Mehrwegwindel

Hier geht es um alle saugenden Hilfsmittel, angefangen von den Einlagen, über Vorlagen und Trainers bis hin zu den Inkontinenzslips.

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Mehrwegwindel

Beitrag #1 von wide » 11 Jul 2003 18:03


kennt sich jemand mit mehrwegwindeln aus und sind sie zu empfehlen?
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wide
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Beitrag #2 von Helmut » 11 Jul 2003 18:44


Hallo wide,

nun es gibt eine ganze Reihe verschiederner Mehrwegwindeln, das kommt auch auf deine Inkontinenzform an. Generell sind Mehrwegsysteme deutlich dicker als in der Saugleistung vergleichbare Einwegprodukte, daher sind sie weniger für den alltäglichen Gebrauch tagsüber geeignet. Die Mehrwegwindeln tragen doch ganz schön auf, daher werden sie überwiegend zu Nachtversorgung genutzt. Bei den Mehrwegwindeln gibt es zwei Gruppen, die sich darin unterscheiden, daß es einteilige und zweiteilige Systeme sind.

Die einteiligen Systeme haben als Wäscheschutz oftmals eine dichtgewebte Mikrofaser oder Nylonaußenschicht und als Saugkern mehrere Lagen von besonders saugfähigen Textilgewebe. Sie sind schon wie die Windeln geformt und werden genauso verwendet. Zur Dichtheit und Auslaufsicherheit kann ich nur sagen, daß es da schon einen großen Unterschied zwischen den Herstellern gibt. Ich persönlich würde diese Windeln nie ohne zusätzlichen Bettschutz verwenden.

Die zweiteiligen Systeme bestehen meistens aus einer Gummihose zusammen mit einer textilen Einlage oder Stoffwindeln. Das System kennen die meisten älteren Betroffenen noch aus ihrer Kindheit. Die Dichtheit und Auslaufsicherheit ist hier deutlich höher, da die Gummihose ja enger am Körper anliegt, als bei den einteiligen Systemen.

Ein weiterer Punkt ist der Zeitaufwand der für das Waschen der Windeln gerechnet werden muß. Auch Unterwegs sind diese Systeme weniger geeignet, da die gebrauchten Windeln ja wieder zum Waschen mitgenommen werden müssen. Sie sind bei Stuhlinkontinenz nur bedingt zu Empfehlen, schon wegen der Hygiene und der Geruchsbelästigung.

Also an deiner Stelle würde ich diese Windeln durchaus einmal testen, damit du dir selber ein Bild machen kannst. Übrigens zahlen die Krankenkassen auch diese Mehrwegwindeln, wenn sie eine Hilfsmittelnummer haben.

Gruß Helmut :wink:
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Mehrwegwindel

Beitrag #3 von wide » 12 Jul 2003 20:24


Danke für diese Antwort. Ich habe eine Mehrwegwindel von Tex A Med bestellt und werde diese einmal ausprobieren.
Diese Windel ist auch für nachts gedacht.
Tagsüber reicht ne Suprima Hose und eine Vorlage.
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Beitrag #4 von Jochen » 13 Jul 2003 16:14


Hallo!

Ich empfehle Die Joschi Baumwollwindel von http://www.qualitex.de/
Es handelt sich um eine Baumwollformwindel mit Klettverschluß über die eine beliebige wasserdichte Hose gezogen wird.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß zweiteilige Systeme sehr sicher sind und nicht auslaufen, während einteilige Windeln, egal ob Ein- oder Mehrweg vor allem nachts deutlich unzuverlässiger sind. Da Deine Tex-A-Med vermutlich einteilig ist würde mich Deine Erfahrung interessieren. Eventull gibt es da Unterschiede auf Grund unterschiedlicher Anatomie.

Die Windeln müssen übrigens einige Waschzyclen durchlaufen haben um die maximale Aufnahmekapazität zu erreichen.

Jochen
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Beitrag #5 von Helmut » 13 Jul 2003 16:49


Hallo Jochen,

ja die Erfahrung habe ich auch gemacht, daß Nachts eine zusätzliche Schutzhose über der Windel deutlich mehr an Sicherheit bringt. Die Tex-A-Med ist eine Einteiliges System, die habe schon ein Muster mal gehabt, allerdings nicht getestet. Vom Aufbau her scheint sie doch recht Sicher zu sein, wobei sie mir doch sehr dick vorkommt. Wie die Trageeigenschaften sind, habe ich auch nicht getestet.

Bitte schreibt beide euere Erfahrungen mit Mehrwegsystemen hier ins Forum, damit wir später auch für diese Gruppe eine Vergleichsliste machen können.

