Ich brauch ne Empfehlung

Hier geht es um alle saugenden Hilfsmittel, angefangen von den Einlagen, über Vorlagen und Trainers bis hin zu den Inkontinenzslips.

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Beitrag #21 von Jörg75 » 21 Dez 2006 03:34


Es ist mir absolut kein Wunsch nach Streit.
Ich habe mich einfach mit den Backgroundinfos bedeckt gehalten, weil ich hier nicht meine Medikamentenkiste auskippen wollte. Ich wollte es stattdessen als gegeben darstellen und mich dafür umso intensiver den Hilfsmitteln widmen. Die Medikamente sind schwer einzustellen und ich bin froh, wenn der allg. gesundheitliche Status stimmt. Daran wollte ich einfach nicht wieder rütteln. Diese Aussage habe ich offensichtlich nicht klar genug geäußert. Dafür bitte ich um Entschuldigung.

Also nochmal von vorne.
Ich bin bisher ein leichter Bettpinkler. Ich habe vor einiger Zeit ausführliche Tests beim Urologen über mich ergehen lassen. Bisher ohne Erfolg. Er vermutet psychologische Ursachen und empfahl mir einen entsprechenden Experten. Da die Probleme damals gering waren, habe ich es nur beschränkt weiter verfolgt. Ich habe immer Phasen, wo es schlimmer wird und dann Phasen, wo nix passiert. Ich verwende nachts dann ggf. Molicare Windeln. Tagsüber gar nicht, bei längeren Reisen z.B. mit Bussen habe ich ständig Pinkelbedürfnisse, obwohl die Blase absolut leer ist. Hier habe ich mich mit Pants arangiert (oder noch besser - ich fahr nicht mit Bussen - im Zug gibts ein Klo).

Seit einiger Zeit habe ich, sagen wir mal, andere Sorgen psychischer Art. Diese sind sehr schwer, sollen hier aber kein Thema sein. Ursache ist u.a. eine bipolare Störung, die behandelt wird. In dieser Behandlung erhalte ich Medikamente, die als Nebenwirkung die Harnstoffkonzentration in der Niere verringern und sozusagen den Durchfluss erhöhen. Ich soll jetzt natürlich nicht 8-10 liter trinken. Aber dem erhöhten Bedarf soll ich in gewissen Grenzen nachgehen und die Blase wird reichlich zu tun bekommen.

Mir geht es jetzt um die Frage, wie ich damit umgehen kann. Ist es zu empfehlen, solange wie möglich mit den Gängen zu warten oder mit z.B. Kondomurinal einfach immer laufen zu lassen. Wie funktioniert ein Urinal nachts, ich gehöre zu den Umwälzern im Bett.

Ich kann mit diesen Fragen auch zum Urologen gehen. Doch der wird vermutlich sagen: "probieren Sie aus, entscheiden Sie selbst. Ich schreib das Rezept aus" (ich bin Privatversichert, ich bekomme für alles ein Rezept). Aber bei dieser Entscheidung brauche ich Eure Erfahrung.

Viele Grüße
Jörg
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Beitrag #22 von Chris00 » 21 Dez 2006 09:32


Hoi,

gut, ich nehme alles als gegeben und wir konzentrieren uns auf Versorgung. *gg*

Ich kann dir zum Harndrang nichts sagen, da ich selber per Geburt keine Blase habe und somit selber keinen Harndrang kenne.

Aus der Urophysiologie weiß ich aber, dass die Blase, sobald sie einen bestimmten Füllstand erreicht hat, kontrahiert (durch den Detrusor). Wer (in welchem Alter auch immer) "trocken" geworden ist, merkt jetzt einen Blasendruck, weil der Schließmuskel am Blasenausgang (Sphinkter) dicht hält, bis er bewusst entspannt wird. Also müssten die Leute alle über längere Zeiträume hinweg einen mehr oder weniger starken Harndrang verspühren.

Der Sinn von meinem Sermon soll sein: Kannst du diesen Blasendruck aushalten? Ist er "nur" gefühlt, oder droht wirklich die ganze Zeit deine Hose nass zu werden?

Ich persönlich bin da brutal pragmatisch: Um den Alltag zu erleichtern ist es absolut Legitim Hilfsmittel zu verwenden. Da muss nicht erst die Diagnose "Inkotninenz" kommen. Gründe gibt es viele. Deiner scheint dazu zugehören.

