Ein paar wichtige Fragen

Du hast allgemeine Fragen zum Thema Blasen-, Darmschwäche oder Inkontinenz? Oder Du weißt nicht wo Deine Frage hingehört? Dann bist Du im allgemeinen Inkontinenzforum richtig!

Moderatoren: Helmut, Benjamin, MSN, Marco N., Georges

Beitrag #11 von Knallfrosch » 22 Aug 2005 09:39


Eine seiner größten Sorgen ist die Untersuchung beim Arzt. Er hat Angst, was der da macht und vor allem, dass er ihm sagt, dass es irreparabel ist, oder nur durch eine OP weggehen kann.

Kann man sich irgendwo informieren, wie so eine Untersuchung aussieht? Vielleicht fällt es ihm dann leichter hinzugehen. Ich kann verstehen, dass er Angst davor hat, die hätte ich auch....bei mir vor allem wegen der Scham....

Ich gehe mittlerweile ziemlich sicher davon aus, dass es was mit dem Rücken zu tun hat.
Meine Theorie ist, dass vielleicht wirklich der Nerv der die Impulse von der Blase zum Gehirn leitet (so einen gibt es doch, oder?) nicht in Ordnung ist.
Er hat jetzt ja auch zugegeben, dass er direkt nach seinem Unfall noch viel größere Probleme hatte, er hatte eine Zeit lang fast gar keine Kontrolle über seine Blase und musste regelrecht wieder lernen, das einigermaßen zu kontrollieren. Und auch damals war er nicht beim Arzt. Dabei wäre das mit Sicherheit hilfreich gewesen.
Dann war es zwischenzeitlich komplett weg und seit 3 Jahren ungefähr, hat er diese "leichten" Probleme.
Und das deutet doch schwer darauf hin...
Und vielleicht kann er es mit etwas mehr Training ja verbessern.

Er schläft noch, aber ich werde ihn nachher mal hierhin lotsen. Ihm hat dieser kurze Chat gestern schon wahnsinnig gut getan, obwohl er mit einer Frau gechattet hat. Und wenn er hier auf Männer trifft, würde das sicher noch viel mehr helfen.
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Beitrag #12 von eckhard11 » 22 Aug 2005 11:30


Hallo Fröschchen,

dies ist alles verständlich, aber es nutzt Deinem Freund doch nichts, wenn er eine solche Behinderung noch weiter verschleppt !!

Ich befürchte auch fast, dass es jetzt - nach so vielen Jahren, die er ungenutzt hat verstreichen lassen - kaum noch zu reparieren geht.
Aber irgendwann in naher Zukunft wird die Sache so schlimm, dass er sowieso einen Arzt aufsuchen und sich dessen Diagnose beugen muss !!

Dann doch besser jetzt, sofort!!

Mittlerweile weiss man, dass sich Nerven regenerieren, aber dann muss man ihnen auch die Möglichkeit dazu geben. Ein eingeklemmter Nerv kann sich nicht erholen.....

Hinsichtlich von Informationen über eine solche Untersuchung kann Dir sicherlich unser Foren-Admin Helmut oder jemand anderes kompetente Auskünfte geben.
( Ich selbst kenne mich da nicht so gut aus, aber ich lerne ja noch...... )

Deshalb lege ich mich jetzt - lernbegierig - wieder hin .sleep:
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Beitrag #13 von Jens Schriever » 22 Aug 2005 12:36


