Inkontinenz während ich bei mir zu Hause meine an Krebs erkrankte Frau bis zu Ihrem Tod (im eigenen Bett) ohne fremde Hilfe pflegte. Schon damals versuchte unsere Hausärztin mehrere Medikamente deren Namen mir entfallen sind um dann schlussendlich zu Windeln zu raten, es gibt nämlich glücklicherweise noch Mediziner die nicht nur den Medikamentenkasten anwenden.
Mit Ausnahme der Inkontinenz bin ich organisch und physisch voll gesund, mit Windeln, und das Wort "mit" untertstreiche ich, nehme ich am kulturellen Leben teil, unternehme Skilanglauf von bis zu 30 km, Autofahrten über mehrer Stunden usw. und nur wer selber weiss, wie es einem zu Mute ist, wenn während eines Konzerts, einer Autofahrt, mitten auf der Langlaufpiste mit weit und breit keinem Gebüsch der unwiderstehlich Drang nach einem WC eintritt kann verstehen, dass eben Windeln das kleinere Uebel sind. Das hat mit Bequemlichkeit oder Fetishmus nichts zu tun.

3. Zu Matti: nachgeben musste ich meinem Kopf, der wirklich Zeit brauchte um zuzugeben dass Windeln auch ein Weg sind.

4. Gerade weill ich zeitweise noch früh genug merke dass meine Blase eine Erleichterung will trage ich TenaPants die leicht runtergezogen werden können - aber eben, eine Toilette muss dann in kürzester Zeit erreichbar sein und gerade das ist nicht immer der Fall.

Ich hoffe, Missvertändnise und unterschwelige fast beleidigende Ansichten ausgeräumt zu haben.

hajoe[/center]
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Beitrag #19 von eckhard11 » 25 Jan 2005 10:17


Hallo hajoe,

wie Du festgestellt hast, habe ich diese Beiträge interessiert gelesen ( und auch am 17.01 einen Beitrag geleistet )

Matti ist manchmal etwas unwirsch. Ich bin sicher, er wird sich, nachdem er Deinen heutigen Beitrag gelesen hat, in irgendeiner Form bei Dir entschuldigen......

Ich wünsche Dir, daß Du noch viele Skiwanderungen unternehmen kannst, wenn auch mit Vorlagen und tunlichst ohne Pinkelattacken :lol: :lol:

Unter uns : Wenn Du mit 78 noch so gut drauf bist, dann kann Dich doch so ein Lappen in der Hose nicht umwerfen, oder ?


Ich leg mich wieder hin .sleep:
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Beitrag #20 von Helmut » 25 Jan 2005 20:26


Hallo Hajoe,

bitte sei uns nicht böse, daß wir von Haus aus immer etwas skeptisch sind, wenn die angaben nicht schlüssig sind. Wir hatte früher einige schlechte Erfahrungen mit den sogenannten "Hobbyinko's" gehabt und deswegen sind wir etwas kritisch.

Ich denke aber trotzdem, daß bei dir mit Medikamenten eine deutliche Besserung der Inkontinenz zu erreichen währe. Ein Mitglied unseres Vereins war jahrelang besonders Nachts inkontinent. Sie hat jetzt Tabletten bekommen und ist seit dem auch Nachts trocken so daß sie keine Windeln mehr braucht. Das ist meiner Meinung nach ein Erfolg auf ganzer Linie und sollte doch auch dein Fernziel sein. Klar kann man mit Windeln gut leben aber ohne ist es doch noch eine Ecke besser, denke ich.

Gruß Helmut
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