Ich persönlich habe mein ganzes Leben lang nur Windeln getragen und bin immer super damit klar gekommen - bei jeder Aktivität. Und ich war als Kind und bin es heute noch, ziemlich wild und ständig in Bewegung.

Aber gerade die Molicare finde ich (gerade für Jungs und Männer) ungeeignet, weil sie ... naja nicht gerade viel Platz vorne bieten, und der Platzbedarf im Schrittbereich ist ja bei Jungs und Männer variabel über Zeitintervalle betrachtet.
Empfehlen kann ich (gerade für aktive Leute) die TenaFlex. Erstens sind die superleicht anzuziehen und das geht auch schnell (viel schneller als "Klebewindeln"). Und sogar beim Sport ist die Flex total kool.

Pants sind Müll (meine Meinung). Mehr so "Einsteigerwindeln". Halten kaum was, sind teuer und sitzen bescheuert. Wobei die Betonung hier auch "scheuern" liegt.

Laufenlassen oder nicht? Das ist hier die Frage.
Äh, gute Frage. Es wird immer wieder kontrovers diskutiert, ob man es damit schlimmer macht oder nicht. Tatsache ist, es kann zu einer Verkleinerung der Blase kommen. Und es kann auch zu einer Schwächung der beteiligten Muskeln kommen.
Aber ich denke nicht, dass du dadurch sofort "wirklich" Inkontinent wirst. Besser wird es dadurch aber sicher auch nicht.

Nun, soviel Info erstmal bis hier.

Wenn du dich entschließen solltest also demnächst etwas häufiger Windeln zu tragen, sollten wir dann noch mal Tipps im Alltag und vorallem Pflege im Windelbereich ansprechen. ^^
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Beitrag #23 von eckhard11 » 21 Dez 2006 11:42


Guten Tag, Jörg,

ich denke, das Medikament beeinflusst den Hypothalamus und dadurch auch die Bildung des Peptidhormones Adiuretin ( ADH ).
Dieses Hormon spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des osmotischen Drucks und des Flüssigkeitsvolumens des Körpers.
Fehlt dieses Hormon oder ist es nicht in ausreichender Menge vorhanden, so entsteht die Krankheit Diabetes insipidus, bei der die Betroffenen täglich bis zu 20 Liter Flüssigkeit ausscheiden.

Ob ich mich hier irre oder nicht, ist aber nicht entscheidend.

Entscheidend ist, wie Du mit der vermehrten Harnabgabe umgehst.
Als ich vor ca. zwei Jahren eine Harnprobe abgeben sollte, erwartete man eine sog. “24-Std Harnmenge” von mir, also die Menge, die ich in 24 Stunden ausschied.
Da ich sehr viel trinke ( bis zu 6 Liter täglich ), wusste ich natürlich, daß ich nicht mit einem kleinen Behälter auskommen würde.
Ergo habe ich mir einen 10 ltr-Behälter gekauft und denen fast 7.500 ml Harn mitgebracht.
( Das war nicht einmal Rekord. Da wurden bis zu 10 ltr abgegeben.... )
Und ich bin durch eine Blasenkrebsoperation mit Neoblase inkontinent, zumindestens in der Nacht komplett inko.
Tagsüber kann ich den Harnabgang über meinen Beckenbodenmuskel regulieren, fühle aber nicht, wenn die Blase voll ist. ( Allerdings bekomme ich ein Druckgefühl im Unterbauch )
Trotz dieser täglichen Harnmenge gehe ich immer nur ganz normal zur Toilette.
Ich trage - nur zur Sicherheit - tagsüber eine kleine Vorlage, mehr nicht.......

Und was ich mit einer Kunstblase schaffe, wirst Du doch auch mit eine “normalen” Blase schaffen, oder ??
Ich würde auf jeden Fall versuchen, den Harn solange wie möglich zu halten, damit Du keine Probleme mit einer “Schrumpfblase” bekommst.
Auch dann, wenn Du Hilfsmittel - egal welcher Art - verwendest.
Ein Kondomurinal ist zwar - auch tagsüber - für eine solche Anwendung ganz hervorragend geeignet, verführt aber auch dazu, einfach immer “laufenzulassen”. Und dies ist völlig falsch.
Daher wäre wahrscheinlich tagsüber eine Windel oder eine Vorlage besser geeignet, da diese Dich dazu animiert, den Harn länger anzuhalten, um Dir das frustrierende Wechseln zu ersparen.