Hallo Knallfrosch

Die Untersuchung ist in der Regel nicht schlimm. Als 1. wird eine Anamnese gemacht. Das heißt es wird nach früheren Krankheiten gefragt, nach Unfälle, OP, u.s.w. .
Danach erfolgt eine einfache Körperliche Untersuchung mit abtasten der Prostata.
Eine Blutuntersuchung wird gemacht und eine Urin Probe genommen um auf Bakterien zu untersuchen. Auch ein Ultraschall wird gemacht. Eine Harnflussmessung ist auch nicht schlimm, da wird in ein Messgerät uriniert und es mist die Menge in welcher zeit.
Das ist die normale Untersuchung. Nur bei begründeter Fragestellung werden weitere Untersuchungen nötig. Da sind zum einen die Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel, die Urodynamische Messung, die Blasenspiegelung und EMG. Auch diese Untersuchungen sind nicht schlimm. So wie es sich bei deinen Partner anhört handelt es sich bei ihm um eine Reitzblase b.z.w. um eine Dranginkontinenz. Ein Dranginkontinenz wir in der Regel mit Medikamente behandelt. Eine OP spielt bei der Dranginkontinenz nur eine untergeordnete Rolle. Wenn die Erkrankung durch Fremdkörper in der Blase wie Blasensteine ausgelöst wird. Was ich noch vergessen habe zu erwähnen ist, dass dein Partner wahrscheinlich auch ein Miktionsprotokoll führen wird. In einen speziellen Kalender wird für jeden Tag eingetragen, was zu welchen Zeiten getrunken wird, und auf der anderen Seite, wie oft Harndrang verspürt wird, wie häufig wie viel Flüssigkeit ausgeschieden wird und wie viel Harn unfreiwillig verloren geht.
Ich hoffe ich konnte dir hiermit ein wenig helfen und wünsche dir dass dein Partner jetzt doch zum Urologen geht.



Gruß Jens
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Beitrag #14 von Jens Schriever » 22 Aug 2005 12:52


Hallo Knallfrosch

Es währe schön wenn sich dein Partner hier im Forum mahl selber Posten würde, denn so kann er gezielt Fragen stellen die ihm auf der Seele liegen. Hier im Forum gibt es viele Männer denen es ähnlich oder schlimmer ergeht und er wird merken dass er nicht der einzige ist mit so einen Problem. Ein bisschen Luft machen hier im Forum oder im Chat kann einen richtig gut tun.


Bis dem nächst Jens
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Beitrag #15 von Knallfrosch » 22 Aug 2005 13:02


Also, er will nachher mal vorbei schauen. Er weiß nicht so recht, was er schreiben soll, aber er sagte, dass er schon viele Fragen hätte.

Soll er sich einen eigenen Namen zulegen? Oder darf ich ihm meinen überlassen?
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Beitrag #16 von Jens Schriever » 22 Aug 2005 13:21


Hallo Knallfrosh

Das ist egal wenn er möchte kann er auch einen eigenen Namen nehmen. Er kann aber auch Deinen Namen benutzen. Aber er möge in seinem Posting dann schreiben, das er es ist.


Gruss Jens
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Beitrag #17 von Knallfrosch » 22 Aug 2005 15:06


Hallo, also ich bin jetzt hier (Freund von Knallfrosch)

Ich habe gelesen, was ihr habt geschrieben und ich danke dafür. Mir hat schon geholfen. Obwohl ich nicht so gut finde, dass mein Freundin hier geschrieben hat. Aber ich verzeihe.

Vielleicht war ich falsch, dass ich vor mein Freundin nie habe zugegeben, das ich ein Problem habe.
Da sind viele Fragen, die ich habe. Aber erst nur wenige.

Was soll passieren, wenn dieses Sache niemals geht weg? Ich dachte, dass ich kann schaffen alleine, aber es wird nicht gehen, ich denke. Und mein Freundin will nun, dass ich bei Arzt Termin mache.
Ich habe Angst, wirkliche Angst, da ich nicht weiss, was wird passieren. Vor allem, dass er sagt, ich muss wieder ein Operation haben.
Und ganz wichtig: Wie kann ich verhindern, dass Unfalle passieren? Vielleicht jemand hat Erfahrung. Es muss doch ein Losung geben.
ich habe gelesen, dass sie geschrieben hat, dass ich ab und zu Unfalle hatte, aber das ist nicht der Wahrheit. Ich habe ihr schon erzahlt, dass schon sehr oft passiert. Aber sie merkt meistens nicht. Ich weiß nicht, was ich soll tun, wenn ich kein Hilfe kriegen kann.