Gruß Helmut :sm4:
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Beitrag #6 von Werner Holmans » 17 Okt 2003 23:50


Hallo.
ich habe einige Beiträge über Mehrwegwindeln gelesen und möchte dazu auch meine Erfahrungen schreiben. Ich bin in der DDR aufgewachsen und habe dort auch meine ersten Erfahrungen mit der Inkontinenz gemacht. 1988 hatte ich einen Unfall und konnte danach das Wasser fast gar nicht mehr halten (ist heute etwas besser). da es nichts anderes in der DDR gab wurde ich schon im Krankenhaus auf das Tragen von Baumwollwindeln (4 Babywindel wurden zu einer großen Windel genäht) und jeweils einer Gummihose vorbereitet. Es hat sehr lange gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe. Richtig trocken war ich eigentlich nie. Nach außen kam aber sehr selten etwas durch. Heute trage ich am Tag eine dünne Pampers und in der Nacht noch immer Baumwollwindeln. Ich bin damit eigentlich ganz zufrieden.
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Beitrag #7 von Sirius » 26 Nov 2004 12:26


Hallo miteinander,

nachdem ich seit einiger Zeit auch wiederverwendbare Windeln benutze, möchte ich ein bisschen von meinen Erfahrungen berichten.
Zu waschbaren Systemen kam ich, da ich für meine Bedürfnisse waschbare für sinnvoller halte (Bettnässen, etwa 2-4 mal pro Woche). Vor allem, wenn ich doch mal nachts zur Toilette komme, empfinde ich Einwegprodukten wesentlich unhandlicher und ich brauche dann auch für jede Nacht eine Neue, auch wenn ich sie garnicht benutzt habe.
Verwenden tue ich in aller Regel die Kendall Curity, da es sie im Angebot im Internet zu beziehen gab. Meine Erfahrungen mit dieser Windel sind folgende: Ausgelaufen sind sie mir, wenn überhaupt, am Bauch. Im Schritt ist mir bislang nichts passiert. Jedoch ist die angeblich waserdichte Außenhaut dieser Windelhose nicht dicht. Mit der Zeit sickert das Wasser in den Stoff und ohne zusätzliche Schutzhose wird das Bett doch feucht. Ich könnte mir vorstellen, dass es mit der Tex-A-Med genauso geht, da es sich wohl um denselben Hersteller handelt.
Auf Grund der hier im Forum geschilderten Erfahrungen (Gruß an Jochen) habe ich mir auch eine Windel von Joschi zugelegt, die ja nur mit einer Schutzhose verwendbar ist. Mit beiden Systemen habe ich mit zusätzlicher Schutzhose eigentlich keine Probleme. Für welches System man sich nun entscheidet ist reine Geschmackssache, aber ich würde keine waschbare Windel ohne Schutzhose verwenden.
Ich persönlich empfinde die festere Passform der Kendall angenehmer als die sehr weiche und "labberige" Joschi. Vom Trocknen nach dem Waschen kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass beide in etwa gleich schnell trocknen (da kein Trockner, auf dem Wäscheständer, bei der Kendall Saugseite nach außen).

Cu Sirius
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Beitrag #8 von Marty » 22 Feb 2005 20:41


Hallo !

Also ich benutze fast überwiegend Baumwollwindeln.Für Nachts habe ich große Baumwollwindeln 160X160 cm.Mit zwei Stück davon und einer Suprima darüber mache ich mir ein sicheres Windelpacket.Seit ich das so mache hab ich keine Probleme mehr mit nächtlichem auslaufen.Nur sehr sehr selten passiert das mal viel seltener als mit "Pampers".
Tagsüber benutze ich die normalen Babybaumwollwindeln 80x80cm.Die Anzahl wechselt zwischen 2 bis 5 jenachdem wieviel Saugstärke ich benötige,bzw.wie lange ich bis zum nächsten Wechsel plane.Ich komme damit gut zurecht.Mit einer Waschmachine und einem Trockner ist das Reinigen auch nicht alzuviel Mehrarbeit.Auf Reisen und bei längeren Wechselintervallen sind natürlich die "Pampers" die bessere Wahl.

Gruß Marty
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Beitrag #9 von mehlbox2001 » 23 Feb 2005 02:44


... ich hab sehr gute Erfahrungen nachts mit Joschi-Windeln in Kombination mit Suprima 211-Hosen. Und bin immer wieder erstaunt, wie lange die Teile halten!

Andreas
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Beitrag #10 von Sirius » 23 Feb 2005 08:03


Guten Morgen Andreas,

nach einigen weiteren Monaten Erfahrung, der letzte Eintrag meinerseits liegt ja schon einige Zeit zurück, kann ich Dich bestätigen.
Bei der Aufnahmefähigkeit sind die Joschi wirklich sehr gut, aber nur, wenn man sie mit der zusätzlichen Einlage verwendet (Auf keden Fall besser als die Kendall).

Gruß Sirius
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