Und führ mal kontinuierlich ein intensives Beckenbodenmuskeltraining durch.
Mindestens drei Monate lang, jeden Tag. Vielleicht hilft es.

Übrigens bin ich auch ein nächtlicher “Bettwälzer”. Aber immer nur von einer Seite auf die andere.
Nicht um die ganze Achse.
Dabei ist es mir erst einmal passiert, daß sich der Schlauch gelöst hat.......
Die Sache ist ergo nachts ziemlich sicher, auf jeden Fall besser als eine Windel.

Gruss
Eckhard
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Beitrag #24 von Jörg75 » 21 Dez 2006 12:25


Vielen Dank für die Ratschläge.

also mein primäres Problem ist, dass ich ständig einen Druck verspüre, dass ich meine Blase leeren müsse. Und das selbst, wenn nur wenig drin ist. Bei dem Anstieg der produzierten Harnmenge wird das sicherlich sehr schwierig "zu halten". Deswegen sehe ich auch das Problem, dass hier kontrollierte Toilettengänge nicht mehr ausreichen werden.

eckard: ich habe Deine med. Hintergrundinfos nicht verstanden. Aber das ist hoffentlich auch nicht entscheiden. Ich weiß nur, dass ein simples Mittelchen bei mir nicht mehr ausreicht, sondern ein Wirkstoffcocktail in der Klinik eingestellt wurde und wird.
Was mich interessiert, Du schreibst, dass Du auch große Urinmengen hattest, die Du aber mit Windeln versorgt hattest. Hast Du denn ständig gewechselt oder welche Windeln hast Du für dieses Vorhaben verwendet?

Ich habe bisher noch nicht entscheiden können, ob Windeln oder Kondomurinal die bessere Wahl ist. Bei Windeln habe ich immer das Problem, dass irgendwann der ganze Schritt feucht ist, das Urinal erscheint dabei hygienischer. Aber bei einem Test mit dem Urinal hat mich der Beinbeutel ziemlich gestört, ich konnte ihn gar nicht so unterbringen, dass er mich nicht gestört hat. Dazu noch ein Schwabbergeräusch, fand ich nicht schön. Aber vielleicht kann man das ja ändern.

Die Molicare habe ich bisher, weil sie sehr angenehm zu tragen sind. Die TenaFlex kenn ich noch nicht. Ich hatte mal Windeln von Tena, die aber laut knisterten. Das hatte mich gestört.
Die Pant sind teuer und wenig aufnahmefähig. Da ich bisher tagsüber nur ein Backup brauchte, waren die eine Alternative zu schlichten Vorlage, die ich persönlich doof finde. Du die Umstellung wird vermutlich eine Pants eh nicht mehr reichen. Deswegen muss ich da wohl auch umplanen.

Jörg
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Beitrag #25 von Jörg75 » 21 Dez 2006 12:30


Hab gerade mal zu TenaFlex ein wenig nachgelesen.

Ist das ne richtige Windel? Kommt die mit großen Urinmengen klar? Kommt die mit schwallartigen Abgängen klar, schließlich ist die Saugfläche ja deutlich kleiner.

Jörg
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Beitrag #26 von eckhard11 » 21 Dez 2006 13:27


Jörg,

wahrscheinlich habe ich mich nur ungeschickt ausgedrückt :

Obwohl ich ca. sechs Liter Harn täglich ausstrulle, gehe ich ganz normal zur Toilette.
Nur des Nachts trage ich ein Kondomurinal, da ich nachts völlig inkontinent bin.
Tagsüber halte ich die Harnröhre mit meinem Beckenbodenmuskel zu.....

Dieser starke Harndrang bei Dir kommt sicherlich durch eine Blaseninfektion.
Es könnte sich auch um eine sensorische Dranginkontinenz handeln.

Bei der sensorischen Dranginkontinenz sind häufige Blasenentzündungen ( chronisch ) oder Blasensteine verantwortlich. Die Rezeptoren, die den Füllungsgrad der Blase an das Gehirn melden, sind überempfindlich. Das Gehirn veranlasst daraufhin über willentlich nicht zu beeinflussende Signale ein Zusammenziehen der Blasenmuskulatur, es kommt zur Inkontinenz. Meist werden dabei aber nur kleine Urinmengen verloren, allerdings recht häufig.