Entschuldigt bitte mein Deutsch, ich kann besser in Englisch schreiben. Ich hoffe, ihr habt alles verstanden.

Sean
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Beitrag #18 von Matti » 22 Aug 2005 17:58


Hallo Sean,

schön das du den Mut hattest selbst in diesem Forum etwas zu Schreiben.
Die Angst vor den Urologischen Untersuchungen sollten bei dir wirklich in den Hintergrund tretten, sie sind zwar teilweise Unangenehm, werden aber selbst bei Kindern durchgeführt.

Ich habe lange Zeit gebaucht um Verständiss für diese Art der Angst zu haben, durch die Vielzahl der Menschen die diese Ängste hier Schildern habe ich allerdings ein wenig Verständnis dafür bekommen.
Dies ist aber trotz allem keine Lösung. Wenn du Morgen einen Vereiterten Backenzahn hast, gehst du auch zum Arzt und dies ist mit Sicherheit Unangenehmer.

Du fragst und suchst nach Hilfe, diese kannst du aber nur bekommen wenn du endlich mit einem Arzt über deine Probleme sprichst und eine umfassende Diagnostik gemacht wird.

Vieleicht lässt sich dein Problem schon mit einer Tablette lösen, da würde es sich doch nicht Lohnen noch Jahrelang mit dieser Problematik Rumzulaufen.

Also nehme mal deinen Mut zusammen.

Gruß

Matti
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Beitrag #19 von eckhard11 » 22 Aug 2005 20:54


Hallo und guten Abend, Sean,


also, wenn ich in dieser Situation wäre, würde ich wie folgt agieren :

Ich würde mit mir einen Kompromiss abschliessen.

Ich würde mich komplett durchchecken lassen.
Sowohl vom Urologen als auch vom Neurologen ( wegen der Rückenverletzung ).

Beim Urologen würde ich auf eine umfassende Untersuchung drängen, mit Ultraschall, Blasenspiegelung, Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel, urodynamische Untersuchung usw.

Eventuell findet der Urologe ja schon einen Fehler in der Blase. ( Oder in der Prostata !! Nicht vergessen !! )

Dann brauchte ich die Untersuchung durch den Neurologen nicht mehr durchführen zu lassen.

Erst wenn der Urologe nichts findet, ( ich würde mich nicht auf die Diagnose "Reizblase" einlassen, die ist in keinem Falle aussagefähig ), dann würde ich den Neurologen aufsuchen.

Den würde ich dann aber auch wirklich aufsuchen, da ich mich mittlerweile in einem interessanten und lebendigem Forum schlau gemacht habe, dessen Mitglieder mir Ratschläge erteilt haben, welche aus der Erfahrung heraus resultieren.

Ich würde auf jeden Fall die Diagnose des Neurologen bewerten und dann entscheiden, wie weiterverfahren wird.

Sollte der Neurologe eine Operation für richtig halten, dann kann ich diese ausführen lassen oder nicht.

Ich muss mir aber auch darüber klar sein, dass meine Inko nicht besser wird, wenn ich mich nicht behandeln lasse, dass diese Art Behinderung irgendwann einmal voll durchschlagen kann und es dann für eine neurologische Behandlung zu spät sein könnte.

So würde ich entscheiden, wenn ich in einer solchen Situation wäre.
Aber Du bist ja nicht ich......


Daher lege ich mich jetzt auch wieder hin .sleep:
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Beitrag #20 von Knallfrosch » 22 Aug 2005 21:46


Hallo,

danke sehr für die Antworten. Ich denke, dass ich weiss jetzt, was ich werde tun.

Morgen werde ich Termine bei einem Arzt machen lassen und werde versuchen keine Angst zu haben und mir helfen lassen. Und beten, dass Hilfe noch moglich ist.
Vielleicht geht doch einfach.

Mein Freundin ist glucklich, dass ich was machen will. Und das macht mich auch froh.

Danke noch mal sehr, ich werde schreiben, wenn ich weiter weiss.


Sean
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