Hast Du Dich schon einmal entsprechend untersuchen lassen ??
Ein derartiger Harndrang, wie Du ihn anscheinend hast, ist keineswegs normal und immer das Zeichen einer Erkrankung !
Du solltest der Sache unbedingt auf den Grund gehen.

Falls es sich um eine Blasenentzündung handelt und diese - erfolgreich - behandelt werden kann, wirst Du wahrscheinlich auch mit höherem Harnverhalt kein Problem haben.

Es sollte ergo in Deinem ureigensten Interesse liegen, Dich hier von einem Urologen intensiv untersuchen zu lassen.

Gruss
Eckhard
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misch mich nochmal ein...

Beitrag #27 von klaro (+16.05.2008) » 21 Dez 2006 15:18


hallo Jörg

meine Gedanken dazu...
ich geb auch nochmal meinen "Senf" dazu. Hoffe es ist recht.

Die Tena flex kommt schon auch mit recht guten Mengen Harn klar, nur ich selber kam mit ihr nicht klar. wegen der Klettverschlüsse die mich immer pieksten und nicht so gut hielten, wie ich es erwartete. Für meine Stuhlinko ist sie jedenfalls nicht geeignet.

ABER, ich hab auch eine Inko, die seelisch kombiniert ist in der Form. AUCH unterschiedlich in der Ausprägung, Form, Häufigkeit und der Möglichkeit, aufs Klo zu können oder gar keine Chance zu haben.

Ich trage oft Absorin excellent inko-slips, Windeln. ABER, da ich etwa mal noch ganz gut und gern auf s Klo gehe, trage ich dann Tena maxi Comfort Einlagen. Diese ermöglichen mir, GANZ schnell auf dem Klo zu sein, wenns denn sein kann oder muss. Zudem ist sie auch sehr , sehr saugfähig, angenehm im Tragen, grosse Sicherheit und so hab ich auch NOCH weniger Hautprobleme. Da genug Luft an die Haut kommt.

zum halten dieser Einlagen trage ich öfter I.M.E.C Inkontinenzschutzhosen (bisschen teuer in der Anschaffung) oder auch öfters Tena pants drüber. WElches mir auch eine zusätzliche Sicherheit gibt. ( die Pants kann ja öfter verwendet werden, wenn nur die Einlage nass ist.)



aber ich denke, dass dir so eine Variante am Tag, doch es erleichtern würde, wenn du SICHERHEIT verspüren und wissen würdest. Denke dein Kopf und Fühlen wäre um einiges freier, wenn dir diese Sicherheit gegeben wär. Aufs Klo klar noch gehen, aber vielleicht reichts das eine oder andere mal nicht mehr, oder passt grad nicht von der Arbeit her, oder was auch immer..

Kombiniert mit aufs Klo gehen, wäre auch die Notwendigkeit des Wechselns reduziert....es müsste und wird nicht zwingend zu einem andauernden Inkontinenzproblem.


denke Sicherheit ist auch hier ein Thema, das nicht zu unterschätzen ist. Gerade, auch wenn man seelische Probleme dazu ja hat.


Die Beinkatheter kenn ich auch. Mit denen kam ich nie klar. Nun wo ich wieder laufen kann, würds mich noch mehr stören. Das *gluntschen* ist ein Effekt im Urinbeutel, der wohl kaum wegzubringen ist.Denke, WENN ein Kathetersack, dann MüSSTE wohl oder übel auch eine Einweghose angeschafft werden. Um dem allem gerecht zu werden, dass der Tag ungestört seinen Lauf nehmen kann. ( Diese berühme Einbeinhose ist eins der wenigen Sachen, die ich selber NICHT kenne, wohl aber scheinbar doch einen sehr wesentlichen Faktor im Umgang mit Kathetersäcken ERfüLLEN!)

die firma Coloplast weiss, die hat super Urinbeutel für Rollstuhlfahrer, Kniebeutel, Beinbeutel mit Mehr-Kammer-System. Die sind echt super. Aber zum laufen dazu, nicht sehr geeignet.

mit Kondomurinalen und Katheterbeuteln möcht ich doch klar draufhinweisen, dass auch hier in der Praxis * doch noch sehr oft* Auslaufunfälle passiern.(OHNE Einbeinhose) Welche ich nicht als kleiner erachte als die mit Windeln, Vorlagen etc.. denn wenn ein Katheter der Verschluss per dummen Bewegungen oder nicht gut zugemacht, passieren,

dann gibts ne schöne Bescherung. Also wenn ich ein berufstätiger Mann wäre und herumlaufen und stehen und arbeiten müsste.. das weiss ich.. für so ein Hilfsmittel für den Tag, würd ich mich NICHT entscheiden.

so muss jeder für sich den Weg finden, der gangbar ist. Mit der Vorlage ist einfach, der Vorteil auch, am TAG!!
- mehr Luft in der Intimzone
-geräuschloses wechseln möglich
-günstiger
-weniger Müll als Inkoslips
-Kombination mit aufs klo gehen, uneingeschränkt
-kaum bis gar keine Hautprobleme
-Hohe Sicherheit
-guter Lebenskomfort

oder Kondomurinal MIt Kombination einer Einbeinhose

Nachts Volle Inkoversorgung, via Klebeslips.Gerade weil du nachts dich oft drehst und wie es scheint auch einigermassen oft aufstehst, da müsste man den Kathetersack doch auch immer wiederabmontieren und mitschleppen.. auch daran ist zu denken.

Jörg, wenn du einen guten Draht zum Arzt hast, würd ich s beinah so machen, dass du dir verschiedene hilfsmittel verordnen lässt. Auch das gibt es. Somit kannst du die deiner Situation immer bisschen anpassen bei der Auswahl. So ähnlich wie ich es handhabe. Ist auch eine Variante. Dann hast du in jeder Situation die Sache zur Hand, die dir gerade am Nützlichsten ist.

Du MUSST dich nicht NUR auf eine Sache entscheiden.

klaro :?
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Beitrag #28 von eckhard11 » 21 Dez 2006 16:09


Nun,

ich möchte doch einigen Aussagen von Klaro widersprechen.....

Ich selbst trage seit zwei Jahren ein Kondomurinal, welches an einen Bettbeutel angeschlossen ist.
Der Schlauch des Bettbeutels wird einfach in den Schlauchansatz des Kondomurinales hineingeschoben
und der Bettbeutel selbst ganz profan am Bettgestell eingehängt.

Auch drehe ich mich häufig im Bett um, was heisst drehen, ich werfe mich herum.
Trotzdem hatte ich bisher nur einmal einen "Unfall".
Diese passieren mit Windel und Suprima garantiert häufiger, besonders als Seitenschläfer.

Natürlich gibt es auch Beinbeutel im Mehrkammersystem, sodaß das Plätschern unterbleibt.
Und genauso fest wie am Bettbeutel sind die Schläuche natürlich auch am Beinbeutel.
Es braucht schon recht viel Kraft, die beiden Teile voneinander zu trennen, wenn sie vernünftig
miteinander verbunden sind.
Also dies würde ich ganz sicher nicht als Ausschließungsgrund ansehen.

Aber tagsüber würde ich an Jörgs Stelle eh´ nur Vorlagen tragen, damit ich mich nicht an
das permanente Wasserlassen gewöhnte.

Gruss
Eckhard
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Beitrag #29 von Chris00 » 21 Dez 2006 18:17


Hi,

also die Flex sind echt megacool. Die halten echt Mengen an Urin, rascheln NULL (weil keine Folie). Und sie haben doch die gleiche "Aufnahmefläche". Denn die Ausnahmefläche ist ja die im Saugkern befindliche Oberfläche, die von dem porösen Vlies gebildet wird. Und außerdem ist da noch Mengen an Suberabsorbern drin.

Besser als Molicare und Pants sind sie alle mal. Und ich trage auch oft TenaSlip. Klar rascheln die (wenn du nur in Windeln umherspringtst). Aber unter Klamotten hört das keiner.
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meinte am Tag..

Beitrag #30 von klaro (+16.05.2008) » 21 Dez 2006 21:50


@Eckhard

ich hab *ausschliesslich* eigentlich nur vom Tagesgebrauch vom urinalkondom geredet oder gemeint.

das von der Nacht nur erwähnt.

entschuldige, das Missverständnis.

nachts gibts viel seltener Missgeschicke mit dem Auslaufen der Systeme und Urinalkonome oder der Säcke, als dies am Tag der Fall ist.

das Thema "unfälle " mit Katheterschläuchen und Säcken ist auch in den Rehakliniken unter Patienten die selbst im Rolli ruhig sitzen, nicht selten,auch da, doch ein Problem.

sorry.. war wohl nicht gut formuliert. klaro
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